Wertungsvorschriften

Deutsche Arbeitsübersetzung für den persönlichen Gebrauch. Maßgeblich ist der englische Originaltext der FIG. Mit der Maus über einen Absatz fahren (am Handy: antippen), um das Original zu sehen, oder oben „EN immer zeigen“ anklicken.

Aerobic Gymnastics – Wertungsvorschriften 2025–2028

Genehmigt vom FIG-Exekutivkomitee im Februar 2024 · Veröffentlichung: 5. Februar 2025

Einleitung zu den FIG-Wertungsvorschriften Aerobic Gymnastics – 16. Zyklus 2025–2028

Original S. 5

Von Tammy Yagi-Kitagawa, Präsidentin des FIG Aerobic Gymnastics Technical Committee (FIG AER TC)

Das FIG AER TC freut sich, dem FIG-Exekutivkomitee (EC) und den FIG-Mitgliedsverbänden diese Wertungsvorschriften 2025/2028 vorzulegen, deren Inkrafttreten mit 1. Jänner 2025 vorgeschlagen wird.

Die Wertungsvorschriften berücksichtigen Vorschläge von:

  • den FIG-Gremien
  • den Aerobic-Gymnastics-TCs der kontinentalen FIG-Unionen
  • den FIG-Mitgliedsverbänden
  • internationalen Kampfrichter*innen, Trainer*innen und Gymnast*innen

Die wichtigsten Änderungen betreffen …

  • Überarbeitetes Format der Wertungsvorschriften (CoP).
  • Umbenennung von „Age Group“ in „Youth“ (Jugend).
  • Die Wettkampffläche beträgt für alle Divisionen aller Kategorien 10 × 10 m.
  • Übungslänge für alle Kategorien: SR und JR 1’25“ (± 5 Sekunden); Youth und ND 1’15“ (± 5 Sekunden).
  • Einige Änderungen und Klarstellungen bei den Bekleidungsvorschriften (Dress Code).
  • Einige Schwierigkeitselemente hinzugefügt und einige Gruppierungen überarbeitet (inkl. Werte und Anzahl der Elemente).
  • Umbenennung von „Minimum Requirement“ in „Technical Requirement“ (technische Anforderung).
  • Reduktion auf 8 Elemente in allen Kategorien.
  • 1 Element aus Gruppe C, Familie 7 ist für die Kategorie IW verpflichtend.
  • Reduktion auf 1 Kombinationsset von Elementen in allen Kategorien.
  • Männliche Gymnasten dürfen – unabhängig von der Kategorie – aus medizinischen Gründen nicht im Spagat landen.
  • „Coefficient“ wurde in „Divisor“ umbenannt, analysiert und geändert.
  • Akro-Variationen werden nicht als akrobatische Elemente gezählt.
  • Artistik wird zusätzlich zur Skala auch mit Abzügen (Reduktion) bewertet.
  • Überarbeitete Kriterien für Artistik.
  • Keine Pflichtelemente für Junior und Youth.
  • Die Meldung (Entry) für IM/IW wurde überarbeitet.

Im Namen des FIG AER TC.

Impressum

Original S. 6

Ich danke dem amtierenden FIG AER TC für seine unermüdliche Arbeit bei der Erstellung dieser neuen Wertungsvorschriften. Alle Mitglieder des FIG Aerobic Gymnastics Committee haben zur Überarbeitung beigetragen.

NameFunktionLand
Tammy YAGI-KITAGAWAPräsidentinJPN
Jorge FILLON1. VizepräsidentARG
Maria Cristina CASENTINI2. VizepräsidentinITA
Desislava BOGUSHEVAMitgliedBUL
Vladislav OSKNERMitgliedRUS
Ana MACANITAMitgliedPOR
Maria Eduarda DE OLIVEIRA POLIMitgliedBRA
Dora DEMETER-HEGYIAthletenvertreterinHUN

Das FIG AER TC dankt außerdem Gerald BIDAULT (FIG) für seine außergewöhnliche Arbeit bei der Erstellung der „Interaktiven Wertungsvorschriften“ auf der FIG-Website, inklusive Zeichnungen, Kurzschrift und Videos.

ZeichnungenGerald BIDAULTFIG IT DepartmentFIG
RedaktionAlexandre COLAFIG Sport Events ManagerFIG

Diese Wertungsvorschriften sollen vom FIG-Exekutivkomitee (FIG EC) zur Anwendung ab 1. Jänner 2025 genehmigt werden.

Bitte beachten: Diese Wertungsvorschriften, die auch technische Aspekte enthalten, sind in Verbindung mit den jeweils gültigen FIG-Statuten und dem Technischen Reglement zu lesen. Bei Widersprüchen zwischen Wertungsvorschriften und Technischem Reglement hat das Technische Reglement Vorrang.

Die englische Fassung ist der offizielle Text.

Copyright: Die Wertungsvorschriften sind Eigentum der FIG. Jede Übersetzung oder Vervielfältigung ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung der FIG strengstens untersagt.

Teil 1 – Allgemeine Informationen

Kapitel 1 – Allgemeine Informationen (SR-Weltmeisterschaften)

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1.1 Die Wertungsvorschriften

Allgemeiner Zweck

Grundsätzlich gelten diese Wertungsvorschriften für die Senior-Division – WM (ab 18 Jahren) und stellen die Mittel bereit, um eine möglichst objektive Bewertung von Übungen in Aerobic Gymnastics auf internationalem Niveau zu gewährleisten.

Für die spezifischen Regeln der Junior- und Youth-Divisionen siehe zusätzlich zu den Wertungsvorschriften Anhang 3 und 4.

Ist in den betreffenden Abschnitten der spezifischen Regeln nichts angeführt, gelten die Wertungsvorschriften der Senior-Kategorien.

1.2 Wettkämpfe

Status

Der offizielle FIG-Wettkampf in Aerobic Gymnastics ist die „Weltmeisterschaft“ in Aerobic Gymnastics.

1.3 Wettkampfprogramm

A. Zeiträume

Die Weltmeisterschaften in Aerobic Gymnastics finden alle zwei Jahre in den geraden Jahren statt.

B. Wettkampfplan

Zum allgemeinen Ablauf der Weltmeisterschaften in Aerobic Gymnastics siehe T.R. (Technisches Reglement).

Der Wettkampfplan muss vom FIG AER TC genehmigt und im Work Plan veröffentlicht werden.

1.4 Teilnahmekriterien

A. Allgemeine Rechte

Die Weltmeisterschaften in Aerobic Gymnastics stehen Teilnehmer*innen offen, die:

  • von ihrem der FIG angeschlossenen nationalen Verband gemeldet wurden;
  • die Anforderungen der gültigen FIG-Statuten und des FIG-Technischen Reglements erfüllen.

B. Alter (siehe T.R.)

Bei offiziellen Senior-Wettkämpfen der FIG müssen die Teilnehmer*innen im Jahr des Wettkampfs mindestens 18 Jahre alt sein.

C. Nationalität (siehe T.R.)

Teilnehmer*innen und Kampfrichter*innen, die ihre Nationalität wechseln, müssen die Richtlinien der Olympischen Charta und der FIG-Statuten befolgen.

Nationalitätswechsel werden vom FIG EC behandelt.

Original S. 8

1.5 Die Kategorien

Anzahl der Kategorien

Die Aerobic-Gymnastics-Weltmeisterschaften umfassen folgende Kategorien:

⇒ Aerobic Gymnastics

SymbolKategorieZusammensetzung
IMEinzel Männer1 Teilnehmer (männlich)
IWEinzel Frauen1 Teilnehmerin (weiblich)
MPMixed-Paar1 Mann / 1 Frau
TRTrio3 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt)
GRGruppe5 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt)

⇒ Aerobic Dance & Aerobic Step mit spezifischen FIG-Regeln (siehe Anhang 1 und 2)

SymbolKategorieZusammensetzung
ADAerobic Dance8 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt)
ASAerobic Step8 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt)

1.6 Meldeverfahren für Weltmeisterschaften

Siehe T.R.

1.7 Namensänderungen

Siehe T.R.

1.8 Qualifikationsdurchgänge und Finali

A. Anzahl der Teilnehmer*innen in den Qualifikationsdurchgängen

Höchstzahl für die Qualifikationsdurchgänge (Senior):

  • drei pro Verband bei IM, IW;
  • zwei pro Verband bei MP, TR;
  • eine/r pro Verband bei GR, AD und AS.

B. Anzahl der Teilnehmer*innen in den Finali

Die acht besten Ergebnisse aller Kategorien (maximal 2 pro Verband bzw. 1 bei GR, AD und AS) dürfen an den Finali teilnehmen (siehe T.R.).

C. Regeln bei Punktegleichstand (siehe T.R. Abschnitt 6)

Bei Gleichstand auf irgendeinem Platz in Qualifikation oder Finale wird dieser anhand folgender Kriterien in dieser Reihenfolge aufgelöst:

  • 1. Die höchste Gesamtnote in Ausführung (Execution)
  • 2. Die höchste Gesamtnote in Artistik
  • 3. Die höchste Gesamtnote in Schwierigkeit (Difficulty)
  • 4. Besteht weiterhin Gleichstand, wird dieser nicht aufgelöst.

D. Mannschaftswertung (siehe T.R. Abschnitt 6)

Die Mannschaftswertung wird aus den 5 Kategorien der Aerobic Gymnastics (IM/IW/MP/TR/GR) ermittelt. Bei Punktegleichstand auf irgendeinem Platz der Mannschaftswertung entscheiden folgende Kriterien:

  • 1. Die bestplatzierte Gruppe
  • 2. Das bestplatzierte Trio
  • 3. Das bestplatzierte MP
  • 4. Besteht weiterhin Gleichstand, wird dieser nicht aufgelöst.
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1.9 Startreihenfolge

Verfahren der Auslosung (siehe T.R. Abschnitt 1 & 6)

  • 1. Eine Auslosung bestimmt die Startreihenfolge der Qualifikationsdurchgänge und der Finali. Die Lose werden in Anwesenheit der Präsidentin/des Präsidenten des Aerobic Gymnastics TC oder eines nominierten TC-Mitglieds gezogen.
  • 2. Die Auslosung findet innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf der Frist für die definitive Meldung statt.
  • 3. Die Verbände werden vom Generalsekretär mindestens einen Monat vorher über Zeit und Ort der Auslosung informiert und sind berechtigt, bei der Auslosung anwesend zu sein.
  • 4. Die Medien werden informiert und dürfen Vertreter*innen entsenden; die örtliche Behörde, in deren Gebiet die Auslosung stattfindet, wird eingeladen, Vertreter*innen zu entsenden.
  • 5. Die Lose werden von einer „neutralen“ Person oder per Computer gezogen.
  • 6. Die Auslosung bestimmt die Reihenfolge, in der das Los für jedes Team bzw. jede/n Gymnast*in gezogen wird, und legt die Reihenfolge fest, in der das Team bzw. die/der Gymnast*in im Wettkampf startet.
  • 7. „10-Minuten-Regel“
  • Ein/e Gymnast*in darf in maximal 3 Kategorien (einschließlich AD und AS) antreten. Zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit hat die FIG festgelegt, dass Gymnast*innen, die in mehreren Qualifikationen/Finali antreten, 10 Minuten Erholung benötigen, bevor sie erneut starten. Diese Erholungszeit entspricht 4 Wettkampfvorführungen (siehe T.R.).
  • Die Auslosung wird nach diesem Prinzip angepasst. Startet ein/e Gymnast*in oder eine Gruppe in einem Durchgang als 7. und wird im nächsten Durchgang auf Position 1–3 gelost, wird die neue Startposition die 4. Startet ein/e Gymnast*in oder eine Gruppe in einem Durchgang als Letzte/r und wird im nächsten Durchgang auf Position 1–4 gelost, wird die neue Startposition die 5.
  • Die/der Präsident*in der Superior Jury nimmt diese Anpassung bei Bedarf vor; sobald die qualifizierten Gymnast*innen feststehen, erstellt der Ergebnisdienst eine angepasste Auslosung und Startliste. Dieses Prinzip gilt für alle folgenden Durchgänge, für andere Finalwettkämpfe sowie für die World Games (Qualifikationen).

1.10 Einrichtungen

A. Trainingsbereich

Den Teilnehmer*innen steht mindestens 2 Tage vor Wettkampfbeginn eine Trainingshalle zur Verfügung. Sie ist mit geeigneter Tonanlage und einer Wettkampffläche in voller Größe ausgestattet. Der Zugang zur Fläche erfolgt nach einem Rotationsplan, der vom LOC erstellt und vom FIG AER TC genehmigt wird.

B. Wartebereich

Ein ausgewiesener, mit dem Podium verbundener Bereich wird als Wartebereich bezeichnet. Er darf nur von den Teilnehmer*innen der nächsten zwei Starts und deren Trainer*innen genutzt werden. Andere Personen dürfen den Bereich nicht nutzen.

1.11 Außergewöhnliche Umstände

Außergewöhnliche Umstände sind wie folgt definiert:

  • Falsche Musik wird eingespielt (falsche Musik, Musikverzerrung, Unterbrechung usw.).
  • Musikprobleme aufgrund einer Fehlfunktion der Anlage.
  • Störungen durch allgemeinen Geräteausfall – Beleuchtung, Bühne, Halle.
  • Das Hineingelangen eines Fremdkörpers in die Vorführfläche durch eine Person oder auf andere Weise als durch die/den Teilnehmer*in.
  • Außergewöhnliche Umstände, die ein Verlassen der Fläche (walk-over) außerhalb des Einflussbereichs der Teilnehmer*innen verursachen.

Es liegt in der Verantwortung der Teilnehmer*innen, die Übung sofort abzubrechen, wenn ein oben genannter außergewöhnlicher Umstand eintritt.

Bei falscher Musik müssen die Teilnehmer*innen dies innerhalb von 10 Sekunden durch Abbruch der Vorführung anzeigen. Sie verlassen die Wettkampffläche. Nach Entscheidung der/des Oberkampfrichter*in (CJP) darf die Übung nach Behebung des Problems neu begonnen werden. Zuvor vergebene Noten werden nicht berücksichtigt.

Ein Protest nach Beendigung einer Übung wird nicht angenommen.

Situationen, die oben nicht angeführt sind, werden durch eine Prüfung der Umstände durch die Superior Jury gelöst. Die Entscheidung der Superior Jury ist endgültig.

Original S. 10

1.12 Wettkampffläche / Sitzordnung der Kampfrichter*innen

Wettkampffläche (10 × 10 m), Podium (mind. 14 m) und Sitzordnung der Kampfgerichte A/B sowie Superior Jury

A. Podium (siehe T.R.)

Die Höhe des Podiums ist im Technischen Reglement festgelegt. Ein Podium und ein hinten durch einen Hintergrund abgeschlossener Bereich sind verpflichtend (außer bei World Games und World Cups).

B. Wettkampfboden und Wettkampffläche (siehe T.R.)

Die Größe des Wettkampfbodens ist im Technischen Reglement festgelegt. Er muss für alle Kategorien eine deutlich markierte Wettkampffläche von 10 m × 10 m aufweisen. Die Klebebandbreite (5 cm) ist in den Maßen der Wettkampffläche enthalten (siehe Gerätenormen).

Bei Wettkämpfen dürfen nur Böden mit gültigem FIG-Zertifikat verwendet werden.

C. Sitzordnung

Weltmeisterschaften: Die Kampfgerichte sitzen direkt vor dem Podium (Abstand siehe T.R.).

Die Linienrichter*innen sitzen diagonal an zwei Ecken (siehe Kapitel 7, Linienrichter*in).

Die Superior Jury sitzt auf einem Podium unmittelbar hinter den Kampfgerichten.

Legende: Linie (L) – Artistik (A) – Ausführung (E) – Schwierigkeit (D) – Zeit (T) – Oberkampfrichter*in (CJP) – LOC-Sekretär*in (Sec) – Ausführungs-Supervisor (ES) – Artistik-Supervisor (AS) – Schwierigkeits-Supervisor (DS) – Assistent*in der Superior Jury (SJA) – Präsident*in der Superior Jury (SJP)

D. Einschränkungen

Teilnehmer*innen, Trainer*innen und alle unbefugten Personen dürfen den Wartebereich während des Wettkampfs nicht betreten, außer sie werden von einer/einem Offiziellen des LOC oder der FIG aufgerufen.

Trainer*innen müssen sich, während ihre Teilnehmer*innen antreten, mit angemessenem Verhalten im Wartebereich aufhalten. Trainer*innen, Teilnehmer*innen und alle unbefugten Personen dürfen den Kampfrichterbereich nicht betreten. Missachtung dieser Einschränkungen kann zur Disqualifikation der Teilnehmer*innen durch die Superior Jury führen.

Während der Vorführung der Übungen darf die/der Trainer*in (oder ein anderes Delegationsmitglied) in keiner Weise mit den Gymnast*innen oder den Kampfrichter*innen kommunizieren (siehe undiszipliniertes Verhalten unter CJP).

1.13 Musiklänge

Die Länge der Übungsmusik ist wie folgt, mit einer Toleranz von plus/minus 5 Sekunden (in 1-Sekunden-Schritten). Die Zeit beginnt mit dem ersten hörbaren Ton der Musik (Startsignal/Piepton nicht eingeschlossen) und endet, wenn kein Ton mehr hörbar ist (für Junior und Youth siehe Anhänge).

  • Alle Kategorien: 1 Minute 25 Sekunden (± 5 Sekunden)
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1.14 Musikbegleitung

A. Ausrüstung

Die Tonanlage muss professionellen Standard haben und neben der üblichen Ausstattung folgende wesentliche Komponenten umfassen: getrennte Lautsprecher für die Teilnehmer*innen und das Abspielgerät (PC usw.).

B. Aufnahme

Um die Musikverwaltung zu vereinfachen und technische Probleme während der Wettkämpfe zu begrenzen, empfiehlt die FIG, die Vielfalt der Musikformate zu reduzieren und nur digitale Musikformate (MP3-Datei, USB-Stick) zu verwenden.

Maßgeblich für das Format der Musikdatei (z. B. MP3) sind jedoch die Directives und der Work Plan des Wettkampfs sowie die Anweisungen des Organisationskomitees.

Die Musik nur einer Übung soll im vom LOC verlangten Dateiformat vorliegen. Teilnehmer*innen müssen zwei Kopien ihrer Musik zum Wettkampf mitbringen; die Musikdatei ist wie folgt zu benennen:

  • Name der Nation (offizielle Länderabkürzung).
  • Vor- und Nachname der/des Einzelstarter*in bzw. die Nachnamen bei MP, TR, GR, AD, AS.
  • Die Kategorie (IM, IW, MP, TR, GR, AD, AS) (Senior, Junior, Youth).

Delegationsmitglieder werden ersucht, für die Trainingseinheiten und für den Fall technischer Probleme eine Ersatzkopie ihrer Musik auf USB-Stick bereitzuhalten.

C. Qualität

Die Aufnahme muss hinsichtlich der Tonwiedergabe professionellen Standards entsprechen.

D. Musikrechte

FIG und LOC können nicht garantieren, dass die für eine Übung gewählte Musik gesendet werden darf.

Zusammen mit der namentlichen Meldung ist eine Liste aller verwendeten Musikstücke mit Titel, Interpret*in und Komponist*in an das LOC und – bei Weltmeisterschaften – an das FIG-Sekretariat zu senden.

1.15 Ergebnisse

A. Anzeige und Verteilung der Ergebnisse

Für jede Übung müssen die Gesamtnoten (A-, E-, D-Note), Strafabzüge, Endnote und Platzierung öffentlich angezeigt werden. Nach der Qualifikation erhält jeder teilnehmende Mitgliedsverband eine vollständige Kopie der Ergebnisse, jedoch nicht der Detailergebnisse. Am Ende des Wettkampfs erhält jeder teilnehmende Mitgliedsverband einen vollständigen Satz aller Detailergebnisse (siehe T.R. Abschnitt 1).

B. Anfragen (Inquiries)

Siehe T.R. Abschnitt 1.

C. Endergebnisse

Bei den Finali werden keine Punkte übernommen (kein Carry-over).

Die im Finale erzielte Note bestimmt die Platzierung.

1.16 Auszeichnungen

(siehe T.R. Abschnitt 1)

A. Zeremonien

Siehe die speziellen Bestimmungen für FIG-Siegerehrungen.

Die/der zuständige FIG-Offizielle muss die detaillierte Organisation genehmigen.

B. Auszeichnungen

Medaillen werden an die ersten drei Plätze vergeben. Jede/r Finalist*in erhält ein Diplom.

Alle Teilnehmer*innen und Offiziellen erhalten eine Teilnahmebestätigung.

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1.17 „Aerobic Gymnastics“

A. Definition

Aerobic Gymnastics ist die Wettkampfdisziplin, die auf der kontinuierlichen Ausführung verschiedenster Aerobic-Bewegungsmuster (Aerobic Movement Patterns) zur Musik beruht und ihren Ursprung in traditionellen Aerobic-Übungen hat. Die Übung muss eine perfekte Ausführung aller Komponenten zeigen.

B. Inhalte der Übungszusammenstellung

Die Übung muss folgende Bewegungen zur Musik integrieren:

  • Aerobic-Bewegungsmuster (Aerobic Movement Patterns, AMP)
  • Schwierigkeits- / akrobatische Elemente
  • Übergänge / Verbindungen (Transitions / Links)
  • Zusammenarbeit / Partnerarbeit (MP / TR / GR / AD / AS)

Die Übung muss ein Gleichgewicht zwischen den Komponenten zeigen. Alle Bewegungen müssen präzise sein und eine klare Form haben. Wesentlich ist eine ausgewogene Nutzung des gesamten Raums während der ganzen Übung. Themen, die Gewalt und Rassismus zeigen, sowie solche mit religiösen oder sexuellen Konnotationen entsprechen nicht den olympischen Idealen und dem Ethikkodex der FIG.

1.18 Neue Schwierigkeitselemente

Die Einstufung neuer Schwierigkeitselemente kann AUSSCHLIESSLICH das FIG AER TC vornehmen, das diese einmal pro Jahr bewertet. Anträge müssen vor dem 15. Jänner an das FIG-Sekretariat gesendet werden.

Zur Bewertung eingereichte Schwierigkeitselemente müssen:

  • keine Variation eines bestehenden Elements sein – ausgenommen die Erhöhung der Drehungen/Schrauben (maximal 3 Umdrehungen) in Gruppe B;
  • einen schriftlichen Elementnamen und eine Beschreibung haben;
  • aus zwei Kamerawinkeln (von vorne und von der Seite) gefilmt sein;
  • die technische Anforderung für die „Anerkennung als gültiges Element“ erfüllen;
  • auf einer Wettkampffläche oder einer Landematte von höchstens 15 cm Höhe ausgeführt werden.

Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, lehnt das FIG AER TC die Einstufung der Schwierigkeitselemente ab.

Der antragstellende Mitgliedsverband wird über die Einstufung informiert, sobald das FIG AER TC entschieden hat.

Das FIG AER TC veröffentlicht die neuen Elemente nur einmal pro Jahr in den Newsletters.

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Kapitel 2 – Jury / Kampfrichter*innen

Alle Jurys müssen ein gültiges FIG-Brevet in der Disziplin Aerobic Gymnastics besitzen.

2.1 Superior Jury

A. Zusammensetzung der Superior Jury bei Weltmeisterschaften

PositionVerantwortliche PersonAufgabe
Präsident*in der Superior Jury (SJP)TC-Präsident*inKontrolle des gesamten Wettkampfs
Schwierigkeits-Supervisor (DS)2 TC-MitgliederKontrolle der Schwierigkeitsnote
Ausführungs-Supervisor (ES)2 TC-MitgliederKontrolle der Ausführungsnote
Artistik-Supervisor (AS)2 TC-MitgliederKontrolle der Artistiknote
Assistent*in der Superior Jury (SJA)1 TC-MitgliedUnterstützung der SJP

B. Aufgaben und Kriterien

Die Superior Jury ist dafür verantwortlich, die Arbeit aller Kampfrichter*innen und der/des Oberkampfrichter*in gemäß den Regeln zu kontrollieren und eine korrekte Veröffentlichung der Endnoten zu gewährleisten. Sie erfasst die Abweichungen der Kampfrichternoten.

Bei wiederholten Abweichungen hat die Superior Jury das Recht, eine/n Kampfrichter*in zu verwarnen oder durch eine/n Ersatzkampfrichter*in zu ersetzen.

Die SUPERIOR JURY muss (siehe auch FIG T.R. Abschnitt 1 Art. 7.8.1):

  • 1. den Wettkampf beaufsichtigen und sich mit allen Disziplinverstößen oder außergewöhnlichen Umständen befassen, die den Ablauf des Wettkampfs beeinträchtigen;
  • 2. bei einem schwerwiegenden Bewertungsfehler eingreifen;
  • 3. die von den Kampfrichter*innen vergebenen Noten laufend überprüfen und jede/n Kampfrichter*in verwarnen, deren/dessen Arbeit unbefriedigend ist oder Parteilichkeit zeigt;
  • 4. die/den betreffende/n Kampfrichter*in bei Bedarf abberufen, wenn auf eine Verwarnung keine zufriedenstellende Reaktion erfolgt ist;
  • 5. endgültige Entscheidungen über Verwarnungen / Disqualifikationen von Trainer*innen und Gymnast*innen treffen, auch wenn die/der CJP sie konsultiert.

Verstöße gegen Anweisungen der Superior Jury, der/des Oberkampfrichter*in und gegen die Wertungsvorschriften können Sanktionen nach sich ziehen, die von der/dem Präsident*in des FIG Aerobic Gymnastics Committee verhängt werden.

Verstöße gegen die Wertungsvorschriften umfassen (siehe auch Anhang zum CoP):

  • a. absichtliche Verletzung der Wertungsvorschriften
  • b. absichtliche Bevorzugung oder Benachteiligung einer/eines oder mehrerer Teilnehmer*innen
  • c. Nichtbefolgen der Anweisungen des Aerobic Gymnastics Committee, der Superior Jury oder der/des Oberkampfrichter*in
  • d. wiederholt zu hohe oder zu niedrige Noten; Nichtbefolgen der Anweisungen für einen geordneten und disziplinierten Wettkampf
  • e. Nichtteilnahme an den Kampfrichtersitzungen
  • f. unangemessene Kleidung

Die Superior Jury oder die/der Oberkampfrichter*in kann folgende Sanktionen verhängen:

  • a. mündliche oder schriftliche Verwarnung
  • b. Ausschluss vom jeweiligen Wettkampf

Die Disziplinarkommission kann folgende Sanktionen verhängen:

  • a. Ausschluss als Kampfrichter*in von internationalen Wettkämpfen für einen bestimmten Zeitraum
  • b. Herabstufung der Brevet-Kategorie
  • c. Entzug des Brevets
  • d. Nichtzulassung von Kampfrichter*innen eines beteiligten Verbands für einen bestimmten Zeitraum (siehe FIG Judges‘ Rules)

Das FIG EC ist befugt, über die Regeln für die Superior Jury und die spezifischen Rollen der TC-Mitglieder während eines Wettkampfs zu entscheiden.

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2.2 Kampfrichter*innen

A. Zusammensetzung des Kampfgerichts (siehe T.R. / General Judges‘ Rules)

Kampfgerichte bei folgenden Wettkampfgruppen: Gruppe 2 – Weltmeisterschaften, The World Games; Gruppe 3 – Kontinentalmeisterschaften, World-Cup-Events (für andere Wettkämpfe siehe General Judges‘ Rules).

PositionGruppe 2Gruppe 3
Oberkampfrichter*in (CJP)11
E-Jury (Ausführung)64
A-Jury (Artistik)64
D-Jury (Schwierigkeit)22
Linienrichter*innen22
Zeitrichter*in11
GESAMT1814

B. Kriterien (siehe auch FIG T.R. Abschnitt 1 Art. 7.13)

Kampfrichter*innen müssen eng mit Aerobic Gymnastics verbunden bleiben und ihr praktisches Wissen ständig erweitern. Grundvoraussetzungen für ihre Tätigkeit sind:

  • a. ausgezeichnete Kenntnis der FIG-Wertungsvorschriften
  • b. ausgezeichnete Kenntnis des FIG-Technischen Reglements (FIG T.R.)
  • c. ausgezeichnete Kenntnis neuer Schwierigkeitselemente

Voraussetzungen für das Werten bei offiziellen FIG-Wettkämpfen:

  • a. Besitz eines gültigen FIG-Brevets des aktuellen Zyklus
  • b. Registrierung durch den nationalen Verband in der FIG-Datenbank
  • c. ausgezeichnete Kenntnis der Aerobic Gymnastics und Nachweis fundierten, unparteiischen Wertens
  • d. Kampfrichter*innen, die nahe Familienangehörige (siehe FIG-Ethikkodex Art. 2) einer/eines aktiven Gymnast*in sind, dürfen diese/n Gymnast*in bzw. deren/dessen Einheit (Paar, Gruppe usw.) nicht werten und daher diese Kategorie nicht werten.
  • e. Unmittelbar nach Ende jedes Wettkampfs muss die/der CJP der Superior Jury (falls nicht vorhanden, der/dem TD) einen Bericht über alle Abweichungen in der Arbeit der Kampfrichter*innen übermitteln.

Alle Mitglieder des Kampfgerichts sind verpflichtet:

  • a. an allen Sitzungen, Briefings und Debriefings teilzunehmen;
  • b. zur festgelegten Zeit laut Zeitplan im Wettkampfbereich anwesend zu sein.

