Aerobic Gymnastics – Wertungsvorschriften 2025–2028
Genehmigt vom FIG-Exekutivkomitee im Februar 2024 · Veröffentlichung: 5. Februar 2025
Einleitung zu den FIG-Wertungsvorschriften Aerobic Gymnastics – 16. Zyklus 2025–2028
Von Tammy Yagi-Kitagawa, Präsidentin des FIG Aerobic Gymnastics Technical Committee (FIG AER TC)
Das FIG AER TC freut sich, dem FIG-Exekutivkomitee (EC) und den FIG-Mitgliedsverbänden diese Wertungsvorschriften 2025/2028 vorzulegen, deren Inkrafttreten mit 1. Jänner 2025 vorgeschlagen wird.
Die Wertungsvorschriften berücksichtigen Vorschläge von:
- den FIG-Gremien
- den Aerobic-Gymnastics-TCs der kontinentalen FIG-Unionen
- den FIG-Mitgliedsverbänden
- internationalen Kampfrichter*innen, Trainer*innen und Gymnast*innen
Die wichtigsten Änderungen betreffen …
- Überarbeitetes Format der Wertungsvorschriften (CoP).
- Umbenennung von „Age Group“ in „Youth“ (Jugend).
- Die Wettkampffläche beträgt für alle Divisionen aller Kategorien 10 × 10 m.
- Übungslänge für alle Kategorien: SR und JR 1’25“ (± 5 Sekunden); Youth und ND 1’15“ (± 5 Sekunden).
- Einige Änderungen und Klarstellungen bei den Bekleidungsvorschriften (Dress Code).
- Einige Schwierigkeitselemente hinzugefügt und einige Gruppierungen überarbeitet (inkl. Werte und Anzahl der Elemente).
- Umbenennung von „Minimum Requirement“ in „Technical Requirement“ (technische Anforderung).
- Reduktion auf 8 Elemente in allen Kategorien.
- 1 Element aus Gruppe C, Familie 7 ist für die Kategorie IW verpflichtend.
- Reduktion auf 1 Kombinationsset von Elementen in allen Kategorien.
- Männliche Gymnasten dürfen – unabhängig von der Kategorie – aus medizinischen Gründen nicht im Spagat landen.
- „Coefficient“ wurde in „Divisor“ umbenannt, analysiert und geändert.
- Akro-Variationen werden nicht als akrobatische Elemente gezählt.
- Artistik wird zusätzlich zur Skala auch mit Abzügen (Reduktion) bewertet.
- Überarbeitete Kriterien für Artistik.
- Keine Pflichtelemente für Junior und Youth.
- Die Meldung (Entry) für IM/IW wurde überarbeitet.
Im Namen des FIG AER TC.
Impressum
Ich danke dem amtierenden FIG AER TC für seine unermüdliche Arbeit bei der Erstellung dieser neuen Wertungsvorschriften. Alle Mitglieder des FIG Aerobic Gymnastics Committee haben zur Überarbeitung beigetragen.
| Name | Funktion | Land |
|---|---|---|
| Tammy YAGI-KITAGAWA | Präsidentin | JPN |
| Jorge FILLON | 1. Vizepräsident | ARG |
| Maria Cristina CASENTINI | 2. Vizepräsidentin | ITA |
| Desislava BOGUSHEVA | Mitglied | BUL |
| Vladislav OSKNER | Mitglied | RUS |
| Ana MACANITA | Mitglied | POR |
| Maria Eduarda DE OLIVEIRA POLI | Mitglied | BRA |
| Dora DEMETER-HEGYI | Athletenvertreterin | HUN |
Das FIG AER TC dankt außerdem Gerald BIDAULT (FIG) für seine außergewöhnliche Arbeit bei der Erstellung der „Interaktiven Wertungsvorschriften“ auf der FIG-Website, inklusive Zeichnungen, Kurzschrift und Videos.
| Zeichnungen | Gerald BIDAULT | FIG IT Department | FIG |
| Redaktion | Alexandre COLA | FIG Sport Events Manager | FIG |
Diese Wertungsvorschriften sollen vom FIG-Exekutivkomitee (FIG EC) zur Anwendung ab 1. Jänner 2025 genehmigt werden.
Bitte beachten: Diese Wertungsvorschriften, die auch technische Aspekte enthalten, sind in Verbindung mit den jeweils gültigen FIG-Statuten und dem Technischen Reglement zu lesen. Bei Widersprüchen zwischen Wertungsvorschriften und Technischem Reglement hat das Technische Reglement Vorrang.
Die englische Fassung ist der offizielle Text.
Teil 1 – Allgemeine Informationen
Kapitel 1 – Allgemeine Informationen (SR-Weltmeisterschaften)
1.1 Die Wertungsvorschriften
Allgemeiner Zweck
Grundsätzlich gelten diese Wertungsvorschriften für die Senior-Division – WM (ab 18 Jahren) und stellen die Mittel bereit, um eine möglichst objektive Bewertung von Übungen in Aerobic Gymnastics auf internationalem Niveau zu gewährleisten.
Für die spezifischen Regeln der Junior- und Youth-Divisionen siehe zusätzlich zu den Wertungsvorschriften Anhang 3 und 4.
Ist in den betreffenden Abschnitten der spezifischen Regeln nichts angeführt, gelten die Wertungsvorschriften der Senior-Kategorien.
1.2 Wettkämpfe
Status
Der offizielle FIG-Wettkampf in Aerobic Gymnastics ist die „Weltmeisterschaft“ in Aerobic Gymnastics.
1.3 Wettkampfprogramm
A. Zeiträume
Die Weltmeisterschaften in Aerobic Gymnastics finden alle zwei Jahre in den geraden Jahren statt.
B. Wettkampfplan
Zum allgemeinen Ablauf der Weltmeisterschaften in Aerobic Gymnastics siehe T.R. (Technisches Reglement).
Der Wettkampfplan muss vom FIG AER TC genehmigt und im Work Plan veröffentlicht werden.
1.4 Teilnahmekriterien
A. Allgemeine Rechte
Die Weltmeisterschaften in Aerobic Gymnastics stehen Teilnehmer*innen offen, die:
- von ihrem der FIG angeschlossenen nationalen Verband gemeldet wurden;
- die Anforderungen der gültigen FIG-Statuten und des FIG-Technischen Reglements erfüllen.
B. Alter (siehe T.R.)
Bei offiziellen Senior-Wettkämpfen der FIG müssen die Teilnehmer*innen im Jahr des Wettkampfs mindestens 18 Jahre alt sein.
C. Nationalität (siehe T.R.)
Teilnehmer*innen und Kampfrichter*innen, die ihre Nationalität wechseln, müssen die Richtlinien der Olympischen Charta und der FIG-Statuten befolgen.
Nationalitätswechsel werden vom FIG EC behandelt.
1.5 Die Kategorien
Anzahl der Kategorien
Die Aerobic-Gymnastics-Weltmeisterschaften umfassen folgende Kategorien:
⇒ Aerobic Gymnastics
| Symbol | Kategorie | Zusammensetzung |
|---|---|---|
| IM | Einzel Männer | 1 Teilnehmer (männlich) |
| IW | Einzel Frauen | 1 Teilnehmerin (weiblich) |
| MP | Mixed-Paar | 1 Mann / 1 Frau |
| TR | Trio | 3 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt) |
| GR | Gruppe | 5 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt) |
⇒ Aerobic Dance & Aerobic Step mit spezifischen FIG-Regeln (siehe Anhang 1 und 2)
| Symbol | Kategorie | Zusammensetzung |
|---|---|---|
| AD | Aerobic Dance | 8 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt) |
| AS | Aerobic Step | 8 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt) |
1.6 Meldeverfahren für Weltmeisterschaften
Siehe T.R.
1.7 Namensänderungen
Siehe T.R.
1.8 Qualifikationsdurchgänge und Finali
A. Anzahl der Teilnehmer*innen in den Qualifikationsdurchgängen
Höchstzahl für die Qualifikationsdurchgänge (Senior):
- drei pro Verband bei IM, IW;
- zwei pro Verband bei MP, TR;
- eine/r pro Verband bei GR, AD und AS.
B. Anzahl der Teilnehmer*innen in den Finali
Die acht besten Ergebnisse aller Kategorien (maximal 2 pro Verband bzw. 1 bei GR, AD und AS) dürfen an den Finali teilnehmen (siehe T.R.).
C. Regeln bei Punktegleichstand (siehe T.R. Abschnitt 6)
Bei Gleichstand auf irgendeinem Platz in Qualifikation oder Finale wird dieser anhand folgender Kriterien in dieser Reihenfolge aufgelöst:
- 1. Die höchste Gesamtnote in Ausführung (Execution)
- 2. Die höchste Gesamtnote in Artistik
- 3. Die höchste Gesamtnote in Schwierigkeit (Difficulty)
- 4. Besteht weiterhin Gleichstand, wird dieser nicht aufgelöst.
D. Mannschaftswertung (siehe T.R. Abschnitt 6)
Die Mannschaftswertung wird aus den 5 Kategorien der Aerobic Gymnastics (IM/IW/MP/TR/GR) ermittelt. Bei Punktegleichstand auf irgendeinem Platz der Mannschaftswertung entscheiden folgende Kriterien:
- 1. Die bestplatzierte Gruppe
- 2. Das bestplatzierte Trio
- 3. Das bestplatzierte MP
- 4. Besteht weiterhin Gleichstand, wird dieser nicht aufgelöst.
1.9 Startreihenfolge
Verfahren der Auslosung (siehe T.R. Abschnitt 1 & 6)
- 1. Eine Auslosung bestimmt die Startreihenfolge der Qualifikationsdurchgänge und der Finali. Die Lose werden in Anwesenheit der Präsidentin/des Präsidenten des Aerobic Gymnastics TC oder eines nominierten TC-Mitglieds gezogen.
- 2. Die Auslosung findet innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf der Frist für die definitive Meldung statt.
- 3. Die Verbände werden vom Generalsekretär mindestens einen Monat vorher über Zeit und Ort der Auslosung informiert und sind berechtigt, bei der Auslosung anwesend zu sein.
- 4. Die Medien werden informiert und dürfen Vertreter*innen entsenden; die örtliche Behörde, in deren Gebiet die Auslosung stattfindet, wird eingeladen, Vertreter*innen zu entsenden.
- 5. Die Lose werden von einer „neutralen“ Person oder per Computer gezogen.
- 6. Die Auslosung bestimmt die Reihenfolge, in der das Los für jedes Team bzw. jede/n Gymnast*in gezogen wird, und legt die Reihenfolge fest, in der das Team bzw. die/der Gymnast*in im Wettkampf startet.
- 7. „10-Minuten-Regel“
- Ein/e Gymnast*in darf in maximal 3 Kategorien (einschließlich AD und AS) antreten. Zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit hat die FIG festgelegt, dass Gymnast*innen, die in mehreren Qualifikationen/Finali antreten, 10 Minuten Erholung benötigen, bevor sie erneut starten. Diese Erholungszeit entspricht 4 Wettkampfvorführungen (siehe T.R.).
- Die Auslosung wird nach diesem Prinzip angepasst. Startet ein/e Gymnast*in oder eine Gruppe in einem Durchgang als 7. und wird im nächsten Durchgang auf Position 1–3 gelost, wird die neue Startposition die 4. Startet ein/e Gymnast*in oder eine Gruppe in einem Durchgang als Letzte/r und wird im nächsten Durchgang auf Position 1–4 gelost, wird die neue Startposition die 5.
- Die/der Präsident*in der Superior Jury nimmt diese Anpassung bei Bedarf vor; sobald die qualifizierten Gymnast*innen feststehen, erstellt der Ergebnisdienst eine angepasste Auslosung und Startliste. Dieses Prinzip gilt für alle folgenden Durchgänge, für andere Finalwettkämpfe sowie für die World Games (Qualifikationen).
1.10 Einrichtungen
A. Trainingsbereich
Den Teilnehmer*innen steht mindestens 2 Tage vor Wettkampfbeginn eine Trainingshalle zur Verfügung. Sie ist mit geeigneter Tonanlage und einer Wettkampffläche in voller Größe ausgestattet. Der Zugang zur Fläche erfolgt nach einem Rotationsplan, der vom LOC erstellt und vom FIG AER TC genehmigt wird.
B. Wartebereich
Ein ausgewiesener, mit dem Podium verbundener Bereich wird als Wartebereich bezeichnet. Er darf nur von den Teilnehmer*innen der nächsten zwei Starts und deren Trainer*innen genutzt werden. Andere Personen dürfen den Bereich nicht nutzen.
1.11 Außergewöhnliche Umstände
Außergewöhnliche Umstände sind wie folgt definiert:
- Falsche Musik wird eingespielt (falsche Musik, Musikverzerrung, Unterbrechung usw.).
- Musikprobleme aufgrund einer Fehlfunktion der Anlage.
- Störungen durch allgemeinen Geräteausfall – Beleuchtung, Bühne, Halle.
- Das Hineingelangen eines Fremdkörpers in die Vorführfläche durch eine Person oder auf andere Weise als durch die/den Teilnehmer*in.
- Außergewöhnliche Umstände, die ein Verlassen der Fläche (walk-over) außerhalb des Einflussbereichs der Teilnehmer*innen verursachen.
Es liegt in der Verantwortung der Teilnehmer*innen, die Übung sofort abzubrechen, wenn ein oben genannter außergewöhnlicher Umstand eintritt.
Bei falscher Musik müssen die Teilnehmer*innen dies innerhalb von 10 Sekunden durch Abbruch der Vorführung anzeigen. Sie verlassen die Wettkampffläche. Nach Entscheidung der/des Oberkampfrichter*in (CJP) darf die Übung nach Behebung des Problems neu begonnen werden. Zuvor vergebene Noten werden nicht berücksichtigt.
Ein Protest nach Beendigung einer Übung wird nicht angenommen.
Situationen, die oben nicht angeführt sind, werden durch eine Prüfung der Umstände durch die Superior Jury gelöst. Die Entscheidung der Superior Jury ist endgültig.
1.12 Wettkampffläche / Sitzordnung der Kampfrichter*innen

A. Podium (siehe T.R.)
Die Höhe des Podiums ist im Technischen Reglement festgelegt. Ein Podium und ein hinten durch einen Hintergrund abgeschlossener Bereich sind verpflichtend (außer bei World Games und World Cups).
B. Wettkampfboden und Wettkampffläche (siehe T.R.)
Die Größe des Wettkampfbodens ist im Technischen Reglement festgelegt. Er muss für alle Kategorien eine deutlich markierte Wettkampffläche von 10 m × 10 m aufweisen. Die Klebebandbreite (5 cm) ist in den Maßen der Wettkampffläche enthalten (siehe Gerätenormen).
Bei Wettkämpfen dürfen nur Böden mit gültigem FIG-Zertifikat verwendet werden.
C. Sitzordnung
Weltmeisterschaften: Die Kampfgerichte sitzen direkt vor dem Podium (Abstand siehe T.R.).
Die Linienrichter*innen sitzen diagonal an zwei Ecken (siehe Kapitel 7, Linienrichter*in).
Die Superior Jury sitzt auf einem Podium unmittelbar hinter den Kampfgerichten.
Legende: Linie (L) – Artistik (A) – Ausführung (E) – Schwierigkeit (D) – Zeit (T) – Oberkampfrichter*in (CJP) – LOC-Sekretär*in (Sec) – Ausführungs-Supervisor (ES) – Artistik-Supervisor (AS) – Schwierigkeits-Supervisor (DS) – Assistent*in der Superior Jury (SJA) – Präsident*in der Superior Jury (SJP)
D. Einschränkungen
Teilnehmer*innen, Trainer*innen und alle unbefugten Personen dürfen den Wartebereich während des Wettkampfs nicht betreten, außer sie werden von einer/einem Offiziellen des LOC oder der FIG aufgerufen.
Trainer*innen müssen sich, während ihre Teilnehmer*innen antreten, mit angemessenem Verhalten im Wartebereich aufhalten. Trainer*innen, Teilnehmer*innen und alle unbefugten Personen dürfen den Kampfrichterbereich nicht betreten. Missachtung dieser Einschränkungen kann zur Disqualifikation der Teilnehmer*innen durch die Superior Jury führen.
Während der Vorführung der Übungen darf die/der Trainer*in (oder ein anderes Delegationsmitglied) in keiner Weise mit den Gymnast*innen oder den Kampfrichter*innen kommunizieren (siehe undiszipliniertes Verhalten unter CJP).
1.13 Musiklänge
Die Länge der Übungsmusik ist wie folgt, mit einer Toleranz von plus/minus 5 Sekunden (in 1-Sekunden-Schritten). Die Zeit beginnt mit dem ersten hörbaren Ton der Musik (Startsignal/Piepton nicht eingeschlossen) und endet, wenn kein Ton mehr hörbar ist (für Junior und Youth siehe Anhänge).
- Alle Kategorien: 1 Minute 25 Sekunden (± 5 Sekunden)
1.14 Musikbegleitung
A. Ausrüstung
Die Tonanlage muss professionellen Standard haben und neben der üblichen Ausstattung folgende wesentliche Komponenten umfassen: getrennte Lautsprecher für die Teilnehmer*innen und das Abspielgerät (PC usw.).
B. Aufnahme
Um die Musikverwaltung zu vereinfachen und technische Probleme während der Wettkämpfe zu begrenzen, empfiehlt die FIG, die Vielfalt der Musikformate zu reduzieren und nur digitale Musikformate (MP3-Datei, USB-Stick) zu verwenden.
Maßgeblich für das Format der Musikdatei (z. B. MP3) sind jedoch die Directives und der Work Plan des Wettkampfs sowie die Anweisungen des Organisationskomitees.
Die Musik nur einer Übung soll im vom LOC verlangten Dateiformat vorliegen. Teilnehmer*innen müssen zwei Kopien ihrer Musik zum Wettkampf mitbringen; die Musikdatei ist wie folgt zu benennen:
- Name der Nation (offizielle Länderabkürzung).
- Vor- und Nachname der/des Einzelstarter*in bzw. die Nachnamen bei MP, TR, GR, AD, AS.
- Die Kategorie (IM, IW, MP, TR, GR, AD, AS) (Senior, Junior, Youth).