Während des Wettkampfs wird von jeder/jedem Kampfrichter*in verlangt:

  • a. den zugewiesenen Platz nicht zu verlassen;
  • b. keinen Kontakt mit anderen Personen zu haben;
  • c. keine Gespräche mit Trainer*innen, Teilnehmer*innen und anderen Kampfrichter*innen zu führen;
  • d. die vorgeschriebene Wettkampfuniform (Professional Attire) gemäß den General Judges‘ Rules zu tragen – ausgenommen bei anderen Wettkämpfen, bei denen die Uniform vom Organisationskomitee gestellt wird.

Teil 2 – Bewertung

Kapitel 3 – Bewertung durch die/den Oberkampfrichter*in (CJP)

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3.1 Bekleidungsvorschriften (Dress Code)

Der Wettkampfanzug der Teilnehmer*innen muss erkennen lassen, dass er dem sportlichen Profil einer Turndisziplin entspricht. Der Gesamteindruck soll ein gepflegtes und korrektes sportliches Erscheinungsbild sein. Er muss sportlich und darf kein Kostüm sein. Für Aerobic Dance und Aerobic Step siehe Anhang 1 und 2.

3.1.1 Korrekte Bekleidung – sportliches Profil (insgesamt -0.3 Abzug)

(siehe auch Competition Clothing and Advertising Rule)

  • 1. Es muss korrekte Stützwäsche getragen werden.
  • 2. Die Haare müssen ordentlich und fixiert sein und dürfen weder Gesicht noch Schultern berühren. Kurze Pferdeschwänze sind erlaubt.
  • 3. Die Teilnehmer*innen müssen weiße Aerobic-Schuhe und optional weiße Socken tragen.
  • 4. Der Anzug darf sich während der Übung nicht verändern (Farbwechsel, Öffnen des Brustbereichs usw.).
  • 5. Make-up nur für Frauen und sparsam verwendet (Theatermasken/-Make-up sind nicht erlaubt).
  • 6. Lose und zusätzliche Teile an der Bekleidung sind nicht erlaubt (siehe NL #5 2023: 3D-Design, LED, Handschuhe, Stulpen, Gürtel usw.).
  • 7. Schmuck darf nicht getragen werden.
  • 8. Zerrissene Bekleidung oder Unterwäsche dürfen während der Vorführung nicht sichtbar sein.
  • 9. Die Bekleidung darf nicht durchsichtig sein. Werden Teile aus Spitze (transparentem Material) verwendet (vom Rumpf bis zur Brust), müssen sie gefüttert sein.
  • 10. Die Bekleidung muss aus nicht durchsichtigem Material sein, ausgenommen Ärmel bei Frauen.
  • 11. Becken-/Schrittbereich müssen bis zu den Hüftknochen mit nicht durchsichtigem, nicht hautfarbenem Material bedeckt sein.
  • 12. Fast vollständig hautfarbene Anzüge (siehe Glossar) sind nicht erlaubt – sie wirken im Fernsehen wie Nacktheit.
  • 13. Bodypainting ist nicht erlaubt.
  • 14. Unsachgemäße Verwendung von Magnesia ist nicht erlaubt.
  • 15. Nur hautfarbenes Tape ist erlaubt (keine Bandagen/Riemchen).
  • 16. Bekleidung, die Krieg, Gewalt, politische oder sexistische Ideologien oder religiöse Themen darstellt, ist nicht erlaubt (siehe FIG-Regel Competition Clothing and Advertising).

3.1.2 Wettkampfbekleidung – Frauen

  • 1. Frauen müssen einen einteiligen Anzug mit hautfarbener oder transparenter Strumpfhose oder einen langen Unitard (einteiliger Anzug vom Hals bis zum Knöchel) tragen.
  • 2. Verzierungen mit verschiedenen Pailletten, Steinen, Stickereien usw. sind erlaubt, müssen aber so fest angenäht sein, dass sie sich nicht bewegen.
  • 3. Der Ausschnitt vorne und hinten darf vorne nicht tiefer als bis zur Hälfte des Brustbeins und hinten nicht tiefer als bis zur Unterkante der Schulterblätter reichen.
  • 4. Der Beinausschnitt darf nicht höher als die Taille sein; die Außennaht muss über den Darmbeinkamm verlaufen. Der Anzug muss den Schritt vollständig bedecken.
  • 5. Bekleidung für Frauen kann mit oder ohne lange Ärmel (1 oder 2 Ärmel) sein. Lange Ärmel enden höchstens am Handgelenk.
  • 6. Durchsichtiges Material ohne Futter ist nur für Ärmel erlaubt.
Beispiele für Frauen: a–c zeigen jeweils Vorder- und Rückseite gleich; d zeigt denselben Anzug von vorne und hinten.
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3.1.3 Wettkampfbekleidung – Männer

  • 1. Männer müssen 2 Teile (kurze oder lange Hose und ein enganliegendes Oberteil) oder einen langen Unitard tragen.
  • 2. Shorts/Hosen müssen locker sein (nicht hauteng), Unterwäsche darf aber nicht sichtbar sein.
  • 3. Shorts müssen 1/3 der Oberschenkellänge (Hüftgelenk bis Knie) bedecken.
  • 4. Die Bekleidung darf vorne oder hinten keinen offenen Ausschnitt haben.
  • 5. Der Armausschnitt darf nicht unterhalb der Schulterblätter geschnitten sein.
  • 6. PAILLETTEN jeder Art und lange Ärmel sind bei Männerbekleidung nicht erlaubt.
  • 7. Lange Gymnastikhosen (Anzug + Hose) und einteilige Kombi-Hosen sind erlaubt.
Beispiele für Männer: e–i zeigen jeweils Vorder- und Rückseite gleich.

3.1.4 Nationales Emblem & Werbung (-0.3 Abzug)

(siehe FIG-Regel Competition Clothing and Advertising)

  • Ein/e Gymnast*in muss gemäß der aktuellsten FIG-Regelung eine nationale Kennzeichnung oder ein Emblem am Anzug tragen.
  • Ein/e Gymnast*in darf nur jene Werbelogos und Sponsorenkennzeichen tragen, die nach den aktuellsten FIG-Regelungen erlaubt sind.

3.1.5 Uniform – Nationaler Trainingsanzug (Verwarnung – siehe T.R.)

Alle Teilnehmer*innen müssen bei Eröffnungs-, Schluss- und Siegerehrungszeremonien den offiziellen nationalen Trainingsanzug ihres Landes tragen.

3.2 Aufgaben

  • Zeichnet die GESAMTE vorgeführte Übung auf.
  • Kontrolliert die Arbeit der Kampfrichter*innen gemäß Technischem Reglement.
  • Zieht bei Verstößen gemäß Wertungsvorschriften von der Gesamtnote ab.
  • Prüft E- und A-Noten auf Plausibilität und spricht Kampfrichter*innen mit signifikanter Abweichung (außerhalb der Toleranz) oder mit nicht begründbaren Noten an und regt eine Notenänderung an (die/der Kampfrichter*in darf ablehnen).
  • Gibt die Noten frei – nachdem der Superior Jury bei Bedarf Zeit zum Eingreifen gegeben wurde (15 Sekunden).
  • Sobald die Noten öffentlich angezeigt sind, ist keine Änderung mehr möglich – außer bei falscher Notenanzeige oder bei einer Anfrage (Inquiry).
  • Unmittelbar nach Ende jedes Wettkampfs muss die/der CJP der Superior Jury (falls nicht vorhanden, der/dem TD) einen Bericht über alle Abweichungen in der Arbeit der Kampfrichter*innen übermitteln.

Die/der CJP muss eingreifen, wenn:

  • die Noten des Kampfgerichts falsch oder unmöglich sind;
  • ein/e Linienrichter*in einen Fehler nicht gesehen hat;
  • die D-Jurys unterschiedliche D-Noten eingeben.

3.3 Abzugskriterien

A. Präsentationsfehler (-0.3)

Auf- und Abtritt: Die Teilnehmer*innen müssen mit natürlicher Arm-/Beinhaltung gehen und sich auf der Wettkampffläche sauber und sportlich präsentieren – ohne theatralische Präsentation, Schuhe-Abwischen usw.

B. Falsche Bekleidung (insgesamt -0.3)

Bekleidungsfehler sind Verstöße gegen den DRESS CODE. Unabhängig von Anzahl oder Schwere der Verstöße wird ein einziger Abzug von -0.3 gegeben.

Original S. 17

C. Fehlendes nationales Emblem (-0.3)

Ein/e Gymnast*in muss gemäß den aktuellsten FIG Advertising Rules / Competition Clothing eine nationale Kennzeichnung oder ein Emblem am Anzug tragen.

D. Zeitfehler (-0.5)

Kategorie (Senior)Erlaubte LängeZeitfehler
Alle Kategorien: 1’25“ (± 5 Sekunden)1’20″–1’30“unter 1’20“ oder über 1’30“

E. Verspätetes Erscheinen (-0.5)

Wenn ein/e Teilnehmer*in nicht innerhalb von 20 Sekunden nach dem Aufruf auf der Wettkampffläche erscheint.

Akrobatische Elemente

Die akrobatischen Elemente sind auf den folgenden Seiten aufgelistet (Variationen gelten nicht als akrobatische Elemente).

  • Akrobatische Elemente können mit 1 oder 2 Händen ODER von 1 oder 2 Füßen ausgeführt werden.
  • Akrobatische Elemente dürfen nicht wiederholt werden.
  • Ein akrobatisches Element, das als Verbindung (Link) verwendet wird, zählt ebenfalls als 1 Akro.
  • MP / TR / GR: Akrobatische Elemente während der Zusammenarbeit mit Körperkontakt sind erlaubt und zählen nicht als akrobatische Elemente.
  • MP / TR / GR: Führen mehrere Teilnehmer*innen ein akrobatisches Element aus, müssen sie dasselbe akrobatische Element zur selben Zeit ausführen.

F. Wiederholung akrobatischer Elemente (-0.5 je Mal)

A-1 bis A-5 dürfen nicht wiederholt werden.

G. Unterschiedliche akrobatische Elemente (-0.5 je Mal)

MP, TR, GR: Ausführung unterschiedlicher akrobatischer Elemente zur selben Zeit.

H. Akrobatisches Element zeitversetzt / im Kanon (-0.5 je Mal)

MP, TR, GR: deutlich zeitversetzte Ausführung desselben akrobatischen Elements. Bei Ausführung im Kanon gilt dies nicht als Wiederholung, es wird aber ein Abzug gegeben.

Verbotene Landung

Verbotene Bewegungen sind auf den folgenden Seiten aufgelistet.

I. Verbotene Zusammenarbeit (-0.5 je Mal)

Die Pyramidenhöhe einer Zusammenarbeit in der Übung darf – inklusive Anfangs-/Endpose – nicht höher sein als 2 Personen, die in vertikaler Position stehen (Füße bis über den Kopf gestreckte Arme).

J. Verbotene Bewegungen (-0.5 je Mal)

Die verbotenen Bewegungen P-1 bis P-5 sind in der Übung (auch in der Zusammenarbeit) in allen Kategorien NICHT erlaubt. Abstoßen/Werfen (Propelling) in der Zusammenarbeit ist erlaubt.

K. Verbotene Landung (-0.5 je Mal)

Alle männlichen Gymnasten: Bei den akrobatischen Elementen A-1 bis A-5 (inkl. Variationen) ist die Landung im Sagittal-/Frontalspagat unabhängig von der Kategorie nicht erlaubt.

L. Unterbrechung der Vorführung (-0.5 je Mal)

Eine Unterbrechung liegt vor, wenn ein/e Teilnehmer*in die Choreografie für 2 bis 10 Sekunden nicht ausführt und danach fortsetzt.

M. Abbruch der Vorführung (-5.0)

Ein Abbruch liegt vor, wenn ein/e Teilnehmer*in die Choreografie länger als 10 Sekunden nicht ausführt (gilt für alle Kategorien).

N. Themen (-5.0)

Themen, die gegen die Olympische Charta und den Ethikkodex verstoßen.

Original S. 18

O. Undiszipliniertes Verhalten (-0.5 je Mal)

Zeigen Trainer*innen während der Vorführung ihrer Gymnast*innen grobes, undiszipliniertes oder beleidigendes Verhalten, werden der betreffenden Starterin/dem betreffenden Starter Abzüge gegeben.

Zum Beispiel:

  • unentschuldigte Verzögerung oder Unterbrechung des Wettkampfs;
  • direktes Ansprechen der/des Gymnast*in während der Vorführung;
  • Zeichen geben, Zurufe (Anfeuern) oder ähnliches Verhalten während der Vorführung der eigenen Gymnast*innen.

Disziplinarstrafen (gültig für alle Wettkampfphasen)

Verwarnung: Kampfrichter*innen, Trainer*innen, Teilnehmer*innen oder andere Verbandsmitglieder erhalten von der Superior Jury oder der/dem CJP nur eine einzige Verwarnung; unabhängig von der Kategorie führt die zweite Verwarnung zur sofortigen Disqualifikation.

Verwarnungen werden gegeben für:

  • Aufenthalt in einem verbotenen / gesperrten Bereich;
  • unangemessenes Verhalten auf dem Podium;
  • respektloses Verhalten gegenüber Kampfrichter*innen & Offiziellen;
  • unsportliches Verhalten;
  • Nichttragen des nationalen Trainingsanzugs bei Eröffnungs- & Schlusszeremonie;
  • Nichttragen des nationalen Trainingsanzugs bei der Siegerehrung (50 % des Preisgelds).

Disqualifikation, wenn:

  • schwere Verstöße gegen FIG-Statuten, Technisches Reglement und/oder Wertungsvorschriften vorliegen;
  • ein Walk-over (Nichtantreten) vorliegt.

3.4 Abzüge

Abzüge und Strafen durch die/den Oberkampfrichter*in:

CodeDetail – Aerobic GymnasticsAbzug
APräsentationsfehler-0.3
BFalsche Bekleidung-0.3
CFehlendes nationales Emblem-0.3
DZeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr)-0.5
EVerspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s)-0.5
FWiederholung akrobatischer Elemente-0.5 (je Mal)
GMP/TR/GR: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit-0.5 (je Mal)
HMP/TR/GR: gleiche akrobatische Elemente im Kanon (gilt nicht als Wiederholung)-0.5 (je Mal)
IVerbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe)-0.5 (je Mal)
JVerbotene Bewegungen (P-1 bis P-5)-0.5 (je Mal)
KVerbotene Landung: männliche Gymnasten – akrobatische Variationen mit Landung im Spagat/Frontalspagat-0.5 (je Mal)
LUnterbrechung der Vorführung für 2–10 s-0.5 (je Mal)
MAbbruch der Vorführung länger als 10 s-5.0
NThemen, die gegen Olympische Charta und Ethikkodex verstoßen-5.0
OUndiszipliniertes Verhalten-0.5 (je Mal)
W-1Aufenthalt in verbotenem BereichVerwarnung
W-2Unangemessenes Verhalten/BenehmenVerwarnung
W-3Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.)Verwarnung
D-1Walk-over (Nichtantreten)Disqualifikation
D-2Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoPDisqualifikation
Original S. 19

3.5 Akrobatische Elemente und verbotene Bewegungen

Akrobatische Elemente

  • Akrobatische Elemente können mit 1 oder 2 Händen ODER von 1 oder 2 Füßen ausgeführt werden.
  • A-1 bis A-5 dürfen nicht wiederholt werden.
  • Ein akrobatisches Element als Verbindung zählt ebenfalls als 1 Akro.
  • MP / TR / GR: Führt mehr als ein/e Gymnast*in ein akrobatisches Element aus, müssen sie dasselbe akrobatische Element (gleiche Akro-Nr.) zur selben Zeit ausführen.
  • Akrobatische Elemente in der Zusammenarbeit mit Körperkontakt werden nicht gezählt.
Nr.Akrobatisches Element
A-1Radwende (Round off)
A-2Walkover (vorwärts / rückwärts)
A-3Handstandüberschlag (vorwärts)
A-4Flic-Flac
A-5Salto 360° (vorwärts, rückwärts, seitwärts) mit oder ohne maximal 1/1 Schraube
Akrobatische Elemente A-1 bis A-5 (Zeichnungen und Kurzschrift)

Verbotene Bewegungen / Landungen

  • P-1) Statische Bewegungen (länger als 2 Sekunden gehalten), die extreme Beweglichkeit zeigen (z. B. Überstreckung des Rückens, Brücke, Zeigen von Gelenkluxationen usw.).
  • P-2) Statischer Handstand, länger als 2 Sekunden gehalten.
  • P-3) Hechtrolle mit 1/1 Schraube.
  • P-4) Salto mehr als 360° (mit oder ohne Schraube – inkl. Variationen).
  • P-5) Akrobatische Elemente, die mit den Ellbogen ausgeführt werden.
  • Männliche Gymnasten (alle Kategorien): Akrobatische Variationen mit Landung im Sagittal-/Frontalspagat gelten als verbotene Landung.
Verbotene Bewegungen P-1 bis P-5: P-1 statische Rückenüberstreckung und/oder Gelenkluxation · P-2 statischer Handstand (> 2 s) · P-3 Hechtrolle mit Schraube · P-4 Salto mehr als 360° · P-5 akrobatische Elemente mit den Ellbogen
Original S. 20

3.6 CJP-Abzugstabelle

Die Spalten Senior / Junior / Youth geben an, in welchen Kategorien der Abzug gilt („alle“ = alle Kategorien der jeweiligen Division).

#DetailAbzugSeniorJuniorYouth
APräsentationsfehler-0.3alleallealle
BFalsche Bekleidung-0.3alleallealle
CFehlendes nationales Emblem-0.3alleallealle
DZeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr)-0.5alleallealle
EVerspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s)-0.5alleallealle
FWiederholung akrobatischer Elemente-0.5 je Malalleallealle
GMP/TR/GR: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit (bei Youth inkl. AD)-0.5 je MalMP, TR, GRMP, TR, GRMP, TR, GR, AD
HMP/TR/GR: gleiche akrobatische Elemente im Kanon (keine Wiederholung) (AD bei Youth)-0.5 je MalMP, TR, GRMP, TR, GRMP, TR, GR
IVerbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe)-0.5 je Malalleallealle
JVerbotene Bewegungen (P-1 bis P-5)-0.5 je Malalleallealle
KVerbotene Landung: männliche Gymnasten – akrobatische Variationen mit Landung im Sagittal-/Frontalspagat-0.5 je Malalleallealle
LUnterbrechung der Vorführung für 2–10 s-0.5 je Malalleallealle
MAbbruch der Vorführung länger als 10 s-5.0alleallealle
NThemen gegen Olympische Charta und Ethikkodex-5.0alleallealle
OUndiszipliniertes Verhalten-0.5 je Malalleallealle
PAD: mehr akrobatische Elemente in einem Kombinationsset als erlaubt-0.5 je MalADADAD
QAD: mehr akrobatische Kombinationssets als erlaubt-0.5 je MalADADAD
RAD-Youth: Akro-Kombination (A+A) · AS: mehr als 3 Zusammenarbeiten-0.5 je MalASASAD
SAS: Ausführung von Schwierigkeits-/akrobatischen Elementen (inkl. Variationen)-0.5 je MalASAS–
TYouth: mehr als 2 akrobatische Elemente-0.5 je Mal––alle
UJunior: A-5 mit Schraube (inkl. Variationen) · Youth: A-5 ohne Zusammenarbeit (inkl. Variationen)-0.5 je Mal–allealle
W-1Aufenthalt in verbotenem BereichVerwarnungalleallealle
W-2Unangemessenes Verhalten/BenehmenVerwarnungalleallealle
W-3Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.)Verwarnungalleallealle
D-1Walk-over (Nichtantreten)Disqualifikationalleallealle
D-2Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoPDisqualifikationalleallealle
Original S. 21

Kapitel 4 – Bewertung Schwierigkeit (D-Jury)

4.1 Schwierigkeitselemente

Gruppe A (Bodenelemente)

FamilieBezeichnungBasisnamen
Familie 1Dynamische KraftPush-Up · A-Frame · Straddle Cut · Explosive High-V · Explosive Capoeira
Familie 2Statische KraftSupport · V-Support · Planche
Familie 3BeinkreisenFlair · Helicopter

Gruppe B (Flugelemente)

FamilieBezeichnungBasisnamen
Familie 4Dynamische Sprünge (Pflicht für IM)Air Turn · Axel · Free Fall · Gainer · Scale · Butterfly · Off Axis
Familie 5FormsprüngeTuck · Cossack · Pike · Straddle / Frontal Split
Familie 6SpagatsprüngeSwitch Split · Scissors Leap · Sagittal Split

Gruppe C (Standelemente)

FamilieBezeichnungBasisnamen
Familie 7Drehungen / Rotationen (Pflicht für IW)Passé Turn · Horizontal Turn · Illusion
Familie 8Beweglichkeit / Gleichgewicht (für IM nicht erlaubt)Split · Vertical Split · Balance

4.2 Grundregeln für die Ausführung von Schwierigkeitselementen

KategorieRegel
Alle KategorienMaximal 8 Schwierigkeitselemente (Senior: 0.3 bis 1.0).
Mindestens 4 Familien müssen gezeigt werden.
Maximal 2 Elemente aus jeder Familie.
Maximal 1 Element je Basisname.
Maximal 2-mal in Wenson-Position (jede Phase eines Elements, die eine Wenson-Form enthält, zählt als Wenson-Position).
Maximal 3 Elemente mit Landung im Liegestütz (PU) und/oder im Spagat in Gruppe B (ausgenommen männliche Gymnasten aller Kategorien: keine Spagatlandung).
IMPflicht: mindestens 1 Element aus Familie 4 (Gruppe B).
Familie 8 (Gruppe C) darf nicht gezeigt werden.
IWPflicht: mindestens 1 Element aus Familie 7 (Gruppe C).
MP / TR / GRAlle müssen dasselbe Element zur selben Zeit ausführen.
Original S. 22

4.3 Kombination von Schwierigkeits-/akrobatischen Elementen (Verbindung)

Zwei / drei Elemente können direkt ohne Stopp, Zwischenschritt, Zögern oder Übergang kombiniert (verbunden) werden.

Grundregeln für Kombinationen von Schwierigkeits-/akrobatischen Elementen

KategorieRegel
Alle KategorienIn der gesamten Übung ist maximal 1 Kombinationsset erlaubt.
Kombinationen von Schwierigkeitselementen können aus unterschiedlichen oder derselben Familie sein.
Akrobatische Elemente können mit oder ohne Schwierigkeitselemente kombiniert werden.
Männliche Gymnasten dürfen mit akrobatischen Elementen nicht im Spagat landen.
IM / IWMaximal 3 Elemente in 1 Set kombinierbar; sie zählen als 3 Elemente.
MP / TR / GRMaximal 2 Elemente in 1 Set kombinierbar; sie zählen als 2 Elemente.
Alle Teilnehmer*innen MÜSSEN eine Kombination derselben Schwierigkeits-/akrobatischen Elemente zur selben Zeit ausführen.

Kombination von Schwierigkeits-/akrobatischen Elementen und Bewertung

KategorieBewertungBeispiel (D = Schwierigkeit, A = Akro)
Alle Kategorien+0.0 (kein Zusatzwert)A + A
+0.1D + D / D + A / A + D
IM / IW+0.2D + D + D / D + D + A / D + A + D / A + D + D / D + A + A / A + D + A / A + A + D
MP / TR / GR+0.1D + D / D + A / A + D

4.4 Aufgaben

Die D-Jury ist für die Bewertung der Schwierigkeitselemente der Übung und die Ermittlung der korrekten Schwierigkeitsnote verantwortlich. Die D-Jury ist verpflichtet, jedes korrekt gemäß den technischen Anforderungen ausgeführte Element anzuerkennen und anzurechnen.

Elemente, die die technischen Anforderungen nicht erfüllen, und/oder Elemente mit Sturz werden gezählt, erhalten aber keinen Wert.

  • Aufzeichnen der gesamten Übung (alle Schwierigkeits-/akrobatischen Elemente).
  • Zählen der Anzahl von Schwierigkeitselementen, Kombinationssets, Familien, Basisnamen, Wenson-Positionen und PU-/Spagatlandungen und Vergabe der Werte gemäß CoP.
  • Anwenden der Schwierigkeitsabzüge.
  • Eingabe der Schwierigkeitsnote und des Schwierigkeitsabzugs.

4.5 Kriterien

Aufzeichnen der Schwierigkeitselemente

Alle ausgeführten Schwierigkeitselemente müssen in der FIG-Kurzschrift (siehe Schwierigkeitstabellen / Element-Pool und Werte) notiert werden – unabhängig davon, ob die auf den folgenden Seiten beschriebenen technischen Anforderungen erfüllt sind oder nicht.

Bewertung der Schwierigkeitselemente

  • Der Wert wird gemäß Elementtabelle festgelegt, sofern das Element die angegebenen „technischen Anforderungen“ erfüllt. Ein Schwierigkeitselement wird nur mit klarem „Beginn“, „Hauptphase“ und „Ende“ anerkannt.
  • Erfüllt das Element die „technischen Anforderungen“ nicht, wird es als Element gezählt, erhält aber keinen Wert.
  • Ein Wert wird nur den ersten 8 ausgeführten Schwierigkeitselementen gegeben.
  • Alle Elemente mit 1-Touch / Multiple Touches / Sturz erhalten den Wert „0“, werden aber gezählt.
  • Bei Elementen der Familien 5 und 6 mit Drehungen muss die Form/Position während der Flugphase gezeigt werden.
  • Wird ein Element ausgeführt, das wegen unvollständiger Rotation im CoP nicht existiert, wird es als Element gezählt und erhält den Wert der vollständig ausgeführten Rotationen.
  • Bei allen Elementen mit Drehungen müssen mindestens 3/4 der letzten Drehung vollendet werden, um den Wert zu erhalten. Andernfalls wird das Element auf den nächstniedrigeren Wert abgewertet.
  • Alle Elemente der Familie 5: Bei einbeinigem Absprung wird das Element um -0.1 abgewertet.
  • MP/TR/GR: Führen Mitglieder wegen unvollständiger Rotation unterschiedliche Elemente aus, erhalten sie den Wert des Elements mit der geringsten Rotation, sofern die technischen Anforderungen erfüllt sind.
  • MP/TR/GR: Familie 5 mit unterschiedlichem Absprung innerhalb der Mitglieder erhält den Wert „0“.
  • MP/TR/GR: Die Familie wird NUR dann nicht gezählt, wenn 2 unterschiedliche Elemente zur selben Zeit ausgeführt werden.
  • TR / GR: Elemente dürfen nicht überlappend ausgeführt werden (3 oder mehr Teilnehmer*innen in einer Reihe aus Sicht des Kampfgerichts). Wird es doch so ausgeführt, wird das Element gezählt, erhält aber den Wert „0“.
  • Alle zusätzlichen Elemente werden gezählt, aber NICHT für die Familie gezählt.
Original S. 23

Bewertung der Kombination

  • Erfüllen alle Schwierigkeitselemente eines Kombinationssets die technischen Anforderungen, erhalten sie einen Zusatzwert von +0.1 / +0.2 Punkten.
  • Mehr Kombinationssets als erlaubt erhalten keinen Zusatzwert und werden abgezogen.
  • Wird eines oder werden alle kombinierten Elemente mit 1-Touch / Multiple Touches / Sturz ausgeführt und/oder erfüllen sie die technischen Anforderungen nicht, erhält die Kombination keinen Zusatzwert, wird aber als Elementanzahl und als Kombinationsset gezählt.
#BeispieleElement gezähltFamilie gezähltWertZusatzwert
1Technische Anforderungen nicht erfülltJAJANEINNEIN
2Element(e) mit 1-Touch, Multiple Touches und/oder SturzJAJANEINNEIN
3MP/TR/GR: 2 unterschiedliche Elemente zur selben ZeitJA (als 1)NEINNEINNEIN
4TR/GR: überlappend ausgeführtJAJANEINNEIN
59. ElementJANEINNEINNEIN
6Alle 2/3 Elemente einer Kombination erfüllen die technischen AnforderungenJAJAJA+0.1 / +0.2

4.6 Abzug: -0.5 pro Element / pro Kombination

KategorieGründe
Alle KategorienMehr als 8 Schwierigkeitselemente
Weniger als 4 Familien
Mehr als 2 Schwierigkeitselemente aus derselben Familie
Wiederholung eines Schwierigkeitselements mit demselben Basisnamen
Mehr als 2-mal in Wenson-Position (jede Phase eines Elements mit Wenson-Form zählt als Wenson-Position)
Mehr als 3 Schwierigkeitselemente mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B
Männliche Gymnasten zeigen Elemente mit Spagatlandung (Gruppe B)
Mehr als 1 Kombinationsset
Mehr als 2 / 3 Elemente in einer Kombination
IMFehlende Familie 4 (Gruppe B)
Element aus Familie 8 (Gruppe C) gezeigt
IWFehlende Familie 7 (Gruppe C)
MP / TR / GRUnterschiedliche Schwierigkeitselemente oder Kombination mit unterschiedlichen Elementen und/oder nicht zur selben Zeit

4.7 Technische Anforderungen

Die/der Gymnast*in darf in die Übung nur Elemente aufnehmen, die sie/er mit vollständiger Sicherheit und hoher technischer Beherrschung ausführen kann.

  • Alle Schwierigkeitselemente müssen die technischen Anforderungen erfüllen, um den Wert zu erhalten.
  • Erfüllt das Element die „technischen Anforderungen“ NICHT, erhält es keinen Wert, wird aber in der Gesamtzahl gezählt.
  • Alle Elemente aller Gruppen müssen ohne 1-Touch / Multiple Touches / Sturz ausgeführt werden, um den Wert zu erhalten.
  • Alle Schwierigkeitselemente haben eine „Ausgangsposition“, eine „Hauptphase“ und eine „Endposition“.
Original S. 24

Technische Anforderungen – Gruppe A: Bodenelemente

Familie 1 – Dynamische Kraft

Alle Elemente der Familie 1 müssen eine Flugphase zeigen – ausgenommen Push-Up.

BasisnameTechnische Anforderungen
Push-UpEllbogen in der Abwärtsphase auf Schulterlinie.
A-FrameHechtposition (mindestens 90°) und Flugphase.
Straddle CutSchultern vor dem Durchgrätschen in der Flugphase höher als Hüftniveau.
Explosive High-VHüftgelenk muss mindestens auf Schulterhöhe gezeigt werden.
Explosive CapoeiraUnterschenkel muss mindestens parallel zum Boden sein.

Familie 2 – Statische Kraft

BasisnameTechnische Anforderungen
SupportMuss während des Elements 2 Sekunden gehalten werden.
V-SupportMuss während des Elements 2 Sekunden gehalten werden.
PlancheMuss während des Elements 2 Sekunden gehalten werden. Der Oberkörper (oberhalb der Taille) darf nicht mehr als 20° über der Horizontalen sein.

Familie 3 – Beinkreisen

Alle Elemente der Familie 3 müssen mit vollständiger Beinrotation ausgeführt werden.

Alle Elemente mit „Airborne Twists“ in Familie 3 (A308, A309, A310, A319, A338, A340) müssen eine Flugphase zeigen.

BasisnameTechnische Anforderungen
FlairAus der Ausgangsposition Schwung in den FREIEN Stütz vorlings auf beiden Händen. Rotation des Körpers im Stütz auf wechselnden Händen.
HelicopterBeginn mit dem führenden Bein, das das andere Bein kreuzt. Beinkreise müssen gezeigt werden. Hände/Arme dürfen die Beine während der Rotation nicht halten. Mindestens 3/4 Rotation muss vollendet werden.

Technische Anforderungen – Gruppe B: Flugelemente

Familie 4 – Dynamische Sprünge

Für IM: Pflicht, mindestens 1 Element aus Familie 4 zu zeigen.

BasisnameTechnische Anforderungen
Air TurnBeidbeiniger Absprung und gleichzeitige Landung beider Füße.
AxelAbsprung mit einem Fuß, Landung auf dem anderen Fuß mit Vorwärtsflugbahn.
Free FallHände und Füße müssen gleichzeitig landen.
GainerHände und Füße müssen gleichzeitig landen.
ScaleWaagform (Körper/Bein parallel zum Boden) muss vor dem einbeinigen Absprung gezeigt werden. Hände und Füße müssen gleichzeitig landen.
Butterfly1/2 kreisförmiger Oberkörperschwung muss vor dem Absprung gezeigt werden. Der Körper darf in der Hauptphase nicht mehr als 45° über oder unter der Horizontalen sein.
Off AxisDer Körper darf in der Hauptphase nicht mehr als 45° über oder unter der Horizontalen sein.

Familie 5 – Formsprünge

Alle Elemente der Familie 5 müssen die Form des Basisnamens in der Hauptphase zeigen.

Alle Elemente der Familie 5 mit einbeinigem Absprung werden um -0.1 abgewertet.

MP/TR/GR: Alle Mitglieder müssen denselben Absprung zeigen.

BasisnameTechnische Anforderungen
TuckKnie mindestens parallel zum Boden.
CossackBeine mindestens parallel zum Boden.
PikeBeine mindestens parallel zum Boden.
Straddle / Frontal SplitBeine mindestens parallel zum Boden.
Original S. 25

Familie 6 – Spagatsprünge

Alle Elemente der Familie 6 müssen in der Flugphase mit „Spagatposition“ von mindestens 160° ausgeführt werden.

BasisnameTechnische Anforderungen
Switch Split LeapGestrecktes Führungsbein mindestens 45° zum Boden. Die Wechselbewegung (Switch) muss in der Flugphase gezeigt werden.
Scissors LeapFührungsbein mindestens 45° zum Boden. Die Wechselbewegung muss in der Flugphase gezeigt werden.
Sagittal SplitDie Sagittalspagat-Form muss in der Flugphase gezeigt werden.

Technische Anforderungen – Gruppe C: Standelemente

Familie 7 – Drehungen / Rotationen

Für IW: Pflicht, mindestens 1 Element aus Familie 7 zu zeigen.

Alle Elemente der Familie 7 müssen auf dem Fußballen ohne Hüpfen ausgeführt werden – ausgenommen Illusion.

En-dedans-Elemente: Rotation in Richtung des Standbeins.

En-dehors-Elemente: Rotation in die dem Standbein entgegengesetzte Richtung.

BasisnameTechnische Anforderungen
Passé TurnDas Spielbein muss während des Elements eine Passé-Position zeigen.
Horizontal TurnDas gehobene Bein während des Elements auf horizontaler Höhe halten (nicht mehr als 15° darunter).
IllusionVollständige Rotation des Spielbeins.

Familie 8 – Beweglichkeit / Gleichgewicht

Alle Elemente der Familie 8 dürfen von IM nicht ausgeführt werden.

BasisnameTechnische Anforderungen
SplitMindestens 160° zwischen den Beinen während des Elements zeigen.
Vertical SplitStandbein darf den Boden nicht verlassen. Während des Elements mindestens 160° zwischen den Beinen halten.
BalanceMindestens 160° zwischen den Beinen während des Elements. Elemente mit Drehungen müssen auf dem Fußballen ohne Hüpfen ausgeführt werden. Balance ohne Drehungen muss 2 Sekunden gehalten werden.
Original S. 26

Kapitel 5 – Bewertung Ausführung (E-Jury)

5.1 Ausführung (E-Jury)

Alle Bewegungen müssen mit maximaler Präzision (Perfektion) ausgeführt werden.

Jede Abweichung wird in Schritten von 0.1 Punkten von 10.0 Punkten abgezogen.

Die E-Jury gibt die Abzüge in das Wertungssystem ein. Beispiel: Betrug der Abzug der Übung -1.8, wird 1.8 eingegeben.

Falls nicht anwendbar, berechnet die E-Jury die E-Note und gibt diese ein.

5.2 Aufgaben

Die E-Jury bewertet die technischen Fähigkeiten der gesamten Übung vom Anfang bis zum Ende (inkl. Anfangs-/Endposition) in folgenden Bewegungen:

  • 1. Technik der AMP-Sequenzen (Schritte und Armbewegungen)
  • 2. Elemente (Schwierigkeit & Akrobatik)
  • 3. Übergänge / Verbindungen
  • 4. Partnerarbeit / Zusammenarbeit
  • 5. Synchronität (MP, TR, GR)

5.3 Bewertung

MP/TR/GR: Die/der schwächste Ausführende jeder Bewegung wird als Fehler bewertet.

KriteriumBeschreibung
FormPräzise Form jeder Bewegung zeigen (z. B. Cossack, Tuck, L-Support, Spagat, Knee Lift, Jumping Jack usw.).
Haltung / AusrichtungBewegungen mit jedem Körperteil in korrekter Position ausführen: Haltung von Nacken, Schultern und Kopf relativ zur Wirbelsäule · Position des Rumpfes (unterer Rücken, Becken, Anspannung der Bauchmuskulatur) · Position der Zehen/Füße relativ zu Hüftgelenk, Knien, Sprunggelenken · volle Streckung der Beine (Knie und Füße).
Präzision / PerfektionJede Bewegung (inkl. Anfangs-/Endposition) muss mit korrekter Technik unter Einsatz der nötigen körperlichen Fähigkeiten ausgeführt werden. Jede Bewegung hat eine klare Anfangs- und Endposition. Sprünge erfordern Amplitude (Höhe).

5.4 Fehler

FehlerBeschreibungAbzug
Kleiner FehlerGeringe Abweichung von der perfekten Ausführung-0.1
Mittlerer FehlerDeutliche Abweichung von der perfekten Ausführung-0.3
Großer FehlerFalsche Technik / Bodenberührung (1-Touch)-0.5
STURZ / Multiple TouchesUnkontrolliertes Fallen oder Herunterkommen auf den Boden / mehrfache Bodenberührungen-1.0

5.5 Abzüge

Alle Bewegungen mit „Sturz“ oder „Multiple Touches“ werden mit -1.0 abgezogen.

Alle Bewegungen mit „1-Touch“ werden mit -0.5 abgezogen.

D.1. Abzüge für Choreografie

  • Die Bewegungen werden bei AMP-Sequenzen, Übergängen/Verbindungen und Partnerarbeit/Zusammenarbeit mit maximaler Präzision bewertet.
ChoreografieKleinMittel
Präzision der AMP-Sequenzen (jede Bewegung)-0.1–
Übergänge / Verbindungen (je Mal)-0.1-0.3
Partnerarbeit / Zusammenarbeit (je Mal)-0.1-0.3
Original S. 27

D.2. Abzüge für Schwierigkeits- / akrobatische Elemente

  • Die technischen Fähigkeiten bei jedem ausgeführten Element werden bewertet.
KleinMittelGroßSTURZ*
-0.1-0.3-0.5-1.0*

Mehrere Fehler werden addiert, der maximale Abzug beträgt jedoch -0.8 pro Element. *Bei Ausführung mit Sturz beträgt der maximale Abzug -1.0 pro Element.

D.3. Synchronität (MP, TR, GR)

  • Bewertet wird, ob alle Teilnehmer*innen alle Bewegungen mit identischem Bewegungsumfang, präzisem Timing und gleicher Qualität als Einheit ausführen.
Abzug für SynchronitätKlein
Alle Bewegungen-0.1 je Mal

5.6 Beispiele allgemeiner Fehler

  • Bewertet wird die perfekte Ausführung aller Bewegungen mit maximaler Präzision.
  • Die Beispielliste ist nicht abschließend.
  • Für Fehler, die nicht in der Beispielliste stehen, werden Abzüge wie folgt gegeben:
BeispieleKleinMittelGroß
Zusätzliche Vorbereitung0.1
Korrigieren der Handposition0.1
Stopp / Zögern oder zusätzlicher Schritt / Bewegung zwischen Elementen0.1
Falsche Körperausrichtung0.10.3
Falsche Fußposition0.10.3
Beine / Füße gebeugt0.10.3
Füße auseinander (vorne / seitlich / hinten)0.1 (≤ Hüftbreite)0.3 (> Hüftbreite)
Falsche / unkontrollierte Bewegungen0.10.3
Unterbrechung des Bewegungsflusses0.10.3
Unvollständige Rotation / Drehung0.1 (< 45°)0.3 (≥ 45°)
Gleichgewichtsverlust0.10.3
Falsche Form0.10.30.5
Falsche / unkontrollierte Landeposition (Liegestütz/Spagat)0.10.30.5
Falsche Technik bei Elementen0.5
1-Touch / Bodenberührung0.5
MP/TR/GR: Zusammenstoßen / Anrempeln0.5

5.7 Beispiele spezifischer Fehler

BeispieleKleinMittelGroß
Ende in Wenson – Bein nicht sofort0.1 (< 45°)0.3 (45–120°)0.5 (> 120°)
Wenson-Position: gehobenes Bein tiefer als oberer Trizeps0.10.3
Elemente mit Drehungen: unvollständige / zusätzliche Drehung oder Rotation0.1 (< 45°)0.3 (≥ 45°)
Elemente mit Landung im Liegestütz: Füße und Hand/Hände landen nicht gleichzeitig0.10.3
Original S. 28

Gruppe A – spezifische Fehler

„Familie 1“ Dynamische Kraft (PU, A-Frame, Straddle Cut, Explosive High-V, Explosive Capoeira)

FehlerKleinMittelGroß
Liegestützposition: Schulter nicht in Linie mit dem Oberarm0.10.3
Fehlende Flugphase bei Flugelementen0.5
A-Frame: Hechtposition mehr als 60°0.3
A-Frame: beide Hände verlassen den Boden und/oder landen offensichtlich nicht gleichzeitig0.3
Straddle Cut: Grätschposition nicht gezeigt (Beine weniger als 90°)0.3
Straddle Cut: Hüfte in der Flugphase höher als die Schultern0.3
Explosive High-V: Hüftgelenk auf Schulterhöhe / Beine nicht parallel zum Boden0.1
Explosive High-V: Hüftgelenk tiefer als Schulterhöhe0.3
Explosive High-V: Hechtposition (Winkel zwischen Rumpf und Beinen)0.1 (0°–45°)0.3 (> 45°)
Explosive Capoeira: Unterschenkel unter der Parallelen0.1

„Familie 2“ Statische Kraft (Support, V-Support, Planche)

FehlerKleinMittelGroß
Element nicht mindestens 2 Sekunden gehalten0.5
Unausbalancierter / instabiler Körper während des Elements0.1
Straddle Support: Beine weniger als 90°0.1
V-Support: Beine nicht in vertikaler Linie0.1
High V-Support: Hüftgelenk auf Schulterhöhe / Beine nicht parallel zum Boden0.1
High V-Support: Hüftgelenk tiefer als Schulterhöhe0.3
Planche: Oberkörper und/oder Beine nicht parallel (über oder unter) zum Boden0.1 (< 20°)0.3 (20°–45°)0.5 (> 45°)
Horizontale Stützelemente: Arme nicht gestreckt0.3

„Familie 3“ Beinkreisen (Flair, Helicopter)

FehlerKleinMittelGroß
Flairs: Hüfte in der Streckphase nicht angehoben0.3
Flairs: Beine nach vorne in Grätschposition geschoben0.5
Flairs mit Flugphase: fehlende Flugphase0.5
Helicopter: Beginn mit Bein, das das andere Bein nicht kreuzt0.3
Helicopter: Drehen vor den Beinkreisen0.3
Helicopter: mit Armen ausgeführt, die die Beine halten / stützen0.3

Gruppe B – spezifische Fehler

„Familie 4“ Dynamische Sprünge (Air Turn, Axel, Free Fall, Gainer, Scale, Butterfly, Off Axis)

FehlerKleinMittelGroß
Air Turn: beide Füße springen nicht gleichzeitig ab bzw. landen nicht gleichzeitig0.1
Axel: fehlende Vorwärtsflugbahn0.3
Gainer: Führungsbein unter der Horizontalen0.1 (0° – < 45°)0.3 (≥ 45°)
Scale: Waagposition vor dem Absprung nicht gezeigt0.3
Butterfly: Kopf während des 1/2 Kreisschwungs vor dem Absprung über Taillenhöhe0.3
Butterfly: Position von Oberkörper und Beinen in der Hauptphase mehr als 45° über / unter der Horizontalen0.3
Off Axis: Position des Oberkörpers in der Hauptphase mehr als 45° über / unter der Horizontalen0.3
Original S. 29

„Familie 5“ Formsprünge (Tuck, Cossack, Pike, Straddle/Frontal Split)

FehlerKleinMittelGroß
Tuck, Cossack, Pike, Straddle, Split: Bein(e) unter der Horizontalen0.1 (0°–10°)0.3 (> 10°)
Straddle/Frontal Split: Beine nicht symmetrisch0.10.3

„Familie 6“ Spagatsprünge (Switch Split, Scissors Leap, Sagittal Split)

FehlerKleinMittelGroß
Scissors Leap / Switch Split: Führungsbein unter der Horizontalen0.1 (0° – < 45°)0.3 (≥ 45°)
Spagatelemente: Beinwinkel kleiner als 180°0.1 (170°)0.3 (< 170°–120°)0.5 (< 120°)

Gruppe C – spezifische Fehler

  • Drehungsabzüge werden unabhängig von „en dedans“ oder „en dehors“ gegeben.

„Familie 7“ Drehungen / Rotationen (Passé Turn, Horizontal Turn, Illusion)

FehlerKleinMittelGroß
Elemente enden mit Füßen auseinander0.1 (≤ Hüftbreite)0.3 (> Hüftbreite)
Passé Turn / Horizontal Turn: Hüpfen während / am Ende des Elements0.3
Passé Turn / Horizontal Turn: Drehung nicht auf dem Fußballen0.3
Passé Turn: Passé-Fuß unter Kniehöhe (Kniescheibe)0.3
Drehung mit horizontalem Bein: Bein nicht auf horizontaler Höhe0.1 (0°–10°)0.3 (> 10°)
Illusion: volle Rotation nicht vollendet0.3
Illusion: zusätzliche Orientierungsdrehungen nach dem Element0.3
Illusion: Beinrotation nicht vertikal0.10.3
Illusion: Hüpfen / Rutschen während des Elements0.3

„Familie 8“ Beweglichkeit / Gleichgewicht (Split / Vertical Split, Balance)

FehlerKleinMittelGroß
Free Vertical Split: Hand während des Elements am Standbein0.5
Spagatelemente: Beinwinkel kleiner als 180°0.1 (170°)0.3 (< 170°–120°)0.5 (< 120°)
Vertical Split: Standfuß verlässt den Boden0.5
Balance: weniger als 2 Sekunden gehalten0.5
Balance-Drehung mit Hüpfen und/oder nicht auf dem Fußballen0.3
Original S. 30

Illustrierte Beispiele allgemeiner und spezifischer Fehler

Begriffe in der Grafik: General Errors = allgemeine Fehler · Specific Errors = spezifische Fehler · Small/Medium/Large = klein (-0.1) / mittel (-0.3) / groß (-0.5) · Incorrect Body Alignment = falsche Körperausrichtung · Uncontrolled Feet Position = unkontrollierte Fußposition · Incomplete / Extra Turn = unvollständige / zusätzliche Drehung · Shoulder Not in Line With Upper Arm = Schulter nicht in Linie mit dem Oberarm · Legs Less Than 180° = Beine weniger als 180° · Not in Vertical Line = nicht in vertikaler Linie · Straddle / Split Jump not Symmetrical = Grätsch-/Spagatsprung nicht symmetrisch · Body / Legs Not Parallel To The Floor = Körper/Beine nicht parallel zum Boden · Legs not parallel to the floor = Beine nicht parallel zum Boden · Incorrect Position of the Body in the air = falsche Körperposition in der Luft · Leading Leg Below Horizontal Level = Führungsbein unter der Horizontalen · Hip joint at shoulder level / legs not parallel = Hüftgelenk auf Schulterhöhe / Beine nicht parallel · Hip joint lower than shoulder level = Hüftgelenk tiefer als Schulter · Angle between trunk and legs = Winkel zwischen Rumpf und Beinen

Illustrierte Fehlerbeispiele (Original-Grafik, englische Beschriftung)
Original S. 31

Kapitel 6 – Bewertung Artistik (A-Jury)

6.1 Artistik (A-Jury)

Komponenten der Übung

  • AMP-Sequenzen (inkl. AMP-Block)
  • Eröffnung / Ende
  • Musik
  • Schwierigkeits- / akrobatische Elemente
  • Übergänge / Verbindungen
  • Partnerarbeit / Zusammenarbeit (MP/TR/GR)
  • Vorführung (Performance)

6.2 Aufgaben

Die A-Jury bewertet alle Komponenten der Choreografie, die perfekt mit der Musik abgestimmt sind, um eine sportliche Übung in eine künstlerische Vorführung mit kreativen und einzigartigen Merkmalen zu verwandeln – unter Wahrung des Ideals der Aerobic Gymnastics.

Darüber hinaus bewertet die A-Jury nicht nur, „WAS“ die Teilnehmer*innen zeigen, sondern auch „WIE“ und „WO“ sie es zeigen.

6.3 Kriterien

  • Die gesamte A-Note beträgt maximal 10.0 Punkte in Schritten von 0.1.
  • Die A-Jury bewertet die folgenden 5 Hauptkriterien anhand der vorgegebenen Skala und der Abzugsliste.
  • Die A-Jury bewertet zusätzlich zu jedem Kriterium die Kreativität und Originalität der gesamten Übung.
  • 1. Musik: Auswahl / Komposition / Schnittqualität / Musikalität
  • 2. Aerobic-Inhalt (Sequenzen / Block): Quantität / Qualität / Vielfalt
  • 3. Allgemeiner Inhalt: Quantität / Vielfalt / Raum
  • 4. Künstlerische Übung: Aufbau / Struktur / Geschichte
  • 5. Vorführung: technische / künstlerische Präsentation

6.4 Skala und Anwendung

Die Artistiknote liegt anhand der folgenden Skala zwischen 0 und 10 Punkten.

  • Die A-Jury bewertet jedes Kriterium auf einer Skala von 1.0 bis 2.0.
  • Danach reduziert die A-Jury gemäß Abzugstabelle.
  • Der Abzug wird von der Skalennote abgezogen und ergibt die gesamte A-Note.

Skala (5.0 – 10.0)

KriteriumSchwachDurchschnittlichGutSehr gutAusgezeichnet
Musik1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Aerobic-Inhalt1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Allgemeiner Inhalt1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Künstlerische Übung1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Vorführung1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0

Abzug (Reduktion)

KriteriumDetailsReduktion
Aerobic-InhaltFehlendes AMP-Set-0.5 (je Set)
Fehlender AMP-Block-0.5
Allgemeiner InhaltWeniger als 3 Zusammenarbeiten-0.5
Fehlende Zone / fehlender Bereich-0.5
Künstlerische ÜbungFehlende Einleitung-0.5
Ende mit Elementen-0.5
VorführungAusführung mit Multiple Touches / STURZ-0.5

Rechenbeispiel

KriteriumNote
Musik1.9
Aerobic-Inhalt1.8
Allgemeiner Inhalt1.7
Künstlerische Übung1.7
Vorführung1.8
Summe Skala8.9
Summe Abzüge-0.5
End-A-Note8.4
Original S. 32

6.5 Niveau der Übung

Niveau der ÜbungDie Übung zeigt:
AusgezeichnetHerausragendes NiveauNahezu keine Abweichungen von den ausgezeichneten Kriterien
Sehr gutSehr hohes NiveauWenige Abweichungen von den Kriterien
GutHohes NiveauEinige Abweichungen von den Kriterien
DurchschnittlichMittleres NiveauDeutliche Abweichungen von den Kriterien
SchwachUnter mittlerem NiveauViele deutliche Abweichungen von den Kriterien

6.6 Artistik-Kurzschrift (Empfehlung)

KürzelBewegungen
IEinleitung (Eröffnung)
AAMP für jeden 8er-Count (1 Set)
ESchwierigkeits- / akrobatisches Element
TÜbergang / Verbindung / Partnerbewegung oder ein Bewegungsblock (1 Einheit)
CZusammenarbeit mit Körperkontakt
FSchluss (Ende)

6.7 Bewertung / Details der Kriterien

1. Musik (max. 2.0 Punkte)

Die Übung muss vollständig zur Musik ausgeführt werden. Jeder für Aerobic Gymnastics adaptierte Musikstil kann verwendet werden.

Die Musik muss:

  • die Übung aufwerten;
  • einen Vorteil verschaffen;
  • ohne unnötige nachbearbeitete Beats und Soundeffekte sein;
  • professionelle Qualität haben;
  • starken Zusammenhang mit den Bewegungen haben.

Auswahl / Komposition / Schnittqualität / Musikalität

Auswahl

Eine gute Musikauswahl hilft, Struktur und Tempo festzulegen. Jede Musik hat ihren eigenen Stil. Ein Thema der Übung ist nicht verpflichtend. Die Musik soll die Vorführung unterstützen und hervorheben. Sie soll außerdem die gesamte Choreografie sowie den Ausdruck der Gymnast*innen inspirieren und ihnen einen Vorteil verschaffen.

Empfohlen wird Musik mit:

  • 8er-Count-Struktur, um AMP-Sequenzen erkennbar zu machen;
  • nicht zu langsamem oder zu schnellem Tempo (145–160 BPM).

Komposition (Struktur)

Die verwendete Musik soll die Merkmale und das Wesen der Aerobic Gymnastics respektieren. Sie soll dynamisch, abwechslungsreich (nicht monoton), rhythmisch, originell (kreativ) und zählbar sein (mit oder ohne Beats, aber so, dass das passende Timing/Tempo für Aerobic Gymnastics mit zählbarem Rhythmus erkennbar ist).

Ein musikalisches Intro (ohne Bewegung) ist erlaubt. Die/der Gymnast*in muss innerhalb weniger Sekunden nach dem hörbaren Ton (Startsignal ausgenommen) mit der Bewegung beginnen.

Schnittqualität

Aufnahme und Abmischung der Musik müssen professionelle Qualität haben, gut integriert und ohne abrupte Schnitte sein, sodass der Eindruck eines einzigen Musikstücks entsteht.

Mit klarem Anfang und klarem Ende, unter Beachtung der musikalischen Phrasen und der Melodie. Die Musik darf nicht mit Ausblenden (Fade-out) enden.

Die Musik kann original oder eine arrangierte Version sein – ohne übermäßige Zusatzakzente und ohne übermäßigen Einsatz einer rhythmischen Basis im Hintergrund (zu laut/lauter als die Melodie). Nachbearbeitete Beats und originale Beats/Melodie müssen ausgewogen sein (Geräusch vs. Musik).

Original S. 33

Musikalität

Musikalität ist die Fähigkeit der Ausführenden, Musik zu interpretieren und nicht nur Rhythmus und Tempo, sondern auch Fluss, Intensität und Leidenschaft in der körperlichen Darbietung (den Bewegungen) zu zeigen.

Zwischen der gesamten Darbietung (Bewegungen) und der Musikwahl muss ein starker Zusammenhang bestehen. Alle Bewegungen müssen perfekt zur gewählten Musik passen und die von der Musik vermittelte Idee interpretieren.

Die Choreografie soll mit Bewegungen für genau diese Musik und genau diese/n Teilnehmer*in geschaffen werden.

Die Gymnast*innen müssen die Übung mit dem Ende der Musik beenden.

Zusammenfassung – Musik · Skala (Auswahl / Komposition / Schnittqualität / Musikalität)

HauptpunkteBeispiele für Abweichungen
Unterstützt / hebt die Vorführung hervor und verschafft einen Vorteil.Übermäßige rhythmische Basis / Beats
Für Aerobic Gymnastics geeignete Musik, Monotonie vermeiden.Übermäßiger Einsatz zusätzlicher Soundeffekte
Technisch perfekt, ohne unnötige nachbearbeitete Beats.Keine professionelle Aufnahme / abrupte Schnitte
Starker Zusammenhang zwischen gesamter Darbietung und Musikwahl.Bearbeitete Sounds lauter als die Melodie
Interpretation der Musik.Übung endet nicht mit der Musik
Die verschiedenen Teile nutzen und sinnvoll bei der Musik bleiben.Bewegungen passen nicht zu Musikstruktur / Phrase
Alle Bewegungen passen zur Musik.Bewegungen ohne Bezug zur Idee der Musik
Musik für Kategorie / Altersdivision ungeeignet
Musik zu schnell oder zu langsam
Musik ist monoton
Musik ist reine Hintergrundmusik (BGM)

2. Aerobic-Inhalt (max. 2.0 Punkte)

Beim Aerobic-Inhalt werden die Aerobic-Bewegungsmuster (AMP) während der gesamten Übung bei angemessener Intensität bewertet.

AMP sind die Basis der Aerobic Gymnastics und ihr wichtigstes (sportartspezifisches) Merkmal. Die Serien von AMP bilden das Fundament von Aerobic-Gymnastics-Übungen.

AMP müssen Variationen der Grundschritte mit Armbewegungen enthalten, um Kombinationen mit Körperkoordination zu erzeugen, und als kontinuierliche Bewegungsmuster erkennbar sein.

Eine AMP-Sequenz ist ein vollständiger 8er-Count (Set) von Bewegungen mit Aerobic-Bewegungsmustern bei angemessener Intensität, ausgeführt in einer musikalischen Phrase (vom 1. bis zum 8. Schlag), um mit der Musik zu bleiben. Eine AMP-Sequenz mit weniger als 8 vollständigen Counts wird nicht als 1 AMP-Sequenz/Set anerkannt.

Eine AMP-Sequenz darf Low-Impact-Bewegungen enthalten, bei denen sich die Füße maximal 3 Counts hintereinander (innerhalb eines Sets) nicht bewegen; auch diese wird als Sequenz/Set anerkannt. Wiederholt stationäre AMP-Sequenzen können jedoch die Bewertung von Qualität/Vielfalt sowie den allgemeinen Inhalt (Fluss) beeinträchtigen.

Der Aerobic-Inhalt muss enthalten:

  • 32 aufeinanderfolgende Counts (4 Sets × 8 Counts) als AMP-Block mit Rebound-Technik;
  • 9 AMP-Sequenz-Sets inklusive AMP-Block;
  • Vielfalt der AMP-Sequenzen.

Quantität / Qualität / Vielfalt

Quantität

AMP-Sequenz: Während der gesamten Übung müssen AMP-Sequenzen gezeigt werden. Alle Kategorien müssen mindestens 9 AMP-Sets enthalten. 1 Set AMP-Sequenz = 8 Counts.

AMP-BLOCK: Innerhalb der geforderten AMP-Sets muss der AMP-Block in der Übung enthalten sein. Der AMP-Block besteht aus aufeinanderfolgenden, klaren AMP-Sequenzen/Sets, die die Identität unseres Sports mit den traditionellen Aerobic-Schritten in Rebound-Technik zusammen mit Armbewegungen zeigen und ohne choreografische Sprünge (z. B. Cat Jump, Air Jack, Hitch Kick, Double Fan Kick usw.) ausgeführt werden.

Original S. 34

Mengenanforderung (Sets an AMP-Sequenzen)

Kategorie1 AMP-BlockMindestanzahl AMP-Sets (inkl. AMP-Block)
Alle Kategorien4 Sets × 8 Counts = 32 Counts9 Sets

AMP-Block bei MP/TR/GR: Um als AMP-Block anerkannt zu werden, müssen alle Mitglieder die gesamten 32 Counts nahe beieinander (geringer Abstand) als Einheit ausführen. Wird nicht über die gesamten 32 Counts gemeinsam ausgeführt, wird er nicht als AMP-Block anerkannt.