Delegationsmitglieder werden ersucht, für die Trainingseinheiten und für den Fall technischer Probleme eine Ersatzkopie ihrer Musik auf USB-Stick bereitzuhalten.
C. Qualität
Die Aufnahme muss hinsichtlich der Tonwiedergabe professionellen Standards entsprechen.
D. Musikrechte
FIG und LOC können nicht garantieren, dass die für eine Übung gewählte Musik gesendet werden darf.
Zusammen mit der namentlichen Meldung ist eine Liste aller verwendeten Musikstücke mit Titel, Interpret*in und Komponist*in an das LOC und – bei Weltmeisterschaften – an das FIG-Sekretariat zu senden.
1.15 Ergebnisse
A. Anzeige und Verteilung der Ergebnisse
Für jede Übung müssen die Gesamtnoten (A-, E-, D-Note), Strafabzüge, Endnote und Platzierung öffentlich angezeigt werden. Nach der Qualifikation erhält jeder teilnehmende Mitgliedsverband eine vollständige Kopie der Ergebnisse, jedoch nicht der Detailergebnisse. Am Ende des Wettkampfs erhält jeder teilnehmende Mitgliedsverband einen vollständigen Satz aller Detailergebnisse (siehe T.R. Abschnitt 1).
B. Anfragen (Inquiries)
Siehe T.R. Abschnitt 1.
C. Endergebnisse
Bei den Finali werden keine Punkte übernommen (kein Carry-over).
Die im Finale erzielte Note bestimmt die Platzierung.
1.16 Auszeichnungen
(siehe T.R. Abschnitt 1)
A. Zeremonien
Siehe die speziellen Bestimmungen für FIG-Siegerehrungen.
Die/der zuständige FIG-Offizielle muss die detaillierte Organisation genehmigen.
B. Auszeichnungen
Medaillen werden an die ersten drei Plätze vergeben. Jede/r Finalist*in erhält ein Diplom.
Alle Teilnehmer*innen und Offiziellen erhalten eine Teilnahmebestätigung.
1.17 „Aerobic Gymnastics“
A. Definition
Aerobic Gymnastics ist die Wettkampfdisziplin, die auf der kontinuierlichen Ausführung verschiedenster Aerobic-Bewegungsmuster (Aerobic Movement Patterns) zur Musik beruht und ihren Ursprung in traditionellen Aerobic-Übungen hat. Die Übung muss eine perfekte Ausführung aller Komponenten zeigen.
B. Inhalte der Übungszusammenstellung
Die Übung muss folgende Bewegungen zur Musik integrieren:
- Aerobic-Bewegungsmuster (Aerobic Movement Patterns, AMP)
- Schwierigkeits- / akrobatische Elemente
- Übergänge / Verbindungen (Transitions / Links)
- Zusammenarbeit / Partnerarbeit (MP / TR / GR / AD / AS)
Die Übung muss ein Gleichgewicht zwischen den Komponenten zeigen. Alle Bewegungen müssen präzise sein und eine klare Form haben. Wesentlich ist eine ausgewogene Nutzung des gesamten Raums während der ganzen Übung. Themen, die Gewalt und Rassismus zeigen, sowie solche mit religiösen oder sexuellen Konnotationen entsprechen nicht den olympischen Idealen und dem Ethikkodex der FIG.
1.18 Neue Schwierigkeitselemente
Die Einstufung neuer Schwierigkeitselemente kann AUSSCHLIESSLICH das FIG AER TC vornehmen, das diese einmal pro Jahr bewertet. Anträge müssen vor dem 15. Jänner an das FIG-Sekretariat gesendet werden.
Zur Bewertung eingereichte Schwierigkeitselemente müssen:
- keine Variation eines bestehenden Elements sein – ausgenommen die Erhöhung der Drehungen/Schrauben (maximal 3 Umdrehungen) in Gruppe B;
- einen schriftlichen Elementnamen und eine Beschreibung haben;
- aus zwei Kamerawinkeln (von vorne und von der Seite) gefilmt sein;
- die technische Anforderung für die „Anerkennung als gültiges Element“ erfüllen;
- auf einer Wettkampffläche oder einer Landematte von höchstens 15 cm Höhe ausgeführt werden.
Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, lehnt das FIG AER TC die Einstufung der Schwierigkeitselemente ab.
Der antragstellende Mitgliedsverband wird über die Einstufung informiert, sobald das FIG AER TC entschieden hat.
Das FIG AER TC veröffentlicht die neuen Elemente nur einmal pro Jahr in den Newsletters.
Kapitel 2 – Jury / Kampfrichter*innen
Alle Jurys müssen ein gültiges FIG-Brevet in der Disziplin Aerobic Gymnastics besitzen.
2.1 Superior Jury
A. Zusammensetzung der Superior Jury bei Weltmeisterschaften
| Position | Verantwortliche Person | Aufgabe |
|---|---|---|
| Präsident*in der Superior Jury (SJP) | TC-Präsident*in | Kontrolle des gesamten Wettkampfs |
| Schwierigkeits-Supervisor (DS) | 2 TC-Mitglieder | Kontrolle der Schwierigkeitsnote |
| Ausführungs-Supervisor (ES) | 2 TC-Mitglieder | Kontrolle der Ausführungsnote |
| Artistik-Supervisor (AS) | 2 TC-Mitglieder | Kontrolle der Artistiknote |
| Assistent*in der Superior Jury (SJA) | 1 TC-Mitglied | Unterstützung der SJP |
B. Aufgaben und Kriterien
Die Superior Jury ist dafür verantwortlich, die Arbeit aller Kampfrichter*innen und der/des Oberkampfrichter*in gemäß den Regeln zu kontrollieren und eine korrekte Veröffentlichung der Endnoten zu gewährleisten. Sie erfasst die Abweichungen der Kampfrichternoten.
Bei wiederholten Abweichungen hat die Superior Jury das Recht, eine/n Kampfrichter*in zu verwarnen oder durch eine/n Ersatzkampfrichter*in zu ersetzen.
Die SUPERIOR JURY muss (siehe auch FIG T.R. Abschnitt 1 Art. 7.8.1):
- 1. den Wettkampf beaufsichtigen und sich mit allen Disziplinverstößen oder außergewöhnlichen Umständen befassen, die den Ablauf des Wettkampfs beeinträchtigen;
- 2. bei einem schwerwiegenden Bewertungsfehler eingreifen;
- 3. die von den Kampfrichter*innen vergebenen Noten laufend überprüfen und jede/n Kampfrichter*in verwarnen, deren/dessen Arbeit unbefriedigend ist oder Parteilichkeit zeigt;
- 4. die/den betreffende/n Kampfrichter*in bei Bedarf abberufen, wenn auf eine Verwarnung keine zufriedenstellende Reaktion erfolgt ist;
- 5. endgültige Entscheidungen über Verwarnungen / Disqualifikationen von Trainer*innen und Gymnast*innen treffen, auch wenn die/der CJP sie konsultiert.
Verstöße gegen Anweisungen der Superior Jury, der/des Oberkampfrichter*in und gegen die Wertungsvorschriften können Sanktionen nach sich ziehen, die von der/dem Präsident*in des FIG Aerobic Gymnastics Committee verhängt werden.
Verstöße gegen die Wertungsvorschriften umfassen (siehe auch Anhang zum CoP):
- a. absichtliche Verletzung der Wertungsvorschriften
- b. absichtliche Bevorzugung oder Benachteiligung einer/eines oder mehrerer Teilnehmer*innen
- c. Nichtbefolgen der Anweisungen des Aerobic Gymnastics Committee, der Superior Jury oder der/des Oberkampfrichter*in
- d. wiederholt zu hohe oder zu niedrige Noten; Nichtbefolgen der Anweisungen für einen geordneten und disziplinierten Wettkampf
- e. Nichtteilnahme an den Kampfrichtersitzungen
- f. unangemessene Kleidung
Die Superior Jury oder die/der Oberkampfrichter*in kann folgende Sanktionen verhängen:
- a. mündliche oder schriftliche Verwarnung
- b. Ausschluss vom jeweiligen Wettkampf
Die Disziplinarkommission kann folgende Sanktionen verhängen:
- a. Ausschluss als Kampfrichter*in von internationalen Wettkämpfen für einen bestimmten Zeitraum
- b. Herabstufung der Brevet-Kategorie
- c. Entzug des Brevets
- d. Nichtzulassung von Kampfrichter*innen eines beteiligten Verbands für einen bestimmten Zeitraum (siehe FIG Judges‘ Rules)
Das FIG EC ist befugt, über die Regeln für die Superior Jury und die spezifischen Rollen der TC-Mitglieder während eines Wettkampfs zu entscheiden.
2.2 Kampfrichter*innen
A. Zusammensetzung des Kampfgerichts (siehe T.R. / General Judges‘ Rules)
Kampfgerichte bei folgenden Wettkampfgruppen: Gruppe 2 – Weltmeisterschaften, The World Games; Gruppe 3 – Kontinentalmeisterschaften, World-Cup-Events (für andere Wettkämpfe siehe General Judges‘ Rules).
| Position | Gruppe 2 | Gruppe 3 |
|---|---|---|
| Oberkampfrichter*in (CJP) | 1 | 1 |
| E-Jury (Ausführung) | 6 | 4 |
| A-Jury (Artistik) | 6 | 4 |
| D-Jury (Schwierigkeit) | 2 | 2 |
| Linienrichter*innen | 2 | 2 |
| Zeitrichter*in | 1 | 1 |
| GESAMT | 18 | 14 |
B. Kriterien (siehe auch FIG T.R. Abschnitt 1 Art. 7.13)
Kampfrichter*innen müssen eng mit Aerobic Gymnastics verbunden bleiben und ihr praktisches Wissen ständig erweitern. Grundvoraussetzungen für ihre Tätigkeit sind:
- a. ausgezeichnete Kenntnis der FIG-Wertungsvorschriften
- b. ausgezeichnete Kenntnis des FIG-Technischen Reglements (FIG T.R.)
- c. ausgezeichnete Kenntnis neuer Schwierigkeitselemente
Voraussetzungen für das Werten bei offiziellen FIG-Wettkämpfen:
- a. Besitz eines gültigen FIG-Brevets des aktuellen Zyklus
- b. Registrierung durch den nationalen Verband in der FIG-Datenbank
- c. ausgezeichnete Kenntnis der Aerobic Gymnastics und Nachweis fundierten, unparteiischen Wertens
- d. Kampfrichter*innen, die nahe Familienangehörige (siehe FIG-Ethikkodex Art. 2) einer/eines aktiven Gymnast*in sind, dürfen diese/n Gymnast*in bzw. deren/dessen Einheit (Paar, Gruppe usw.) nicht werten und daher diese Kategorie nicht werten.
- e. Unmittelbar nach Ende jedes Wettkampfs muss die/der CJP der Superior Jury (falls nicht vorhanden, der/dem TD) einen Bericht über alle Abweichungen in der Arbeit der Kampfrichter*innen übermitteln.
Alle Mitglieder des Kampfgerichts sind verpflichtet:
- a. an allen Sitzungen, Briefings und Debriefings teilzunehmen;
- b. zur festgelegten Zeit laut Zeitplan im Wettkampfbereich anwesend zu sein.
Während des Wettkampfs wird von jeder/jedem Kampfrichter*in verlangt:
- a. den zugewiesenen Platz nicht zu verlassen;
- b. keinen Kontakt mit anderen Personen zu haben;
- c. keine Gespräche mit Trainer*innen, Teilnehmer*innen und anderen Kampfrichter*innen zu führen;
- d. die vorgeschriebene Wettkampfuniform (Professional Attire) gemäß den General Judges‘ Rules zu tragen – ausgenommen bei anderen Wettkämpfen, bei denen die Uniform vom Organisationskomitee gestellt wird.
Teil 2 – Bewertung
Kapitel 3 – Bewertung durch die/den Oberkampfrichter*in (CJP)
3.1 Bekleidungsvorschriften (Dress Code)
Der Wettkampfanzug der Teilnehmer*innen muss erkennen lassen, dass er dem sportlichen Profil einer Turndisziplin entspricht. Der Gesamteindruck soll ein gepflegtes und korrektes sportliches Erscheinungsbild sein. Er muss sportlich und darf kein Kostüm sein. Für Aerobic Dance und Aerobic Step siehe Anhang 1 und 2.
3.1.1 Korrekte Bekleidung – sportliches Profil (insgesamt -0.3 Abzug)
(siehe auch Competition Clothing and Advertising Rule)
- 1. Es muss korrekte Stützwäsche getragen werden.
- 2. Die Haare müssen ordentlich und fixiert sein und dürfen weder Gesicht noch Schultern berühren. Kurze Pferdeschwänze sind erlaubt.
- 3. Die Teilnehmer*innen müssen weiße Aerobic-Schuhe und optional weiße Socken tragen.
- 4. Der Anzug darf sich während der Übung nicht verändern (Farbwechsel, Öffnen des Brustbereichs usw.).
- 5. Make-up nur für Frauen und sparsam verwendet (Theatermasken/-Make-up sind nicht erlaubt).
- 6. Lose und zusätzliche Teile an der Bekleidung sind nicht erlaubt (siehe NL #5 2023: 3D-Design, LED, Handschuhe, Stulpen, Gürtel usw.).
- 7. Schmuck darf nicht getragen werden.
- 8. Zerrissene Bekleidung oder Unterwäsche dürfen während der Vorführung nicht sichtbar sein.
- 9. Die Bekleidung darf nicht durchsichtig sein. Werden Teile aus Spitze (transparentem Material) verwendet (vom Rumpf bis zur Brust), müssen sie gefüttert sein.
- 10. Die Bekleidung muss aus nicht durchsichtigem Material sein, ausgenommen Ärmel bei Frauen.
- 11. Becken-/Schrittbereich müssen bis zu den Hüftknochen mit nicht durchsichtigem, nicht hautfarbenem Material bedeckt sein.
- 12. Fast vollständig hautfarbene Anzüge (siehe Glossar) sind nicht erlaubt – sie wirken im Fernsehen wie Nacktheit.
- 13. Bodypainting ist nicht erlaubt.
- 14. Unsachgemäße Verwendung von Magnesia ist nicht erlaubt.
- 15. Nur hautfarbenes Tape ist erlaubt (keine Bandagen/Riemchen).
- 16. Bekleidung, die Krieg, Gewalt, politische oder sexistische Ideologien oder religiöse Themen darstellt, ist nicht erlaubt (siehe FIG-Regel Competition Clothing and Advertising).
3.1.2 Wettkampfbekleidung – Frauen
- 1. Frauen müssen einen einteiligen Anzug mit hautfarbener oder transparenter Strumpfhose oder einen langen Unitard (einteiliger Anzug vom Hals bis zum Knöchel) tragen.
- 2. Verzierungen mit verschiedenen Pailletten, Steinen, Stickereien usw. sind erlaubt, müssen aber so fest angenäht sein, dass sie sich nicht bewegen.
- 3. Der Ausschnitt vorne und hinten darf vorne nicht tiefer als bis zur Hälfte des Brustbeins und hinten nicht tiefer als bis zur Unterkante der Schulterblätter reichen.
- 4. Der Beinausschnitt darf nicht höher als die Taille sein; die Außennaht muss über den Darmbeinkamm verlaufen. Der Anzug muss den Schritt vollständig bedecken.
- 5. Bekleidung für Frauen kann mit oder ohne lange Ärmel (1 oder 2 Ärmel) sein. Lange Ärmel enden höchstens am Handgelenk.
- 6. Durchsichtiges Material ohne Futter ist nur für Ärmel erlaubt.

3.1.3 Wettkampfbekleidung – Männer
- 1. Männer müssen 2 Teile (kurze oder lange Hose und ein enganliegendes Oberteil) oder einen langen Unitard tragen.
- 2. Shorts/Hosen müssen locker sein (nicht hauteng), Unterwäsche darf aber nicht sichtbar sein.
- 3. Shorts müssen 1/3 der Oberschenkellänge (Hüftgelenk bis Knie) bedecken.
- 4. Die Bekleidung darf vorne oder hinten keinen offenen Ausschnitt haben.
- 5. Der Armausschnitt darf nicht unterhalb der Schulterblätter geschnitten sein.
- 6. PAILLETTEN jeder Art und lange Ärmel sind bei Männerbekleidung nicht erlaubt.
- 7. Lange Gymnastikhosen (Anzug + Hose) und einteilige Kombi-Hosen sind erlaubt.

3.1.4 Nationales Emblem & Werbung (-0.3 Abzug)
(siehe FIG-Regel Competition Clothing and Advertising)
- Ein/e Gymnast*in muss gemäß der aktuellsten FIG-Regelung eine nationale Kennzeichnung oder ein Emblem am Anzug tragen.
- Ein/e Gymnast*in darf nur jene Werbelogos und Sponsorenkennzeichen tragen, die nach den aktuellsten FIG-Regelungen erlaubt sind.
3.1.5 Uniform – Nationaler Trainingsanzug (Verwarnung – siehe T.R.)
Alle Teilnehmer*innen müssen bei Eröffnungs-, Schluss- und Siegerehrungszeremonien den offiziellen nationalen Trainingsanzug ihres Landes tragen.
3.2 Aufgaben
- Zeichnet die GESAMTE vorgeführte Übung auf.
- Kontrolliert die Arbeit der Kampfrichter*innen gemäß Technischem Reglement.
- Zieht bei Verstößen gemäß Wertungsvorschriften von der Gesamtnote ab.
- Prüft E- und A-Noten auf Plausibilität und spricht Kampfrichter*innen mit signifikanter Abweichung (außerhalb der Toleranz) oder mit nicht begründbaren Noten an und regt eine Notenänderung an (die/der Kampfrichter*in darf ablehnen).
- Gibt die Noten frei – nachdem der Superior Jury bei Bedarf Zeit zum Eingreifen gegeben wurde (15 Sekunden).
- Sobald die Noten öffentlich angezeigt sind, ist keine Änderung mehr möglich – außer bei falscher Notenanzeige oder bei einer Anfrage (Inquiry).