  • Alle Mitglieder müssen dieselben Grundschritte (asymmetrisch/symmetrisch) zur selben Zeit als Einheit ausführen (ausgenommen Synchronitätsfehler), möglichst unter Nutzung von Orientierung, Positionierung, Formationswechseln und Fortbewegung.
  • Unterschiedliche Richtungen (Orientierung/Rotation) und Armbewegungen (asymmetrisch/symmetrisch) sind erlaubt.
  • Körperkontakt zwischen den Gymnast*innen ist erlaubt, solange im AMP-Block dieselben Grundschritte ohne Zusammenarbeit (Collaboration) ausgeführt werden.
  • Führen nicht alle Gymnast*innen dieselben Grundschritte zur selben Zeit aus und/oder ist der Abstand zwischen ihnen nicht gering, wird er nicht als „AMP-Block“ anerkannt.

Abzug (Reduktion) von der Skalennote am Ende:

  • Gibt es keine 9 vollständigen AMP-Sets in der Übung, reduziert die A-Jury um -0.5 je fehlendem AMP-Set.
  • Gibt es keinen AMP-Block (4 aufeinanderfolgende AMP-Sets), reduziert die A-Jury um -0.5.

Qualität (siehe Beschreibung der Grundschritte, Anhang 07)

Die Qualität der AMP ist sehr wichtig; die Beinbewegungen sollen mit der Rebound-Technik der Aerobic-Grundschritte ausgeführt werden.

Rebound-Technik: Eine federnde Technik mit vertikaler Bewegung des Körperschwerpunkts. Sie muss die Bodenreaktionskraft nutzen; Hüft-, Knie- und Sprunggelenke müssen sich gemeinsam und koordiniert bewegen.

Die Armbewegungen müssen zusammen mit dem Schritt qualitätsvoll, präzise und flüssig ausgeführt werden.

Vielfalt

AMP-Sequenzen (Schritt/Arm) müssen Vielfalt ohne Wiederholung zeigen und gleiche oder ähnliche Sequenztypen während der Übung vermeiden. Alle Grundschritte müssen über die Übung verteilt genutzt werden; übermäßiges Laufen / Joggen / Chassé ist zu vermeiden. Die Bahn der Armbewegung von einer Position zur anderen soll natürlich sein, mit verschiedenen symmetrischen/asymmetrischen Bewegungen und der Möglichkeit von Rhythmuswechseln.

Der AMP-Block muss traditionelle Aerobic-Bewegungen ohne sich wiederholende Kombinationen enthalten und Körperkoordination zeigen, die komplexe und vielfältige Sequenzen erzeugt, um Monotonie und Stationarität (am selben Platz bleiben) zu vermeiden.

Beispiele für Variationsfaktoren der 7 Grundschritte:

  • March: Winkel, Höhe, Tempo, Rhythmuswechsel oder Richtungen (z. B. V-Step, Turn-Step, Two-Steps, Box-Step)
  • Jog: Winkel, Tempo, Rhythmuswechsel und Richtungen
  • Knee Lift: Ebenen, Winkel, Tempo, Rhythmuswechsel, High oder Low Impact
  • Kick: Ebenen, Höhe, Tempo, Rhythmuswechsel, High oder Low Impact und Richtungen (z. B. Low Kick, Middle Kick, High Kick und Vertical Kick)
  • Jumping Jack: Winkel in Hüfte und Knien, Tempo, Rhythmuswechsel, High oder Low Impact (Squat)
  • Lunge: Ebenen, Winkel, Tempo, Rhythmuswechsel, High oder Low Impact
  • Skip: Ebenen, Winkel und Richtungen, Tempo, Rhythmuswechsel, High oder Low Impact
Original S. 35

Zusammenfassung – Aerobic-Inhalt · Skala (Quantität / Qualität / Vielfalt)

HauptpunkteBeispiele für Abweichungen
Qualität der AMP-Sequenzen (Arm/Bein)Unklare (unpräzise/unscharfe/nicht erkennbare) Arm-/Beinbewegungen
Vielfalt der AMP-SequenzenDeutlich wiederholte Arm-/Beinbewegungen
Nutzung der KoordinationKeine Kombination von Arm- und Beinbewegungen
Unpassende Fingerbewegungen
Abzug (Reduktion)
Fehlendes AMP-Set (weniger als 9 AMP-Sets)-0.5 (je Set)
Fehlender AMP-Block-0.5

3. Allgemeiner Inhalt (max. 2.0 Punkte)

Beim allgemeinen Inhalt der Übungen werden folgende Bewegungen bewertet:

  • Übergänge / Verbindungen
  • Partnerarbeit / Zusammenarbeit / Formation (MP/TR/GR)
  • Raumnutzung

Alle Bewegungen bzw. Bewegungsfolgen müssen sinnvoll sein, zur Musik passen oder einzigartige Bewegungen innerhalb der Übung zeigen.

Der allgemeine Inhalt muss enthalten:

  • mindestens 3 Zusammenarbeiten (Collaborations);
  • Vielfalt an Übergängen / Verbindungen, Partnerarbeit / Zusammenarbeit und Formationen;
  • maximale, ausgewogene Nutzung der gesamten Wettkampffläche;
  • flüssige Verbindungen der Bewegungen;
  • Vielfalt an Formations-/Positionswechseln (MP/TR/GR).

Quantität / Vielfalt / Raum

Quantität

Zusammenarbeit (MP/TR/GR): Die Übung muss mindestens 3 Zusammenarbeiten ohne ähnliche Aktionen enthalten. Werden unterschiedliche Zusammenarbeiten zur selben Zeit gezeigt (gleichzeitiger Beginn), zählen sie als 1 Zusammenarbeit.

Partnerarbeit (Partnership): Verbindung von zwei oder mehr Personen mit oder ohne Kontakt/körperliche Interaktion (Hände halten/schütteln, beiläufige Berührung, Umarmung, Blickkontakt usw.).

Zusammenarbeit (Collaboration): Prozess, bei dem zwei oder mehr Personen zusammenarbeiten, wobei mit Hilfe oder Kraft der Partner*innen jemand gestützt, gezogen oder vom Boden gehoben wird, um Bewegungen/Aktionen zu erzeugen.

Abzug (Reduktion) von der Skalennote am Ende: Weniger als 3 Zusammenarbeiten in der Übung → die A-Jury reduziert um -0.5.

Vielfalt

Ausgezeichnete Übungen müssen verschiedene Bewegungsarten zeigen. Alle sollen bei Übergängen/Verbindungen und Partnerarbeit/Zusammenarbeit unterschiedliche Aktionen, Formen und körperliche Fähigkeiten beinhalten.

Wird ein Teil der Bewegung eines Schwierigkeits-/akrobatischen Elements als Übergang/Verbindung verwendet, kann dies als wiederholte oder ähnliche Bewegung gewertet werden, wenn es enthalten ist.

Bei der Bewertung der Vielfalt des allgemeinen Inhalts berücksichtigt die A-Jury, dass all diese Bewegungen OHNE WIEDERHOLUNG oder erneutes Zeigen gleicher oder ähnlicher Bewegungstypen sein müssen.

Der allgemeine Inhalt muss ausgewogen sein: unterschiedliche Längen und Formen zeigen, verschiedene körperliche Fähigkeiten nutzen, sinnvoll sein und der Übung einen Vorteil verschaffen.

Original S. 36

Raumnutzung

Bei der Raumnutzung bewertet die A-Jury, wie effektiv die Teilnehmer*innen die Wettkampffläche genutzt haben.

Alle Komponenten der Übung müssen richtig auf der Wettkampffläche verteilt sein.

Ohne einen Bereich/eine Zone zu dominieren, müssen die Teilnehmer*innen die Wettkampffläche (inkl. der Ebenen) maximal und ausgewogen nutzen.

In der Kategorie GR reicht es nicht aus, die Fläche nur durch die Positionen der Teilnehmer*innen abzudecken, um das Kriterium Raumnutzung zu erfüllen.

Alle drei Ebenen (Boden, Fläche/Stand, Luft) müssen genutzt werden. Mehr als 32 Counts am Boden oder im Stand ohne Ebenenwechsel werden nicht empfohlen (ausgenommen AMP-Block).

Fortbewegungsrichtung / Distanz

Während der gesamten Übung muss Fortbewegung mit AMP-Sequenzen in alle Richtungen (vorwärts, rückwärts, seitwärts, diagonal und kreisförmig) gezeigt werden, ohne ähnliche Wege/Spuren zu wiederholen.

Die Fortbewegungsdistanzen müssen mit kurzen / langen Distanzen variieren. Das bedeutet nicht, von einer Ecke zur anderen zu joggen oder von rechts nach links zu rollen.

Ausgewogene Verteilung (Ebenen Luft/Stand/Boden; Elemente, Zusammenarbeit, Boden) · Fortbewegungsrichtungen · Nutzung von Zonen/Bereichen (Zone 1 = Mitte, Zonen 2–5 = Ecken mit 1 m)

Formationswechsel

Bei MP/TR/GR muss eine Vielfalt an Formations- und Positionswechseln gezeigt werden. Formationen umfassen die Positionen/Positionierung der Partner*innen, die Art, wie sie in eine andere Formation oder innerhalb derselben Formation wechseln, während sie AMP oder andere Bewegungen ausführen, sowie die Abstände zwischen den Teilnehmer*innen.

Abzug (Reduktion) von der Skalennote am Ende: Fehlende Zone(n) → die A-Jury reduziert insgesamt um -0.5.

Bewegungsfluss

Die Verbindung von/zu Bewegungen (inkl. Formationswechsel) muss weich und flüssig sein. Alle in der Übung gezeigten Bewegungen müssen ohne unnötige Pausen und mit Agilität verbunden sein.

Übermäßige Pausen im allgemeinen Inhalt verringern den Fluss der Übung und entsprechen nicht den Merkmalen und dem Wesen der Disziplin Aerobic Gymnastics.

Zusammenfassung – Allgemeiner Inhalt · Skala (Quantität / Vielfalt / Raum)

HauptpunkteBeispiele für Abweichungen
Sinnvolle Übergänge/VerbindungenWettkampffläche / Ebenen nicht maximal genutzt
Sinnvolle Partnerarbeit/ZusammenarbeitUnausgewogene Verteilung der Bewegungen
Vielfalt an Übergängen/Verbindungen, Partnerarbeit/Zusammenarbeit, FormationenDeutlich wiederholte Fortbewegungsrichtungen / Distanzen / Wege
Nutzung der WettkampfflächeDeutlich wiederholte Übergänge / Verbindungen
Nutzung der WettkampfebenenDeutlich ähnliche Zusammenarbeiten / Formationen
Verteilung der Bewegungen in der ÜbungMangelnder Fluss / übermäßige Pausen
Ausgewogene Platzierung der BewegungenSinnloser Einsatz akrobatischer Elemente
Vielfalt an Formationen / Abständen
Flüssige Verbindung der Bewegungen
Abzug (Reduktion)
Weniger als 3 Zusammenarbeiten-0.5
Fehlende Zone / fehlender Bereich-0.5
Original S. 37

4. Künstlerische Übung (max. 2.0 Punkte)

Die Übung soll wie ein kleines Kunstwerk sein, das – auf Basis der Merkmale der Aerobic Gymnastics – einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Die Choreografie muss in starkem Zusammenhang mit der Geschichte/Idee der Übung stehen und kreative Details nutzen, um die thematische oder stilistische Übung hervorzuheben.

Die Übung kann ein Thema haben, die Geschichte soll aber leicht aus den Bewegungen verständlich sein – nicht nur aus Musik oder Anzug.

Die künstlerische Übung bewertet:

  • wie Aufbau / Struktur der Choreografie gestaltet sind;
  • wie sinnvoll und klar Eröffnung / Schluss sind;
  • wie einprägsam und beeindruckend die Übung ist;
  • wie gut die Gymnast*innen die Choreografie mit Bewegungen interpretiert haben.

Aufbau / Struktur

Die Choreografie soll die Geschichte darstellen und dabei die Merkmale einer Aerobic-Gymnastics-Übung in sportlicher Weise respektieren.

Die Übung muss eine gut aufgebaute / strukturierte Choreografie sein, deren Komponenten perfekt zur Geschichte passen.

Eröffnung-Einleitung / Ende-Schluss: Die Übung soll wie eine Geschichte aufgebaut sein – mit „Eröffnung / Einleitung“, Entwicklung zum Höhepunkt und Abklingen zum „Ende / Schluss“.

Jede Übung muss eine „Eröffnung“ von 4–8 Counts mit oder ohne Bewegungen enthalten, die zur Musik passt, um Geschichte und Idee der Übung zu entwickeln.

Die „Eröffnung“ der Choreografie beginnt mit der ersten Bewegung der Teilnehmer*innen und nicht mit der Musik. Die A-Jury muss zwischen sinnvoller und nicht sinnvoller „Eröffnung / Schluss“ unterscheiden. „Eröffnung“ und/oder „Schluss“ dürfen nicht mit Schwierigkeits-/akrobatischen Elementen erfolgen.

Abzug (Reduktion) von der Skalennote am Ende:

  • Keine „Eröffnung“ oder direkter Beginn mit einem Element → die A-Jury reduziert um -0.5.
  • Die Übung endet direkt mit einem Element → die A-Jury reduziert um -0.5.

Zusammenfassung – Künstlerische Übung · Skala (Aufbau / Struktur)

HauptpunkteBeispiele für Abweichungen
Übung wie ein kleines Kunstwerk in sportlicher WeiseÜberhaupt keine Geschichte
Starker Zusammenhang der Choreografie mit Geschichte/IdeeKeine Interpretation der Übung
Enthält originelle/einzigartige BewegungenNur einige Bewegungen haben Bezug zur Geschichte
Einprägsame / beeindruckende ÜbungenGewöhnliche, nicht einprägsame Übung
Keine Entwicklung / monotone Übung
Abzug (Reduktion)
Fehlende Einleitung-0.5
Ende mit Elementen-0.5

5. Vorführung (max. 2.0 Punkte)

Die Gymnast*innen müssen die Komposition einer gut strukturierten Übung in eine künstlerische Vorführung verwandeln – mit ihrer Persönlichkeit, Ausstrahlung, Leidenschaft, Dynamik und ihren einzigartigen Merkmalen.

Die Vorführung muss das Publikum fesseln und beeindrucken und dabei die Besonderheiten der Aerobic Gymnastics (saubere, sportliche Art) respektieren.

Original S. 38

Die Gymnast*innen müssen auf der Bühne ihre eigene Kategorie und ihr Alter repräsentieren.

Bei MP/TR/GR arbeiten sie als Einheit und nutzen Zusammenarbeit/Partnerarbeit, um die Schönheit der Teamarbeit zu zeigen.

Die Qualität (Beherrschung/Perfektion) der Übung ist wesentlich – nicht nur durch einen hohen Grad perfekter Ausführung aller Elemente, sondern auch bei den Choreografiebewegungen (AMP, Übergänge/Verbindungen, Partnerarbeit/Zusammenarbeit usw.) mit korrekter Technik aller Bewegungen.

Durch Ausdruck werden Bewegungen in ein einzigartiges künstlerisches Ganzes verwandelt – unter Respektierung der Disziplin Aerobic Gymnastics, mit natürlichem und echtem Ausdruck.

Sie verbinden die Elemente der Kunst und des Sports Aerobic Gymnastics zu einer attraktiven Botschaft an das Publikum – in sportlicher Weise.

Die Vorführung bewertet:

  • einwandfreie Technik aller Bewegungen zur Steigerung der Artistik;
  • Fesseln des Publikums mit Ausstrahlung und Leidenschaft;
  • Zeigen von Teamarbeit (MP/TR/GR);
  • Respektieren der Merkmale der Aerobic Gymnastics.

Technische / künstlerische Präsentation

Technische Präsentation (Qualität)

„Keine Artistik ohne PERFEKTE Ausführung!“

Die Gymnast*innen müssen daher alle Bewegungen mit einwandfreier Ausführung und flüssig zeigen.

MP/TR/GR: Die Synchronität der Bewegungen zwischen den Mitgliedern ist wesentlich und – neben der Qualität jeder Bewegung – ein Schlüssel zur technischen Präsentation.

Eine Übung mit Touch / Sturz wertet die Vorführung nicht auf – unabhängig davon, ob klein oder groß.

Abzug (Reduktion) von der Skalennote am Ende: Übung mit Multiple Touches / Sturz → die A-Jury reduziert um -0.5.

Künstlerische Präsentation

Wie sich ein/e Gymnast*in oder eine Gruppe allgemein dem Publikum präsentiert: die eigenen Emotionen während der Übung mit Ausdruck und Fluss mit dem Publikum teilen.

Haltung und Bandbreite der Emotionen, die nicht nur im Gesicht, sondern mit dem ganzen Körper in sportlicher Weise ausgedrückt werden.

MP/TR/GR: Die Teilnehmer*innen müssen zeigen, dass sie ein Team und eine Einheit sind, und so die Vorteile zeigen, mehr als eine Person zu sein. Dazu gehört die Arbeitsbeziehung zwischen den Mitgliedern. Die Bewegungen müssen unverwechselbar sein und ihre Wettkampfkategorie respektieren.

Zusammenfassung – Vorführung · Skala (technische / künstlerische Präsentation)

HauptpunkteBeispiele für Abweichungen
Perfekte Qualität der BewegungenAusführung mit Touch / Sturz, der die Fortsetzung der Übung beeinträchtigt
Perfekte SynchronitätNiedrige Qualität / unklare Bewegungen
Beeindruckende ÜbungenBewegungen passen nicht zur Kategorie der Gymnast*innen
Das Publikum fesselnUnnatürliche Mimik
Ausstrahlung und LeidenschaftVerlust / Mangel an Selbstvertrauen, Spirit, Leidenschaft, Energie
EmotionenKeine Teamarbeit (MP/TR/GR)
Einzigartigkeit
Persönlichkeit
Beziehung zwischen den Partner*innen
Abzug (Reduktion)
Ausführung mit Multiple Touches / Sturz-0.5
Original S. 39

Kapitel 7 – Bewertung Linie und Zeit

7.1 Linienrichter*innen

7.1.1 Aufgaben

Linienfehler werden von den Linienrichter*innen kontrolliert, die diagonal an 2 der 4 Ecken der Bühne sitzen.

Jede/r Linienrichter*in ist für zwei Linien verantwortlich:

  • L-Jury 1: zuständig für die Linien A und B
  • L-Jury 2: zuständig für die Linien C und D
Position der Linienrichter*innen L1 und L2 sowie Linien A–D

7.1.2 Kriterien und Abzüge

Das Klebeband um die Bühne ist Teil der Wettkampffläche; daher ist das Berühren des Bandes erlaubt.

  • Berührt ein Körperteil die Fläche außerhalb des Bandes, wird ein Abzug gegeben.
  • Bewegt sich der Körper in der Luft außerhalb der Linie, wird nicht abgezogen.
  • Linienrichter*innen zeigen mit einer roten Fahne (auf Schulterhöhe der L-Jury gehoben) an, wenn ein/e Teilnehmer*in die Fläche außerhalb der Linie betritt/berührt (falls zutreffend).
KriteriumAbzug
LinienfehlerJe Mal -0.1 pro Teilnehmer*in

Stehen Kameras und Bildschirme zur Verfügung, sitzt die L-Jury am Ende des Kampfrichtertisches. Die Kameras werden diagonal an 2 der 4 Ecken der Wettkampffläche platziert; jeder Bildschirm zeigt 2 Linien.

7.2 Zeitrichter*innen

7.2.1 Aufgaben

  • Die/der Zeitrichter*in muss die Übungszeit jeder Übung erfassen (Beginn mit dem ersten hörbaren Ton – Startsignal/Piepton ausgenommen – und Ende mit dem letzten hörbaren Ton).
  • Gibt es Abzüge, muss die/der Zeitrichter*in die/den CJP informieren, sobald die betreffenden Gymnast*innen ihre Übung beendet haben.
  • Gibt es keine Zeitabzüge, bleibt die T-Jury sitzen.
  • Der Zeitabzug wird von der/dem CJP vorgenommen.

Die/der Zeitrichter*in verwendet zwei Stoppuhren:

  • Stoppuhr 1: Übungszeit
  • Stoppuhr 2: Unterbrechung/Abbruch der Vorführung, verspätetes Erscheinen/Walk-over

7.2.2 Kriterien und Abzüge (durch die/den CJP)

Alle KategorienKriteriumAbzug
ZeitfehlerWeniger als 1’20“ oder mehr als 1’30“-0.5
Unterbrechung der VorführungBewegungen werden 2 bis 10 Sekunden nicht ausgeführt und dann fortgesetzt-0.5
Abbruch der VorführungEin/e Teilnehmer*in stoppt die Bewegungen für mehr als 10 Sekunden-5.0
Verspätetes ErscheinenEin/e Teilnehmer*in erscheint nicht innerhalb von 20 Sekunden nach dem Aufruf auf der Wettkampffläche-0.5
Walk-overEin/e Teilnehmer*in erscheint nicht innerhalb von 60 Sekunden nach dem Aufruf auf der WettkampfflächeDisqualifikation
Original S. 40

Kapitel 8 – Notenberechnung

8.1 Allgemeines Prinzip

8.1.1 Artistiknote (A-Note) / Ausführungsnote (E-Note)

4 Kampfrichter*innen: Die höchste und die niedrigste Note der A-/E-Kampfrichter*innen werden gestrichen. Aus den verbleibenden 2 Noten wird der Durchschnitt gebildet; liegen die beiden mittleren Noten innerhalb der unten angegebenen Toleranz, ist dies die End-A-/E-Note.

6 Kampfrichter*innen: Die 2 höchsten und 2 niedrigsten Noten der A-/E-Kampfrichter*innen werden gestrichen. Aus den verbleibenden 2 Noten wird der Durchschnitt gebildet; liegen die beiden mittleren Noten innerhalb der unten angegebenen Toleranz, ist dies die End-A-/E-Note.

8.1.2 Maximal erlaubte Toleranz (A-Note und E-Note)

Während der Wettkämpfe darf die Differenz zwischen den 2 berücksichtigten mittleren Noten nicht größer sein als unten angegeben.

Tritt eine größere Abweichung als erlaubt auf, ist der Durchschnitt aller Noten die Endnote.

Endnote zwischenErlaubte Toleranz
8.00 und 10.000.3
7.00 und 7.990.4
6.00 und 6.990.5
0.00 und 5.990.6

8.1.3 Schwierigkeitsnote (D-Note)

Jede D-Jury gibt die Werte jedes Elements in der Reihenfolge der Ausführung, das gesamte Kombinationsset und die Schwierigkeitsabzüge ein. Nach Eingabe aller Werte vergleichen die beiden Kampfrichter*innen ihre Ergebnisse und müssen sich auf dieselbe End-D-Note und dieselben Abzüge einigen. (Ist das mit dem Wertungssystem nicht möglich, wird nach getrennter Berechnung die End-D-Note miteinander verglichen.)

Die D-Note wird (vom Wertungssystem) durch folgenden Divisor geteilt und mit 3 Nachkommastellen angegeben.

KategorieDivisor
IM / IW / MP / TR (Männer) / GR (Männer)2.0
TR (gemischt) / GR (gemischt)1.9
TR (Frauen) / GR (Frauen)1.8

Beispiel: D-Note geteilt durch 1.8 → 6.6 ÷ 1.8 = 3.66666… → 3.666

Schwierigkeitsabzüge werden NICHT geteilt.

8.1.4 Gesamtnote

A-Note, E-Note und D-Note werden addiert und bilden die Gesamtnote.

8.1.5 Endnote

Die Abzüge der D-Kampfrichter*innen, der Linienrichter*innen und der/des Oberkampfrichter*in werden von der Gesamtnote abgezogen und ergeben die ENDNOTE.

  • Gibt ein/e Kampfrichter*in eine Note nicht rechtzeitig oder gar nicht ab, ersetzt der Durchschnitt der abgegebenen Noten die fehlende Note.

8.1.6 Maximale Abweichung zwischen den Extremen

Artistik und Ausführung: Bei einer Abweichung von 1.0 oder mehr zwischen den Extremwerten wird nach dem Wettkampf eine Analyse der Kampfrichternoten durchgeführt, und es werden geeignete Maßnahmen ergriffen.

Schwierigkeit: Bei Uneinigkeit zwischen den beiden Kampfrichter*innen wird mit der Superior Jury Schwierigkeit (oder dem TD) Rücksprache gehalten. Diese berichtet an die/den Präsident*in der Superior Jury. Nach dem Wettkampf wird eine Analyse durchgeführt, und es werden geeignete Maßnahmen ergriffen.

8.1.7 Anfragen zur Note (siehe T.R.)

Anfragen zur D-Note sind nur für den eigenen Verband erlaubt.

Anfragen zu allen anderen Noten sind nicht erlaubt.

Original S. 41

8.2 Notenübersicht

Additionen / Abzüge (siehe Notenberechnung der einzelnen Abschnitte)

AdditionenHöchstnote / Kampfrichter*inAbzüge durch
Artistik10.000D-Kampfrichter*innen
Ausführung10.000Linienrichter*innen
Schwierigkeit (geteilt durch 2, 1.9 oder 1.8) – z. B. offene D-Note3.500Oberkampfrichter*in
GESAMTNOTE23.500

8.3 Notenvergabe

  • Artistik wird nach einer Skala von max. 10.0 Punkten in Schritten von 0.1 bewertet.
  • Ausführung wird negativ bewertet, d. h. ausgehend von 10.0 werden Punkte für Ausführungsfehler abgezogen.
  • Schwierigkeit wird positiv bewertet, d. h. ausgehend von 0.0 werden Punkte addiert; Angabe mit 3 Nachkommastellen.
  • Schwierigkeitsabzüge werden von der Gesamtnote abgezogen, um die Endnote zu erhalten.

Rechenbeispiel (A + E; 6 Kampfrichter*innen): IW mit D-Note geteilt durch 2.0 – 2 höchste / 2 niedrigste gestrichen, Durchschnitt der mittleren 2

NotenErgebnis
A-Note9.5 · 9.3 · 9.4 · 9.3 · 9.2 · 9.19.300
E-Note8.7 · 8.9 · 8.6 · 8.9 · 8.8 · 8.58.750
D-Note (6.5 ÷ 2.0 = 3.250)6.5 · 6.53.250
Gesamtnote21.300
Abzüge der D-Kampfrichter*innen1 × 0.5-0.5
Linie1 × 0.1-0.1
CJP: verbotene Bewegung1 × 0.5-0.5
CJP: falsche Bekleidung1 × 0.3-0.3
Endnote19.900

Rechenbeispiel (A + E; 4 Kampfrichter*innen): TR mit D-Note geteilt durch 1.8 – 1 höchste / 1 niedrigste gestrichen, Durchschnitt der mittleren 2

NotenErgebnis
A-Note9.5 · 9.2 · 9.4 · 9.39.350
E-Note8.7 · 8.9 · 8.6 · 8.98.800
D-Note (6.5 ÷ 1.8 = 3.611)6.5 · 6.53.611
Gesamtnote21.761
Abzüge der D-Kampfrichter*innen1 × 0.5-0.5
Linie1 × 0.1-0.1
CJP: verbotene Bewegung1 × 0.5-0.5
CJP: falsche Bekleidung1 × 0.3-0.3
Endnote20.361

Rechenbeispiel (A + E; 3 Kampfrichter*innen): GR mit D-Note geteilt durch 1.9 – Durchschnitt aller 3 Noten

NotenErgebnis
A-Note9.2 · 9.4 · 9.39.300
E-Note8.7 · 8.9 · 8.68.733
D-Note (6.5 ÷ 1.9 = 3.421)6.5 · 6.53.421
Gesamtnote21.454
Abzüge der D-Kampfrichter*innen1 × 0.5-0.5
Linie1 × 0.1-0.1
CJP: verbotene Bewegung1 × 0.5-0.5
CJP: falsche Bekleidung1 × 0.3-0.3
Endnote20.054

Teil 3 – Anhänge

Original S. 42

Anhang 01 – Aerobic Dance: FIG-Regeln und Richtlinien

Aerobic Dance (8 Teilnehmer*innen)

Dieser Teil ist in Verbindung mit dem Haupt-CoP, Teil 2, zu lesen. Was hier nicht geregelt ist, richtet sich nach dem CoP.

Allgemeine Informationen (AD)

  • Gruppenchoreografie von 8 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt), die Aerobic-Dance-Bewegungen freier einsetzt als andere Kategorien.
  • Die Choreografie muss ein „THEMA“ haben und dieses in der Choreografie ausdrücken.
  • Die Übung muss 32 bis 64 Counts eines 2. STILS enthalten (jeder Tanzstil erlaubt), der sich vom Rest der Choreografie unterscheidet.
  • Ein wichtiger Aspekt ist die SYNCHRONITÄT aller Mitglieder als Einheit.
  • Die Übung kann akrobatische und/oder Schwierigkeitselemente enthalten, diese erhalten aber keinen Wert.

Alter

  • Senior: 18 Jahre oder älter im Wettkampfjahr
  • Junior: 15–17 im Wettkampfjahr
  • Youth: 12–14 im Wettkampfjahr

Wettkampffläche

  • 10 m × 10 m

Musiklänge

  • Senior & Junior: 1’25“ ± 5″
  • Youth: 1’15“ ± 5″

Musik

  • Jeder Musikstil (weltbekannte oder bekannte Musik wird empfohlen)

Zusammenarbeit

  • Mindestens 3 Zusammenarbeiten in der gesamten Übung müssen gezeigt werden.

Kampfrichter*innen

CJP (1), E-Jury (4–6), A-Jury (4–6), L-Jury (2), T-Jury (1)

Bekleidungsvorschriften

  • Sportliches Erscheinungsbild.
  • Unitard oder zweiteiliger Anzug (Hose, lange Leggings, Shorts und Tops) ist erlaubt.
  • Unterwäsche darf nicht sichtbar sein.
  • Korrekte Stützwäsche muss getragen werden.
  • Die Bekleidung kann sich zwischen den Mitgliedern unterscheiden, soll aber harmonisch sein.
Original S. 43
  • Zu große oder zu lockere Kleidung ist nicht erlaubt. Die Körperausrichtung muss sichtbar sein.
  • Die Teilnehmer*innen müssen stützende Aerobic- oder Sportschuhe tragen.
  • Haare müssen ordentlich und fixiert sein und dürfen weder Gesicht noch Schultern berühren. Kurze Pferdeschwänze sind erlaubt.
  • Zusätzliche Gegenstände (Röhren, Stäbe, Bälle usw.) und Accessoires (Gürtel, Bandagen, Bänder usw.) sind nicht erlaubt.
  • Bekleidung, die Krieg, Gewalt oder religiöse Themen darstellt, ist verboten.
  • Keine Pailletten für Männer.
  • Ein Rock, der über Anzug, Strumpfhose oder Unitard nicht weiter als über den Beckenbereich reicht, ist erlaubt.
  • Der Stil des Rocks (Schnitt oder Verzierungen) ist frei, das Aussehen eines Ballett-„Tutus“ ist jedoch verboten.
  • Bodypainting ist nicht erlaubt.
  • Nur hautfarbenes Tape ist erlaubt (keine Bandagen/Riemchen).
  • Becken-/Schrittbereich müssen bis zu den Hüftknochen mit nicht durchsichtigem, nicht hautfarbenem Material bedeckt sein.
  • Fast vollständig hautfarbene Anzüge (siehe Glossar) sind nicht erlaubt – sie wirken im Fernsehen wie Nacktheit.

Oberkampfrichter*in (AD)

Aufgaben

Siehe Teil 2.

Akrobatische Elemente

Die Übung kann Bewegungen aus anderen Disziplinen enthalten (ohne übermäßigen Einsatz), die gut in die Choreografie integriert sind.

Senior / Junior: Für einzelne akrobatische Elemente gibt es in der gesamten Übung keine Begrenzung.

Youth: Nur die akrobatischen Elemente A-1 bis A-4 sind erlaubt. A-5 ist nur in der Zusammenarbeit erlaubt und muss mit Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet werden.

Wird A-5 ohne Zusammenarbeit ausgeführt, gilt es als verbotene Bewegung.

Führen alle 8 Teilnehmer*innen ein akrobatisches Element aus, muss es dasselbe Element zur selben Zeit sein.

Kombination akrobatischer Elemente

Senior / Junior:

  • Maximal 2 akrobatische Elemente in Kombination (= Set) dürfen ausgeführt werden, müssen aber zur selben Zeit ausgeführt werden. Beispiele: Radwende + Flic-Flac + Salto = ABZUG · Radwende + Salto = KEIN ABZUG
  • Die Kombination von 2 akrobatischen Elementen (A+A) ist in der gesamten Übung für Senior 3-mal und für Junior 2-mal erlaubt.

Youth: Keine Kombination akrobatischer Elemente erlaubt.

Verbotene Zusammenarbeit

  • Die Pyramidenhöhe der Zusammenarbeit darf – sofern in statischer Position enthalten – nicht höher als 2 vertikal stehende Personen sein.

Verbotene Landung

Junior / Youth:

  • Akrobatische Elemente (A-5) in der Zusammenarbeit, die ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet werden.
Original S. 44

Abzüge

Abzüge und Strafen durch die/den Oberkampfrichter*in:

CodeDetail – Aerobic DanceAbzug
APräsentationsfehler-0.3
BFalsche Bekleidung-0.3
CFehlendes nationales Emblem-0.3
DZeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr)-0.5
EVerspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s)-0.5
GYouth: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit-0.5 (je Mal)
HYouth: gleiche akrobatische Elemente nicht zur selben Zeit-0.5 (je Mal)
IVerbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe)-0.5 (je Mal)
JVerbotene Bewegungen (P-1 bis P-5)-0.5 (je Mal)
KVerbotene Landung: männliche Gymnasten – akrobatische Elemente (inkl. Variationen) mit Landung im Spagat · Junior/Youth: A-5 in der Zusammenarbeit ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet-0.5 (je Mal)
LUnterbrechung der Vorführung für 2–10 s-0.5 (je Mal)
MAbbruch der Vorführung länger als 10 s-5.0
NThemen gegen Olympische Charta und Ethikkodex-5.0
OUndiszipliniertes Verhalten-0.5 (je Mal)
PMehr akrobatische Elemente in einem Kombinationsset als erlaubt-0.5 (je Mal)
QMehr akrobatische Kombinationssets als erlaubt-0.5 (je Mal)
RYouth: Kombination akrobatischer Elemente (A+A)-0.5 (je Mal)
W-1Aufenthalt in verbotenem BereichVerwarnung
W-2Unangemessenes Verhalten/BenehmenVerwarnung
W-3Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.)Verwarnung
D-1Walk-over (Nichtantreten)Disqualifikation
D-2Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoPDisqualifikation

Ausführung (10 Punkte) – AD

Aufgaben (siehe auch Teil 2)

Alle Bewegungen müssen mit maximaler Präzision (Perfektion) ausgeführt werden. Jede Abweichung wird in Schritten von 0.1 Punkten von 10.0 Punkten abgezogen.

Bewertet wird die/der Teilnehmer*in mit dem schwächsten bzw. größeren Fehler.

Die E-Jury bewertet die technischen Fähigkeiten der gesamten Übung vom Anfang bis zum Ende (inkl. Anfangs-/Endposition) in folgenden Bewegungen:

  • Synchronität (Schlüssel bei AD)
  • Technik der AMP-Tanzsequenzen (inkl. „2. Stil“)
  • Übergänge & Verbindungen
  • Partnerarbeit & Zusammenarbeit
  • Elemente (optional: Schwierigkeit & Akrobatik)
Original S. 45

Fehler

FehlerBeschreibungAbzug
Kleiner FehlerGeringe Abweichung von der perfekten Ausführung-0.1
Mittlerer FehlerDeutliche Abweichung von der perfekten Ausführung-0.3
Großer FehlerFalsche Technik / Bodenberührung / 1-Touch-0.5
STURZ / Multiple TouchesUnkontrolliertes Fallen oder Herunterkommen auf den Boden / mehrfache Bodenberührungen-1.0

Kriterien und Abzüge

Abzüge für Schwierigkeits- / akrobatische Elemente (optional): Die technischen Fähigkeiten bei jedem ausgeführten Element werden bewertet.

KleinMittelGroßSTURZ*
-0.1-0.3-0.5-1.0*

Mehrere Fehler werden addiert, der maximale Abzug beträgt jedoch -0.8 pro Element. *Bei Ausführung mit Sturz beträgt der maximale Abzug -1.0 pro Element.

Abzüge für Choreografie: Bewertet wird die perfekte Ausführung mit maximaler Präzision bei AMP-Tanzsequenzen, 2. Stil, Übergängen und Partnerarbeit.

ChoreografieKleinMittel
Präzision der Tanzsequenzen (je 8er-Count)-0.1-0.3
Übergänge / Verbindungen (je Mal)-0.1-0.3
Partnerarbeit / Zusammenarbeit (je Mal)-0.1-0.3

Abzüge für Synchronität (ohne Limit): Bewertet wird, ob alle Teilnehmer*innen alle Bewegungen mit identischem Bewegungsumfang, präzisem Timing und gleicher Qualität ausführen.

Abzug für SynchronitätKlein
Alle Bewegungen-0.1 je Mal

Artistik (10 Punkte) – AD

KriteriumSchwachDurchschnittlichGutSehr gutAusgezeichnet
Musik1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Tanzinhalt1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Allgemeiner Inhalt1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Künstlerische Übung1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Vorführung1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0

Abzug (Reduktion)

KriteriumDetailsReduktion
TanzinhaltFehlende der 6 AMP-Sets im Tanzstil-0.5 (je Set)
Fehlender 2. Stil / mehr als 64 Counts-0.5
Allgemeiner InhaltFehlende Zone / fehlender Bereich-0.5
Weniger als 3 Zusammenarbeiten-0.5
Künstlerische ÜbungFehlendes Thema-0.5
Fehlende Eröffnung / Einleitung-0.5
VorführungAusführung mit STURZ-0.5

Rechenbeispiel

KriteriumNote
Musik1.9
Tanzinhalt1.8
Allgemeiner Inhalt1.7
Künstlerische Übung1.7
Vorführung1.8
Summe Skala8.9
Summe Abzüge-0.5
End-A-Note8.4
Original S. 46

Aufgaben (siehe auch Teil 2)

Die A-Jury bewertet alle Komponenten der Choreografie, die perfekt mit Musik und Thema abgestimmt sind, um eine sportliche Übung in eine künstlerische Vorführung mit kreativen und einzigartigen Merkmalen zu verwandeln – unter Respektierung der Besonderheiten der Aerobic Gymnastics im Tanzstil.

Komponenten der Übung

  • AMP-Sequenzen im Tanzstil
  • 2. Stil
  • Schwierigkeits- / akrobatische Elemente (optional)
  • Übergänge / Verbindungen
  • Partnerarbeit / Zusammenarbeit
  • Formation / Raum

Thema

Die Übung muss ein „THEMA“ haben, das der Choreografie eine Geschichte gibt. Das Thema muss mit Bewegungen und Musik ausgedrückt werden (unter Wahrung der sportlichen Art der Aerobic Gymnastics). Das Team muss die Choreografie als Einheit präsentieren. Bei einer Übung ohne „Thema“ wird ein Artistikabzug von -0.5 angewendet.

AMP-Sequenzen

Unter Respektierung der Besonderheiten der Aerobic Gymnastics sollen AMP-Sequenzen freier ausgeführt werden. Das bedeutet nicht, den Körper unkontrolliert zu bewegen. Der Körper muss während der gesamten Übung mit einer Vielfalt an Bewegungen kontrolliert sein.

Ganzer Körper und Kopf werden eingesetzt und bewegen sich wie beim Tanz. Es soll weder wie eine roboterhafte Bewegung wirken noch wie ein Tanz in einem (reinen) Tanzstil oder wie die anderen Kategorien (IM/IW/MP/TR/GR) der Aerobic Gymnastics.

Die Übung muss mindestens 6 AMP-Sets enthalten (ohne 2. Stil).

2. Stil

Bei AD wird der Block von AMP-Sets durch den 2. Stil ersetzt. Ein AMP-Block ist daher nicht erforderlich.

Die Übung muss 32 bis 64 Counts „2. Stil“ enthalten (jeder Tanzstil mit gleichen oder unterschiedlichen Schritten innerhalb der Mitglieder ist erlaubt), der sich vom Rest der Choreografie unterscheidet. Der 2. Stil muss gut integriert sein und darf nicht von der Hauptchoreografie getrennt sein.

Er wird nach demselben System bewertet wie der Block von AMP-Sets.

  • 1. Musik (max. 2.0 Pkt.): Auswahl / Komposition / Schnittqualität / Musikalität
  • 2. Tanzinhalt (max. 2.0 Pkt.): Quantität / Qualität / Vielfalt
  • 3. Allgemeiner Inhalt (max. 2.0 Pkt.): Komplexität / Vielfalt / Raum
  • 4. Künstlerische Übung (max. 2.0 Pkt.): Aufbau / Struktur / Thema
  • 5. Vorführung (max. 2.0 Pkt.): technische / künstlerische Präsentation
Original S. 47

Anhang 02 – Aerobic Step: FIG-Regeln und Richtlinien

Aerobic Step (8 Teilnehmer*innen)

Dieser Teil ist in Verbindung mit dem Haupt-CoP, Teil 2, zu lesen. Was hier nicht geregelt ist, richtet sich nach dem CoP.

Allgemeine Informationen (AS)

  • Gruppenchoreografie von 8 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt) mit Aerobic-Grundschritten und Armbewegungen unter Verwendung des Steps (Plattform), zur Musik ausgeführt. Die Übung darf KEINE Schwierigkeits- und akrobatischen Elemente enthalten.
  • Die Choreografie muss ein „THEMA“ haben und es unter Nutzung des Steps (Plattform) in der Choreografie ausdrücken.
  • Die Übung muss den Step (Plattform) während der gesamten Übung maximal nutzen – durch Steppen mit Aerobic-Grundschritten in Kombination mit Armbewegungen.
  • Die Übung muss den Step-Block enthalten (3 aufeinanderfolgende 8er-Sets = 24 Counts), ausgeführt von allen Mitgliedern auf demselben Step (Plattform), ohne den Step zu bewegen oder zu wechseln.
  • Ein wichtiger Aspekt ist die SYNCHRONITÄT aller Mitglieder als Einheit.
  • Akrobatische (inkl. Variationen) und/oder Schwierigkeitselemente sind nicht erlaubt.

Alter

  • Senior: 18 Jahre oder älter im Wettkampfjahr
  • Junior: 15–17 im Wettkampfjahr

Wettkampffläche

  • 10 m × 10 m

Musiklänge

  • Senior & Junior: 1’25“ ± 5″

Musik

  • Jeder Musikstil (weltbekannte oder bekannte Musik wird empfohlen)

Zusammenarbeit

  • Maximal 3 Zusammenarbeiten in der gesamten Übung.
  • Nicht erlaubte Akro-Elemente dürfen in der Zusammenarbeit enthalten sein, wenn bei der Landung AUSSCHLIESSLICH mit Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet wird.

Kampfrichter*innen

CJP (1), E-Jury (4–6), A-Jury (4–6), L-Jury (2), T-Jury (1)

Original S. 48

Bekleidungsvorschriften

  • Sportliches Erscheinungsbild.
  • Unitard oder zweiteiliger Anzug (Hose, lange Leggings, Shorts und Tops) ist erlaubt.
  • Unterwäsche darf nicht sichtbar sein.
  • Korrekte Stützwäsche muss getragen werden.
  • Die Bekleidung kann sich zwischen den Mitgliedern unterscheiden, soll aber harmonisch sein.
  • Zu große oder zu lockere Kleidung ist nicht erlaubt. Die Körperausrichtung muss sichtbar sein.
  • Die Teilnehmer*innen müssen stützende Aerobic- oder Sportschuhe tragen.
  • Haare müssen ordentlich und fixiert sein und dürfen weder Gesicht noch Schultern berühren. Kurze Pferdeschwänze sind erlaubt.
  • Zusätzliche Gegenstände (Röhren, Stäbe, Bälle usw.) und Accessoires (Gürtel, Bandagen, Bänder usw.) sind nicht erlaubt.
  • Bekleidung, die Krieg, Gewalt oder religiöse Themen darstellt, ist verboten.
  • Keine Pailletten für Männer.
  • Ein Rock, der über Anzug, Strumpfhose oder Unitard nicht weiter als über den Beckenbereich reicht, ist erlaubt.
  • Der Stil des Rocks (Schnitt oder Verzierungen) ist frei, das Aussehen eines Ballett-„Tutus“ ist jedoch verboten.
  • Bodypainting ist nicht erlaubt.
  • Nur hautfarbenes Tape ist erlaubt (keine Bandagen/Riemchen).
  • Becken-/Schrittbereich müssen bis zu den Hüftknochen mit nicht durchsichtigem, nicht hautfarbenem Material bedeckt sein.
  • Fast vollständig hautfarbene Anzüge (siehe Glossar) sind nicht erlaubt – sie wirken im Fernsehen wie Nacktheit.

Oberkampfrichter*in (AS)

Aufgaben

Siehe Teil 2.

Zusammenarbeit

  • In einer Übung sind maximal 3 Zusammenarbeiten erlaubt.
  • Werden unterschiedliche Zusammenarbeiten zur selben Zeit gezeigt (gleichzeitiger Beginn), zählen sie als 1 Zusammenarbeit.

Verbotene Zusammenarbeit

  • Die Pyramidenhöhe der Zusammenarbeit darf – sofern in statischer Position enthalten – nicht höher als 2 vertikal stehende Personen sein.

Verbotene Bewegungen

  • Das Aufbauen (Stapeln) der Steps (Plattformen) ist nicht erlaubt – außer für die Schlusspose, falls enthalten. Das bedeutet, dass die Steps nach dem Aufbauen bis zum Ende der Übung nicht mehr bewegt werden dürfen.
  • Werfen des Steps (Plattform) in die Luft.
  • Gewaltsamer Umgang mit dem Step (Treten und/oder Werfen des Steps zu einer/einem anderen Teilnehmer*in oder in die Luft).
  • Springen von einem Step auf einen anderen Step.
  • Verbotene Bewegungen (P-1 bis P-5).

Verbotene Landung

  • Akrobatische Elemente in der Zusammenarbeit, die ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet werden.
  • Männliche Gymnasten: akrobatische Variationen mit Landung im Spagat.
  • Akrobatische Variationen mit Landung im Liegestütz (PU).

Elemente

  • Die Ausführung von Schwierigkeits- / akrobatischen Elementen ist nicht erlaubt – inklusive Variationen.
Original S. 49

Abzüge

Abzüge und Strafen durch die/den Oberkampfrichter*in:

CodeDetail – Aerobic StepAbzug
APräsentationsfehler-0.3
BFalsche Bekleidung-0.3
CFehlendes nationales Emblem-0.3
DZeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr)-0.5
EVerspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s)-0.5
IVerbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe)-0.5 (je Mal)
JVerbotene Bewegungen-0.5 (je Mal)
KVerbotene Landung: akrobatische Elemente in der Zusammenarbeit ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet-0.5 (je Mal)
LUnterbrechung der Vorführung für 2–10 s-0.5 (je Mal)
MAbbruch der Vorführung länger als 10 s-5.0
NThemen gegen Olympische Charta und Ethikkodex-5.0
OUndiszipliniertes Verhalten-0.5 (je Mal)
RMehr als 3 Zusammenarbeiten-0.5 (je Mal)
SAusführung von Schwierigkeits- / akrobatischen Elementen (inkl. Variationen)-0.5 (je Mal)
W-1Aufenthalt in verbotenem BereichVerwarnung
W-2Unangemessenes Verhalten/BenehmenVerwarnung
W-3Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.)Verwarnung
D-1Walk-over (Nichtantreten)Disqualifikation
D-2Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoPDisqualifikation

Ausführung (10 Punkte) – AS

Aufgaben (siehe auch Teil 2)

Alle Bewegungen müssen mit maximaler Präzision (Perfektion) ausgeführt werden. Jede Abweichung wird in Schritten von 0.1 Punkten von 10.0 Punkten abgezogen.

Bewertet wird die/der Teilnehmer*in mit dem schwächsten bzw. größeren Fehler.

Die E-Jury bewertet die technischen Fähigkeiten der gesamten Übung vom Anfang bis zum Ende (inkl. Anfangs-/Endposition) in folgenden Bewegungen:

  • Synchronität (Schlüssel bei AS)
  • Stepping-Technik
  • Übergänge & Verbindungen
  • Partnerarbeit & Zusammenarbeit
  • Platzierung der Steps auf dem Boden

Fehler

FehlerBeschreibungAbzug
Kleiner FehlerGeringe Abweichung von der perfekten Ausführung-0.1
Mittlerer FehlerDeutliche Abweichung von der perfekten Ausführung-0.3
Großer FehlerFalsche Technik / Bodenberührung / 1-Touch-0.5
STURZ / Multiple TouchesUnkontrolliertes Fallen oder Herunterkommen auf den Boden / mehrfache Bodenberührungen-1.0
Original S. 50

Kriterien und Abzüge

Abzüge für Choreografie: Bewertet wird die perfekte Ausführung mit maximaler Präzision bei Step-Sequenzen, Übergängen und Partnerarbeit.

ChoreografieKleinMittelSTURZ
Präzision der Step-Sequenzen (je 8er-Count)-0.1-0.3
Übergänge / Verbindungen (je Mal)-0.1-0.3
Partnerarbeit / Zusammenarbeit (je Mal)-0.1-0.3
Handhabung des Steps1.0

Abzüge für Synchronität (ohne Limit): Die Arbeit muss synchron oder im Kanon sein. Bewertet wird, ob alle Teilnehmer*innen alle Bewegungen mit identischem Bewegungsumfang, präzisem Timing und gleicher Qualität ausführen.

Abzug für SynchronitätKlein
Alle Bewegungen-0.1 je Mal

Artistik (10 Punkte) – AS

KriteriumSchwachDurchschnittlichGutSehr gutAusgezeichnet
Musik1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Step-Inhalt1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Allgemeiner Inhalt1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Künstlerische Übung1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0
Vorführung1.0 · 1.1 · 1.21.3 · 1.4 · 1.51.6 · 1.71.8 · 1.92.0

Abzug (Reduktion)

KriteriumDetailsReduktion
Step-InhaltFehlende der 9 Stepping-Sets-0.5 (je Set)
Fehlender Step-Block (3 aufeinanderfolgende Sets)-0.5
Allgemeiner InhaltFehlende Zone / fehlender Bereich-0.5
Künstlerische ÜbungFehlendes Thema-0.5
Fehlende Eröffnung / Einleitung-0.5
VorführungAusführung mit STURZ-0.5

Rechenbeispiel

KriteriumNote
Musik1.9
Step-Inhalt1.8
Allgemeiner Inhalt1.7
Künstlerische Übung1.7
Vorführung1.8
Summe Skala8.9
Summe Abzüge-0.5
End-A-Note8.4

Aufgaben (siehe auch Teil 2)

Die A-Jury bewertet alle Komponenten der Choreografie, die perfekt mit Musik und Thema abgestimmt sind, um eine sportliche Übung in eine künstlerische Vorführung mit kreativen und einzigartigen Merkmalen zu verwandeln – unter Respektierung der Besonderheiten von Aerobic Gymnastics und Aerobic Step.

Komponenten der Übung

  • Stepping-Sequenzen
  • Step-Block
  • Übergänge / Verbindungen
  • Partnerarbeit / Zusammenarbeit
  • Formation / Raum

Thema

Die Übung muss ein „THEMA“ haben, das der Choreografie eine Geschichte gibt. Das Thema muss mit den Bewegungen (Stepping) und der Musik ausgedrückt werden (unter Wahrung der sportlichen Art der Aerobic Gymnastics). Das Team muss die Choreografie als Einheit präsentieren. Bei einer Übung ohne „Thema“ wird ein Artistikabzug von -0.5 angewendet.

Original S. 51

Stepping-Sequenz

Steppen mit Aerobic-Grundschritten (Step-up/Step-down, V-Step, Knee-Lift, Kick, Step Touch, Tap-up/Tap-down, Turn Step, Over the Top, Lunge usw.) während der gesamten Übung in Kombination mit Armbewegungen. Das bedeutet nicht, Wiederholungen desselben Steppings wie in einer Fitnessstunde zu zeigen.

Um als Stepping-Sequenz anerkannt zu werden, müssen alle Mitglieder die Stepping-Aktion (auf und ab) zur selben Zeit ausführen und dürfen die verwendete Plattform wechseln. Stepping-Aktionen können mit unterschiedlichen Orientierungen und Annäherungen an den Step erfolgen.

Die Übung muss mindestens 9 Stepping-Sets (inkl. Step-Block / 3 aufeinanderfolgende Sets) mit vielfältigem Stepping während der gesamten Übung enthalten.

Step-Block (3 aufeinanderfolgende Sequenz-Sets)

Die Übung muss 3 aufeinanderfolgende 8er-Sets (24 Counts) Stepping mit denselben Schritten enthalten, ausgeführt von allen Mitgliedern auf ihrem eigenen Step (Plattform), ohne während des gesamten Step-Blocks auf einen anderen Step (Plattform) zu wechseln.

Er wird nach demselben System bewertet wie der Block von AMP-Sets.

Formationen / Raum

Die Choreografiebewegungen müssen für den Step (Plattform) geeignet sein; es soll maximal gesteppt werden mit weniger Choreografie auf der Fläche.

Die Choreografie muss vielfältige Formationswechsel mit oder ohne Step (Plattform) zeigen – auch unterschiedliche Arten, den Step von einem Ort zum anderen zu tragen.

Partnerarbeit / Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der Gruppe und dem Step (Positionierung des Steps, Nutzung des Steps) soll gezeigt werden, jedoch maximal 3 Zusammenarbeiten in der Übung.

  • 1. Musik (max. 2.0 Pkt.): Auswahl / Komposition / Schnittqualität / Musikalität
  • 2. Step-Inhalt (max. 2.0 Pkt.): Quantität / Qualität / Vielfalt
  • 3. Allgemeiner Inhalt (max. 2.0 Pkt.): Komplexität / Vielfalt / Raum
  • 4. Künstlerische Übung (max. 2.0 Pkt.): Aufbau / Struktur / Thema
  • 5. Vorführung (max. 2.0 Pkt.): technische / künstlerische Präsentation
Original S. 52

Anhang 03 – Junior-Weltmeisterschaften

Junior-Division

Alle Regeln, die in Anhang 1 nicht erwähnt sind, richten sich nach dem CoP (Teile 1–4).

KriteriumJunior
Alter15–17 im Wettkampfjahr
KategorienIM, IW, MP, TR, GR, AD, AS (AD/AS: 8 Teilnehmer*innen)
WettkampfflächeAlle Kategorien: 10 × 10
WettkampfprogrammQualifikation: IM, IW – 3 pro Verband; MP, TR – 2 pro Verband; GR, AD, AS – 1 pro Verband. Finale (alle Kategorien): die 8 besten Ergebnisse jeder Kategorie (maximal 2 pro Verband).
Musiklänge1 Minute 25 s (± 5 s)
SchwierigkeitselementeMaximal 7 Elemente, mindestens 4 Familien (IM/IW: gleiche Regel wie Senior)
Akrobatische ElementeMaximal 2 akrobatische Elemente A-1 bis A-5 (ohne Schraube)
Erlaubte Kombinationssets gesamt1 Kombinationsset mit maximal 2 Elementen erlaubt (D+D oder D+A oder A+D oder A+A)
Erlaubte Werte0.2 – 0.7
Schwierigkeits-DivisorGesamte Schwierigkeitsnote aller Kategorien: geteilt durch 2
Elemente mit Bodenlandung (Gruppe B)Maximal 3 Elemente mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B (ausgenommen männliche Gymnasten aller Kategorien: keine Spagatlandung)
ZusammenarbeitMindestens 3 Zusammenarbeiten. Nicht erlaubte Akro-Elemente dürfen in der Zusammenarbeit enthalten sein, wenn bei der Landung AUSSCHLIESSLICH mit Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet wird. Ist die Landung NICHT unterstützt, erfolgt ein CJP-Abzug.
BekleidungFIG-Wertungsvorschriften
Kampfgericht4–6 A-Jury, 4–6 E-Jury, 2 D-Jury, 2 L-Jury, 1 T-Jury, 1 CJP – gemäß FIG Judges‘ Rules, FIG-Technischem Reglement und Aerobic-Gymnastics-Wertungsvorschriften
Original S. 53

Schwierigkeitsabzüge – Junior (-0.5 je Mal)

KategorieGrund
Alle KategorienElemente mit Wert 0.8 oder höher
Mehr als 7 Schwierigkeitselemente
Weniger als 4 Familien
Mehr als 2 Schwierigkeitselemente aus derselben Familie
Wiederholung eines Schwierigkeitselements mit demselben Basisnamen
Mehr als 2-mal in Wenson-Position (jede Phase eines Elements mit Wenson-Form zählt als Wenson-Position)
Mehr als 3 Schwierigkeitselemente mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B
Männliche Gymnasten zeigen Elemente mit Spagatlandung (Gruppe B)
Mehr als 1 Kombinationsset (D+D, D+A, A+D, A+A)
Mehr als 2 Elemente in einer Kombination
IMFehlende Familie 4 (Gruppe B)
Element aus Familie 8 (Gruppe C) gezeigt
IWFehlende Familie 7 (Gruppe C)
MP/TR/GRUnterschiedliche Schwierigkeitselemente oder Kombination mit unterschiedlichen Elementen und/oder nicht zur selben Zeit

CJP-Abzüge – Junior

CodeDetailAbzug
APräsentationsfehler-0.3
BFalsche Bekleidung-0.3
CFehlendes nationales Emblem-0.3
DZeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr)-0.5
EVerspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s)-0.5
FWiederholung akrobatischer Elemente-0.5 (je Mal)
GMP/TR/GR: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit-0.5 (je Mal)
HMP/TR/GR: gleiche akrobatische Elemente im Kanon (gilt nicht als Wiederholung)-0.5 (je Mal)
IVerbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe)-0.5 (je Mal)
JVerbotene Bewegungen (P-1 bis P-5)-0.5 (je Mal)
KVerbotene Landung: männliche Gymnasten – Variation akrobatischer Elemente mit Landung im Spagat · **akrobatische Elemente A-5 (mit oder ohne Schraube) in der Zusammenarbeit ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet-0.5 (je Mal)
LUnterbrechung der Vorführung für 2–10 s-0.5 (je Mal)
MAbbruch der Vorführung länger als 10 s-5.0
NThemen gegen Olympische Charta und Ethikkodex-5.0
OUndiszipliniertes Verhalten-0.5 (je Mal)
T**Mehr als 2 akrobatische Elemente-0.5 (je Mal)
U**A-5 (Salto 360°) mit Schraube (inkl. Variationen)-0.5 (je Mal)
W-1Aufenthalt in verbotenem BereichVerwarnung
W-2Unangemessenes Verhalten/BenehmenVerwarnung
W-3Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.)Verwarnung
D-1Walk-over (Nichtantreten)Disqualifikation
D-2Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoPDisqualifikation
GMännliche Gymnasten: akrobatische Elemente mit Landung im Spagat (inkl. Variationen)-0.5 (je Mal)

** Zusätzliche CJP-Abzüge für Junior

Original S. 54

Anhang 04 – World Youth Competition

Youth-Division

Alle Regeln, die in Anhang 1 nicht erwähnt sind, richten sich nach dem CoP (Teile 1–4).