- Unmittelbar nach Ende jedes Wettkampfs muss die/der CJP der Superior Jury (falls nicht vorhanden, der/dem TD) einen Bericht über alle Abweichungen in der Arbeit der Kampfrichter*innen übermitteln.
Die/der CJP muss eingreifen, wenn:
- die Noten des Kampfgerichts falsch oder unmöglich sind;
- ein/e Linienrichter*in einen Fehler nicht gesehen hat;
- die D-Jurys unterschiedliche D-Noten eingeben.
3.3 Abzugskriterien
A. Präsentationsfehler (-0.3)
Auf- und Abtritt: Die Teilnehmer*innen müssen mit natürlicher Arm-/Beinhaltung gehen und sich auf der Wettkampffläche sauber und sportlich präsentieren – ohne theatralische Präsentation, Schuhe-Abwischen usw.
B. Falsche Bekleidung (insgesamt -0.3)
Bekleidungsfehler sind Verstöße gegen den DRESS CODE. Unabhängig von Anzahl oder Schwere der Verstöße wird ein einziger Abzug von -0.3 gegeben.
C. Fehlendes nationales Emblem (-0.3)
Ein/e Gymnast*in muss gemäß den aktuellsten FIG Advertising Rules / Competition Clothing eine nationale Kennzeichnung oder ein Emblem am Anzug tragen.
D. Zeitfehler (-0.5)
| Kategorie (Senior) | Erlaubte Länge | Zeitfehler |
|---|---|---|
| Alle Kategorien: 1’25“ (± 5 Sekunden) | 1’20″–1’30“ | unter 1’20“ oder über 1’30“ |
E. Verspätetes Erscheinen (-0.5)
Wenn ein/e Teilnehmer*in nicht innerhalb von 20 Sekunden nach dem Aufruf auf der Wettkampffläche erscheint.
Akrobatische Elemente
Die akrobatischen Elemente sind auf den folgenden Seiten aufgelistet (Variationen gelten nicht als akrobatische Elemente).
- Akrobatische Elemente können mit 1 oder 2 Händen ODER von 1 oder 2 Füßen ausgeführt werden.
- Akrobatische Elemente dürfen nicht wiederholt werden.
- Ein akrobatisches Element, das als Verbindung (Link) verwendet wird, zählt ebenfalls als 1 Akro.
- MP / TR / GR: Akrobatische Elemente während der Zusammenarbeit mit Körperkontakt sind erlaubt und zählen nicht als akrobatische Elemente.
- MP / TR / GR: Führen mehrere Teilnehmer*innen ein akrobatisches Element aus, müssen sie dasselbe akrobatische Element zur selben Zeit ausführen.
F. Wiederholung akrobatischer Elemente (-0.5 je Mal)
A-1 bis A-5 dürfen nicht wiederholt werden.
G. Unterschiedliche akrobatische Elemente (-0.5 je Mal)
MP, TR, GR: Ausführung unterschiedlicher akrobatischer Elemente zur selben Zeit.
H. Akrobatisches Element zeitversetzt / im Kanon (-0.5 je Mal)
MP, TR, GR: deutlich zeitversetzte Ausführung desselben akrobatischen Elements. Bei Ausführung im Kanon gilt dies nicht als Wiederholung, es wird aber ein Abzug gegeben.
Verbotene Landung
Verbotene Bewegungen sind auf den folgenden Seiten aufgelistet.
I. Verbotene Zusammenarbeit (-0.5 je Mal)
Die Pyramidenhöhe einer Zusammenarbeit in der Übung darf – inklusive Anfangs-/Endpose – nicht höher sein als 2 Personen, die in vertikaler Position stehen (Füße bis über den Kopf gestreckte Arme).
J. Verbotene Bewegungen (-0.5 je Mal)
Die verbotenen Bewegungen P-1 bis P-5 sind in der Übung (auch in der Zusammenarbeit) in allen Kategorien NICHT erlaubt. Abstoßen/Werfen (Propelling) in der Zusammenarbeit ist erlaubt.
K. Verbotene Landung (-0.5 je Mal)
Alle männlichen Gymnasten: Bei den akrobatischen Elementen A-1 bis A-5 (inkl. Variationen) ist die Landung im Sagittal-/Frontalspagat unabhängig von der Kategorie nicht erlaubt.
L. Unterbrechung der Vorführung (-0.5 je Mal)
Eine Unterbrechung liegt vor, wenn ein/e Teilnehmer*in die Choreografie für 2 bis 10 Sekunden nicht ausführt und danach fortsetzt.
M. Abbruch der Vorführung (-5.0)
Ein Abbruch liegt vor, wenn ein/e Teilnehmer*in die Choreografie länger als 10 Sekunden nicht ausführt (gilt für alle Kategorien).
N. Themen (-5.0)
Themen, die gegen die Olympische Charta und den Ethikkodex verstoßen.
O. Undiszipliniertes Verhalten (-0.5 je Mal)
Zeigen Trainer*innen während der Vorführung ihrer Gymnast*innen grobes, undiszipliniertes oder beleidigendes Verhalten, werden der betreffenden Starterin/dem betreffenden Starter Abzüge gegeben.
Zum Beispiel:
- unentschuldigte Verzögerung oder Unterbrechung des Wettkampfs;
- direktes Ansprechen der/des Gymnast*in während der Vorführung;
- Zeichen geben, Zurufe (Anfeuern) oder ähnliches Verhalten während der Vorführung der eigenen Gymnast*innen.
Disziplinarstrafen (gültig für alle Wettkampfphasen)
Verwarnung: Kampfrichter*innen, Trainer*innen, Teilnehmer*innen oder andere Verbandsmitglieder erhalten von der Superior Jury oder der/dem CJP nur eine einzige Verwarnung; unabhängig von der Kategorie führt die zweite Verwarnung zur sofortigen Disqualifikation.
Verwarnungen werden gegeben für:
- Aufenthalt in einem verbotenen / gesperrten Bereich;
- unangemessenes Verhalten auf dem Podium;
- respektloses Verhalten gegenüber Kampfrichter*innen & Offiziellen;
- unsportliches Verhalten;
- Nichttragen des nationalen Trainingsanzugs bei Eröffnungs- & Schlusszeremonie;
- Nichttragen des nationalen Trainingsanzugs bei der Siegerehrung (50 % des Preisgelds).
Disqualifikation, wenn:
- schwere Verstöße gegen FIG-Statuten, Technisches Reglement und/oder Wertungsvorschriften vorliegen;
- ein Walk-over (Nichtantreten) vorliegt.
3.4 Abzüge
Abzüge und Strafen durch die/den Oberkampfrichter*in:
| Code | Detail – Aerobic Gymnastics | Abzug |
|---|---|---|
| A | Präsentationsfehler | -0.3 |
| B | Falsche Bekleidung | -0.3 |
| C | Fehlendes nationales Emblem | -0.3 |
| D | Zeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr) | -0.5 |
| E | Verspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s) | -0.5 |
| F | Wiederholung akrobatischer Elemente | -0.5 (je Mal) |
| G | MP/TR/GR: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit | -0.5 (je Mal) |
| H | MP/TR/GR: gleiche akrobatische Elemente im Kanon (gilt nicht als Wiederholung) | -0.5 (je Mal) |
| I | Verbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe) | -0.5 (je Mal) |
| J | Verbotene Bewegungen (P-1 bis P-5) | -0.5 (je Mal) |
| K | Verbotene Landung: männliche Gymnasten – akrobatische Variationen mit Landung im Spagat/Frontalspagat | -0.5 (je Mal) |
| L | Unterbrechung der Vorführung für 2–10 s | -0.5 (je Mal) |
| M | Abbruch der Vorführung länger als 10 s | -5.0 |
| N | Themen, die gegen Olympische Charta und Ethikkodex verstoßen | -5.0 |
| O | Undiszipliniertes Verhalten | -0.5 (je Mal) |
| W-1 | Aufenthalt in verbotenem Bereich | Verwarnung |
| W-2 | Unangemessenes Verhalten/Benehmen | Verwarnung |
| W-3 | Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.) | Verwarnung |
| D-1 | Walk-over (Nichtantreten) | Disqualifikation |
| D-2 | Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoP | Disqualifikation |
3.5 Akrobatische Elemente und verbotene Bewegungen
Akrobatische Elemente
- Akrobatische Elemente können mit 1 oder 2 Händen ODER von 1 oder 2 Füßen ausgeführt werden.
- A-1 bis A-5 dürfen nicht wiederholt werden.
- Ein akrobatisches Element als Verbindung zählt ebenfalls als 1 Akro.
- MP / TR / GR: Führt mehr als ein/e Gymnast*in ein akrobatisches Element aus, müssen sie dasselbe akrobatische Element (gleiche Akro-Nr.) zur selben Zeit ausführen.
- Akrobatische Elemente in der Zusammenarbeit mit Körperkontakt werden nicht gezählt.
| Nr. | Akrobatisches Element |
|---|---|
| A-1 | Radwende (Round off) |
| A-2 | Walkover (vorwärts / rückwärts) |
| A-3 | Handstandüberschlag (vorwärts) |
| A-4 | Flic-Flac |
| A-5 | Salto 360° (vorwärts, rückwärts, seitwärts) mit oder ohne maximal 1/1 Schraube |

Verbotene Bewegungen / Landungen
- P-1) Statische Bewegungen (länger als 2 Sekunden gehalten), die extreme Beweglichkeit zeigen (z. B. Überstreckung des Rückens, Brücke, Zeigen von Gelenkluxationen usw.).
- P-2) Statischer Handstand, länger als 2 Sekunden gehalten.
- P-3) Hechtrolle mit 1/1 Schraube.
- P-4) Salto mehr als 360° (mit oder ohne Schraube – inkl. Variationen).
- P-5) Akrobatische Elemente, die mit den Ellbogen ausgeführt werden.
- Männliche Gymnasten (alle Kategorien): Akrobatische Variationen mit Landung im Sagittal-/Frontalspagat gelten als verbotene Landung.

3.6 CJP-Abzugstabelle
Die Spalten Senior / Junior / Youth geben an, in welchen Kategorien der Abzug gilt („alle“ = alle Kategorien der jeweiligen Division).
| # | Detail | Abzug | Senior | Junior | Youth |
|---|---|---|---|---|---|
| A | Präsentationsfehler | -0.3 | alle | alle | alle |
| B | Falsche Bekleidung | -0.3 | alle | alle | alle |
| C | Fehlendes nationales Emblem | -0.3 | alle | alle | alle |
| D | Zeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr) | -0.5 | alle | alle | alle |
| E | Verspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s) | -0.5 | alle | alle | alle |
| F | Wiederholung akrobatischer Elemente | -0.5 je Mal | alle | alle | alle |
| G | MP/TR/GR: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit (bei Youth inkl. AD) | -0.5 je Mal | MP, TR, GR | MP, TR, GR | MP, TR, GR, AD |
| H | MP/TR/GR: gleiche akrobatische Elemente im Kanon (keine Wiederholung) (AD bei Youth) | -0.5 je Mal | MP, TR, GR | MP, TR, GR | MP, TR, GR |
| I | Verbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe) | -0.5 je Mal | alle | alle | alle |
| J | Verbotene Bewegungen (P-1 bis P-5) | -0.5 je Mal | alle | alle | alle |
| K | Verbotene Landung: männliche Gymnasten – akrobatische Variationen mit Landung im Sagittal-/Frontalspagat | -0.5 je Mal | alle | alle | alle |
| L | Unterbrechung der Vorführung für 2–10 s | -0.5 je Mal | alle | alle | alle |
| M | Abbruch der Vorführung länger als 10 s | -5.0 | alle | alle | alle |
| N | Themen gegen Olympische Charta und Ethikkodex | -5.0 | alle | alle | alle |
| O | Undiszipliniertes Verhalten | -0.5 je Mal | alle | alle | alle |
| P | AD: mehr akrobatische Elemente in einem Kombinationsset als erlaubt | -0.5 je Mal | AD | AD | AD |
| Q | AD: mehr akrobatische Kombinationssets als erlaubt | -0.5 je Mal | AD | AD | AD |
| R | AD-Youth: Akro-Kombination (A+A) · AS: mehr als 3 Zusammenarbeiten | -0.5 je Mal | AS | AS | AD |
| S | AS: Ausführung von Schwierigkeits-/akrobatischen Elementen (inkl. Variationen) | -0.5 je Mal | AS | AS | – |
| T | Youth: mehr als 2 akrobatische Elemente | -0.5 je Mal | – | – | alle |
| U | Junior: A-5 mit Schraube (inkl. Variationen) · Youth: A-5 ohne Zusammenarbeit (inkl. Variationen) | -0.5 je Mal | – | alle | alle |
| W-1 | Aufenthalt in verbotenem Bereich | Verwarnung | alle | alle | alle |
| W-2 | Unangemessenes Verhalten/Benehmen | Verwarnung | alle | alle | alle |
| W-3 | Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.) | Verwarnung | alle | alle | alle |
| D-1 | Walk-over (Nichtantreten) | Disqualifikation | alle | alle | alle |
| D-2 | Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoP | Disqualifikation | alle | alle | alle |
Kapitel 4 – Bewertung Schwierigkeit (D-Jury)
4.1 Schwierigkeitselemente
Gruppe A (Bodenelemente)
| Familie | Bezeichnung | Basisnamen |
|---|---|---|
| Familie 1 | Dynamische Kraft | Push-Up · A-Frame · Straddle Cut · Explosive High-V · Explosive Capoeira |
| Familie 2 | Statische Kraft | Support · V-Support · Planche |
| Familie 3 | Beinkreisen | Flair · Helicopter |
Gruppe B (Flugelemente)
| Familie | Bezeichnung | Basisnamen |
|---|---|---|
| Familie 4 | Dynamische Sprünge (Pflicht für IM) | Air Turn · Axel · Free Fall · Gainer · Scale · Butterfly · Off Axis |
| Familie 5 | Formsprünge | Tuck · Cossack · Pike · Straddle / Frontal Split |
| Familie 6 | Spagatsprünge | Switch Split · Scissors Leap · Sagittal Split |
Gruppe C (Standelemente)
| Familie | Bezeichnung | Basisnamen |
|---|---|---|
| Familie 7 | Drehungen / Rotationen (Pflicht für IW) | Passé Turn · Horizontal Turn · Illusion |
| Familie 8 | Beweglichkeit / Gleichgewicht (für IM nicht erlaubt) | Split · Vertical Split · Balance |
4.2 Grundregeln für die Ausführung von Schwierigkeitselementen
| Kategorie | Regel |
|---|---|
| Alle Kategorien | Maximal 8 Schwierigkeitselemente (Senior: 0.3 bis 1.0). |
| Mindestens 4 Familien müssen gezeigt werden. | |
| Maximal 2 Elemente aus jeder Familie. | |
| Maximal 1 Element je Basisname. | |
| Maximal 2-mal in Wenson-Position (jede Phase eines Elements, die eine Wenson-Form enthält, zählt als Wenson-Position). | |
| Maximal 3 Elemente mit Landung im Liegestütz (PU) und/oder im Spagat in Gruppe B (ausgenommen männliche Gymnasten aller Kategorien: keine Spagatlandung). | |
| IM | Pflicht: mindestens 1 Element aus Familie 4 (Gruppe B). |
| Familie 8 (Gruppe C) darf nicht gezeigt werden. | |
| IW | Pflicht: mindestens 1 Element aus Familie 7 (Gruppe C). |
| MP / TR / GR | Alle müssen dasselbe Element zur selben Zeit ausführen. |
4.3 Kombination von Schwierigkeits-/akrobatischen Elementen (Verbindung)
Zwei / drei Elemente können direkt ohne Stopp, Zwischenschritt, Zögern oder Übergang kombiniert (verbunden) werden.
Grundregeln für Kombinationen von Schwierigkeits-/akrobatischen Elementen
| Kategorie | Regel |
|---|---|
| Alle Kategorien | In der gesamten Übung ist maximal 1 Kombinationsset erlaubt. |
| Kombinationen von Schwierigkeitselementen können aus unterschiedlichen oder derselben Familie sein. | |
| Akrobatische Elemente können mit oder ohne Schwierigkeitselemente kombiniert werden. | |
| Männliche Gymnasten dürfen mit akrobatischen Elementen nicht im Spagat landen. | |
| IM / IW | Maximal 3 Elemente in 1 Set kombinierbar; sie zählen als 3 Elemente. |
| MP / TR / GR | Maximal 2 Elemente in 1 Set kombinierbar; sie zählen als 2 Elemente. |
| Alle Teilnehmer*innen MÜSSEN eine Kombination derselben Schwierigkeits-/akrobatischen Elemente zur selben Zeit ausführen. |
Kombination von Schwierigkeits-/akrobatischen Elementen und Bewertung
| Kategorie | Bewertung | Beispiel (D = Schwierigkeit, A = Akro) |
|---|---|---|
| Alle Kategorien | +0.0 (kein Zusatzwert) | A + A |
| +0.1 | D + D / D + A / A + D | |
| IM / IW | +0.2 | D + D + D / D + D + A / D + A + D / A + D + D / D + A + A / A + D + A / A + A + D |
| MP / TR / GR | +0.1 | D + D / D + A / A + D |
4.4 Aufgaben
Die D-Jury ist für die Bewertung der Schwierigkeitselemente der Übung und die Ermittlung der korrekten Schwierigkeitsnote verantwortlich. Die D-Jury ist verpflichtet, jedes korrekt gemäß den technischen Anforderungen ausgeführte Element anzuerkennen und anzurechnen.
Elemente, die die technischen Anforderungen nicht erfüllen, und/oder Elemente mit Sturz werden gezählt, erhalten aber keinen Wert.
- Aufzeichnen der gesamten Übung (alle Schwierigkeits-/akrobatischen Elemente).
- Zählen der Anzahl von Schwierigkeitselementen, Kombinationssets, Familien, Basisnamen, Wenson-Positionen und PU-/Spagatlandungen und Vergabe der Werte gemäß CoP.
- Anwenden der Schwierigkeitsabzüge.
- Eingabe der Schwierigkeitsnote und des Schwierigkeitsabzugs.