KriteriumYouth
Alter12–14 im Wettkampfjahr
KategorienIM, IW, MP, TR, GR, AD (AD: 8 Teilnehmer*innen)
WettkampfflächeAlle Kategorien: 10 × 10
WettkampfprogrammQualifikation: IM, IW – 3 pro Verband; MP, TR – 2 pro Verband; GR, AD – 1 pro Verband. Finale (alle Kategorien): die 8 besten Ergebnisse jeder Kategorie (maximal 2 pro Verband).
Musiklänge1 Minute 15 s (± 5 s)
SchwierigkeitselementeMaximal 7 Elemente, mindestens 4 Familien. IM: Familie 4 / IW: Familie 7 sind NICHT verpflichtend. Alle männlichen Gymnasten: gleiche Regel wie Senior.
Akrobatische Elemente2 Elemente aus A-1 bis A-4 (optional), KEINE Wiederholung
Erlaubte Kombinationssets gesamt1 Kombinationsset mit maximal 2 Elementen erlaubt (D+D oder D+A oder A+D oder A+A)
Erlaubte Werte0.2 – 0.6
Schwierigkeits-DivisorGesamte Schwierigkeitsnote aller Kategorien: geteilt durch 2
Elemente mit Bodenlandung (Gruppe B)Maximal 2 Elemente mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B / akrobatische Elemente (ausgenommen männliche Gymnasten aller Kategorien: keine Spagatlandung)
ZusammenarbeitMindestens 2 Zusammenarbeiten (fehlende Zusammenarbeit = Abzug in Artistik). Nicht erlaubte Akro-Elemente dürfen in der Zusammenarbeit enthalten sein, wenn AUSSCHLIESSLICH mit Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet wird. Ist die Landung NICHT unterstützt, erfolgt ein CJP-Abzug.
BekleidungFIG-Wertungsvorschriften (LEICHTES Make-up für Mädchen)
Kampfgericht4–6 A-Jury, 4–6 E-Jury, 2 D-Jury, 2 L-Jury, 1 T-Jury, 1 CJP – gemäß FIG Judges‘ Rules, FIG-Technischem Reglement und Aerobic-Gymnastics-Wertungsvorschriften
Original S. 55

Schwierigkeitsabzüge – Youth (-0.5 je Mal)

KategorieGrund
Alle KategorienElemente mit Wert 0.7 oder höher
Mehr als 7 Schwierigkeitselemente
Weniger als 4 Familien
Mehr als 2 Schwierigkeitselemente aus derselben Familie
Wiederholung eines Schwierigkeitselements mit demselben Basisnamen
Mehr als 2-mal in Wenson-Position (jede Phase eines Elements mit Wenson-Form zählt als Wenson-Position)
Mehr als 2 Schwierigkeitselemente mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B
Männliche Gymnasten zeigen Elemente mit Spagatlandung (Gruppe B)
Mehr als 1 Kombinationsset (D+D, D+A, A+D, A+A)
Mehr als 2 Elemente in einer Kombination
IMElement aus Familie 8 (Gruppe C) gezeigt
MP/TR/GRUnterschiedliche Schwierigkeitselemente oder Kombination mit unterschiedlichen Elementen und/oder nicht zur selben Zeit

CJP-Abzüge – Youth

CodeDetailAbzug
APräsentationsfehler-0.3
BFalsche Bekleidung-0.3
CFehlendes nationales Emblem-0.3
DZeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr)-0.5
EVerspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s)-0.5
FWiederholung akrobatischer Elemente-0.5 (je Mal)
GMP/TR/GR: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit-0.5 (je Mal)
HMP/TR/GR: gleiche akrobatische Elemente im Kanon (gilt nicht als Wiederholung)-0.5 (je Mal)
IVerbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe)-0.5 (je Mal)
JVerbotene Bewegung (P-1 bis P-5)-0.5 (je Mal)
KVerbotene Landung: männliche Gymnasten – Variation akrobatischer Elemente mit Landung im Spagat · akrobatische Variationen mit Landung im Liegestütz · akrobatische Elemente A-5 (mit oder ohne Schraube) in der Zusammenarbeit ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet-0.5 (je Mal)
LUnterbrechung der Vorführung für 2–10 s-0.5 (je Mal)
MAbbruch der Vorführung länger als 10 s-5.0
NThemen gegen Olympische Charta und Ethikkodex-5.0
OUndiszipliniertes Verhalten-0.5 (je Mal)
T**Mehr als 2 akrobatische Elemente-0.5 (je Mal)
U**A-5 ohne Zusammenarbeit (inkl. Variationen)-0.5 (je Mal)
W-1Aufenthalt in verbotenem BereichVerwarnung
W-2Unangemessenes Verhalten/BenehmenVerwarnung
W-3Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.)Verwarnung
D-1Walk-over (Nichtantreten)Disqualifikation
D-2Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoPDisqualifikation

** Zusätzliche CJP-Abzüge für Youth

Original S. 56

Anhang 05 – National Development

National Development (Empfehlung)

Alle Regeln, die in Anhang 1 nicht erwähnt sind, richten sich nach dem CoP (Teile 1–4).

KriteriumNational Development
Alter9–11 im Wettkampfjahr
KategorienIM, IW, MP, TR, GR
WettkampfflächeAlle Kategorien: 10 × 10
WettkampfprogrammEntscheidung des LOC
Musiklänge1 Minute 15 s (± 5 s)
SchwierigkeitselementeMaximal 7 Elemente. IM: Familie 4 / IW: Familie 7 sind NICHT verpflichtend. Alle männlichen Gymnasten: gleiche Regel wie Senior.
PflichtelementeF-1: Push-Up (A101) · F-2: Straddle Support (A212) · F-6: 1/1 Air Turn (B403) · F-7: 1/1 Turn (C702)
Akrobatische Elemente2 Elemente aus A-1 bis A-2 (optional), KEINE Wiederholung
Erlaubte Kombinationssets gesamt1 Kombinationsset mit maximal 2 Elementen erlaubt (D+D oder D+A oder A+D oder A+A). Pflichtelemente dürfen nicht kombiniert werden.
Erlaubte Werte0.1 – 0.4
Schwierigkeits-DivisorGesamte Schwierigkeitsnote aller Kategorien: geteilt durch 2
Elemente mit Bodenlandung (Gruppe B)Maximal 1 Element mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B / akrobatische Elemente (ausgenommen männliche Gymnasten aller Kategorien: keine Spagatlandung)
ZusammenarbeitMindestens 2 Zusammenarbeiten (fehlende Zusammenarbeit = Abzug in Artistik). Nicht erlaubte Akro-Elemente dürfen in der Zusammenarbeit enthalten sein, wenn AUSSCHLIESSLICH mit Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet wird. Ist die Landung NICHT unterstützt, erfolgt ein CJP-Abzug.
BekleidungFIG-Wertungsvorschriften (kein Make-up). Optional Strumpfhose; enganliegende Body-Shorts erlaubt (Buben und Mädchen)
Kampfgericht2–4 A-Jury, 2–4 E-Jury, 1–2 D-Jury, 2 L-Jury, 1 T-Jury, 1 CJP – gemäß FIG Judges‘ Rules, FIG-Technischem Reglement und Aerobic-Gymnastics-Wertungsvorschriften
Original S. 57

Schwierigkeitsabzüge – National Development (-0.5 je Mal)

KategorieGrund
Alle KategorienElemente mit Wert 0.5 oder höher
Mehr als 7 Schwierigkeitselemente
(Pflichtelemente) fehlend, in einer Kombination oder nicht zur selben Zeit
Mehr als 2 Schwierigkeitselemente aus derselben Familie
Wiederholung eines Schwierigkeitselements mit demselben Basisnamen
Mehr als 2-mal in Wenson-Position (jede Phase eines Elements mit Wenson-Form zählt als Wenson-Position)
Mehr als 1 Schwierigkeitselement mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B
Männliche Gymnasten zeigen Elemente mit Spagatlandung (Gruppe B)
Mehr als 1 Kombinationsset (D+D, D+A, A+D, A+A)
Mehr als 2 Elemente in einer Kombination
Kombination von Pflichtelementen
IMElement aus Familie 8 (Gruppe C) gezeigt
MP/TR/GRUnterschiedliche Schwierigkeitselemente oder Kombination mit unterschiedlichen Elementen und/oder nicht zur selben Zeit

CJP-Abzüge – National Development (Empfehlung)

CodeDetailAbzug
APräsentationsfehler-0.3
BFalsche Bekleidung-0.3
CFehlendes nationales Emblem-0.3
DZeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr)-0.5
EVerspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s)-0.5
FWiederholung akrobatischer Elemente-0.5 (je Mal)
GMP/TR/GR: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit-0.5 (je Mal)
HMP/TR/GR: gleiche akrobatische Elemente im Kanon (gilt nicht als Wiederholung)-0.5 (je Mal)
IVerbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe)-0.5 (je Mal)
JVerbotene Bewegung (P-1 bis P-5)-0.5 (je Mal)
KVerbotene Landung: männliche Gymnasten – Variation akrobatischer Elemente mit Landung im Spagat · akrobatische Variationen mit Landung im Liegestütz · akrobatische Elemente A-3 bis A-5 (mit oder ohne Schraube) in der Zusammenarbeit ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet-0.5 (je Mal)
LUnterbrechung der Vorführung für 2–10 s-0.5 (je Mal)
MAbbruch der Vorführung länger als 10 s-5.0
NThemen gegen Olympische Charta und Ethikkodex-5.0
OUndiszipliniertes Verhalten-0.5 (je Mal)
T**Mehr als 2 akrobatische Elemente-0.5 (je Mal)
U**Akrobatische Elemente A-3 bis A-5 (inkl. Variationen)-0.5 (je Mal)
W-1Aufenthalt in verbotenem BereichVerwarnung
W-2Unangemessenes Verhalten/BenehmenVerwarnung
W-3Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.)Verwarnung
D-1Walk-over (Nichtantreten)Disqualifikation
D-2Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoPDisqualifikation

** Zusätzliche CJP-Abzüge für National Development

Original S. 58

Anhang 06 – Kurzschriftsymbole

Prinzipien des Kurzschriftsystems

FormOrt des KörpersForm und Aktionen
GestrecktIn der Luft (Flug)Wechsel (Switch)
GegrätschtIm StützGleichgewicht (Balance)
Gehechtet (Pike)Landung aus der FlugphaseFreier Stütz
Gehockt (Tuck)Sprung (Füße / Fuß)1 Arm / 1 Bein – Bein/Absprung: „1“ links; Arm/Landung: „1“ rechts
Cossack
Rotation (Drehung um die Längsachse am Boden – „Turn“)Rotation (Schraube – „Twist“)
1/2 Drehung (180°)1/2 Schraube (180°)
1/1 Drehung (360°)1/1 Schraube (360°)
1 1/2 Drehungen (540°)1 1/2 Schrauben (540°)
2/1 Drehungen (720°)2/1 Schrauben (720°)
2 1/2 Drehungen (900°)2 1/2 Schrauben (900°)
3/1 Drehungen (1080°)3/1 Schrauben (1080°)
Originaltabelle mit den Kurzschriftsymbolen (Form, Ort des Körpers, Form und Aktionen, Drehungen, Schrauben)
Original S. 59

Kurzschrift der Schwierigkeitselemente

Symbole der Basisnamen in Gruppe A (Bodenelemente), Gruppe B (Flugelemente) und Gruppe C (Standelemente). Die Elementnamen bleiben – wie international üblich – englisch.

Kurzschriftsymbole der Schwierigkeitselemente (Gruppe A grün, Gruppe B orange, Gruppe C blau)
Original S. 60

Anhang 07 – Beschreibung der Grundschritte

Rebound-Technik: Eine federnde Technik mit vertikaler Bewegung des Körperschwerpunkts. Sie muss die Bodenreaktionskraft nutzen; Hüft-, Knie- und Sprunggelenke müssen sich gemeinsam und koordiniert bewegen.

NameBeschreibung (Zusammenspiel von Hüft-, Knie-, Fußgelenken)Optimaler Schritt
MarchDas Bein wird vor dem Körper gebeugt: Hüft- und Kniebeugung.
Das Sprunggelenk zeigt eine klare Bewegung, Zehe–Ballen–Ferse.
Die Gesamtbewegung geht nach oben, nicht nach unten.
Oberkörper aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung.
Oberkörper zeigt Rumpfkraft, keine Mitbewegung auf/ab oder vor/zurück.
Amplitude: von Neutralposition bis volle Plantarflexion des Sprunggelenks, 30–40° Beugung in Hüfte und Knie.
JogDer Unterschenkel wird maximal nach hinten zum Gesäß gehoben.
Neutrale Hüfte oder leichte Hüftbeugung bzw. -streckung (±10°).
Kniebeugung.
Sprunggelenk zeigt in der oberen Position Plantarflexion.
Füße zeigen kontrollierte Bewegung, Landung Zehe–Ballen–Ferse.
Oberkörper aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung.
Amplitude: von Neutralposition bis 0–10° Hüftstreckung, 110–130° Kniebeugung, volle Plantarflexion.
SkipDer Skip beginnt wie ein Jog mit Hüftstreckung, Kniebeugung und Ferse nach hinten zum Gesäß, um einen Low Kick mit 30–45° Hüftbeugung und voller Kniestreckung auf 0° vorzubereiten – ein Skip.
Bewegung ist in Hüfte und Knie sichtbar.
Muskelkontrolle während der gesamten Bewegung; der Unterschenkel wird durch den Quadrizeps gestoppt.
Oberkörper bleibt aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung.
Amplitude: von neutraler Hüfte bis 30–45° Beugung, von voller Kniebeugung bis vollständiger Streckung.
Knee LiftDas Spielbein zeigt starke Beugung in Hüfte und Knie, mindestens 90° in beiden Gelenken.
Ist der Oberschenkel in der oberen Position, ist der Unterschenkel vertikal, mit Plantarflexion im Sprunggelenk.
Das gehobene Sprunggelenk kann dorsal- oder plantarflektiert sein, Muskelkontrolle muss aber sichtbar sein.
Standbein gestreckt, maximale Knie-/Hüftbeugung ca. 10°.
Oberkörper bleibt aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung.
Amplitude: von Neutralposition bis mindestens 90° Beugung in Hüfte und Knie des Spielbeins.
KickHoher Kick mit gestrecktem Bein, Mindestamplitude: Ferse auf Schulterhöhe, ca. 145°.
Einzige Bewegung ist die Hüftbeugung. Das Bein ist gestreckt – das Kniegelenk zeigt keine Bewegung.
Sprunggelenk während der gesamten Bewegung plantarflektiert.
Standbein bleibt gestreckt, maximale Knie-/Hüftbeugung ca. 10°.
Oberkörper bleibt aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung.
Amplitude: von Neutralposition bis 150–180° Hüftbeugung im Spielbein. Das Knie zeigt während der gesamten Bewegung volle Streckung.
Jumping JackEin Hüpfer nach außen und innen mit gebeugten Beinen. Natürliche Außenrotation im Hüftgelenk.
Landung mit Füßen weiter als schulterbreit auseinander, Knie und Füße zeigen nach außen.
Kontrollierter, aber kraftvoller Absprung und Landung. Präzise und kontrollierte Bewegung von Sprunggelenk und Fuß – Zehe–Ballen–Ferse.
Hüpfen nach innen: Füße/Fersen zusammen, Zehen zeigen nach vorne (bevorzugt) oder nach außen.
Oberkörper aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung.
Amplitude: von Neutralposition bis ca. Schulterbreite plus 2 Fußlängen auseinander mit 25–45° Beugung in Hüfte/Knien (mehr bei Super-Low oder Low mit Grand-Plié-Position).
LungeBeine/Füße beginnen geschlossen oder schulterbreit, keine Außenrotation in der Hüfte. Ein Bein wird in der Sagittalebene nach hinten gestreckt (ohne das Knie zu überstrecken).
Die Fersen werden kontrolliert abgesenkt.
Die Füße bleiben in der Sagittalebene. Der ganze Körper bewegt sich (seitlich) als Einheit.
Low Impact: Körper leicht nach vorne (vorderes Bein trägt das Gewicht), gerade Linie vom Nacken bis zur Ferse.
High Impact: Die Beine hüpfen abwechselnd in der Sagittalebene wie beim Langlaufen.
Amplitude: ca. 2–3 Fußlängen auseinander in der Sagittalebene (Lunge-Variationen = unterschiedliche Amplituden).
Original S. 61

Anhang 08 – Beschreibung der Schwierigkeitselemente

Die Elementnamen bleiben – wie international üblich – englisch. Die Zeichnungen und Kurzschriftsymbole stammen aus dem Original.

Gruppe A – Bodenelemente

Familie 1 – Dynamische Kraft · Basisname: Push-Up

A1010.1PUSH UP
Stütz vorlings.
Einen Liegestütz mit Abwärts- und Aufwärtsphase ausführen.
Zurück in den Stütz vorlings.
A1020.2WENSON PUSH UP
Stütz vorlings mit einem gestreckten Bein, das auf dem oberen Teil des Trizeps derselben Seite aufliegt (Wenson).
Beide Beine müssen gestreckt sein.
Aus der Wenson-Position wird ein Liegestütz ausgeführt.
Ende im Stütz vorlings.
A1040.41 ARM PUSH UP
Stütz vorlings auf einem Arm.
Einen Liegestütz mit Abwärts- und Aufwärtsphase ausführen.
Zurück in den Stütz vorlings auf einem Arm.
A1060.61 ARM / 1 LEG PUSH UP
Stütz vorlings mit 1 Arm und 1 Fuß.
Einen Liegestütz mit Abwärts- und Aufwärtsphase ausführen.
Zurück in den Stütz vorlings mit 1 Arm und 1 Fuß.
Original S. 62

Familie 1 – Dynamische Kraft · Basisname: A-Frame

A1140.4EXPLOSIVE A-FRAME
Stütz vorlings.
Durch Abdrücken vom Boden wird der Körper nach oben gehoben, um in der Flugphase zu hechten.
Landung im Liegestütz.
A1150.5EXPLOSIVE A-FRAME TO WENSON
Stütz vorlings.
Durch Abdrücken vom Boden wird der Körper nach oben gehoben, um in der Flugphase zu hechten.
Einen Wenson-Liegestütz zeigen, wenn beide Hände und der Fuß den Boden berühren.
A1160.6EXPLOSIVE A-FRAME TO LIFTED WENSON
Stütz vorlings.
Durch Abdrücken vom Boden wird der Körper nach oben gehoben, um in der Flugphase zu hechten.
Einen Lifted-Wenson-Liegestütz zeigen, wenn beide Hände den Boden berühren.
A1260.6EXPLOSIVE A-FRAME ½ TURN
Stütz vorlings.
Durch Abdrücken vom Boden wird der Körper nach oben gehoben, um in der Flugphase zu hechten, und dreht sich um 180°.
Liegestütz.
A1270.7EXPLOSIVE A-FRAME ½ TURN TO WENSON
Stütz vorlings.
Durch Abdrücken vom Boden wird der Körper nach oben gehoben, um in der Flugphase zu hechten, und dreht sich danach um 180°.
Einen Wenson-Liegestütz zeigen, wenn beide Hände und der Fuß den Boden berühren.
Original S. 63
A1280.8EXPLOSIVE A-FRAME ½ TURN TO LIFTED WENSON
Stütz vorlings.
Durch Abdrücken vom Boden wird der Körper nach oben gehoben, um in der Flugphase zu hechten, und dreht sich danach um 180°.
Einen Lifted-Wenson-Liegestütz zeigen, wenn beide Hände den Boden berühren.
A1340.4EXPLOSIVE A-FRAME TO SPLIT
Stütz vorlings.
Durch Abdrücken vom Boden wird der Körper nach oben gehoben, um in der Flugphase zu hechten.
Einen Spagat zeigen, wenn beide Hände und der Fuß den Boden berühren.
A1360.6EXPLOSIVE A-FRAME ½ TURN TO SPLIT
Stütz vorlings.
Durch Abdrücken vom Boden wird der Körper nach oben gehoben, um in der Flugphase zu hechten, und dreht sich danach um 180°.
Einen Spagat zeigen, wenn beide Hände und der Fuß den Boden berühren.

Familie 1 – Dynamische Kraft · Basisname: Straddle Cut

A1450.5STRADDLE CUT
Stütz vorlings.
Nach dem Beugen der Arme drücken Arme und Beine den Körper nach oben in die Flugphase.
In der Flugphase werden die Beine seitlich gegrätscht und nach vorne durchgeführt (Cut), um gestreckt im Stütz rücklings zu landen; die Füße sind während des Elements vom Boden abgehoben.
Stütz rücklings.
A1470.7STRADDLE CUT ½ TWIST TO SPLIT
Stütz vorlings.
Einen Straddle Cut ausführen.
Vor dem Durchgrätschen muss eine Flugphase gezeigt werden.
Während des Straddle Cut schraubt der Körper in der Flugphase um 180°.
Landung im Spagat.
Original S. 64
A1480.8STRADDLE CUT ½ TWIST TO PUSH UP
Stütz vorlings.
Einen Straddle Cut ausführen.
Vor dem Durchgrätschen muss eine Flugphase gezeigt werden.
Während des Straddle Cut schraubt der Körper in der Flugphase um 180°.
Landung im Liegestütz.
A1490.9STRADDLE CUT ½ TWIST TO WENSON
Stütz vorlings.
Einen Straddle Cut ausführen.
Vor dem Durchgrätschen muss eine Flugphase gezeigt werden.
Während des Straddle Cut schraubt der Körper in der Flugphase um 180°.
Wenson.
A1501.0STRADDLE CUT ½ TWIST TO LIFTED WENSON
Stütz vorlings.
Einen Straddle Cut ausführen.
Vor dem Durchgrätschen muss eine Flugphase gezeigt werden.
Während des Straddle Cut schraubt der Körper in der Flugphase um 180°.
Landung im Lifted Wenson.

Familie 1 – Dynamische Kraft · Basisname: Explosive High-V

A1570.7EXPLOSIVE HIGH-V ½ TWIST TO PUSH UP
High-V-Position.
Die Beine nach oben und vorne streckend eine 180°-Schraube mit gestrecktem Körper und geschlossenen Beinen ausführen.
Ende im Liegestütz.
A1580.8EXPLOSIVE HIGH-V ½ TWIST TO SPLIT
High-V-Position.
Die Beine nach oben und vorne streckend vom Boden abdrücken, um den Oberkörper nach oben und vorne zu heben, und dabei 180° schrauben.
Gleichzeitig die Beine in der Sagittalebene öffnen.
Ende im Sagittalspagat.
Original S. 65
A1590.9EXPLOSIVE HIGH-V ½ TWIST TO WENSON
High-V-Position.
Die Beine nach oben und vorne streckend eine 180°-Schraube ausführen.
Während der Schraube streckt sich der Körper.
Ende in Wenson.
A1670.7EXPLOSIVE HIGH-V REVERSE CUT TO SPLIT
High-V-Position.
Die Beine nach oben und vorne streckend vom Boden abdrücken, um den Oberkörper nach oben und vorne zu heben, und in der Flugphase einen Reverse Cut in den Stütz vorlings ausführen.
Ende im Spagat.
A1690.9EXPLOSIVE HIGH-V REVERSE TUCK CUT TO PUSH UP
High-V-Position.
Die Beine nach oben und vorne streckend vom Boden abdrücken, um den Oberkörper nach oben und vorne zu heben, und in der Flugphase einen gehockten Reverse Cut in den Stütz vorlings ausführen.
Ende im Liegestütz.
A1701.0EXPLOSIVE HIGH-V REVERSE STRADDLE CUT TO PU
High-V-Position.
Die Beine nach oben und vorne streckend vom Boden abdrücken, um den Oberkörper nach oben und vorne zu heben, und in der Flugphase einen gegrätschten Cut in den Stütz vorlings ausführen.
Ende im Liegestütz.

Familie 1 – Dynamische Kraft · Basisname: Explosive Capoeira

A1740.4EXPLOSIVE CAPOEIRA ¼ TWIST TO PU
Seitstütz auf einem Arm.
Ein Bein schwingen (kicken), um Capoeira zu zeigen (Beinwinkel zwischen 90° und 180°), im einarmigen Stütz mit dem Unterschenkel mindestens parallel zum Boden.
Den Körper nach oben in die Flugphase drücken.
In der Flugphase 90° vorwärts schrauben und im Liegestütz enden.
A1760.6EXPLOSIVE CAPOEIRA ¾ TWIST TO PU
Seitstütz auf einem Arm.
Ein Bein schwingen (kicken), um Capoeira zu zeigen (Beinwinkel zwischen 90° und 180°), im einarmigen Stütz mit dem Unterschenkel mindestens parallel zum Boden.
Den Körper nach oben in die Flugphase drücken.
In der Flugphase 270° rückwärts schrauben und im Liegestütz enden.
Original S. 66
A1790.9EXPLOSIVE CAPOEIRA 1 ¼ TWIST TO PU
Seitstütz auf einem Arm.
Ein Bein schwingen (kicken), um Capoeira zu zeigen (Beinwinkel zwischen 90° und 180°), im einarmigen Stütz mit dem Unterschenkel mindestens parallel zum Boden.
Den Körper nach oben in die Flugphase drücken.
In der Flugphase 540° vorwärts schrauben und im Liegestütz enden.

Familie 2 – Statische Kraft · Basisname: Support

A2020.2L-SUPPORT
Sitz mit geschlossenen Beinen.
Beide Hände werden seitlich am Körper nahe den Oberschenkeln aufgesetzt.
Der Körper wird von beiden Armen gestützt, nur die Hände haben Bodenkontakt.
Hüfte gebeugt, Beine parallel zum Boden.
2 Sekunden halten.
A2040.4L-SUPPORT 1/1 TURN
L-Support.
Der Körper dreht sich um 360°.
2 Sekunden halten – am Anfang, während oder am Ende der Drehung.
Bis zu 4-maliges Umgreifen der Hände am Boden.
Ende in derselben Richtung in L-Support-Position.
A2060.6L-SUPPORT 2/1 TURNS
L-Support.
Der Körper dreht sich um 720°.
2 Sekunden halten – am Anfang, während oder am Ende der Drehung.
Bis zu 8-maliges Umgreifen der Hände am Boden.
Ende in derselben Richtung in L-Support-Position.
A2070.71 ARM L-SUPPORT 1/1 TURN
L-Support mit 1 Arm.
Der Körper dreht sich um 360°.
2 Sekunden halten – am Anfang, während oder am Ende der Drehung.
Ende in derselben Richtung in L-Support-Position.
A2120.2STRADDLE SUPPORT
Grätschsitz.
Der Körper wird angehoben und von beiden Armen gestützt, nur die Hände haben Bodenkontakt.
Beide Hände werden vor dem Körper aufgesetzt.
Hüfte gebeugt, Beine gegrätscht (mindestens 90° Öffnung) und parallel zum Boden.
2 Sekunden halten.
Original S. 67
A2140.4STRADDLE SUPPORT 1/1 TURN
Straddle Support.
Der Körper dreht sich um 360°.
2 Sekunden halten – am Anfang, während oder am Ende der Drehung.
Bis zu 4-maliges Umgreifen der Hände am Boden.
A2160.6STRADDLE SUPPORT 2/1 TURNS
Straddle Support.
Der Körper dreht sich um 720°.
2 Sekunden halten – am Anfang, während oder am Ende der Drehungen.
Bis zu 8-maliges Umgreifen der Hände am Boden.
A2250.51 ARM STRADDLE SUPPORT
Der Körper wird von einem Arm gestützt, nur die Hand hat Bodenkontakt.
Hüfte gebeugt, Beine gegrätscht (mindestens 90° Öffnung) und parallel zum Boden.
2 Sekunden halten.
Die Haltung des freien Arms ist beliebig.
A2280.81 ARM 1/1 TURN STRADDLE SUPPORT
Straddle Support auf 1 Arm.
Der Körper dreht sich um 360°.
2 Sekunden halten – am Anfang, während oder am Ende der Drehung.
Die Drehung wird am Platz mit nur einem Stützarm ausgeführt.
A2330.3STRADDLE / L SUPPORT
Straddle Support.
Wechsel von Hand und Bein (Grätsche – L – Grätsche).
Zurück in den Straddle Support.
A2350.5STRADDLE / L SUPPORT 1/1 TURN
Straddle Support.
Der Körper dreht sich um 360° und wechselt nach jeder ½ Drehung Hand und Bein (Grätsche – L – Grätsche).
Straddle Support.
A2370.7STRADDLE / L SUPPORT 2/1 TURNS
Straddle Support.
Der Körper dreht sich um 720° und wechselt nach jeder ½ Drehung Hand und Bein (Grätsche – L – Grätsche).
Straddle Support.
Original S. 68

Familie 2 – Statische Kraft · Basisname: V Support

A2450.5V-SUPPORT
Der Körper wird von beiden Armen gestützt, nur die Hände haben Bodenkontakt.
Beide Hände werden seitlich am Körper nahe der Hüfte aufgesetzt.
Hüfte gebeugt, die geschlossenen Beine werden bis zur Vertikalen nahe an die Brust gehoben (V-Support).
2 Sekunden halten.
A2470.7V-SUPPORT 1/1 TURN
V-Support.
Der Körper dreht sich um 360°. 2 Sekunden halten – am Anfang, während oder am Ende der Drehung.
Bis zu 4-maliges Umgreifen der Hände am Boden.
V-Support.
A2490.9V-SUPPORT 2/1 TURNS
V-Support.
Der Körper dreht sich um 720°.
Bis zu 8-maliges Umgreifen der Hände am Boden.
V-Support.
A2580.8HIGH V-SUPPORT
Der Körper wird von beiden Armen gestützt, nur die Hände haben Bodenkontakt.
Der Körper ist in Hechtform gebeugt (Füße geschlossen, Winkel zwischen Rumpf und Beinen maximal 60°), das Hüftgelenk mindestens auf Höhe des Schultergelenks oder höher.
Beine parallel zum Boden.
2 Sekunden halten.
A2601.0HIGH V-SUPPORT 1/1 TURN
High V-Support.
Der Körper dreht sich um 360°.
Bis zu 4-maliges Umgreifen der Hände am Boden.
2 Sekunden halten – am Anfang, während oder am Ende der Drehung.
High V-Support.
Original S. 69

Familie 2 – Statische Kraft · Basisname: Planche

A2660.6STRADDLE PLANCHE
Ein Stütz, bei dem der Körper auf beiden Händen mit gestreckten Armen gestützt wird.
Die Hände können im Handgelenk nach außen gedreht sein oder Richtung Füße zeigen.
Beine gegrätscht.
2 Sekunden halten.
Die Körperlinie darf nicht mehr als 20° über der Parallelen liegen.
A2680.8STRADDLE PLANCHE TO LIFTED WENSON
Straddle Planche. 2 Sekunden halten.
Arme beugen und ein Bein seitlich nach vorne setzen.
Lifted Wenson.
A2701.0STRADDLE PLANCHE TO LIFTED WENSON AND BACK
Straddle Planche. 2 Sekunden halten.
Arme beugen und ein Bein seitlich nach vorne in den Lifted Wenson setzen.
Zurück in die Straddle Planche, 2 Sekunden halten.
A2740.4FRONTAL SPLIT PLANCHE
Ein Stütz, bei dem der Körper auf beiden Händen mit gestreckten Armen gestützt wird.
Die Hände können im Handgelenk nach außen gedreht sein oder Richtung Füße zeigen.
Beine in Frontalspagat-Position (Beinwinkel zwischen 180° und 120°).
2 Sekunden halten.
Die Körperlinie darf nicht mehr als 20° über der Parallelen liegen.
Original S. 70
A2760.6FRONTAL SPLIT PLANCHE TO LIFTED WENSON
Ein Stütz, bei dem der Körper auf beiden Händen mit gestreckten Armen gestützt wird.
Die Hände können im Handgelenk nach außen gedreht sein oder Richtung Füße zeigen.
Beine in Frontalspagat-Position (Beinwinkel zwischen 180° und 120°).
2 Sekunden halten.
Die Körperlinie darf nicht mehr als 20° über der Parallelen liegen.
Ende im Lifted Wenson.
A2780.8PLANCHE
Planche, Beine geschlossen.
Die Hände können im Handgelenk nach außen gedreht sein oder Richtung Füße zeigen; die Körperlinie darf nicht mehr als 20° über der Parallelen liegen.
2 Sekunden halten.
A2801.0PLANCHE TO LIFTED WENSON
Planche.
2 Sekunden halten.
Arme beugen und ein Bein seitlich nach vorne in den Lifted Wenson setzen; der Körper behält seine Ausrichtung.