4.5 Kriterien
Aufzeichnen der Schwierigkeitselemente
Alle ausgeführten Schwierigkeitselemente müssen in der FIG-Kurzschrift (siehe Schwierigkeitstabellen / Element-Pool und Werte) notiert werden – unabhängig davon, ob die auf den folgenden Seiten beschriebenen technischen Anforderungen erfüllt sind oder nicht.
Bewertung der Schwierigkeitselemente
- Der Wert wird gemäß Elementtabelle festgelegt, sofern das Element die angegebenen „technischen Anforderungen“ erfüllt. Ein Schwierigkeitselement wird nur mit klarem „Beginn“, „Hauptphase“ und „Ende“ anerkannt.
- Erfüllt das Element die „technischen Anforderungen“ nicht, wird es als Element gezählt, erhält aber keinen Wert.
- Ein Wert wird nur den ersten 8 ausgeführten Schwierigkeitselementen gegeben.
- Alle Elemente mit 1-Touch / Multiple Touches / Sturz erhalten den Wert „0“, werden aber gezählt.
- Bei Elementen der Familien 5 und 6 mit Drehungen muss die Form/Position während der Flugphase gezeigt werden.
- Wird ein Element ausgeführt, das wegen unvollständiger Rotation im CoP nicht existiert, wird es als Element gezählt und erhält den Wert der vollständig ausgeführten Rotationen.
- Bei allen Elementen mit Drehungen müssen mindestens 3/4 der letzten Drehung vollendet werden, um den Wert zu erhalten. Andernfalls wird das Element auf den nächstniedrigeren Wert abgewertet.
- Alle Elemente der Familie 5: Bei einbeinigem Absprung wird das Element um -0.1 abgewertet.
- MP/TR/GR: Führen Mitglieder wegen unvollständiger Rotation unterschiedliche Elemente aus, erhalten sie den Wert des Elements mit der geringsten Rotation, sofern die technischen Anforderungen erfüllt sind.
- MP/TR/GR: Familie 5 mit unterschiedlichem Absprung innerhalb der Mitglieder erhält den Wert „0“.
- MP/TR/GR: Die Familie wird NUR dann nicht gezählt, wenn 2 unterschiedliche Elemente zur selben Zeit ausgeführt werden.
- TR / GR: Elemente dürfen nicht überlappend ausgeführt werden (3 oder mehr Teilnehmer*innen in einer Reihe aus Sicht des Kampfgerichts). Wird es doch so ausgeführt, wird das Element gezählt, erhält aber den Wert „0“.
- Alle zusätzlichen Elemente werden gezählt, aber NICHT für die Familie gezählt.
Bewertung der Kombination
- Erfüllen alle Schwierigkeitselemente eines Kombinationssets die technischen Anforderungen, erhalten sie einen Zusatzwert von +0.1 / +0.2 Punkten.
- Mehr Kombinationssets als erlaubt erhalten keinen Zusatzwert und werden abgezogen.
- Wird eines oder werden alle kombinierten Elemente mit 1-Touch / Multiple Touches / Sturz ausgeführt und/oder erfüllen sie die technischen Anforderungen nicht, erhält die Kombination keinen Zusatzwert, wird aber als Elementanzahl und als Kombinationsset gezählt.
| # | Beispiele | Element gezählt | Familie gezählt | Wert | Zusatzwert |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Technische Anforderungen nicht erfüllt | JA | JA | NEIN | NEIN |
| 2 | Element(e) mit 1-Touch, Multiple Touches und/oder Sturz | JA | JA | NEIN | NEIN |
| 3 | MP/TR/GR: 2 unterschiedliche Elemente zur selben Zeit | JA (als 1) | NEIN | NEIN | NEIN |
| 4 | TR/GR: überlappend ausgeführt | JA | JA | NEIN | NEIN |
| 5 | 9. Element | JA | NEIN | NEIN | NEIN |
| 6 | Alle 2/3 Elemente einer Kombination erfüllen die technischen Anforderungen | JA | JA | JA | +0.1 / +0.2 |
4.6 Abzug: -0.5 pro Element / pro Kombination
| Kategorie | Gründe |
|---|---|
| Alle Kategorien | Mehr als 8 Schwierigkeitselemente |
| Weniger als 4 Familien | |
| Mehr als 2 Schwierigkeitselemente aus derselben Familie | |
| Wiederholung eines Schwierigkeitselements mit demselben Basisnamen | |
| Mehr als 2-mal in Wenson-Position (jede Phase eines Elements mit Wenson-Form zählt als Wenson-Position) | |
| Mehr als 3 Schwierigkeitselemente mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B | |
| Männliche Gymnasten zeigen Elemente mit Spagatlandung (Gruppe B) | |
| Mehr als 1 Kombinationsset | |
| Mehr als 2 / 3 Elemente in einer Kombination | |
| IM | Fehlende Familie 4 (Gruppe B) |
| Element aus Familie 8 (Gruppe C) gezeigt | |
| IW | Fehlende Familie 7 (Gruppe C) |
| MP / TR / GR | Unterschiedliche Schwierigkeitselemente oder Kombination mit unterschiedlichen Elementen und/oder nicht zur selben Zeit |
4.7 Technische Anforderungen
Die/der Gymnast*in darf in die Übung nur Elemente aufnehmen, die sie/er mit vollständiger Sicherheit und hoher technischer Beherrschung ausführen kann.
- Alle Schwierigkeitselemente müssen die technischen Anforderungen erfüllen, um den Wert zu erhalten.
- Erfüllt das Element die „technischen Anforderungen“ NICHT, erhält es keinen Wert, wird aber in der Gesamtzahl gezählt.
- Alle Elemente aller Gruppen müssen ohne 1-Touch / Multiple Touches / Sturz ausgeführt werden, um den Wert zu erhalten.
- Alle Schwierigkeitselemente haben eine „Ausgangsposition“, eine „Hauptphase“ und eine „Endposition“.
Technische Anforderungen – Gruppe A: Bodenelemente
Familie 1 – Dynamische Kraft
Alle Elemente der Familie 1 müssen eine Flugphase zeigen – ausgenommen Push-Up.
| Basisname | Technische Anforderungen |
|---|---|
| Push-Up | Ellbogen in der Abwärtsphase auf Schulterlinie. |
| A-Frame | Hechtposition (mindestens 90°) und Flugphase. |
| Straddle Cut | Schultern vor dem Durchgrätschen in der Flugphase höher als Hüftniveau. |
| Explosive High-V | Hüftgelenk muss mindestens auf Schulterhöhe gezeigt werden. |
| Explosive Capoeira | Unterschenkel muss mindestens parallel zum Boden sein. |
Familie 2 – Statische Kraft
| Basisname | Technische Anforderungen |
|---|---|
| Support | Muss während des Elements 2 Sekunden gehalten werden. |
| V-Support | Muss während des Elements 2 Sekunden gehalten werden. |
| Planche | Muss während des Elements 2 Sekunden gehalten werden. Der Oberkörper (oberhalb der Taille) darf nicht mehr als 20° über der Horizontalen sein. |
Familie 3 – Beinkreisen
Alle Elemente der Familie 3 müssen mit vollständiger Beinrotation ausgeführt werden.
Alle Elemente mit „Airborne Twists“ in Familie 3 (A308, A309, A310, A319, A338, A340) müssen eine Flugphase zeigen.
| Basisname | Technische Anforderungen |
|---|---|
| Flair | Aus der Ausgangsposition Schwung in den FREIEN Stütz vorlings auf beiden Händen. Rotation des Körpers im Stütz auf wechselnden Händen. |
| Helicopter | Beginn mit dem führenden Bein, das das andere Bein kreuzt. Beinkreise müssen gezeigt werden. Hände/Arme dürfen die Beine während der Rotation nicht halten. Mindestens 3/4 Rotation muss vollendet werden. |
Technische Anforderungen – Gruppe B: Flugelemente
Familie 4 – Dynamische Sprünge
Für IM: Pflicht, mindestens 1 Element aus Familie 4 zu zeigen.
| Basisname | Technische Anforderungen |
|---|---|
| Air Turn | Beidbeiniger Absprung und gleichzeitige Landung beider Füße. |
| Axel | Absprung mit einem Fuß, Landung auf dem anderen Fuß mit Vorwärtsflugbahn. |
| Free Fall | Hände und Füße müssen gleichzeitig landen. |
| Gainer | Hände und Füße müssen gleichzeitig landen. |
| Scale | Waagform (Körper/Bein parallel zum Boden) muss vor dem einbeinigen Absprung gezeigt werden. Hände und Füße müssen gleichzeitig landen. |
| Butterfly | 1/2 kreisförmiger Oberkörperschwung muss vor dem Absprung gezeigt werden. Der Körper darf in der Hauptphase nicht mehr als 45° über oder unter der Horizontalen sein. |
| Off Axis | Der Körper darf in der Hauptphase nicht mehr als 45° über oder unter der Horizontalen sein. |
Familie 5 – Formsprünge
Alle Elemente der Familie 5 müssen die Form des Basisnamens in der Hauptphase zeigen.
Alle Elemente der Familie 5 mit einbeinigem Absprung werden um -0.1 abgewertet.
MP/TR/GR: Alle Mitglieder müssen denselben Absprung zeigen.
| Basisname | Technische Anforderungen |
|---|---|
| Tuck | Knie mindestens parallel zum Boden. |
| Cossack | Beine mindestens parallel zum Boden. |
| Pike | Beine mindestens parallel zum Boden. |
| Straddle / Frontal Split | Beine mindestens parallel zum Boden. |
Familie 6 – Spagatsprünge
Alle Elemente der Familie 6 müssen in der Flugphase mit „Spagatposition“ von mindestens 160° ausgeführt werden.
| Basisname | Technische Anforderungen |
|---|---|
| Switch Split Leap | Gestrecktes Führungsbein mindestens 45° zum Boden. Die Wechselbewegung (Switch) muss in der Flugphase gezeigt werden. |
| Scissors Leap | Führungsbein mindestens 45° zum Boden. Die Wechselbewegung muss in der Flugphase gezeigt werden. |
| Sagittal Split | Die Sagittalspagat-Form muss in der Flugphase gezeigt werden. |
Technische Anforderungen – Gruppe C: Standelemente
Familie 7 – Drehungen / Rotationen
Für IW: Pflicht, mindestens 1 Element aus Familie 7 zu zeigen.
Alle Elemente der Familie 7 müssen auf dem Fußballen ohne Hüpfen ausgeführt werden – ausgenommen Illusion.
En-dedans-Elemente: Rotation in Richtung des Standbeins.
En-dehors-Elemente: Rotation in die dem Standbein entgegengesetzte Richtung.
| Basisname | Technische Anforderungen |
|---|---|
| Passé Turn | Das Spielbein muss während des Elements eine Passé-Position zeigen. |
| Horizontal Turn | Das gehobene Bein während des Elements auf horizontaler Höhe halten (nicht mehr als 15° darunter). |
| Illusion | Vollständige Rotation des Spielbeins. |
Familie 8 – Beweglichkeit / Gleichgewicht
Alle Elemente der Familie 8 dürfen von IM nicht ausgeführt werden.
| Basisname | Technische Anforderungen |
|---|---|
| Split | Mindestens 160° zwischen den Beinen während des Elements zeigen. |
| Vertical Split | Standbein darf den Boden nicht verlassen. Während des Elements mindestens 160° zwischen den Beinen halten. |
| Balance | Mindestens 160° zwischen den Beinen während des Elements. Elemente mit Drehungen müssen auf dem Fußballen ohne Hüpfen ausgeführt werden. Balance ohne Drehungen muss 2 Sekunden gehalten werden. |
Kapitel 5 – Bewertung Ausführung (E-Jury)
5.1 Ausführung (E-Jury)
Alle Bewegungen müssen mit maximaler Präzision (Perfektion) ausgeführt werden.
Jede Abweichung wird in Schritten von 0.1 Punkten von 10.0 Punkten abgezogen.
Die E-Jury gibt die Abzüge in das Wertungssystem ein. Beispiel: Betrug der Abzug der Übung -1.8, wird 1.8 eingegeben.
Falls nicht anwendbar, berechnet die E-Jury die E-Note und gibt diese ein.
5.2 Aufgaben
Die E-Jury bewertet die technischen Fähigkeiten der gesamten Übung vom Anfang bis zum Ende (inkl. Anfangs-/Endposition) in folgenden Bewegungen:
- 1. Technik der AMP-Sequenzen (Schritte und Armbewegungen)
- 2. Elemente (Schwierigkeit & Akrobatik)
- 3. Übergänge / Verbindungen
- 4. Partnerarbeit / Zusammenarbeit
- 5. Synchronität (MP, TR, GR)
5.3 Bewertung
MP/TR/GR: Die/der schwächste Ausführende jeder Bewegung wird als Fehler bewertet.
| Kriterium | Beschreibung |
|---|---|
| Form | Präzise Form jeder Bewegung zeigen (z. B. Cossack, Tuck, L-Support, Spagat, Knee Lift, Jumping Jack usw.). |
| Haltung / Ausrichtung | Bewegungen mit jedem Körperteil in korrekter Position ausführen: Haltung von Nacken, Schultern und Kopf relativ zur Wirbelsäule · Position des Rumpfes (unterer Rücken, Becken, Anspannung der Bauchmuskulatur) · Position der Zehen/Füße relativ zu Hüftgelenk, Knien, Sprunggelenken · volle Streckung der Beine (Knie und Füße). |
| Präzision / Perfektion | Jede Bewegung (inkl. Anfangs-/Endposition) muss mit korrekter Technik unter Einsatz der nötigen körperlichen Fähigkeiten ausgeführt werden. Jede Bewegung hat eine klare Anfangs- und Endposition. Sprünge erfordern Amplitude (Höhe). |
5.4 Fehler
| Fehler | Beschreibung | Abzug |
|---|---|---|
| Kleiner Fehler | Geringe Abweichung von der perfekten Ausführung | -0.1 |
| Mittlerer Fehler | Deutliche Abweichung von der perfekten Ausführung | -0.3 |
| Großer Fehler | Falsche Technik / Bodenberührung (1-Touch) | -0.5 |
| STURZ / Multiple Touches | Unkontrolliertes Fallen oder Herunterkommen auf den Boden / mehrfache Bodenberührungen | -1.0 |
5.5 Abzüge
Alle Bewegungen mit „Sturz“ oder „Multiple Touches“ werden mit -1.0 abgezogen.
Alle Bewegungen mit „1-Touch“ werden mit -0.5 abgezogen.
D.1. Abzüge für Choreografie
- Die Bewegungen werden bei AMP-Sequenzen, Übergängen/Verbindungen und Partnerarbeit/Zusammenarbeit mit maximaler Präzision bewertet.
| Choreografie | Klein | Mittel |
|---|---|---|
| Präzision der AMP-Sequenzen (jede Bewegung) | -0.1 | – |
| Übergänge / Verbindungen (je Mal) | -0.1 | -0.3 |
| Partnerarbeit / Zusammenarbeit (je Mal) | -0.1 | -0.3 |
D.2. Abzüge für Schwierigkeits- / akrobatische Elemente
- Die technischen Fähigkeiten bei jedem ausgeführten Element werden bewertet.
| Klein | Mittel | Groß | STURZ* |
|---|---|---|---|
| -0.1 | -0.3 | -0.5 | -1.0* |
Mehrere Fehler werden addiert, der maximale Abzug beträgt jedoch -0.8 pro Element. *Bei Ausführung mit Sturz beträgt der maximale Abzug -1.0 pro Element.
D.3. Synchronität (MP, TR, GR)
- Bewertet wird, ob alle Teilnehmer*innen alle Bewegungen mit identischem Bewegungsumfang, präzisem Timing und gleicher Qualität als Einheit ausführen.
| Abzug für Synchronität | Klein |
|---|---|
| Alle Bewegungen | -0.1 je Mal |
5.6 Beispiele allgemeiner Fehler
- Bewertet wird die perfekte Ausführung aller Bewegungen mit maximaler Präzision.
- Die Beispielliste ist nicht abschließend.