Familie 3 – Beinkreisen · Basisname: Flair

A3050.5FLAIR
Gegrätschter Stütz vorlings. Beine auseinander, um den Schwung einzuleiten.
Aus einem freien Stütz vorlings auf beiden Händen kreisen die gegrätschten Beine um den Körper.
Stütz vorlings.
A3070.7FLAIR 1/1 TURN
Gegrätschter Stütz vorlings. Beine auseinander, um den Schwung einzuleiten.
Aus einem freien Stütz vorlings auf beiden Händen kreisen die gegrätschten Beine um den Körper.
Während des Flairs 360° drehen.
Stütz vorlings.
A3080.8FLAIR 1/1 TWIST AIRBORNE TO PU
Gegrätschter Stütz vorlings.
Flair ausführen. Vor Ende des Flairs eine 1/1 Schraube in der Flugphase.
Stütz vorlings.
Original S. 71
A3090.9FLAIR ½ TURN, 1/1 TWIST AIRBORNE TO PU
Gegrätschter Stütz vorlings.
Flair ausführen. Vor Ende des Flairs ½ Drehung und 1/1 Schraube in der Flugphase.
Stütz vorlings.
A3101.0FLAIR ½ TURN, 1/1 TWIST AIRBORNE TO WENSON
Gegrätschter Stütz vorlings.
Flair ausführen. Vor Ende des Flairs ½ Drehung und 1/1 Schraube in der Flugphase.
Landung in Wenson.
A3150.5FLAIR TO SPLIT
Gegrätschter Stütz vorlings. Beine auseinander, um den Schwung einzuleiten.
Aus einem freien Stütz vorlings auf beiden Händen kreisen die gegrätschten Beine um den Körper.
Sagittalspagat.
A3170.7FLAIR 1/1 TURN TO SPLIT
Gegrätschter Stütz vorlings.
Flair ausführen.
Während des Flairs 360° drehen.
Landung im Spagat.
A3190.9FLAIR + AIR FLAIR
Aus gegrätschtem Stütz vorlings.
Einen Flair ausführen.
Einen Air Flair in vertikaler Position ausführen.
Stütz vorlings.
Original S. 72
A3260.6FLAIR TO WENSON
Gegrätschter Stütz vorlings.
Flair ausführen.
Wenson.
A3280.8FLAIR 1/1 TURN TO WENSON
Gegrätschter Stütz vorlings.
Flair ausführen.
Während des Flairs 360° drehen.
Wenson.
A3290.9FLAIR 1/1 SPINDLE TO WENSON
Aus gegrätschtem Stütz vorlings, auf einem Arm, um die Rotation einzuleiten.
Gegrätschte Beine hoch in den Stütz rücklings auf den Händen schwingen, ½ Drehung auf einem Arm in den Stütz rücklings, Beine gegrätscht, dann ½ Schraube.
Wenson.

Familie 3 – Beinkreisen · Basisname: Helicopter

A3340.4HELICOPTER
Grätschsitz.
Das führende Bein kreuzt über das andere Bein, um die Rotation einzuleiten; zu Beginn der Bewegung ist ein Arm am Boden. Während das führende Bein über den Körper kreist, wird die Hand abgehoben und durch den oberen Rücken ersetzt. Eine 180°-Schraube ausführen; beide Beine kreisen während der Rotation über den Körper.
Liegestütz, Blickrichtung wie im Ausgangssitz.
A3360.6HELICOPTER 1/1 TURN TO PU
Grätschsitz.
Das führende Bein kreuzt über das andere Bein, um die Rotation einzuleiten; zu Beginn der Bewegung ist ein Arm am Boden. Eine 360°-Drehung auf dem Rücken ausführen.
Liegestütz, Blickrichtung wie im Ausgangssitz.
Original S. 73
A3380.8HELICOPTER 1/1 TWIST AIRBORNE TO PU
Grätschsitz.
Das führende Bein kreuzt über das andere Bein, um die Rotation einzuleiten.
Zu Beginn der Bewegung ist ein Arm am Boden.
Während das führende Bein über den Körper kreist, wird die Hand abgehoben und drückt den ganzen Körper in die Flugphase. Eine 360°-Schraube in der Flugphase ausführen.
Liegestütz, Blickrichtung wie im Ausgangssitz.
A3401.0HELICOPTER, 1/1 TURN 1/1 TWIST AIRBORNE TO PU
Grätschsitz.
Während des Helicopters dreht sich der Körper um 360° auf dem Rücken.
In die Flugphase mit 360°-Schraube abdrücken, Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie im Ausgangssitz.
A3450.5HELICOPTER TO SPLIT
Grätschsitz.
Helicopter ausführen.
Landung im Sagittalspagat.
A3470.7HELICOPTER 1/1 TURN TO SPLIT
Grätschsitz.
Während des Helicopters dreht sich der Körper um 360° auf dem Rücken.
In die Flugphase abdrücken, Landung im Spagat mit Blickrichtung wie im Ausgangssitz.
A3550.5HELICOPTER TO WENSON
Grätschsitz.
Einen Helicopter ausführen.
Landung in Wenson.
A3560.6HELICOPTER TO LIFTED WENSON
Grätschsitz.
Einen Helicopter ausführen.
Landung im Lifted Wenson.
A3570.7HELICOPTER 1/1 TURN TO WENSON
Grätschsitz.
Während des Helicopters dreht sich der Körper um 360° auf dem Rücken.
Abdrücken, Landung in Wenson mit Blickrichtung wie im Ausgangssitz.
A3580.8HELICOPTER 1/1 TURN TO LIFTED WENSON
Grätschsitz.
Während des Helicopters dreht sich der Körper um 360° auf dem Rücken.
Abdrücken, Landung im Lifted Wenson mit Blickrichtung wie im Ausgangssitz.
Original S. 74

Gruppe B – Flugelemente

Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Air Turn

B4030.31/1 AIR TURN
Beidbeiniger Absprung mit vertikalem, voll gestrecktem Körper.
In der Flugphase dreht sich der Körper um 360°.
Armhaltung beliebig.
Landung mit eng geschlossenen Füßen.
B4050.52/1 AIR TURNS
Beidbeiniger Absprung mit vertikalem, voll gestrecktem Körper.
In der Flugphase dreht sich der Körper um 720°. Armhaltung beliebig.
Landung mit eng geschlossenen Füßen.
B4080.83/1 AIR TURNS
Beidbeiniger Absprung mit vertikalem, voll gestrecktem Körper.
In der Flugphase dreht sich der Körper um 1080°. Armhaltung beliebig.
Landung mit eng geschlossenen Füßen.
Original S. 75

Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Axel

Der Grund-„Axel“ ist ein Sprung mit einbeinigem Absprung und Vorwärtsflugbahn. Die Landung muss entgegengesetzt zur Ausgangsrichtung erfolgen.
B4150.5AXEL
Absprung von einem Fuß mit Vorwärtsflugbahn.
Das führende Bein schwingt nach vorne, um den Körper nach oben zu heben.
In der Flugphase dreht sich der Körper um 540°.
Landung auf dem Fuß des führenden Beins, Blickrichtung entgegengesetzt zur Ausgangsrichtung.
B4170.7DOUBLE AXEL
Absprung von einem Fuß mit Vorwärtsflugbahn.
Das führende Bein schwingt nach vorne, um den Körper nach oben zu heben.
In der Flugphase dreht sich der Körper um 900°.
Landung auf dem Fuß des führenden Beins, Blickrichtung entgegengesetzt zur Ausgangsrichtung.
B4201.0TRIPLE AXEL
Absprung von einem Fuß mit Vorwärtsflugbahn.
Das führende Bein schwingt nach vorne, um den Körper nach oben zu heben.
In der Flugphase dreht sich der Körper um 1260°.
Landung auf dem Fuß des führenden Beins, Blickrichtung entgegengesetzt zur Ausgangsrichtung.
Original S. 76

Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Free Fall

B4240.4FREE FALL AIRBORNE
Beidbeiniger Absprung.
Die/der Athlet*in springt mit gestrecktem Körper nach oben und vorne.
Hände und Füße landen gleichzeitig im Liegestütz.
B4260.6FREE FALL 1/1 TWIST AIRBORNE
Beidbeiniger Absprung.
Die/der Athlet*in springt ab, um den Fall einzuleiten, und führt gleichzeitig eine 360°-Schraube aus.
Hände und Füße landen gleichzeitig im Liegestütz.
B4270.7FREE FALL 1 ½ TWIST AIRBORNE
Beidbeiniger Absprung.
Die/der Athlet*in springt rückwärts ab, um den Fall einzuleiten, und führt gleichzeitig eine 540°-Schraube aus.
Hände und Füße landen gleichzeitig im Liegestütz.
B4280.8FREE FALL 2/1 TWIST AIRBORNE
Beidbeiniger Absprung.
Die/der Athlet*in springt ab, um den Fall einzuleiten, und führt gleichzeitig eine 720°-Schraube aus.
Hände und Füße landen gleichzeitig im Liegestütz.
B4290.9FREE FALL 2 ½ TWIST AIRBORNE
Beidbeiniger Absprung.
Die/der Athlet*in springt rückwärts ab, um den Fall einzuleiten, und führt gleichzeitig eine 900°-Schraube aus.
Hände und Füße landen gleichzeitig im Liegestütz.
B4301.0FREE FALL 3/1 TWIST AIRBORNE
Beidbeiniger Absprung.
Vom Boden abdrücken, um den Fall nach vorne einzuleiten, und gleichzeitig eine 1080°-Schraube ausführen.
Hände und Füße landen gleichzeitig im Liegestütz.
Original S. 77

Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Gainer

B4350.5GAINER ½ TWIST
Aus dem Stand schwingt ein Bein nach vorne, um den Körper nach oben zu heben.
Beide Beine schließen sich in der Flugphase (Gainer); eine 180°-Schraube wird mit gestrecktem Körper ausgeführt.
Hände und Füße landen gleichzeitig im Liegestütz.
B4370.7GAINER 1 ½ TWIST
Aus dem Stand schwingt ein Bein nach vorne, um den Körper nach oben zu heben.
Beide Beine schließen sich in der Flugphase (Gainer); eine 540°-Schraube wird mit gestrecktem Körper ausgeführt.
Hände und Füße landen gleichzeitig im Liegestütz.
B4390.9GAINER 2 ½ TWIST
Aus dem Stand schwingt ein Bein nach vorne, um den Körper nach oben zu heben.
Beide Beine schließen sich in der Flugphase (Gainer); eine 900°-Schraube wird mit gestrecktem Körper ausgeführt.
Hände und Füße landen gleichzeitig im Liegestütz.

Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Scale

B4460.6SCALE 1/1 TWIST
Aus einer Sagittalwaage mit Körper und gehobenem Bein parallel zum Boden.
Mit dem Standbein vom Boden abdrücken, um den Körper nach oben zu heben und eine 360°-Schraube in der Flugphase mit geschlossenen Beinen einzuleiten.
Hände und Füße landen gleichzeitig im Liegestütz.
B4490.9SCALE 2/1 TWIST
Aus einer Sagittalwaage mit Körper und gehobenem Bein parallel zum Boden.
Mit dem Standbein vom Boden abdrücken, um den Körper nach oben zu heben und eine 720°-Schraube in der Flugphase mit geschlossenen Beinen einzuleiten.
Hände und Füße landen gleichzeitig im Liegestütz.
Original S. 78

Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Butterfly

B4550.5BUTTERFLY
Mit einer 1/2 kreisförmigen Rotation des Oberkörpers (der Kopf schwingt auf Hüfthöhe oder tiefer) vor dem einbeinigen Absprung vom Boden.
Das freie Bein gestreckt nach hinten kicken, um den Körper mit leichter Rückenbogenspannung nach oben zu heben.
In der Flugphase öffnen sich die Beine in die Grätsche, der Körper ist in horizontaler Position.
Landung auf einem Fuß.
B4570.7BUTTERFLY 1/1 TWIST
Mit einer 1/2 kreisförmigen Rotation des Oberkörpers (der Kopf schwingt auf Hüfthöhe oder tiefer) vor dem einbeinigen Absprung vom Boden.
Das freie Bein gestreckt kicken und diagonal nach hinten schwingen, um den Körper nach oben zu heben.
In der Flugphase öffnen sich die Beine in die Grätsche, und der Körper rotiert in horizontaler Position zu einer ganzen Schraube (360°).
Landung auf einem Fuß.
B4580.8BUTTERFLY 1/1 TWIST TO PUSH PU
Mit einer 1/2 kreisförmigen Rotation des Oberkörpers (der Kopf schwingt auf Hüfthöhe oder tiefer) vor dem einbeinigen Absprung vom Boden.
Das freie Bein gestreckt kicken und diagonal nach hinten schwingen, um den Körper nach oben zu heben.
In der Flugphase öffnen sich die Beine in die Grätsche, und der Körper rotiert in horizontaler Position zu einer ganzen Schraube (360°).
Landung im Liegestütz.
B4590.9BUTTERFLY 2/1 TWIST
Mit einer 1/2 kreisförmigen Rotation des Oberkörpers (der Kopf schwingt auf Hüfthöhe oder tiefer) vor dem einbeinigen Absprung vom Boden.
Das freie Bein gestreckt kicken und diagonal nach hinten schwingen, um den Körper nach oben zu heben.
In der Flugphase öffnen sich die Beine in die Grätsche, und der Körper rotiert in horizontaler Position zu einer doppelten Schraube (720°).
Landung auf einem Fuß.
Original S. 79
B4601.0BUTTERFLY 2/1 TWIST TO PUSH PU
Mit einer 1/2 kreisförmigen Rotation des Oberkörpers (der Kopf schwingt auf Hüfthöhe oder tiefer) vor dem einbeinigen Absprung vom Boden.
Das freie Bein gestreckt kicken und diagonal nach hinten schwingen, um den Körper nach oben zu heben.
In der Flugphase öffnen sich die Beine in die Grätsche, und der Körper rotiert in horizontaler Position zu einer doppelten Schraube (720°).
Landung im Liegestütz.

Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Off Axis

Der Grund-„Off Axis Jump“ ist ein Sprung, bei dem zwei unterschiedliche Rotationen (½ Rotation – 180° in der Horizontalebene und ½ Schraube – 180° des Körpers um die Längsachse) gleichzeitig in Hockposition ausgeführt werden.
B4660.6OFF AXIS JUMP TO PU
Einbeiniger Absprung, das freie Bein wird nach oben und diagonal gekickt.
In der Flugphase, Körper horizontal zum Boden in Hockposition, werden gleichzeitig zwei unterschiedliche Rotationen ausgeführt (½ Rotation – 180° in der Horizontalebene und ½ Schraube – 180° um die Längsachse). Während des Elements darf der Körper nicht mehr als 45° über der Horizontalen sein.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B4670.7OFF AXIS JUMP 1 ½ TWIST
Einbeiniger Absprung, das freie Bein wird nach oben und diagonal gekickt.
In der Flugphase, Körper horizontal zum Boden in Hockposition, werden gleichzeitig zwei unterschiedliche Rotationen ausgeführt (½ Rotation – 180° in der Horizontalebene und 1½ Schrauben – 540° um die Längsachse). Während des Elements darf der Körper nicht mehr als 45° über der Horizontalen sein.
Landung auf einem oder zwei Füßen im Stand mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B4680.8OFF AXIS JUMP 2/1 TWIST
Einbeiniger Absprung, das freie Bein wird nach oben und diagonal gekickt.
In der Flugphase, Körper horizontal zum Boden in Hockposition, werden gleichzeitig zwei unterschiedliche Rotationen ausgeführt (½ Rotation – 180° in der Horizontalebene und 2/1 Schrauben – 720° um die Längsachse). Während des Elements darf der Körper nicht mehr als 45° über der Horizontalen sein.
Landung auf einem oder zwei Füßen im Stand mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
Original S. 80
B4690.9OFF AXIS JUMP 1 ½ TWIST TO PU
Einbeiniger Absprung, das freie Bein wird nach oben und diagonal gekickt.
In der Flugphase, Körper horizontal zum Boden in Hockposition, werden gleichzeitig zwei unterschiedliche Rotationen ausgeführt (½ Rotation – 180° in der Horizontalebene und 1½ Schrauben – 540° um die Längsachse). Während des Elements darf der Körper nicht mehr als 45° über der Horizontalen sein.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B4701.0OFF AXIS JUMP 2/1 TWIST TO PU
Einbeiniger Absprung, das freie Bein wird nach oben und diagonal gekickt.
In der Flugphase, Körper horizontal zum Boden in Hockposition, werden gleichzeitig zwei unterschiedliche Rotationen ausgeführt (½ Rotation – 180° in der Horizontalebene und 2/1 Schrauben – 720° um die Längsachse). Während des Elements darf der Körper nicht mehr als 45° über der Horizontalen sein.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.

Familie 5 – Formsprünge · Basisname: Tuck

Elemente mit Drehungen: Die Rotationen (Drehungen) können vor, während oder nach der Hauptphase des Elements ausgeführt werden.
Alle Elemente der Familie 5: Bei einbeinigem Absprung wird das Element um -0.1 abgewertet.
MP/TR/GR: Alle Mitglieder müssen denselben Absprung zeigen.
B5020.2TUCK JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung.
Die Beine werden mit gebeugten Knien nahe an die Brust gezogen, um eine Hocke zu zeigen.
Landung auf beiden Füßen.
B5040.41/1 TURN TUCK JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung.
In der Flugphase eine Hocke zeigen.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung wie zu Beginn.
Original S. 81
B5060.62/1 TURNS TUCK JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 720°-Drehung.
In der Flugphase eine Hocke zeigen.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5130.3TUCK JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung.
In der Flugphase eine Hocke zeigen.
Landung im Sagittalspagat.
B5140.4½ TURN TUCK JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung.
In der Flugphase eine Hocke zeigen.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B5150.51/1 TURN TUCK JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung.
In der Flugphase eine Hocke zeigen.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5160.61 ½ TURN TUCK JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 540°-Drehung.
In der Flugphase eine Hocke zeigen.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B5170.72/1 TURNS TUCK JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 720°-Drehung.
In der Flugphase eine Hocke zeigen.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
Original S. 82
B5240.4TUCK JUMP TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung in die Hocke.
Der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz.
B5250.5½ TURN TUCK JUMP TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung in die Hocke.
Der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B5260.6½ TURN TUCK JUMP ½ TWIST TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung in die Hocke.
In der Flugphase neigt sich der Körper, schraubt 180° und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5270.71/1TURN TUCK JUMP ½ TWIST TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung in die Hocke.
In der Flugphase neigt sich der Körper, schraubt 180° und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B5280.81 ½TURN TUCK JUMP ½ TWIST TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 540°-Drehung in die Hocke.
In der Flugphase neigt sich der Körper, schraubt 180° und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.
Original S. 83

Familie 5 – Formsprünge · Basisname: Cossack

Elemente mit Drehungen: Die Rotationen (Drehungen) können vor, während oder nach der Hauptphase des Elements ausgeführt werden.
Alle Elemente der Familie 5: Bei einbeinigem Absprung wird das Element um -0.1 abgewertet.
MP/TR/GR: Alle Mitglieder müssen denselben Absprung zeigen.
B5330.3COSSACK JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung, bei dem beide Beine parallel zum Boden oder höher gehoben werden, ein Bein im Knie gebeugt (Cossack).
Oberschenkel geschlossen und parallel zum Boden.
Landung mit geschlossenen Füßen.
B5350.51/1 TURN COSSACK JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung.
In der Flugphase einen Cossack zeigen.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5370.72/1 TURNS COSSACK JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 720°-Drehung.
In der Flugphase einen Cossack zeigen.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5440.4COSSACK JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung in den Cossack.
In der Flugphase einen Cossack zeigen.
Landung im Sagittalspagat.
Original S. 84
B5450.5½ TURN COSSACK JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung.
In der Flugphase einen Cossack zeigen.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B5460.61/1 TURN COSSACK JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung.
In der Flugphase einen Cossack zeigen.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5470.71 ½ TURN COSSACK JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung in den Cossack.
Dann macht der Körper eine weitere 180°-Drehung und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B5480.82/1 TURNS COSSACK JUMP SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 720°-Drehung.
In der Flugphase einen Cossack zeigen.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5550.5COSSACK JUMP TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung in den Cossack.
Der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz.
Original S. 85
B5560.6COSSACK JUMP ½ TWIST TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung in den Cossack.
Dann neigt sich der Körper, schraubt 180° und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B5570.7½ TURN COSSACK JUMP ½ TWIST TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung in den Cossack.
In der Flugphase schraubt der Körper weitere 180°, neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5580.81/1 TURN COSSACK JUMP ½ TWIST TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung in den Cossack.
In der Flugphase schraubt der Körper weitere 180°, neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B5590.91½ TURN COSSACK JUMP ½ TWIST TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 540°-Drehung in den Cossack.
In der Flugphase schraubt der Körper weitere 180°, neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.
Original S. 86

Familie 5 – Formsprünge · Basisname: Pike

Elemente mit Drehungen: Die Rotationen (Drehungen) können vor, während oder nach der Hauptphase des Elements ausgeführt werden.
Alle Elemente der Familie 5: Bei einbeinigem Absprung wird das Element um 0.1 abgewertet.
MP/TR/GR: Alle Mitglieder müssen denselben Absprung zeigen.
B5640.4PIKE JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung, der Körper klappt in die Hechtposition, beide Beine werden bis zur Horizontalen vom Boden gehoben.
Die Beine sind parallel zum Boden oder höher, der Winkel zwischen Rumpf und Beinen beträgt höchstens 60°, Arme und Hände sind Richtung Zehen gestreckt.
Landung mit geschlossenen Füßen.
B5660.61/1 TURN PIKE JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung.
In der Flugphase eine Hechtposition zeigen.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5680.82/1 TURNS PIKE JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 720°-Drehung.
In der Flugphase eine Hechtposition zeigen.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5750.5PIKE JUMP TO SPLIT
Hechtsprung mit beidbeinigem Absprung.
In der Flugphase eine Hechtposition zeigen.
Landung im Sagittalspagat.
B5760.6½ TURN PIKE JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung.
In der Flugphase eine Hechtposition zeigen.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
Original S. 87
B5770.71/1 TURN PIKE JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung.
In der Flugphase eine Hechtposition zeigen.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5780.81 ½ TURN PIKE JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung in die Hechtposition.
Dann neigt sich der Körper, macht eine weitere 180°-Drehung und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B5790.92/1 TURN PIKE JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 720°-Drehung.
In der Flugphase eine Hechtposition zeigen.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5860.6PIKE JUMP TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung in die Hechtposition.
Der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz.
B5870.7PIKE JUMP ½ TWIST TO PUSH UP
Hechtsprung mit beidbeinigem Absprung.
In der Flugphase neigt sich der Körper, schraubt 180° und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B5880.8½ TURN PIKE JUMP ½ TWIST TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung in die Hechtposition.
In der Flugphase schraubt der Körper weitere 180°, neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.
Original S. 88
B5890.91/1 TURN PIKE JUMP ½ TWIST TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung in die Hechtposition.
In der Flugphase schraubt der Körper weitere 180°, neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B5901.01 ½ TURN PIKE JUMP ½ TWIST TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 540°-Drehung in die Hechtposition.
In der Flugphase schraubt der Körper weitere 180°, neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.

Familie 5 – Formsprünge · Basisname: Straddle / Frontal Split

Elemente mit Drehungen: Die Rotationen (Drehungen) können vor, während oder nach der Hauptphase des Elements ausgeführt werden.
Alle Elemente der Familie 5: Bei einbeinigem Absprung wird das Element um 0.1 abgewertet.
MP/TR/GR: Alle Mitglieder müssen denselben Absprung zeigen.
B5940.4STRADDLE JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung, bei dem die Beine in der Flugphase in eine Grätsche (90° weit geöffnet) gehoben werden.
Der Winkel zwischen Rumpf und Beinen darf nicht mehr als 60° betragen.
Die Beine müssen parallel zum Boden oder höher sein.
Landung mit geschlossenen Füßen.
B5960.61/1 TURN STRADDLE JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung.
In der Flugphase eine Grätsche zeigen.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B5980.82/1 TURNS STRADDLE JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 720°-Drehung.
In der Flugphase eine Grätsche zeigen.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung wie zu Beginn.
Original S. 89
B51050.5STRADDLE JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung.
In der Flugphase eine Grätsche zeigen.
Landung im Sagittalspagat.
B51060.6½ TURN STRADDLE JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung in die Grätsche.
Der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B51070.71/1 TURN STRADDLE JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung in die Grätsche.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B51080.81 ½ TURN STRADDLE JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 540°-Drehung in die Grätsche.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B51090.92/1 TURN STRADDLE JUMP TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 720°-Drehung.
In der Flugphase eine Grätsche zeigen.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B51160.6STRADDLE JUMP TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung in die Grätsche.
Der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz.
Original S. 90
B51170.7½ TURN STRADDLE JUMP TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung in die Grätsche.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B51180.81/1 TURN STRADDLE JUMP TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung in die Grätsche.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B51190.91 ½ TURN STRADDLE JUMP TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 540°-Drehung in die Grätsche.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B51201.02/1 TURN STRADDLE JUMP TO PUSH UP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 720°-Drehung in die Grätsche.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.
Original S. 91

Familie 6 – Spagatsprünge · Basisname: Switch Split

B6050.5SWITCH SPLIT LEAP
Sprung mit einbeinigem Absprung (Leap).
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
In der Flugphase wechseln die Beine, um einen Spagat zu zeigen.
Landung auf dem Fuß des Führungsbeins.
B6070.7SWITCH SPLIT LEAP TO PUSH UP
Switch Split Leap mit einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
In der Flugphase wechseln die Beine, um einen Spagat zu zeigen.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz.
B6080.8SWITCH SPLIT LEAP ½ TURN TO PUSH UP
Switch Split Leap mit einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
In der Flugphase wechseln die Beine, um einen Spagat zu zeigen.
In der Flugphase dreht sich der Körper um 180°.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz.
B6160.6SWITCH SPLIT LEAP TO SPLIT
Switch Split Leap mit einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
In der Flugphase wechseln die Beine, um einen Spagat zu zeigen.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat.
B6170.7SWITCH SPLIT LEAP ½ TURN TO SPLIT
Switch Split Leap mit einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
In der Flugphase wechseln die Beine, um einen Spagat zu zeigen.
In der Flugphase dreht sich der Körper um 180°.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
Original S. 92

Familie 6 – Spagatsprünge · Basisname: Scissors Leap

B6260.6SCISSORS LEAP ½ TURN
Einbeiniger Absprung mit einem gestreckten Bein nach vorne, mit 180°-Drehung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
In der Flugphase wechseln die Beine, um einen Spagat zu zeigen.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B6270.7SCISSORS LEAP 1/1 TURN
Einbeiniger Absprung mit einem gestreckten Bein nach vorne, mit 180°-Drehung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
In der Flugphase wechseln die Beine, um einen Spagat mit ½ Drehung (180°) zu zeigen.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung wie in der Ausgangsposition.
B6370.7SCISSORS LEAP ½ TURN TO SPLIT
Scissors Leap ½ Drehung mit einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
Dann behält der Körper die vertikale Position bei, um die Landung vorzubereiten.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B6380.8SCISSORS LEAP 1/1 TURN TO SPLIT
Scissors Leap ½ Drehung mit einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
Dann führt der Körper in vertikaler Position eine ½ Drehung aus.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B6390.9SCISSORS LEAP 1 ½ TURN TO SPLIT
Scissors Leap ½ Drehung mit einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
Dann führt der Körper in vertikaler Position eine 1/1 Drehung aus.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B6480.8SCISSORS LEAP ½ TURN SWITCH TO SPLIT
Scissors Leap ½ Drehung mit einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
In der Flugphase wechseln die Beine, um einen Spagat zu zeigen; der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
Original S. 93
B6490.9SCISSORS LEAP 1/1 TURN SWITCH TO SPLIT
Scissors Leap 1/1 Drehung mit einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
In der Flugphase wechseln die Beine, um einen Spagat zu zeigen.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B6580.8SCISSORS LEAP ½ TURN TO PUSH UP
Scissors Leap ½ Drehung mit einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
Dann bereitet der Körper die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B6590.9SCISSORS LEAP ½ TURN ½ TWIST TO PUSH UP
Scissors Leap mit 180°-Drehung und einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
In der Flugphase schraubt der Körper weitere 180° und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B6601.0SCISSORS LEAP ½ TURN 1/1 TWIST TO PUSH UP
Scissors Leap mit 180°-Drehung und einbeinigem Absprung.
Das Führungsbein muss vor dem Wechsel mindestens 45° über dem Boden sein.
In der Flugphase schraubt der Körper weitere 360° und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.