- Für Fehler, die nicht in der Beispielliste stehen, werden Abzüge wie folgt gegeben:
| Beispiele | Klein | Mittel | Groß |
|---|---|---|---|
| Zusätzliche Vorbereitung | 0.1 | ||
| Korrigieren der Handposition | 0.1 | ||
| Stopp / Zögern oder zusätzlicher Schritt / Bewegung zwischen Elementen | 0.1 | ||
| Falsche Körperausrichtung | 0.1 | 0.3 | |
| Falsche Fußposition | 0.1 | 0.3 | |
| Beine / Füße gebeugt | 0.1 | 0.3 | |
| Füße auseinander (vorne / seitlich / hinten) | 0.1 (≤ Hüftbreite) | 0.3 (> Hüftbreite) | |
| Falsche / unkontrollierte Bewegungen | 0.1 | 0.3 | |
| Unterbrechung des Bewegungsflusses | 0.1 | 0.3 | |
| Unvollständige Rotation / Drehung | 0.1 (< 45°) | 0.3 (≥ 45°) | |
| Gleichgewichtsverlust | 0.1 | 0.3 | |
| Falsche Form | 0.1 | 0.3 | 0.5 |
| Falsche / unkontrollierte Landeposition (Liegestütz/Spagat) | 0.1 | 0.3 | 0.5 |
| Falsche Technik bei Elementen | 0.5 | ||
| 1-Touch / Bodenberührung | 0.5 | ||
| MP/TR/GR: Zusammenstoßen / Anrempeln | 0.5 |
5.7 Beispiele spezifischer Fehler
| Beispiele | Klein | Mittel | Groß |
|---|---|---|---|
| Ende in Wenson – Bein nicht sofort | 0.1 (< 45°) | 0.3 (45–120°) | 0.5 (> 120°) |
| Wenson-Position: gehobenes Bein tiefer als oberer Trizeps | 0.1 | 0.3 | |
| Elemente mit Drehungen: unvollständige / zusätzliche Drehung oder Rotation | 0.1 (< 45°) | 0.3 (≥ 45°) | |
| Elemente mit Landung im Liegestütz: Füße und Hand/Hände landen nicht gleichzeitig | 0.1 | 0.3 |
Gruppe A – spezifische Fehler
„Familie 1“ Dynamische Kraft (PU, A-Frame, Straddle Cut, Explosive High-V, Explosive Capoeira)
| Fehler | Klein | Mittel | Groß |
|---|---|---|---|
| Liegestützposition: Schulter nicht in Linie mit dem Oberarm | 0.1 | 0.3 | |
| Fehlende Flugphase bei Flugelementen | 0.5 | ||
| A-Frame: Hechtposition mehr als 60° | 0.3 | ||
| A-Frame: beide Hände verlassen den Boden und/oder landen offensichtlich nicht gleichzeitig | 0.3 | ||
| Straddle Cut: Grätschposition nicht gezeigt (Beine weniger als 90°) | 0.3 | ||
| Straddle Cut: Hüfte in der Flugphase höher als die Schultern | 0.3 | ||
| Explosive High-V: Hüftgelenk auf Schulterhöhe / Beine nicht parallel zum Boden | 0.1 | ||
| Explosive High-V: Hüftgelenk tiefer als Schulterhöhe | 0.3 | ||
| Explosive High-V: Hechtposition (Winkel zwischen Rumpf und Beinen) | 0.1 (0°–45°) | 0.3 (> 45°) | |
| Explosive Capoeira: Unterschenkel unter der Parallelen | 0.1 |
„Familie 2“ Statische Kraft (Support, V-Support, Planche)
| Fehler | Klein | Mittel | Groß |
|---|---|---|---|
| Element nicht mindestens 2 Sekunden gehalten | 0.5 | ||
| Unausbalancierter / instabiler Körper während des Elements | 0.1 | ||
| Straddle Support: Beine weniger als 90° | 0.1 | ||
| V-Support: Beine nicht in vertikaler Linie | 0.1 | ||
| High V-Support: Hüftgelenk auf Schulterhöhe / Beine nicht parallel zum Boden | 0.1 | ||
| High V-Support: Hüftgelenk tiefer als Schulterhöhe | 0.3 | ||
| Planche: Oberkörper und/oder Beine nicht parallel (über oder unter) zum Boden | 0.1 (< 20°) | 0.3 (20°–45°) | 0.5 (> 45°) |
| Horizontale Stützelemente: Arme nicht gestreckt | 0.3 |
„Familie 3“ Beinkreisen (Flair, Helicopter)
| Fehler | Klein | Mittel | Groß |
|---|---|---|---|
| Flairs: Hüfte in der Streckphase nicht angehoben | 0.3 | ||
| Flairs: Beine nach vorne in Grätschposition geschoben | 0.5 | ||
| Flairs mit Flugphase: fehlende Flugphase | 0.5 | ||
| Helicopter: Beginn mit Bein, das das andere Bein nicht kreuzt | 0.3 | ||
| Helicopter: Drehen vor den Beinkreisen | 0.3 | ||
| Helicopter: mit Armen ausgeführt, die die Beine halten / stützen | 0.3 |
Gruppe B – spezifische Fehler
„Familie 4“ Dynamische Sprünge (Air Turn, Axel, Free Fall, Gainer, Scale, Butterfly, Off Axis)
| Fehler | Klein | Mittel | Groß |
|---|---|---|---|
| Air Turn: beide Füße springen nicht gleichzeitig ab bzw. landen nicht gleichzeitig | 0.1 | ||
| Axel: fehlende Vorwärtsflugbahn | 0.3 | ||
| Gainer: Führungsbein unter der Horizontalen | 0.1 (0° – < 45°) | 0.3 (≥ 45°) | |
| Scale: Waagposition vor dem Absprung nicht gezeigt | 0.3 | ||
| Butterfly: Kopf während des 1/2 Kreisschwungs vor dem Absprung über Taillenhöhe | 0.3 | ||
| Butterfly: Position von Oberkörper und Beinen in der Hauptphase mehr als 45° über / unter der Horizontalen | 0.3 | ||
| Off Axis: Position des Oberkörpers in der Hauptphase mehr als 45° über / unter der Horizontalen | 0.3 |
„Familie 5“ Formsprünge (Tuck, Cossack, Pike, Straddle/Frontal Split)
| Fehler | Klein | Mittel | Groß |
|---|---|---|---|
| Tuck, Cossack, Pike, Straddle, Split: Bein(e) unter der Horizontalen | 0.1 (0°–10°) | 0.3 (> 10°) | |
| Straddle/Frontal Split: Beine nicht symmetrisch | 0.1 | 0.3 |
„Familie 6“ Spagatsprünge (Switch Split, Scissors Leap, Sagittal Split)
| Fehler | Klein | Mittel | Groß |
|---|---|---|---|
| Scissors Leap / Switch Split: Führungsbein unter der Horizontalen | 0.1 (0° – < 45°) | 0.3 (≥ 45°) | |
| Spagatelemente: Beinwinkel kleiner als 180° | 0.1 (170°) | 0.3 (< 170°–120°) | 0.5 (< 120°) |
Gruppe C – spezifische Fehler
- Drehungsabzüge werden unabhängig von „en dedans“ oder „en dehors“ gegeben.
„Familie 7“ Drehungen / Rotationen (Passé Turn, Horizontal Turn, Illusion)
| Fehler | Klein | Mittel | Groß |
|---|---|---|---|
| Elemente enden mit Füßen auseinander | 0.1 (≤ Hüftbreite) | 0.3 (> Hüftbreite) | |
| Passé Turn / Horizontal Turn: Hüpfen während / am Ende des Elements | 0.3 | ||
| Passé Turn / Horizontal Turn: Drehung nicht auf dem Fußballen | 0.3 | ||
| Passé Turn: Passé-Fuß unter Kniehöhe (Kniescheibe) | 0.3 | ||
| Drehung mit horizontalem Bein: Bein nicht auf horizontaler Höhe | 0.1 (0°–10°) | 0.3 (> 10°) | |
| Illusion: volle Rotation nicht vollendet | 0.3 | ||
| Illusion: zusätzliche Orientierungsdrehungen nach dem Element | 0.3 | ||
| Illusion: Beinrotation nicht vertikal | 0.1 | 0.3 | |
| Illusion: Hüpfen / Rutschen während des Elements | 0.3 |
„Familie 8“ Beweglichkeit / Gleichgewicht (Split / Vertical Split, Balance)
| Fehler | Klein | Mittel | Groß |
|---|---|---|---|
| Free Vertical Split: Hand während des Elements am Standbein | 0.5 | ||
| Spagatelemente: Beinwinkel kleiner als 180° | 0.1 (170°) | 0.3 (< 170°–120°) | 0.5 (< 120°) |
| Vertical Split: Standfuß verlässt den Boden | 0.5 | ||
| Balance: weniger als 2 Sekunden gehalten | 0.5 | ||
| Balance-Drehung mit Hüpfen und/oder nicht auf dem Fußballen | 0.3 |
Illustrierte Beispiele allgemeiner und spezifischer Fehler
Begriffe in der Grafik: General Errors = allgemeine Fehler · Specific Errors = spezifische Fehler · Small/Medium/Large = klein (-0.1) / mittel (-0.3) / groß (-0.5) · Incorrect Body Alignment = falsche Körperausrichtung · Uncontrolled Feet Position = unkontrollierte Fußposition · Incomplete / Extra Turn = unvollständige / zusätzliche Drehung · Shoulder Not in Line With Upper Arm = Schulter nicht in Linie mit dem Oberarm · Legs Less Than 180° = Beine weniger als 180° · Not in Vertical Line = nicht in vertikaler Linie · Straddle / Split Jump not Symmetrical = Grätsch-/Spagatsprung nicht symmetrisch · Body / Legs Not Parallel To The Floor = Körper/Beine nicht parallel zum Boden · Legs not parallel to the floor = Beine nicht parallel zum Boden · Incorrect Position of the Body in the air = falsche Körperposition in der Luft · Leading Leg Below Horizontal Level = Führungsbein unter der Horizontalen · Hip joint at shoulder level / legs not parallel = Hüftgelenk auf Schulterhöhe / Beine nicht parallel · Hip joint lower than shoulder level = Hüftgelenk tiefer als Schulter · Angle between trunk and legs = Winkel zwischen Rumpf und Beinen

Kapitel 6 – Bewertung Artistik (A-Jury)
6.1 Artistik (A-Jury)
Komponenten der Übung
- AMP-Sequenzen (inkl. AMP-Block)
- Eröffnung / Ende
- Musik
- Schwierigkeits- / akrobatische Elemente
- Übergänge / Verbindungen
- Partnerarbeit / Zusammenarbeit (MP/TR/GR)
- Vorführung (Performance)
6.2 Aufgaben
Die A-Jury bewertet alle Komponenten der Choreografie, die perfekt mit der Musik abgestimmt sind, um eine sportliche Übung in eine künstlerische Vorführung mit kreativen und einzigartigen Merkmalen zu verwandeln – unter Wahrung des Ideals der Aerobic Gymnastics.
Darüber hinaus bewertet die A-Jury nicht nur, „WAS“ die Teilnehmer*innen zeigen, sondern auch „WIE“ und „WO“ sie es zeigen.
6.3 Kriterien
- Die gesamte A-Note beträgt maximal 10.0 Punkte in Schritten von 0.1.
- Die A-Jury bewertet die folgenden 5 Hauptkriterien anhand der vorgegebenen Skala und der Abzugsliste.
- Die A-Jury bewertet zusätzlich zu jedem Kriterium die Kreativität und Originalität der gesamten Übung.
- 1. Musik: Auswahl / Komposition / Schnittqualität / Musikalität
- 2. Aerobic-Inhalt (Sequenzen / Block): Quantität / Qualität / Vielfalt
- 3. Allgemeiner Inhalt: Quantität / Vielfalt / Raum
- 4. Künstlerische Übung: Aufbau / Struktur / Geschichte
- 5. Vorführung: technische / künstlerische Präsentation
6.4 Skala und Anwendung
Die Artistiknote liegt anhand der folgenden Skala zwischen 0 und 10 Punkten.
- Die A-Jury bewertet jedes Kriterium auf einer Skala von 1.0 bis 2.0.
- Danach reduziert die A-Jury gemäß Abzugstabelle.
- Der Abzug wird von der Skalennote abgezogen und ergibt die gesamte A-Note.
Skala (5.0 – 10.0)
| Kriterium | Schwach | Durchschnittlich | Gut | Sehr gut | Ausgezeichnet |
|---|---|---|---|---|---|
| Musik | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Aerobic-Inhalt | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Allgemeiner Inhalt | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Künstlerische Übung | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Vorführung | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
Abzug (Reduktion)
| Kriterium | Details | Reduktion |
|---|---|---|
| Aerobic-Inhalt | Fehlendes AMP-Set | -0.5 (je Set) |
| Fehlender AMP-Block | -0.5 | |
| Allgemeiner Inhalt | Weniger als 3 Zusammenarbeiten | -0.5 |
| Fehlende Zone / fehlender Bereich | -0.5 | |
| Künstlerische Übung | Fehlende Einleitung | -0.5 |
| Ende mit Elementen | -0.5 | |
| Vorführung | Ausführung mit Multiple Touches / STURZ | -0.5 |
Rechenbeispiel
| Kriterium | Note |
|---|---|
| Musik | 1.9 |
| Aerobic-Inhalt | 1.8 |
| Allgemeiner Inhalt | 1.7 |
| Künstlerische Übung | 1.7 |
| Vorführung | 1.8 |
| Summe Skala | 8.9 |
| Summe Abzüge | -0.5 |
| End-A-Note | 8.4 |
6.5 Niveau der Übung
| Niveau der Übung | Die Übung zeigt: | |
|---|---|---|
| Ausgezeichnet | Herausragendes Niveau | Nahezu keine Abweichungen von den ausgezeichneten Kriterien |
| Sehr gut | Sehr hohes Niveau | Wenige Abweichungen von den Kriterien |
| Gut | Hohes Niveau | Einige Abweichungen von den Kriterien |
| Durchschnittlich | Mittleres Niveau | Deutliche Abweichungen von den Kriterien |
| Schwach | Unter mittlerem Niveau | Viele deutliche Abweichungen von den Kriterien |
6.6 Artistik-Kurzschrift (Empfehlung)
| Kürzel | Bewegungen |
|---|---|
| I | Einleitung (Eröffnung) |
| A | AMP für jeden 8er-Count (1 Set) |
| E | Schwierigkeits- / akrobatisches Element |
| T | Übergang / Verbindung / Partnerbewegung oder ein Bewegungsblock (1 Einheit) |
| C | Zusammenarbeit mit Körperkontakt |
| F | Schluss (Ende) |
6.7 Bewertung / Details der Kriterien
1. Musik (max. 2.0 Punkte)
Die Übung muss vollständig zur Musik ausgeführt werden. Jeder für Aerobic Gymnastics adaptierte Musikstil kann verwendet werden.
Die Musik muss:
- die Übung aufwerten;
- einen Vorteil verschaffen;
- ohne unnötige nachbearbeitete Beats und Soundeffekte sein;
- professionelle Qualität haben;
- starken Zusammenhang mit den Bewegungen haben.
Auswahl / Komposition / Schnittqualität / Musikalität
Auswahl
Eine gute Musikauswahl hilft, Struktur und Tempo festzulegen. Jede Musik hat ihren eigenen Stil. Ein Thema der Übung ist nicht verpflichtend. Die Musik soll die Vorführung unterstützen und hervorheben. Sie soll außerdem die gesamte Choreografie sowie den Ausdruck der Gymnast*innen inspirieren und ihnen einen Vorteil verschaffen.
Empfohlen wird Musik mit:
- 8er-Count-Struktur, um AMP-Sequenzen erkennbar zu machen;
- nicht zu langsamem oder zu schnellem Tempo (145–160 BPM).
Komposition (Struktur)
Die verwendete Musik soll die Merkmale und das Wesen der Aerobic Gymnastics respektieren. Sie soll dynamisch, abwechslungsreich (nicht monoton), rhythmisch, originell (kreativ) und zählbar sein (mit oder ohne Beats, aber so, dass das passende Timing/Tempo für Aerobic Gymnastics mit zählbarem Rhythmus erkennbar ist).
Ein musikalisches Intro (ohne Bewegung) ist erlaubt. Die/der Gymnast*in muss innerhalb weniger Sekunden nach dem hörbaren Ton (Startsignal ausgenommen) mit der Bewegung beginnen.
Schnittqualität
Aufnahme und Abmischung der Musik müssen professionelle Qualität haben, gut integriert und ohne abrupte Schnitte sein, sodass der Eindruck eines einzigen Musikstücks entsteht.
Mit klarem Anfang und klarem Ende, unter Beachtung der musikalischen Phrasen und der Melodie. Die Musik darf nicht mit Ausblenden (Fade-out) enden.
Die Musik kann original oder eine arrangierte Version sein – ohne übermäßige Zusatzakzente und ohne übermäßigen Einsatz einer rhythmischen Basis im Hintergrund (zu laut/lauter als die Melodie). Nachbearbeitete Beats und originale Beats/Melodie müssen ausgewogen sein (Geräusch vs. Musik).
Musikalität
Musikalität ist die Fähigkeit der Ausführenden, Musik zu interpretieren und nicht nur Rhythmus und Tempo, sondern auch Fluss, Intensität und Leidenschaft in der körperlichen Darbietung (den Bewegungen) zu zeigen.
Zwischen der gesamten Darbietung (Bewegungen) und der Musikwahl muss ein starker Zusammenhang bestehen. Alle Bewegungen müssen perfekt zur gewählten Musik passen und die von der Musik vermittelte Idee interpretieren.
Die Choreografie soll mit Bewegungen für genau diese Musik und genau diese/n Teilnehmer*in geschaffen werden.
Die Gymnast*innen müssen die Übung mit dem Ende der Musik beenden.
Zusammenfassung – Musik · Skala (Auswahl / Komposition / Schnittqualität / Musikalität)
| Hauptpunkte | Beispiele für Abweichungen |
|---|---|
| Unterstützt / hebt die Vorführung hervor und verschafft einen Vorteil. | Übermäßige rhythmische Basis / Beats |
| Für Aerobic Gymnastics geeignete Musik, Monotonie vermeiden. | Übermäßiger Einsatz zusätzlicher Soundeffekte |
| Technisch perfekt, ohne unnötige nachbearbeitete Beats. | Keine professionelle Aufnahme / abrupte Schnitte |
| Starker Zusammenhang zwischen gesamter Darbietung und Musikwahl. | Bearbeitete Sounds lauter als die Melodie |
| Interpretation der Musik. | Übung endet nicht mit der Musik |
| Die verschiedenen Teile nutzen und sinnvoll bei der Musik bleiben. | Bewegungen passen nicht zu Musikstruktur / Phrase |
| Alle Bewegungen passen zur Musik. | Bewegungen ohne Bezug zur Idee der Musik |
| Musik für Kategorie / Altersdivision ungeeignet | |
| Musik zu schnell oder zu langsam | |
| Musik ist monoton | |
| Musik ist reine Hintergrundmusik (BGM) |
2. Aerobic-Inhalt (max. 2.0 Punkte)
Beim Aerobic-Inhalt werden die Aerobic-Bewegungsmuster (AMP) während der gesamten Übung bei angemessener Intensität bewertet.
AMP sind die Basis der Aerobic Gymnastics und ihr wichtigstes (sportartspezifisches) Merkmal. Die Serien von AMP bilden das Fundament von Aerobic-Gymnastics-Übungen.
AMP müssen Variationen der Grundschritte mit Armbewegungen enthalten, um Kombinationen mit Körperkoordination zu erzeugen, und als kontinuierliche Bewegungsmuster erkennbar sein.
Eine AMP-Sequenz ist ein vollständiger 8er-Count (Set) von Bewegungen mit Aerobic-Bewegungsmustern bei angemessener Intensität, ausgeführt in einer musikalischen Phrase (vom 1. bis zum 8. Schlag), um mit der Musik zu bleiben. Eine AMP-Sequenz mit weniger als 8 vollständigen Counts wird nicht als 1 AMP-Sequenz/Set anerkannt.
Eine AMP-Sequenz darf Low-Impact-Bewegungen enthalten, bei denen sich die Füße maximal 3 Counts hintereinander (innerhalb eines Sets) nicht bewegen; auch diese wird als Sequenz/Set anerkannt. Wiederholt stationäre AMP-Sequenzen können jedoch die Bewertung von Qualität/Vielfalt sowie den allgemeinen Inhalt (Fluss) beeinträchtigen.
Der Aerobic-Inhalt muss enthalten:
- 32 aufeinanderfolgende Counts (4 Sets × 8 Counts) als AMP-Block mit Rebound-Technik;
- 9 AMP-Sequenz-Sets inklusive AMP-Block;
- Vielfalt der AMP-Sequenzen.
Quantität / Qualität / Vielfalt
Quantität
AMP-Sequenz: Während der gesamten Übung müssen AMP-Sequenzen gezeigt werden. Alle Kategorien müssen mindestens 9 AMP-Sets enthalten. 1 Set AMP-Sequenz = 8 Counts.
AMP-BLOCK: Innerhalb der geforderten AMP-Sets muss der AMP-Block in der Übung enthalten sein. Der AMP-Block besteht aus aufeinanderfolgenden, klaren AMP-Sequenzen/Sets, die die Identität unseres Sports mit den traditionellen Aerobic-Schritten in Rebound-Technik zusammen mit Armbewegungen zeigen und ohne choreografische Sprünge (z. B. Cat Jump, Air Jack, Hitch Kick, Double Fan Kick usw.) ausgeführt werden.
Mengenanforderung (Sets an AMP-Sequenzen)
| Kategorie | 1 AMP-Block | Mindestanzahl AMP-Sets (inkl. AMP-Block) |
|---|---|---|
| Alle Kategorien | 4 Sets × 8 Counts = 32 Counts | 9 Sets |
AMP-Block bei MP/TR/GR: Um als AMP-Block anerkannt zu werden, müssen alle Mitglieder die gesamten 32 Counts nahe beieinander (geringer Abstand) als Einheit ausführen. Wird nicht über die gesamten 32 Counts gemeinsam ausgeführt, wird er nicht als AMP-Block anerkannt.
- Alle Mitglieder müssen dieselben Grundschritte (asymmetrisch/symmetrisch) zur selben Zeit als Einheit ausführen (ausgenommen Synchronitätsfehler), möglichst unter Nutzung von Orientierung, Positionierung, Formationswechseln und Fortbewegung.
- Unterschiedliche Richtungen (Orientierung/Rotation) und Armbewegungen (asymmetrisch/symmetrisch) sind erlaubt.
- Körperkontakt zwischen den Gymnast*innen ist erlaubt, solange im AMP-Block dieselben Grundschritte ohne Zusammenarbeit (Collaboration) ausgeführt werden.
- Führen nicht alle Gymnast*innen dieselben Grundschritte zur selben Zeit aus und/oder ist der Abstand zwischen ihnen nicht gering, wird er nicht als „AMP-Block“ anerkannt.
Abzug (Reduktion) von der Skalennote am Ende:
- Gibt es keine 9 vollständigen AMP-Sets in der Übung, reduziert die A-Jury um -0.5 je fehlendem AMP-Set.
- Gibt es keinen AMP-Block (4 aufeinanderfolgende AMP-Sets), reduziert die A-Jury um -0.5.
Qualität (siehe Beschreibung der Grundschritte, Anhang 07)
Die Qualität der AMP ist sehr wichtig; die Beinbewegungen sollen mit der Rebound-Technik der Aerobic-Grundschritte ausgeführt werden.
Rebound-Technik: Eine federnde Technik mit vertikaler Bewegung des Körperschwerpunkts. Sie muss die Bodenreaktionskraft nutzen; Hüft-, Knie- und Sprunggelenke müssen sich gemeinsam und koordiniert bewegen.
Die Armbewegungen müssen zusammen mit dem Schritt qualitätsvoll, präzise und flüssig ausgeführt werden.
Vielfalt
AMP-Sequenzen (Schritt/Arm) müssen Vielfalt ohne Wiederholung zeigen und gleiche oder ähnliche Sequenztypen während der Übung vermeiden. Alle Grundschritte müssen über die Übung verteilt genutzt werden; übermäßiges Laufen / Joggen / Chassé ist zu vermeiden. Die Bahn der Armbewegung von einer Position zur anderen soll natürlich sein, mit verschiedenen symmetrischen/asymmetrischen Bewegungen und der Möglichkeit von Rhythmuswechseln.
Der AMP-Block muss traditionelle Aerobic-Bewegungen ohne sich wiederholende Kombinationen enthalten und Körperkoordination zeigen, die komplexe und vielfältige Sequenzen erzeugt, um Monotonie und Stationarität (am selben Platz bleiben) zu vermeiden.
Beispiele für Variationsfaktoren der 7 Grundschritte:
- March: Winkel, Höhe, Tempo, Rhythmuswechsel oder Richtungen (z. B. V-Step, Turn-Step, Two-Steps, Box-Step)
- Jog: Winkel, Tempo, Rhythmuswechsel und Richtungen
- Knee Lift: Ebenen, Winkel, Tempo, Rhythmuswechsel, High oder Low Impact
- Kick: Ebenen, Höhe, Tempo, Rhythmuswechsel, High oder Low Impact und Richtungen (z. B. Low Kick, Middle Kick, High Kick und Vertical Kick)
- Jumping Jack: Winkel in Hüfte und Knien, Tempo, Rhythmuswechsel, High oder Low Impact (Squat)
- Lunge: Ebenen, Winkel, Tempo, Rhythmuswechsel, High oder Low Impact
- Skip: Ebenen, Winkel und Richtungen, Tempo, Rhythmuswechsel, High oder Low Impact
Zusammenfassung – Aerobic-Inhalt · Skala (Quantität / Qualität / Vielfalt)
| Hauptpunkte | Beispiele für Abweichungen |
|---|---|
| Qualität der AMP-Sequenzen (Arm/Bein) | Unklare (unpräzise/unscharfe/nicht erkennbare) Arm-/Beinbewegungen |
| Vielfalt der AMP-Sequenzen | Deutlich wiederholte Arm-/Beinbewegungen |
| Nutzung der Koordination | Keine Kombination von Arm- und Beinbewegungen |
| Unpassende Fingerbewegungen | |
| Abzug (Reduktion) | |
| Fehlendes AMP-Set (weniger als 9 AMP-Sets) | -0.5 (je Set) |
| Fehlender AMP-Block | -0.5 |
3. Allgemeiner Inhalt (max. 2.0 Punkte)
Beim allgemeinen Inhalt der Übungen werden folgende Bewegungen bewertet:
- Übergänge / Verbindungen
- Partnerarbeit / Zusammenarbeit / Formation (MP/TR/GR)
- Raumnutzung
Alle Bewegungen bzw. Bewegungsfolgen müssen sinnvoll sein, zur Musik passen oder einzigartige Bewegungen innerhalb der Übung zeigen.
Der allgemeine Inhalt muss enthalten:
- mindestens 3 Zusammenarbeiten (Collaborations);
- Vielfalt an Übergängen / Verbindungen, Partnerarbeit / Zusammenarbeit und Formationen;
- maximale, ausgewogene Nutzung der gesamten Wettkampffläche;
- flüssige Verbindungen der Bewegungen;
- Vielfalt an Formations-/Positionswechseln (MP/TR/GR).
Quantität / Vielfalt / Raum
Quantität
Zusammenarbeit (MP/TR/GR): Die Übung muss mindestens 3 Zusammenarbeiten ohne ähnliche Aktionen enthalten. Werden unterschiedliche Zusammenarbeiten zur selben Zeit gezeigt (gleichzeitiger Beginn), zählen sie als 1 Zusammenarbeit.
Partnerarbeit (Partnership): Verbindung von zwei oder mehr Personen mit oder ohne Kontakt/körperliche Interaktion (Hände halten/schütteln, beiläufige Berührung, Umarmung, Blickkontakt usw.).
Zusammenarbeit (Collaboration): Prozess, bei dem zwei oder mehr Personen zusammenarbeiten, wobei mit Hilfe oder Kraft der Partner*innen jemand gestützt, gezogen oder vom Boden gehoben wird, um Bewegungen/Aktionen zu erzeugen.
Abzug (Reduktion) von der Skalennote am Ende: Weniger als 3 Zusammenarbeiten in der Übung → die A-Jury reduziert um -0.5.
Vielfalt
Ausgezeichnete Übungen müssen verschiedene Bewegungsarten zeigen. Alle sollen bei Übergängen/Verbindungen und Partnerarbeit/Zusammenarbeit unterschiedliche Aktionen, Formen und körperliche Fähigkeiten beinhalten.
Wird ein Teil der Bewegung eines Schwierigkeits-/akrobatischen Elements als Übergang/Verbindung verwendet, kann dies als wiederholte oder ähnliche Bewegung gewertet werden, wenn es enthalten ist.
Bei der Bewertung der Vielfalt des allgemeinen Inhalts berücksichtigt die A-Jury, dass all diese Bewegungen OHNE WIEDERHOLUNG oder erneutes Zeigen gleicher oder ähnlicher Bewegungstypen sein müssen.
Der allgemeine Inhalt muss ausgewogen sein: unterschiedliche Längen und Formen zeigen, verschiedene körperliche Fähigkeiten nutzen, sinnvoll sein und der Übung einen Vorteil verschaffen.
Raumnutzung
Bei der Raumnutzung bewertet die A-Jury, wie effektiv die Teilnehmer*innen die Wettkampffläche genutzt haben.
Alle Komponenten der Übung müssen richtig auf der Wettkampffläche verteilt sein.
Ohne einen Bereich/eine Zone zu dominieren, müssen die Teilnehmer*innen die Wettkampffläche (inkl. der Ebenen) maximal und ausgewogen nutzen.
In der Kategorie GR reicht es nicht aus, die Fläche nur durch die Positionen der Teilnehmer*innen abzudecken, um das Kriterium Raumnutzung zu erfüllen.
Alle drei Ebenen (Boden, Fläche/Stand, Luft) müssen genutzt werden. Mehr als 32 Counts am Boden oder im Stand ohne Ebenenwechsel werden nicht empfohlen (ausgenommen AMP-Block).
Fortbewegungsrichtung / Distanz
Während der gesamten Übung muss Fortbewegung mit AMP-Sequenzen in alle Richtungen (vorwärts, rückwärts, seitwärts, diagonal und kreisförmig) gezeigt werden, ohne ähnliche Wege/Spuren zu wiederholen.
Die Fortbewegungsdistanzen müssen mit kurzen / langen Distanzen variieren. Das bedeutet nicht, von einer Ecke zur anderen zu joggen oder von rechts nach links zu rollen.

Formationswechsel
Bei MP/TR/GR muss eine Vielfalt an Formations- und Positionswechseln gezeigt werden. Formationen umfassen die Positionen/Positionierung der Partner*innen, die Art, wie sie in eine andere Formation oder innerhalb derselben Formation wechseln, während sie AMP oder andere Bewegungen ausführen, sowie die Abstände zwischen den Teilnehmer*innen.
Abzug (Reduktion) von der Skalennote am Ende: Fehlende Zone(n) → die A-Jury reduziert insgesamt um -0.5.
Bewegungsfluss
Die Verbindung von/zu Bewegungen (inkl. Formationswechsel) muss weich und flüssig sein. Alle in der Übung gezeigten Bewegungen müssen ohne unnötige Pausen und mit Agilität verbunden sein.
Übermäßige Pausen im allgemeinen Inhalt verringern den Fluss der Übung und entsprechen nicht den Merkmalen und dem Wesen der Disziplin Aerobic Gymnastics.
Zusammenfassung – Allgemeiner Inhalt · Skala (Quantität / Vielfalt / Raum)
| Hauptpunkte | Beispiele für Abweichungen |
|---|---|
| Sinnvolle Übergänge/Verbindungen | Wettkampffläche / Ebenen nicht maximal genutzt |
| Sinnvolle Partnerarbeit/Zusammenarbeit | Unausgewogene Verteilung der Bewegungen |
| Vielfalt an Übergängen/Verbindungen, Partnerarbeit/Zusammenarbeit, Formationen | Deutlich wiederholte Fortbewegungsrichtungen / Distanzen / Wege |
| Nutzung der Wettkampffläche | Deutlich wiederholte Übergänge / Verbindungen |
| Nutzung der Wettkampfebenen | Deutlich ähnliche Zusammenarbeiten / Formationen |
| Verteilung der Bewegungen in der Übung | Mangelnder Fluss / übermäßige Pausen |
| Ausgewogene Platzierung der Bewegungen | Sinnloser Einsatz akrobatischer Elemente |
| Vielfalt an Formationen / Abständen | |
| Flüssige Verbindung der Bewegungen | |
| Abzug (Reduktion) | |
| Weniger als 3 Zusammenarbeiten | -0.5 |
| Fehlende Zone / fehlender Bereich | -0.5 |
4. Künstlerische Übung (max. 2.0 Punkte)
Die Übung soll wie ein kleines Kunstwerk sein, das – auf Basis der Merkmale der Aerobic Gymnastics – einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Die Choreografie muss in starkem Zusammenhang mit der Geschichte/Idee der Übung stehen und kreative Details nutzen, um die thematische oder stilistische Übung hervorzuheben.
Die Übung kann ein Thema haben, die Geschichte soll aber leicht aus den Bewegungen verständlich sein – nicht nur aus Musik oder Anzug.
Die künstlerische Übung bewertet:
- wie Aufbau / Struktur der Choreografie gestaltet sind;
- wie sinnvoll und klar Eröffnung / Schluss sind;
- wie einprägsam und beeindruckend die Übung ist;
- wie gut die Gymnast*innen die Choreografie mit Bewegungen interpretiert haben.
Aufbau / Struktur
Die Choreografie soll die Geschichte darstellen und dabei die Merkmale einer Aerobic-Gymnastics-Übung in sportlicher Weise respektieren.
Die Übung muss eine gut aufgebaute / strukturierte Choreografie sein, deren Komponenten perfekt zur Geschichte passen.
Eröffnung-Einleitung / Ende-Schluss: Die Übung soll wie eine Geschichte aufgebaut sein – mit „Eröffnung / Einleitung“, Entwicklung zum Höhepunkt und Abklingen zum „Ende / Schluss“.
Jede Übung muss eine „Eröffnung“ von 4–8 Counts mit oder ohne Bewegungen enthalten, die zur Musik passt, um Geschichte und Idee der Übung zu entwickeln.
Die „Eröffnung“ der Choreografie beginnt mit der ersten Bewegung der Teilnehmer*innen und nicht mit der Musik. Die A-Jury muss zwischen sinnvoller und nicht sinnvoller „Eröffnung / Schluss“ unterscheiden. „Eröffnung“ und/oder „Schluss“ dürfen nicht mit Schwierigkeits-/akrobatischen Elementen erfolgen.
Abzug (Reduktion) von der Skalennote am Ende:
- Keine „Eröffnung“ oder direkter Beginn mit einem Element → die A-Jury reduziert um -0.5.
- Die Übung endet direkt mit einem Element → die A-Jury reduziert um -0.5.
Zusammenfassung – Künstlerische Übung · Skala (Aufbau / Struktur)
| Hauptpunkte | Beispiele für Abweichungen |
|---|---|
| Übung wie ein kleines Kunstwerk in sportlicher Weise | Überhaupt keine Geschichte |
| Starker Zusammenhang der Choreografie mit Geschichte/Idee | Keine Interpretation der Übung |
| Enthält originelle/einzigartige Bewegungen | Nur einige Bewegungen haben Bezug zur Geschichte |
| Einprägsame / beeindruckende Übungen | Gewöhnliche, nicht einprägsame Übung |
| Keine Entwicklung / monotone Übung | |
| Abzug (Reduktion) | |
| Fehlende Einleitung | -0.5 |
| Ende mit Elementen | -0.5 |
5. Vorführung (max. 2.0 Punkte)
Die Gymnast*innen müssen die Komposition einer gut strukturierten Übung in eine künstlerische Vorführung verwandeln – mit ihrer Persönlichkeit, Ausstrahlung, Leidenschaft, Dynamik und ihren einzigartigen Merkmalen.
Die Vorführung muss das Publikum fesseln und beeindrucken und dabei die Besonderheiten der Aerobic Gymnastics (saubere, sportliche Art) respektieren.
Die Gymnast*innen müssen auf der Bühne ihre eigene Kategorie und ihr Alter repräsentieren.
Bei MP/TR/GR arbeiten sie als Einheit und nutzen Zusammenarbeit/Partnerarbeit, um die Schönheit der Teamarbeit zu zeigen.
Die Qualität (Beherrschung/Perfektion) der Übung ist wesentlich – nicht nur durch einen hohen Grad perfekter Ausführung aller Elemente, sondern auch bei den Choreografiebewegungen (AMP, Übergänge/Verbindungen, Partnerarbeit/Zusammenarbeit usw.) mit korrekter Technik aller Bewegungen.
Durch Ausdruck werden Bewegungen in ein einzigartiges künstlerisches Ganzes verwandelt – unter Respektierung der Disziplin Aerobic Gymnastics, mit natürlichem und echtem Ausdruck.
Sie verbinden die Elemente der Kunst und des Sports Aerobic Gymnastics zu einer attraktiven Botschaft an das Publikum – in sportlicher Weise.
Die Vorführung bewertet:
- einwandfreie Technik aller Bewegungen zur Steigerung der Artistik;
- Fesseln des Publikums mit Ausstrahlung und Leidenschaft;
- Zeigen von Teamarbeit (MP/TR/GR);
- Respektieren der Merkmale der Aerobic Gymnastics.
Technische / künstlerische Präsentation
Technische Präsentation (Qualität)
„Keine Artistik ohne PERFEKTE Ausführung!“
Die Gymnast*innen müssen daher alle Bewegungen mit einwandfreier Ausführung und flüssig zeigen.
MP/TR/GR: Die Synchronität der Bewegungen zwischen den Mitgliedern ist wesentlich und – neben der Qualität jeder Bewegung – ein Schlüssel zur technischen Präsentation.
Eine Übung mit Touch / Sturz wertet die Vorführung nicht auf – unabhängig davon, ob klein oder groß.
Abzug (Reduktion) von der Skalennote am Ende: Übung mit Multiple Touches / Sturz → die A-Jury reduziert um -0.5.