Familie 6 – Spagatsprünge · Basisname: Sagittal Split

Elemente mit Drehungen: Die Rotationen (Drehungen) können vor, während oder nach der Hauptphase des Elements ausgeführt werden.
B6640.4SPLIT JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung.
In der Flugphase sind die Beine voll gestreckt und zeigen einen Spagat.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B6660.61/1 TURN SPLIT JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung.
In der Flugphase sind die Beine voll gestreckt und zeigen einen Spagat.
Landung auf beiden Füßen mit Blickrichtung wie zu Beginn.
Original S. 94
B6680.82/1 TURNS SPLIT JUMP
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 720°-Drehung.
In der Flugphase sind die Beine voll gestreckt und zeigen einen Spagat.
Landung auf einem oder beiden Füßen mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B6750.5SPLIT JUMP TO SPLIT
Spagatsprung (vertikal) mit beidbeinigem Absprung.
Der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat.
B6760.6½ TURN SPLIT JUMP TO SPLIT
Spagatsprung (vertikal) mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung.
Der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat.
B6770.71/1 TURN SPLIT JUMP TO SPLIT
Spagatsprung (vertikal) mit beidbeinigem Absprung.
In der Flugphase macht der Körper eine 360°-Drehung, neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B6780.81 ½ TURN SPLIT JUMP TO SPLIT
Spagatsprung (vertikal) mit beidbeinigem Absprung.
In der Flugphase macht der Körper eine 540°-Drehung, neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B6790.92/1 TURN SPLIT JUMP TO SPLIT
Spagatsprung (vertikal) mit beidbeinigem Absprung.
In der Flugphase macht der Körper eine 720°-Drehung, neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
Original S. 95
B6860.6SPLIT JUMP SWITCH TO SPLIT
Spagatsprung (vertikal) mit beidbeinigem Absprung.
In der Flugphase wechseln die Beine, der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat.
B6870.7½ TURN SPLIT JUMP SWITCH TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung in einen Spagat.
In der Flugphase wechseln die Beine, der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B6880.81/1 TURN SPLIT JUMP SWITCH TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung in einen Spagat.
In der Flugphase wechseln die Beine, der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B6890.91 ½ TURN SPLIT JUMP SWITCH TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung in einen Spagat.
In der Flugphase wechseln die Beine mit einer Körperrotation von 180°, dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Sagittalspagat mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B6901.02/1 TURN SPLIT JUMP SWITCH TO SPLIT
Strecksprung mit beidbeinigem Absprung und 720°-Drehung in einen Spagat.
In der Flugphase wechseln die Beine, der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Spagat mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B6960.6SPLIT JUMP TO PUSH UP
Spagatsprung (vertikal) mit beidbeinigem Absprung.
Der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz.
Original S. 96
B6970.7½ TURN SPLIT JUMP TO PUSH UP
Spagatsprung (vertikal) mit beidbeinigem Absprung und 180°-Drehung.
Der Körper neigt sich und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
B6980.81/1 TURN SPLIT JUMP TO PUSH UP
Spagatsprung (vertikal) mit beidbeinigem Absprung und 360°-Drehung.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung wie zu Beginn.
B6990.91 ½ TURN SPLIT JUMP TO PUSH UP
Spagatsprung (vertikal) mit beidbeinigem Absprung und 540°-Drehung.
Dann neigt sich der Körper und bereitet die Landung vor.
Landung im Liegestütz mit Blickrichtung entgegengesetzt zum Beginn.
Original S. 97

Gruppe C – Standelemente

Familie 7 – Drehungen / Rotationen · Basisname: Passé Turn

En-dehors-Elemente: Rotation in die dem Standbein entgegengesetzte Richtung.
En-dedans-Elemente: Rotation in Richtung des Standbeins.
C7010.11/1 TURN – EN DEHORS
Stand auf einem Bein.
Eine ganze Drehung (360°) wird in die dem Standbein entgegengesetzte Richtung ausgeführt.
Das Spielbein muss in Passé-Position sein (Fuß am Knie des Standbeins).
Armhaltung beliebig.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
C7020.21/1 TURN – EN DEDANS
Stand auf einem Bein.
Eine ganze Drehung (360°) wird in Richtung des Standbeins ausgeführt.
Das Spielbein muss in Passé-Position sein (Fuß am Knie des Standbeins).
Armhaltung beliebig.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
C7030.32/1 TURNS – EN DEHORS
Stand auf einem Bein.
Eine Doppeldrehung (720°) wird in die dem Standbein entgegengesetzte Richtung ausgeführt.
Das Spielbein muss in Passé-Position sein (Fuß am Knie des Standbeins).
Haltung von Spielbein und Armen beliebig.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
C7040.42/1 TURNS – EN DEDANS
Stand auf einem Bein.
Eine Doppeldrehung (720°) wird in Richtung des Standbeins ausgeführt.
Das Spielbein muss in Passé-Position sein (Fuß am Knie des Standbeins).
Haltung von Spielbein und Armen beliebig.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
C7050.53/1 TURNS – EN DEHORS
Stand auf einem Bein.
Eine Dreifachdrehung (1080°) wird in die dem Standbein entgegengesetzte Richtung ausgeführt.
Das Spielbein muss in Passé-Position sein (Fuß am Knie des Standbeins).
Haltung von Spielbein und Armen beliebig.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
Original S. 98
C7060.63/1 TURNS – EN DEDANS
Stand auf einem Bein.
Eine Dreifachdrehung (1080°) wird in Richtung des Standbeins ausgeführt.
Das Spielbein muss in Passé-Position sein (Fuß am Knie des Standbeins).
Haltung von Spielbein und Armen beliebig.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.

Familie 7 – Drehungen / Rotationen · Basisname: Horizontal Turn

C7150.51/1 TURN WITH LEG AT HORIZONTAL – EN DEDANS
Stand auf einem Bein, das Spielbein muss gestreckt auf horizontaler Höhe sein.
Eine ganze Drehung (360°) wird in Richtung des Standbeins ausgeführt, das Spielbein während der gesamten Drehung vorne auf horizontaler Höhe. Armhaltung beliebig.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
C7170.72/1 TURNS WITH LEG AT HORIZONTAL – EN DEDANS
Stand auf einem Bein, das Spielbein muss gestreckt auf horizontaler Höhe sein.
2/1 Drehungen (720°) werden in Richtung des Standbeins ausgeführt, das Spielbein während der gesamten Drehung vorne auf horizontaler Höhe. Armhaltung beliebig.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
C7190.93/1 TURNS WITH LEG AT HORIZONTAL – EN DEDANS
Stand auf einem Bein, das Spielbein muss gestreckt auf horizontaler Höhe sein.
3/1 Drehungen (1080°) werden in Richtung des Standbeins ausgeführt, das Spielbein während der gesamten Drehung vorne auf horizontaler Höhe. Armhaltung beliebig.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.

Familie 7 – Drehungen / Rotationen · Basisname: Illusion

C7240.4ILLUSION
Aus dem Stand mit geschlossenen Füßen einen Schritt nach vorne; das Spielbein wird nach oben gehoben, um eine vertikale 360°-Rotation einzuleiten.
Gleichzeitig rotiert der Körper und dreht sich 360° auf dem Standbein.
Eine Hand berührt den Boden neben dem Standfuß.
Das gehobene Bein kommt zurück in die Ausgangsposition – Stand mit geschlossenen Füßen.
Original S. 99
C7260.6DOUBLE ILLUSION
Aus dem Stand mit geschlossenen Füßen einen Schritt nach vorne; das Spielbein wird nach oben gehoben, um vertikale Rotationen einzuleiten.
Zwei Illusions (720°) hintereinander ausführen.
Das gehobene Bein kommt zurück in die Ausgangsposition – Stand mit geschlossenen Füßen.
C7280.8TRIPLE ILLUSION
Aus dem Stand mit geschlossenen Füßen einen Schritt nach vorne; das Spielbein wird nach oben gehoben, um vertikale Rotationen einzuleiten.
Drei Illusions (1080°) hintereinander ausführen.
Das gehobene Bein kommt zurück in die Ausgangsposition – Stand mit geschlossenen Füßen.
C7350.5FREE ILLUSION
Aus dem Stand mit geschlossenen Füßen einen Schritt nach vorne; das Spielbein wird nach oben gehoben, um eine vertikale 360°-Rotation einzuleiten.
Gleichzeitig rotiert der Körper und dreht sich 360° auf dem Standbein.
Die Hand/Hände berühren den Boden nicht.
Das gehobene Bein kommt zurück in die Ausgangsposition – Stand mit geschlossenen Füßen.
C7370.7FREE DOUBLE ILLUSION
Aus dem Stand mit geschlossenen Füßen einen Schritt nach vorne; das Spielbein wird nach oben gehoben, um vertikale Rotationen einzuleiten.
Zwei Free Illusions (720°) hintereinander ausführen, ohne dass die Hand/Hände den Boden berühren.
Das gehobene Bein kommt zurück in die Ausgangsposition – Stand mit geschlossenen Füßen.
C7390.9FREE TRIPLE ILLUSION
Aus dem Stand mit geschlossenen Füßen einen Schritt nach vorne; das Spielbein wird nach oben gehoben, um vertikale Rotationen einzuleiten.
Drei Free Illusions (1080°) hintereinander ausführen, ohne dass die Hand/Hände den Boden berühren.
Das gehobene Bein kommt zurück in die Ausgangsposition – Stand mit geschlossenen Füßen.
Original S. 100

Familie 8 – Beweglichkeit / Gleichgewicht · Basisname: Split

C8020.2SPLIT THROUGH
Beginn in Frontalspagat-Position mit aufrechtem Oberkörper.
Der Oberkörper beugt sich nach vorne, bis die Brust den Boden berührt.
Die Beine aus dem Frontalspagat werden im Hüftgelenk am Boden nach hinten zusammengeführt (Adduktion), ohne das Becken anzuheben.
Ende mit gestrecktem Körper in Bauchlage.
C8030.3SPLIT ROLL
Beginn in Sagittalspagat-Position mit aufrechtem Oberkörper.
Der Oberkörper beugt sich nach vorne zum vorderen Bein, bis die Brust es berührt; die Arme halten das vordere Bein.
Eine seitliche Rolle in Sagittalspagat-Position mit vorgebeugtem Körper ausführen.
Ende nach einer Rolle (Rotation).

Familie 8 – Beweglichkeit / Gleichgewicht · Basisname: Vertical Split

C8110.1VERTICAL SPLIT
Während ein Bein den Körper trägt, wird das andere Bein um 180° in einen vertikalen Spagat gehoben.
Die Hände berühren den Boden neben dem Standfuß.
Kopf, Rumpf und Bein sind in einer Linie.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
C8130.3FREE VERTICAL SPLIT
Während ein Bein den Körper trägt, wird das andere Bein um 180° in einen vertikalen Spagat gehoben.
Die Hände berühren den Boden nicht; Handhaltung beliebig.
Kopf, Rumpf und Bein sind in einer Linie.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
C8150.5FREE VERTICAL SPLIT WITH 1/1 TURN
Stand auf einem Bein.
Ein Free Vertical Split wird ausgeführt.
Eine ganze Drehung (360°) wird in der Free-Vertical-Split-Position ausgeführt.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
Original S. 101
C8170.7FREE VERTICAL SPLIT WITH 2/1 TURN
Stand auf einem Bein.
Ein Free Vertical Split wird ausgeführt.
Eine Doppeldrehung (720°) wird in der Free-Vertical-Split-Position ausgeführt.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.

Familie 8 – Beweglichkeit / Gleichgewicht · Basisname: Balance

C8220.2BALANCE
Stand auf einem Bein mit abgesetzter Ferse; das andere Bein wird in Sagittal- oder Frontalspagat-Position gehoben.
Das gehobene Bein wird von der Hand/den Händen gehalten.
Das Element muss 2 Sekunden gehalten werden.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
C8250.5BALANCE 1/1 TURN
Eine Balance-Drehung, bei der ein Bein in Sagittal- oder Frontal-Balance gehoben und von der Hand/den Händen gehalten wird.
Eine vollständige Drehung (360°) muss ausgeführt werden.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
C8270.7BALANCE 2/1 TURNS
Eine Balance-Drehung, bei der ein Bein in Sagittal- oder Frontal-Balance gehoben und von der Hand/den Händen gehalten wird.
Zwei ganze Drehungen (720°) müssen ausgeführt werden.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
C8290.9BALANCE 3/1 TURNS
Eine Balance-Drehung, bei der ein Bein in Sagittal- oder Frontal-Balance gehoben und von der Hand/den Händen gehalten wird.
Drei ganze Drehungen (1080°) müssen ausgeführt werden.
Ende im Stand mit geschlossenen Füßen.
Original S. 102

Anhang 09 – Schwierigkeitstabelle

Die Tabelle ordnet jedem Element seinen Code und Wert zu: Spalten A–J entsprechen den Werten 0.1–1.0, die Zeilen (100, 110, …) den Elementnummern innerhalb der Familie. Die Kurzschriftsymbole stehen direkt beim Code.

Schwierigkeitstabelle Gruppe A (Familien 1–3)

  • Familie 1 – Dynamische Kraft (Basisnamen: Push-Up, A-Frame, Straddle Cut, Explosive High-V, Explosive Capoeira)
  • Familie 2 – Statische Kraft (Basisnamen: Support, V-Support, Planche)
  • Familie 3 – Beinkreisen (Basisnamen: Flair, Helicopter)
Schwierigkeitstabelle Gruppe A (Original)
Original S. 103

Schwierigkeitstabelle Gruppe B (Familien 4–5)

  • Familie 4 – Dynamische Sprünge (Basisnamen: Air Turn, Axel, Free Fall, Gainer, Scale, Butterfly, Off Axis) – Pflicht für IM
  • Familie 5 – Formsprünge (Basisnamen: Tuck, Cossack, Pike, Straddle / Frontal Split)
Hinweis: Alle Elemente der Familie 5 werden bei einbeinigem Absprung um -0.1 abgewertet.
Schwierigkeitstabelle Gruppe B, Familien 4–5 (Original)
Original S. 104

Schwierigkeitstabelle Familie 6 und Gruppe C (Familien 7–8)

  • Familie 6 – Spagatsprünge (Basisnamen: Switch Split, Scissors Leap, Sagittal Split)
  • Familie 7 – Drehungen (Basisnamen: Passé Turn, Horizontal Turn, Illusion) – Pflicht für IW
  • Familie 8 – Beweglichkeit (Basisnamen: Split, Vertical Split, Balance) – für IM nicht erlaubt
Schwierigkeitstabelle Familien 6–8 (Original)
Original S. 105

Anhang 10 – Glossar

Glossar für FIG Aerobic Gymnastics (Begriffe in der Originalsprache, Definitionen übersetzt).

BegriffAbk.Definition / Beschreibung
Acrobatic Element (akrobatisches Element)Allgemeiner Begriff für Bodenturnbewegungen wie in der Akrobatik-Gymnastik. Für Aerobic Gymnastics siehe Liste. Akrobatische Elemente haben 3 Phasen (Eingang – Haupt – Ausgang).
Aerobic Competition (Aerobic-Wettkampf)Dr. Kenneth H. Cooper (USA) war Pionier beim Nachweis des Nutzens von Ausdauertraining (Aerobic) zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit. Auf Grundlage seiner Trainingstheorie der „Aerobic Exercise“ entwickelte sich daraus Aerobic Exercise / Dance und schließlich eine neue Wettkampfsportart: Aerobic Gymnastics.
Aerobic Movement Pattern (Aerobic-Bewegungsmuster)AMPKombinationen aus Aerobic-Grundschritten und Armbewegungen, alle zur Musik ausgeführt, um dynamische, rhythmische und kontinuierliche Sequenzen aus High- und Low-Impact-Bewegungen zu erzeugen.
Aerobic Movement Pattern SequenceAMP SequenceEin vollständiger 8er-Count von Bewegungen mit Aerobic-Bewegungsmustern unter Verwendung der 7 Grundschritte zusammen mit Armbewegungen. 8 Counts = 1 AMP-Sequenz / Set.
Airborne (Flugphase)Körper in der Luft – wenn eine Person weder Boden- noch Partnerkontakt hat.
Alignment (Ausrichtung)Anordnung der Knochen, aus denen ein Gelenk besteht. Im Wettkampf: den Körper (jeden Teil) durch neutrale Platzierung in korrekter Position halten. Auch „Body Alignment“ (Körperausrichtung).
AmplitudeExplosive Bewegungen mit Höhe.
Axel JumpEin aus dem Eiskunstlauf stammender Sprung. Landung auf der Vorwärtsflugbahn mit Rotation/Drehung ab dem Absprung.
Background Music (Hintergrundmusik)BGMMusik, die im Hintergrund der Szene läuft und nicht die Hauptrolle spielt, sondern die Inszenierung begleitet.
Beat Per MinuteBPMEinheit für das Tempo der Musik: Anzahl der Schläge pro Minute. Je größer die Zahl, desto schneller das Tempo.
Beep / Cue sound (Startsignal)Absichtlich am Anfang der Musik eingefügter Soundeffekt, um zu erkennen, wann die Musik beginnt.
Canon (Kanon)MP / TR / GR / AD / AS: Die Teilnehmer*innen führen eine Bewegung absichtlich zeitversetzt (nacheinander) aus.
CapoeiraCapoeira ist eine afro-brasilianische Kampfkunst und ein Spiel mit Elementen aus Tanz, Akrobatik, Musik und Spiritualität. Die Körperaktion umfasst einen Kick (90°–180°), während der Körper auf einem Arm gestützt ist.
ChasséAus der Ballettterminologie. Fortbewegung, bei der der nachfolgende Fuß den führenden Fuß „verfolgt“.
Choreography (Choreografie)Planung der Bewegungsabfolge des Körpers in Raum und Zeit sowie in Beziehung zu anderen Partner*innen. Außerdem die Ausbalancierung der Schwierigkeitselemente mit künstlerischen Komponenten, um einen kontinuierlichen Fluss und ein stimmiges Ganzes zu schaffen und die einzigartigen Fähigkeiten, die Persönlichkeit und den Stil der Gymnast*innen in der Vorführung zu zeigen.
Circle (Kreis)Rotation oder Drehung um 360° mit gekrümmter Bahn.
Code of Points (Wertungsvorschriften)COP / CoPInternationale Regeln bzw. Bestimmungen der FIG. Zu Beginn jedes olympischen Zyklus aktualisiert.
Collaboration (Zusammenarbeit)Prozess, bei dem zwei oder mehr Personen zusammenarbeiten, wobei mit Hilfe oder Kraft der Partner*innen jemand gestützt, gezogen oder vom Boden gehoben wird, um Bewegungen/Aktionen zu erzeugen.
Composition (Komposition)Das Bewegungsvokabular – inkl. Schwierigkeitselementen – und die Strukturierung von Aerobic-Übungen.
Compulsory Elements (Pflichtelemente)Pflicht-Schwierigkeitselemente, die als Empfehlung in der Division National Development in der Übung enthalten sein müssen.
Cossack JumpKörperform in der Luft in Hechtform mit geschlossenen, zum Boden parallelen Oberschenkeln, ein Bein gestreckt, ein Bein gebeugt.
Difficulty Element (Schwierigkeitselement)Elemente mit Wert, die körperliche Fähigkeiten nutzen.
Dynamic Strength (dynamische Kraft)Isotonische Muskelkraft – Kraft mit Bewegung.
ECExekutivkomitee
ElementEs gibt „Schwierigkeitselemente“ und „akrobatische Elemente“; Ursprung in Turnelementen.
En dedansAus der Ballettterminologie. Drehung (Pirouette) in Richtung des Standbeins. Bei Stand auf dem rechten Bein Drehung nach rechts.
En dehorsAus der Ballettterminologie. Drehung (Pirouette) in die dem Standbein entgegengesetzte Richtung. Bei Stand auf dem rechten Bein Drehung nach links.
Endurance (Ausdauer)Die körperliche Fähigkeit, die Intensität während der gesamten Übung aufrechtzuerhalten.
Fall (Sturz)Schnelles Fallen oder Herunterkommen auf den Boden mit völligem Kontrollverlust.
Family (Familie)Block von Schwierigkeitselementen mit ähnlichen Techniken und Fertigkeiten.
Flexibility (Beweglichkeit)Bewegungsumfang bei dynamischen oder statischen Bewegungen.
Floor Element (Bodenelement)Elemente, die auf der niedrigsten Ebene (Boden) ausgeführt oder dorthin gelandet werden.
FormationEine Form, die von mehreren Teilnehmer*innen durch Fortbewegung, Abstände und Positionierung gebildet wird.
FrontalEine der Körperebenen; teilt den Körper in vorne und hinten. Beispiel: „Frontalspagat“ – Spagatposition mit nach rechts und links geöffneten Beinen.
Frontal Split (Frontalspagat)Beine voll gestreckt nach rechts und links im Frontalspagat (180°).
FIGFIGFédération Internationale de Gymnastique, auf Englisch „International Gymnastics Federation“.
Glissade (Glide)Aus der Ballettterminologie. Sich mühelos und widerstandslos gleitend bewegen, wobei sich der Körperschwerpunkt horizontal bewegt.
Group (Gruppe)Schwierigkeitselemente sind nach körperlicher Fähigkeit in 3 Gruppen unterteilt.
High ImpactHIBewegungen, bei denen beide Füße kurz vom Boden abheben, z. B. Jog, Skip, Jack usw.
Hop / Hopping (Hüpfen)Fortbewegung durch kleine vertikale Sprünge oder kurze Distanzen mit Fuß/Füßen.
HorizontalParallel zum Boden.
JuryKampfrichter*innen. D-Jury = Schwierigkeit, E-Jury = Ausführung, A-Jury = Artistik.
Jump (Sprung)Sich mit der Bein- und Fußmuskulatur von einer Fläche in die Luft abstoßen. Strecksprung mit Absprung und Landung am selben Ort.
JuniorJRJunior-Division: 15–17 Jahre im Wettkampfjahr.
Lateral (seitlich)Bewegungen von Seite zu Seite.
LeapEine Sprungart: Absprung von einem Fuß und Sprung nach vorne (Vorwärtsflugbahn).
Level (Ebene)3 Ebenen im Raum: Luft, Stand und Fläche/Boden.
Link (Verbindung)Verbindende Bewegungen ohne Ebenenwechsel.
Low ImpactLIBewegungen, bei denen ein Fuß Bodenkontakt hat, z. B. March, Step Touch, V-Step, Box Step usw.
LOCLokales Organisationskomitee
Panel (Kampfgericht)Kampfgericht mit seiner Zusammensetzung an Kampfrichter*innen.
PasséAus der Ballettterminologie. Das Spielbein ist gebeugt, der Fuß direkt über der Kniescheibe des Standbeins, sodass ein Dreieck entsteht.
Partnership (Partnerarbeit)Verbindung von zwei oder mehr Personen mit oder ohne Kontakt/körperliche Interaktion (Hände halten/schütteln, beiläufige Berührung, Umarmung, Blickkontakt usw.).
PhraseEine Gruppe von Noten, die eine eigenständige Einheit in der Musik bildet.
Physical Interaction (körperliche Interaktion)Teil der „Partnerarbeit“: Kommunikation oder direkte Einbindung von Partner*innen, die durch Körperkontakt miteinander verbunden sind.
Pike Jump (Hechtsprung)Form in der Luft mit geschlossenen, gestreckten Beinen parallel zum Boden, während der Oberkörper nach vorne geklappt ist.
Power (Schnellkraft)Explosive Kraft über einen kurzen Zeitraum (plyometrische Elemente).
Presentation (Präsentation)Art und Stil, in der eine Übung mit Selbstausdruck und Ausstrahlung vorgeführt wird.
PropellingWenn ein/e Partner*in eine Person wirft oder ein/e Partner*in als Absprunghilfe in eine Flugphase genutzt wird.
SagittalEine der Körperebenen; teilt den Körper in rechts und links. Beispiel: „Sagittalspagat“ – Spagatposition mit Beinen vor und hinter dem Körper.
SeniorSRSenior-Division: 18 Jahre im Wettkampfjahr.
Slide (Gleiten)Bewegung entlang einer Fläche bei ständigem Kontakt mit der Fläche.
Split (Sagittal) (Spagat)Beine voll gestreckt vor und hinter dem Körper im Sagittalspagat (180°).
Static Strength (statische Kraft)Isometrische Muskelkraft/-kontraktion – Kraft ohne Bewegung wie in der Familie Support.
Straddle (Grätsche)Seitlich geöffnete Beine (mindestens 90°), parallel zum Boden, Körper in Hechtposition.
Straddle CutIn der Flugphase werden die Beine seitlich gegrätscht und nach vorne durchgeführt, um gestreckt im Stütz rücklings zu landen; die Füße sind während des Elements vom Boden abgehoben.
Style (Stil)Unverwechselbare oder charakteristische Handlungsweise bzw. Art der Vorführung.
Support (Stütz)Das ganze oder einen Teil des Gewichts tragen. Durch isometrische Muskelkontraktion das Körpergewicht mit dem Arm/den Armen am Boden halten. Bei Schwierigkeitselementen muss das Gewicht mindestens 2 Sekunden gehalten werden.
Surface / Floor (Boden)Niedrigste Ebene: Bewegungen, bei denen andere Körperteile als die Füße Bodenkontakt haben.
Swing (Schwung)Sich um eine Achse vor und zurück oder seitlich hin und her bewegen.
Switch (Wechsel)Bewegungsaktion des Beinwechsels.
Synchronization (Synchronität)SynchroDie Fähigkeit, alle Bewegungen als Einheit mit identischem Bewegungsumfang auszuführen, gleichzeitig zu beginnen und zu enden und dieselbe Qualität zu zeigen.
TCTechnisches Komitee
Technical Skill (technische Fähigkeit)SkillDie Fähigkeit, Bewegungen mit perfekter Technik unter Einsatz der maximalen körperlichen Kapazität (dynamische/statische Beweglichkeit, Muskelkraft, Amplitude, Schnellkraft, Kraftausdauer) präzise und mit korrekter Form, Haltung und Ausrichtung zu zeigen.
Technical Requirement (technische Anforderung)Anforderungen an die Ausführung von Schwierigkeitselementen, damit sie als Element anerkannt werden. Werden sie nicht erfüllt, erhält das Element keinen Wert.
Theme (Thema)Verbindende oder dominierende Idee, Motiv usw. wie in einem Kunstwerk.
Transition (Übergang)Verbindende Bewegungen zu und von einer anderen Ebene im Raum (Boden, Stand, Luft).
Tuck (Hocke)Beide Beine werden mit gebeugten Knien nahe an die Brust gezogen.
Turn (Drehung)Jede Rotation, die entweder mit Bodenkontakt oder in der vertikalen Linie in der Luft ausgeführt wird.
Twist (Schraube)Jede Rotation außerhalb der vertikalen Linie.
Vertical (vertikal)Im rechten Winkel (90°) zu einer horizontalen Ebene.
YouthYouth-Division: 12–14 Jahre im Wettkampfjahr.
★ 7 Basic Steps (7 Grundschritte)March, Jog, Skip, Knee Lift, Kick, Jack, Lunge.
Original S. 107
Anatomische Körperebenen (transversal, frontal, sagittal) · Hautfarbene Bekleidung (nicht erlaubt) · Überlappung (in einer Reihe)