Künstlerische Präsentation
Wie sich ein/e Gymnast*in oder eine Gruppe allgemein dem Publikum präsentiert: die eigenen Emotionen während der Übung mit Ausdruck und Fluss mit dem Publikum teilen.
Haltung und Bandbreite der Emotionen, die nicht nur im Gesicht, sondern mit dem ganzen Körper in sportlicher Weise ausgedrückt werden.
MP/TR/GR: Die Teilnehmer*innen müssen zeigen, dass sie ein Team und eine Einheit sind, und so die Vorteile zeigen, mehr als eine Person zu sein. Dazu gehört die Arbeitsbeziehung zwischen den Mitgliedern. Die Bewegungen müssen unverwechselbar sein und ihre Wettkampfkategorie respektieren.
Zusammenfassung – Vorführung · Skala (technische / künstlerische Präsentation)
| Hauptpunkte | Beispiele für Abweichungen |
|---|---|
| Perfekte Qualität der Bewegungen | Ausführung mit Touch / Sturz, der die Fortsetzung der Übung beeinträchtigt |
| Perfekte Synchronität | Niedrige Qualität / unklare Bewegungen |
| Beeindruckende Übungen | Bewegungen passen nicht zur Kategorie der Gymnast*innen |
| Das Publikum fesseln | Unnatürliche Mimik |
| Ausstrahlung und Leidenschaft | Verlust / Mangel an Selbstvertrauen, Spirit, Leidenschaft, Energie |
| Emotionen | Keine Teamarbeit (MP/TR/GR) |
| Einzigartigkeit | |
| Persönlichkeit | |
| Beziehung zwischen den Partner*innen | |
| Abzug (Reduktion) | |
| Ausführung mit Multiple Touches / Sturz | -0.5 |
Kapitel 7 – Bewertung Linie und Zeit
7.1 Linienrichter*innen
7.1.1 Aufgaben
Linienfehler werden von den Linienrichter*innen kontrolliert, die diagonal an 2 der 4 Ecken der Bühne sitzen.
Jede/r Linienrichter*in ist für zwei Linien verantwortlich:
- L-Jury 1: zuständig für die Linien A und B
- L-Jury 2: zuständig für die Linien C und D

7.1.2 Kriterien und Abzüge
Das Klebeband um die Bühne ist Teil der Wettkampffläche; daher ist das Berühren des Bandes erlaubt.
- Berührt ein Körperteil die Fläche außerhalb des Bandes, wird ein Abzug gegeben.
- Bewegt sich der Körper in der Luft außerhalb der Linie, wird nicht abgezogen.
- Linienrichter*innen zeigen mit einer roten Fahne (auf Schulterhöhe der L-Jury gehoben) an, wenn ein/e Teilnehmer*in die Fläche außerhalb der Linie betritt/berührt (falls zutreffend).
| Kriterium | Abzug |
|---|---|
| Linienfehler | Je Mal -0.1 pro Teilnehmer*in |
Stehen Kameras und Bildschirme zur Verfügung, sitzt die L-Jury am Ende des Kampfrichtertisches. Die Kameras werden diagonal an 2 der 4 Ecken der Wettkampffläche platziert; jeder Bildschirm zeigt 2 Linien.
7.2 Zeitrichter*innen
7.2.1 Aufgaben
- Die/der Zeitrichter*in muss die Übungszeit jeder Übung erfassen (Beginn mit dem ersten hörbaren Ton – Startsignal/Piepton ausgenommen – und Ende mit dem letzten hörbaren Ton).
- Gibt es Abzüge, muss die/der Zeitrichter*in die/den CJP informieren, sobald die betreffenden Gymnast*innen ihre Übung beendet haben.
- Gibt es keine Zeitabzüge, bleibt die T-Jury sitzen.
- Der Zeitabzug wird von der/dem CJP vorgenommen.
Die/der Zeitrichter*in verwendet zwei Stoppuhren:
- Stoppuhr 1: Übungszeit
- Stoppuhr 2: Unterbrechung/Abbruch der Vorführung, verspätetes Erscheinen/Walk-over
7.2.2 Kriterien und Abzüge (durch die/den CJP)
| Alle Kategorien | Kriterium | Abzug |
|---|---|---|
| Zeitfehler | Weniger als 1’20“ oder mehr als 1’30“ | -0.5 |
| Unterbrechung der Vorführung | Bewegungen werden 2 bis 10 Sekunden nicht ausgeführt und dann fortgesetzt | -0.5 |
| Abbruch der Vorführung | Ein/e Teilnehmer*in stoppt die Bewegungen für mehr als 10 Sekunden | -5.0 |
| Verspätetes Erscheinen | Ein/e Teilnehmer*in erscheint nicht innerhalb von 20 Sekunden nach dem Aufruf auf der Wettkampffläche | -0.5 |
| Walk-over | Ein/e Teilnehmer*in erscheint nicht innerhalb von 60 Sekunden nach dem Aufruf auf der Wettkampffläche | Disqualifikation |
Kapitel 8 – Notenberechnung
8.1 Allgemeines Prinzip
8.1.1 Artistiknote (A-Note) / Ausführungsnote (E-Note)
4 Kampfrichter*innen: Die höchste und die niedrigste Note der A-/E-Kampfrichter*innen werden gestrichen. Aus den verbleibenden 2 Noten wird der Durchschnitt gebildet; liegen die beiden mittleren Noten innerhalb der unten angegebenen Toleranz, ist dies die End-A-/E-Note.
6 Kampfrichter*innen: Die 2 höchsten und 2 niedrigsten Noten der A-/E-Kampfrichter*innen werden gestrichen. Aus den verbleibenden 2 Noten wird der Durchschnitt gebildet; liegen die beiden mittleren Noten innerhalb der unten angegebenen Toleranz, ist dies die End-A-/E-Note.
8.1.2 Maximal erlaubte Toleranz (A-Note und E-Note)
Während der Wettkämpfe darf die Differenz zwischen den 2 berücksichtigten mittleren Noten nicht größer sein als unten angegeben.
Tritt eine größere Abweichung als erlaubt auf, ist der Durchschnitt aller Noten die Endnote.
| Endnote zwischen | Erlaubte Toleranz |
|---|---|
| 8.00 und 10.00 | 0.3 |
| 7.00 und 7.99 | 0.4 |
| 6.00 und 6.99 | 0.5 |
| 0.00 und 5.99 | 0.6 |
8.1.3 Schwierigkeitsnote (D-Note)
Jede D-Jury gibt die Werte jedes Elements in der Reihenfolge der Ausführung, das gesamte Kombinationsset und die Schwierigkeitsabzüge ein. Nach Eingabe aller Werte vergleichen die beiden Kampfrichter*innen ihre Ergebnisse und müssen sich auf dieselbe End-D-Note und dieselben Abzüge einigen. (Ist das mit dem Wertungssystem nicht möglich, wird nach getrennter Berechnung die End-D-Note miteinander verglichen.)
Die D-Note wird (vom Wertungssystem) durch folgenden Divisor geteilt und mit 3 Nachkommastellen angegeben.
| Kategorie | Divisor |
|---|---|
| IM / IW / MP / TR (Männer) / GR (Männer) | 2.0 |
| TR (gemischt) / GR (gemischt) | 1.9 |
| TR (Frauen) / GR (Frauen) | 1.8 |
Beispiel: D-Note geteilt durch 1.8 → 6.6 ÷ 1.8 = 3.66666… → 3.666
Schwierigkeitsabzüge werden NICHT geteilt.
8.1.4 Gesamtnote
A-Note, E-Note und D-Note werden addiert und bilden die Gesamtnote.
8.1.5 Endnote
Die Abzüge der D-Kampfrichter*innen, der Linienrichter*innen und der/des Oberkampfrichter*in werden von der Gesamtnote abgezogen und ergeben die ENDNOTE.
- Gibt ein/e Kampfrichter*in eine Note nicht rechtzeitig oder gar nicht ab, ersetzt der Durchschnitt der abgegebenen Noten die fehlende Note.
8.1.6 Maximale Abweichung zwischen den Extremen
Artistik und Ausführung: Bei einer Abweichung von 1.0 oder mehr zwischen den Extremwerten wird nach dem Wettkampf eine Analyse der Kampfrichternoten durchgeführt, und es werden geeignete Maßnahmen ergriffen.
Schwierigkeit: Bei Uneinigkeit zwischen den beiden Kampfrichter*innen wird mit der Superior Jury Schwierigkeit (oder dem TD) Rücksprache gehalten. Diese berichtet an die/den Präsident*in der Superior Jury. Nach dem Wettkampf wird eine Analyse durchgeführt, und es werden geeignete Maßnahmen ergriffen.
8.1.7 Anfragen zur Note (siehe T.R.)
Anfragen zur D-Note sind nur für den eigenen Verband erlaubt.
Anfragen zu allen anderen Noten sind nicht erlaubt.
8.2 Notenübersicht
Additionen / Abzüge (siehe Notenberechnung der einzelnen Abschnitte)
| Additionen | Höchstnote / Kampfrichter*in | Abzüge durch |
|---|---|---|
| Artistik | 10.000 | D-Kampfrichter*innen |
| Ausführung | 10.000 | Linienrichter*innen |
| Schwierigkeit (geteilt durch 2, 1.9 oder 1.8) – z. B. offene D-Note | 3.500 | Oberkampfrichter*in |
| GESAMTNOTE | 23.500 |
8.3 Notenvergabe
- Artistik wird nach einer Skala von max. 10.0 Punkten in Schritten von 0.1 bewertet.
- Ausführung wird negativ bewertet, d. h. ausgehend von 10.0 werden Punkte für Ausführungsfehler abgezogen.
- Schwierigkeit wird positiv bewertet, d. h. ausgehend von 0.0 werden Punkte addiert; Angabe mit 3 Nachkommastellen.
- Schwierigkeitsabzüge werden von der Gesamtnote abgezogen, um die Endnote zu erhalten.
Rechenbeispiel (A + E; 6 Kampfrichter*innen): IW mit D-Note geteilt durch 2.0 – 2 höchste / 2 niedrigste gestrichen, Durchschnitt der mittleren 2
| Noten | Ergebnis | |
|---|---|---|
| A-Note | 9.5 · 9.3 · 9.4 · 9.3 · 9.2 · 9.1 | 9.300 |
| E-Note | 8.7 · 8.9 · 8.6 · 8.9 · 8.8 · 8.5 | 8.750 |
| D-Note (6.5 ÷ 2.0 = 3.250) | 6.5 · 6.5 | 3.250 |
| Gesamtnote | 21.300 | |
| Abzüge der D-Kampfrichter*innen | 1 × 0.5 | -0.5 |
| Linie | 1 × 0.1 | -0.1 |
| CJP: verbotene Bewegung | 1 × 0.5 | -0.5 |
| CJP: falsche Bekleidung | 1 × 0.3 | -0.3 |
| Endnote | 19.900 |
Rechenbeispiel (A + E; 4 Kampfrichter*innen): TR mit D-Note geteilt durch 1.8 – 1 höchste / 1 niedrigste gestrichen, Durchschnitt der mittleren 2
| Noten | Ergebnis | |
|---|---|---|
| A-Note | 9.5 · 9.2 · 9.4 · 9.3 | 9.350 |
| E-Note | 8.7 · 8.9 · 8.6 · 8.9 | 8.800 |
| D-Note (6.5 ÷ 1.8 = 3.611) | 6.5 · 6.5 | 3.611 |
| Gesamtnote | 21.761 | |
| Abzüge der D-Kampfrichter*innen | 1 × 0.5 | -0.5 |
| Linie | 1 × 0.1 | -0.1 |
| CJP: verbotene Bewegung | 1 × 0.5 | -0.5 |
| CJP: falsche Bekleidung | 1 × 0.3 | -0.3 |
| Endnote | 20.361 |
Rechenbeispiel (A + E; 3 Kampfrichter*innen): GR mit D-Note geteilt durch 1.9 – Durchschnitt aller 3 Noten
| Noten | Ergebnis | |
|---|---|---|
| A-Note | 9.2 · 9.4 · 9.3 | 9.300 |
| E-Note | 8.7 · 8.9 · 8.6 | 8.733 |
| D-Note (6.5 ÷ 1.9 = 3.421) | 6.5 · 6.5 | 3.421 |
| Gesamtnote | 21.454 | |
| Abzüge der D-Kampfrichter*innen | 1 × 0.5 | -0.5 |
| Linie | 1 × 0.1 | -0.1 |
| CJP: verbotene Bewegung | 1 × 0.5 | -0.5 |
| CJP: falsche Bekleidung | 1 × 0.3 | -0.3 |
| Endnote | 20.054 |
Teil 3 – Anhänge
Anhang 01 – Aerobic Dance: FIG-Regeln und Richtlinien
Aerobic Dance (8 Teilnehmer*innen)
Dieser Teil ist in Verbindung mit dem Haupt-CoP, Teil 2, zu lesen. Was hier nicht geregelt ist, richtet sich nach dem CoP.
Allgemeine Informationen (AD)
- Gruppenchoreografie von 8 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt), die Aerobic-Dance-Bewegungen freier einsetzt als andere Kategorien.
- Die Choreografie muss ein „THEMA“ haben und dieses in der Choreografie ausdrücken.
- Die Übung muss 32 bis 64 Counts eines 2. STILS enthalten (jeder Tanzstil erlaubt), der sich vom Rest der Choreografie unterscheidet.
- Ein wichtiger Aspekt ist die SYNCHRONITÄT aller Mitglieder als Einheit.
- Die Übung kann akrobatische und/oder Schwierigkeitselemente enthalten, diese erhalten aber keinen Wert.
Alter
- Senior: 18 Jahre oder älter im Wettkampfjahr
- Junior: 15–17 im Wettkampfjahr
- Youth: 12–14 im Wettkampfjahr
Wettkampffläche
- 10 m × 10 m
Musiklänge
- Senior & Junior: 1’25“ ± 5″
- Youth: 1’15“ ± 5″
Musik
- Jeder Musikstil (weltbekannte oder bekannte Musik wird empfohlen)
Zusammenarbeit
- Mindestens 3 Zusammenarbeiten in der gesamten Übung müssen gezeigt werden.
Kampfrichter*innen
CJP (1), E-Jury (4–6), A-Jury (4–6), L-Jury (2), T-Jury (1)
Bekleidungsvorschriften
- Sportliches Erscheinungsbild.
- Unitard oder zweiteiliger Anzug (Hose, lange Leggings, Shorts und Tops) ist erlaubt.
- Unterwäsche darf nicht sichtbar sein.
- Korrekte Stützwäsche muss getragen werden.
- Die Bekleidung kann sich zwischen den Mitgliedern unterscheiden, soll aber harmonisch sein.
- Zu große oder zu lockere Kleidung ist nicht erlaubt. Die Körperausrichtung muss sichtbar sein.
- Die Teilnehmer*innen müssen stützende Aerobic- oder Sportschuhe tragen.
- Haare müssen ordentlich und fixiert sein und dürfen weder Gesicht noch Schultern berühren. Kurze Pferdeschwänze sind erlaubt.
- Zusätzliche Gegenstände (Röhren, Stäbe, Bälle usw.) und Accessoires (Gürtel, Bandagen, Bänder usw.) sind nicht erlaubt.
- Bekleidung, die Krieg, Gewalt oder religiöse Themen darstellt, ist verboten.
- Keine Pailletten für Männer.
- Ein Rock, der über Anzug, Strumpfhose oder Unitard nicht weiter als über den Beckenbereich reicht, ist erlaubt.
- Der Stil des Rocks (Schnitt oder Verzierungen) ist frei, das Aussehen eines Ballett-„Tutus“ ist jedoch verboten.
- Bodypainting ist nicht erlaubt.
- Nur hautfarbenes Tape ist erlaubt (keine Bandagen/Riemchen).
- Becken-/Schrittbereich müssen bis zu den Hüftknochen mit nicht durchsichtigem, nicht hautfarbenem Material bedeckt sein.
- Fast vollständig hautfarbene Anzüge (siehe Glossar) sind nicht erlaubt – sie wirken im Fernsehen wie Nacktheit.
Oberkampfrichter*in (AD)
Aufgaben
Siehe Teil 2.
Akrobatische Elemente
Die Übung kann Bewegungen aus anderen Disziplinen enthalten (ohne übermäßigen Einsatz), die gut in die Choreografie integriert sind.
Senior / Junior: Für einzelne akrobatische Elemente gibt es in der gesamten Übung keine Begrenzung.
Youth: Nur die akrobatischen Elemente A-1 bis A-4 sind erlaubt. A-5 ist nur in der Zusammenarbeit erlaubt und muss mit Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet werden.
Wird A-5 ohne Zusammenarbeit ausgeführt, gilt es als verbotene Bewegung.
Führen alle 8 Teilnehmer*innen ein akrobatisches Element aus, muss es dasselbe Element zur selben Zeit sein.
Kombination akrobatischer Elemente
Senior / Junior:
- Maximal 2 akrobatische Elemente in Kombination (= Set) dürfen ausgeführt werden, müssen aber zur selben Zeit ausgeführt werden. Beispiele: Radwende + Flic-Flac + Salto = ABZUG · Radwende + Salto = KEIN ABZUG
- Die Kombination von 2 akrobatischen Elementen (A+A) ist in der gesamten Übung für Senior 3-mal und für Junior 2-mal erlaubt.
Youth: Keine Kombination akrobatischer Elemente erlaubt.
Verbotene Zusammenarbeit
- Die Pyramidenhöhe der Zusammenarbeit darf – sofern in statischer Position enthalten – nicht höher als 2 vertikal stehende Personen sein.
Verbotene Landung
Junior / Youth:
- Akrobatische Elemente (A-5) in der Zusammenarbeit, die ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet werden.
Abzüge
Abzüge und Strafen durch die/den Oberkampfrichter*in:
| Code | Detail – Aerobic Dance | Abzug |
|---|---|---|
| A | Präsentationsfehler | -0.3 |
| B | Falsche Bekleidung | -0.3 |
| C | Fehlendes nationales Emblem | -0.3 |
| D | Zeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr) | -0.5 |
| E | Verspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s) | -0.5 |
| G | Youth: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit | -0.5 (je Mal) |
| H | Youth: gleiche akrobatische Elemente nicht zur selben Zeit | -0.5 (je Mal) |
| I | Verbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe) | -0.5 (je Mal) |
| J | Verbotene Bewegungen (P-1 bis P-5) | -0.5 (je Mal) |
| K | Verbotene Landung: männliche Gymnasten – akrobatische Elemente (inkl. Variationen) mit Landung im Spagat · Junior/Youth: A-5 in der Zusammenarbeit ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet | -0.5 (je Mal) |
| L | Unterbrechung der Vorführung für 2–10 s | -0.5 (je Mal) |
| M | Abbruch der Vorführung länger als 10 s | -5.0 |
| N | Themen gegen Olympische Charta und Ethikkodex | -5.0 |
| O | Undiszipliniertes Verhalten | -0.5 (je Mal) |
| P | Mehr akrobatische Elemente in einem Kombinationsset als erlaubt | -0.5 (je Mal) |
| Q | Mehr akrobatische Kombinationssets als erlaubt | -0.5 (je Mal) |
| R | Youth: Kombination akrobatischer Elemente (A+A) | -0.5 (je Mal) |
| W-1 | Aufenthalt in verbotenem Bereich | Verwarnung |
| W-2 | Unangemessenes Verhalten/Benehmen | Verwarnung |
| W-3 | Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.) | Verwarnung |
| D-1 | Walk-over (Nichtantreten) | Disqualifikation |
| D-2 | Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoP | Disqualifikation |
Ausführung (10 Punkte) – AD
Aufgaben (siehe auch Teil 2)
Alle Bewegungen müssen mit maximaler Präzision (Perfektion) ausgeführt werden. Jede Abweichung wird in Schritten von 0.1 Punkten von 10.0 Punkten abgezogen.
Bewertet wird die/der Teilnehmer*in mit dem schwächsten bzw. größeren Fehler.
Die E-Jury bewertet die technischen Fähigkeiten der gesamten Übung vom Anfang bis zum Ende (inkl. Anfangs-/Endposition) in folgenden Bewegungen:
- Synchronität (Schlüssel bei AD)
- Technik der AMP-Tanzsequenzen (inkl. „2. Stil“)
- Übergänge & Verbindungen
- Partnerarbeit & Zusammenarbeit
- Elemente (optional: Schwierigkeit & Akrobatik)
Fehler
| Fehler | Beschreibung | Abzug |
|---|---|---|
| Kleiner Fehler | Geringe Abweichung von der perfekten Ausführung | -0.1 |
| Mittlerer Fehler | Deutliche Abweichung von der perfekten Ausführung | -0.3 |
| Großer Fehler | Falsche Technik / Bodenberührung / 1-Touch | -0.5 |
| STURZ / Multiple Touches | Unkontrolliertes Fallen oder Herunterkommen auf den Boden / mehrfache Bodenberührungen | -1.0 |
Kriterien und Abzüge
Abzüge für Schwierigkeits- / akrobatische Elemente (optional): Die technischen Fähigkeiten bei jedem ausgeführten Element werden bewertet.
| Klein | Mittel | Groß | STURZ* |
|---|---|---|---|
| -0.1 | -0.3 | -0.5 | -1.0* |
Mehrere Fehler werden addiert, der maximale Abzug beträgt jedoch -0.8 pro Element. *Bei Ausführung mit Sturz beträgt der maximale Abzug -1.0 pro Element.
Abzüge für Choreografie: Bewertet wird die perfekte Ausführung mit maximaler Präzision bei AMP-Tanzsequenzen, 2. Stil, Übergängen und Partnerarbeit.
| Choreografie | Klein | Mittel |
|---|---|---|
| Präzision der Tanzsequenzen (je 8er-Count) | -0.1 | -0.3 |
| Übergänge / Verbindungen (je Mal) | -0.1 | -0.3 |
| Partnerarbeit / Zusammenarbeit (je Mal) | -0.1 | -0.3 |
Abzüge für Synchronität (ohne Limit): Bewertet wird, ob alle Teilnehmer*innen alle Bewegungen mit identischem Bewegungsumfang, präzisem Timing und gleicher Qualität ausführen.
| Abzug für Synchronität | Klein |
|---|---|
| Alle Bewegungen | -0.1 je Mal |
Artistik (10 Punkte) – AD
| Kriterium | Schwach | Durchschnittlich | Gut | Sehr gut | Ausgezeichnet |
|---|---|---|---|---|---|
| Musik | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Tanzinhalt | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Allgemeiner Inhalt | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Künstlerische Übung | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Vorführung | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
Abzug (Reduktion)
| Kriterium | Details | Reduktion |
|---|---|---|
| Tanzinhalt | Fehlende der 6 AMP-Sets im Tanzstil | -0.5 (je Set) |
| Fehlender 2. Stil / mehr als 64 Counts | -0.5 | |
| Allgemeiner Inhalt | Fehlende Zone / fehlender Bereich | -0.5 |
| Weniger als 3 Zusammenarbeiten | -0.5 | |
| Künstlerische Übung | Fehlendes Thema | -0.5 |
| Fehlende Eröffnung / Einleitung | -0.5 | |
| Vorführung | Ausführung mit STURZ | -0.5 |
Rechenbeispiel
| Kriterium | Note |
|---|---|
| Musik | 1.9 |
| Tanzinhalt | 1.8 |
| Allgemeiner Inhalt | 1.7 |
| Künstlerische Übung | 1.7 |
| Vorführung | 1.8 |
| Summe Skala | 8.9 |
| Summe Abzüge | -0.5 |
| End-A-Note | 8.4 |
Aufgaben (siehe auch Teil 2)
Die A-Jury bewertet alle Komponenten der Choreografie, die perfekt mit Musik und Thema abgestimmt sind, um eine sportliche Übung in eine künstlerische Vorführung mit kreativen und einzigartigen Merkmalen zu verwandeln – unter Respektierung der Besonderheiten der Aerobic Gymnastics im Tanzstil.
Komponenten der Übung
- AMP-Sequenzen im Tanzstil
- 2. Stil
- Schwierigkeits- / akrobatische Elemente (optional)
- Übergänge / Verbindungen
- Partnerarbeit / Zusammenarbeit
- Formation / Raum
Thema
Die Übung muss ein „THEMA“ haben, das der Choreografie eine Geschichte gibt. Das Thema muss mit Bewegungen und Musik ausgedrückt werden (unter Wahrung der sportlichen Art der Aerobic Gymnastics). Das Team muss die Choreografie als Einheit präsentieren. Bei einer Übung ohne „Thema“ wird ein Artistikabzug von -0.5 angewendet.
AMP-Sequenzen
Unter Respektierung der Besonderheiten der Aerobic Gymnastics sollen AMP-Sequenzen freier ausgeführt werden. Das bedeutet nicht, den Körper unkontrolliert zu bewegen. Der Körper muss während der gesamten Übung mit einer Vielfalt an Bewegungen kontrolliert sein.
Ganzer Körper und Kopf werden eingesetzt und bewegen sich wie beim Tanz. Es soll weder wie eine roboterhafte Bewegung wirken noch wie ein Tanz in einem (reinen) Tanzstil oder wie die anderen Kategorien (IM/IW/MP/TR/GR) der Aerobic Gymnastics.
Die Übung muss mindestens 6 AMP-Sets enthalten (ohne 2. Stil).
2. Stil
Bei AD wird der Block von AMP-Sets durch den 2. Stil ersetzt. Ein AMP-Block ist daher nicht erforderlich.
Die Übung muss 32 bis 64 Counts „2. Stil“ enthalten (jeder Tanzstil mit gleichen oder unterschiedlichen Schritten innerhalb der Mitglieder ist erlaubt), der sich vom Rest der Choreografie unterscheidet. Der 2. Stil muss gut integriert sein und darf nicht von der Hauptchoreografie getrennt sein.
Er wird nach demselben System bewertet wie der Block von AMP-Sets.
- 1. Musik (max. 2.0 Pkt.): Auswahl / Komposition / Schnittqualität / Musikalität
- 2. Tanzinhalt (max. 2.0 Pkt.): Quantität / Qualität / Vielfalt
- 3. Allgemeiner Inhalt (max. 2.0 Pkt.): Komplexität / Vielfalt / Raum
- 4. Künstlerische Übung (max. 2.0 Pkt.): Aufbau / Struktur / Thema
- 5. Vorführung (max. 2.0 Pkt.): technische / künstlerische Präsentation
Anhang 02 – Aerobic Step: FIG-Regeln und Richtlinien
Aerobic Step (8 Teilnehmer*innen)
Dieser Teil ist in Verbindung mit dem Haupt-CoP, Teil 2, zu lesen. Was hier nicht geregelt ist, richtet sich nach dem CoP.
Allgemeine Informationen (AS)
- Gruppenchoreografie von 8 Teilnehmer*innen (männlich/weiblich/gemischt) mit Aerobic-Grundschritten und Armbewegungen unter Verwendung des Steps (Plattform), zur Musik ausgeführt. Die Übung darf KEINE Schwierigkeits- und akrobatischen Elemente enthalten.
- Die Choreografie muss ein „THEMA“ haben und es unter Nutzung des Steps (Plattform) in der Choreografie ausdrücken.
- Die Übung muss den Step (Plattform) während der gesamten Übung maximal nutzen – durch Steppen mit Aerobic-Grundschritten in Kombination mit Armbewegungen.
- Die Übung muss den Step-Block enthalten (3 aufeinanderfolgende 8er-Sets = 24 Counts), ausgeführt von allen Mitgliedern auf demselben Step (Plattform), ohne den Step zu bewegen oder zu wechseln.
- Ein wichtiger Aspekt ist die SYNCHRONITÄT aller Mitglieder als Einheit.
- Akrobatische (inkl. Variationen) und/oder Schwierigkeitselemente sind nicht erlaubt.
Alter
- Senior: 18 Jahre oder älter im Wettkampfjahr
- Junior: 15–17 im Wettkampfjahr
Wettkampffläche
- 10 m × 10 m
Musiklänge
- Senior & Junior: 1’25“ ± 5″
Musik
- Jeder Musikstil (weltbekannte oder bekannte Musik wird empfohlen)
Zusammenarbeit
- Maximal 3 Zusammenarbeiten in der gesamten Übung.
- Nicht erlaubte Akro-Elemente dürfen in der Zusammenarbeit enthalten sein, wenn bei der Landung AUSSCHLIESSLICH mit Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet wird.
Kampfrichter*innen
CJP (1), E-Jury (4–6), A-Jury (4–6), L-Jury (2), T-Jury (1)
Bekleidungsvorschriften
- Sportliches Erscheinungsbild.
- Unitard oder zweiteiliger Anzug (Hose, lange Leggings, Shorts und Tops) ist erlaubt.
- Unterwäsche darf nicht sichtbar sein.
- Korrekte Stützwäsche muss getragen werden.
- Die Bekleidung kann sich zwischen den Mitgliedern unterscheiden, soll aber harmonisch sein.
- Zu große oder zu lockere Kleidung ist nicht erlaubt. Die Körperausrichtung muss sichtbar sein.
- Die Teilnehmer*innen müssen stützende Aerobic- oder Sportschuhe tragen.
- Haare müssen ordentlich und fixiert sein und dürfen weder Gesicht noch Schultern berühren. Kurze Pferdeschwänze sind erlaubt.
- Zusätzliche Gegenstände (Röhren, Stäbe, Bälle usw.) und Accessoires (Gürtel, Bandagen, Bänder usw.) sind nicht erlaubt.
- Bekleidung, die Krieg, Gewalt oder religiöse Themen darstellt, ist verboten.
- Keine Pailletten für Männer.
- Ein Rock, der über Anzug, Strumpfhose oder Unitard nicht weiter als über den Beckenbereich reicht, ist erlaubt.
- Der Stil des Rocks (Schnitt oder Verzierungen) ist frei, das Aussehen eines Ballett-„Tutus“ ist jedoch verboten.
- Bodypainting ist nicht erlaubt.
- Nur hautfarbenes Tape ist erlaubt (keine Bandagen/Riemchen).
- Becken-/Schrittbereich müssen bis zu den Hüftknochen mit nicht durchsichtigem, nicht hautfarbenem Material bedeckt sein.
- Fast vollständig hautfarbene Anzüge (siehe Glossar) sind nicht erlaubt – sie wirken im Fernsehen wie Nacktheit.
Oberkampfrichter*in (AS)
Aufgaben
Siehe Teil 2.
Zusammenarbeit
- In einer Übung sind maximal 3 Zusammenarbeiten erlaubt.
- Werden unterschiedliche Zusammenarbeiten zur selben Zeit gezeigt (gleichzeitiger Beginn), zählen sie als 1 Zusammenarbeit.
Verbotene Zusammenarbeit
- Die Pyramidenhöhe der Zusammenarbeit darf – sofern in statischer Position enthalten – nicht höher als 2 vertikal stehende Personen sein.
Verbotene Bewegungen
- Das Aufbauen (Stapeln) der Steps (Plattformen) ist nicht erlaubt – außer für die Schlusspose, falls enthalten. Das bedeutet, dass die Steps nach dem Aufbauen bis zum Ende der Übung nicht mehr bewegt werden dürfen.
- Werfen des Steps (Plattform) in die Luft.
- Gewaltsamer Umgang mit dem Step (Treten und/oder Werfen des Steps zu einer/einem anderen Teilnehmer*in oder in die Luft).
- Springen von einem Step auf einen anderen Step.
- Verbotene Bewegungen (P-1 bis P-5).
Verbotene Landung
- Akrobatische Elemente in der Zusammenarbeit, die ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet werden.
- Männliche Gymnasten: akrobatische Variationen mit Landung im Spagat.
- Akrobatische Variationen mit Landung im Liegestütz (PU).
Elemente
- Die Ausführung von Schwierigkeits- / akrobatischen Elementen ist nicht erlaubt – inklusive Variationen.
Abzüge
Abzüge und Strafen durch die/den Oberkampfrichter*in:
| Code | Detail – Aerobic Step | Abzug |
|---|---|---|
| A | Präsentationsfehler | -0.3 |
| B | Falsche Bekleidung | -0.3 |
| C | Fehlendes nationales Emblem | -0.3 |
| D | Zeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr) | -0.5 |
| E | Verspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s) | -0.5 |
| I | Verbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe) | -0.5 (je Mal) |
| J | Verbotene Bewegungen | -0.5 (je Mal) |
| K | Verbotene Landung: akrobatische Elemente in der Zusammenarbeit ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet | -0.5 (je Mal) |
| L | Unterbrechung der Vorführung für 2–10 s | -0.5 (je Mal) |
| M | Abbruch der Vorführung länger als 10 s | -5.0 |
| N | Themen gegen Olympische Charta und Ethikkodex | -5.0 |
| O | Undiszipliniertes Verhalten | -0.5 (je Mal) |
| R | Mehr als 3 Zusammenarbeiten | -0.5 (je Mal) |
| S | Ausführung von Schwierigkeits- / akrobatischen Elementen (inkl. Variationen) | -0.5 (je Mal) |
| W-1 | Aufenthalt in verbotenem Bereich | Verwarnung |
| W-2 | Unangemessenes Verhalten/Benehmen | Verwarnung |
| W-3 | Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.) | Verwarnung |
| D-1 | Walk-over (Nichtantreten) | Disqualifikation |
| D-2 | Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoP | Disqualifikation |
Ausführung (10 Punkte) – AS
Aufgaben (siehe auch Teil 2)
Alle Bewegungen müssen mit maximaler Präzision (Perfektion) ausgeführt werden. Jede Abweichung wird in Schritten von 0.1 Punkten von 10.0 Punkten abgezogen.
Bewertet wird die/der Teilnehmer*in mit dem schwächsten bzw. größeren Fehler.
Die E-Jury bewertet die technischen Fähigkeiten der gesamten Übung vom Anfang bis zum Ende (inkl. Anfangs-/Endposition) in folgenden Bewegungen:
- Synchronität (Schlüssel bei AS)
- Stepping-Technik
- Übergänge & Verbindungen
- Partnerarbeit & Zusammenarbeit
- Platzierung der Steps auf dem Boden
Fehler
| Fehler | Beschreibung | Abzug |
|---|---|---|
| Kleiner Fehler | Geringe Abweichung von der perfekten Ausführung | -0.1 |
| Mittlerer Fehler | Deutliche Abweichung von der perfekten Ausführung | -0.3 |
| Großer Fehler | Falsche Technik / Bodenberührung / 1-Touch | -0.5 |
| STURZ / Multiple Touches | Unkontrolliertes Fallen oder Herunterkommen auf den Boden / mehrfache Bodenberührungen | -1.0 |
Kriterien und Abzüge
Abzüge für Choreografie: Bewertet wird die perfekte Ausführung mit maximaler Präzision bei Step-Sequenzen, Übergängen und Partnerarbeit.
| Choreografie | Klein | Mittel | STURZ |
|---|---|---|---|
| Präzision der Step-Sequenzen (je 8er-Count) | -0.1 | -0.3 | |
| Übergänge / Verbindungen (je Mal) | -0.1 | -0.3 | |
| Partnerarbeit / Zusammenarbeit (je Mal) | -0.1 | -0.3 | |
| Handhabung des Steps | 1.0 |
Abzüge für Synchronität (ohne Limit): Die Arbeit muss synchron oder im Kanon sein. Bewertet wird, ob alle Teilnehmer*innen alle Bewegungen mit identischem Bewegungsumfang, präzisem Timing und gleicher Qualität ausführen.
| Abzug für Synchronität | Klein |
|---|---|
| Alle Bewegungen | -0.1 je Mal |
Artistik (10 Punkte) – AS
| Kriterium | Schwach | Durchschnittlich | Gut | Sehr gut | Ausgezeichnet |
|---|---|---|---|---|---|
| Musik | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Step-Inhalt | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Allgemeiner Inhalt | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Künstlerische Übung | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
| Vorführung | 1.0 · 1.1 · 1.2 | 1.3 · 1.4 · 1.5 | 1.6 · 1.7 | 1.8 · 1.9 | 2.0 |
Abzug (Reduktion)
| Kriterium | Details | Reduktion |
|---|---|---|
| Step-Inhalt | Fehlende der 9 Stepping-Sets | -0.5 (je Set) |
| Fehlender Step-Block (3 aufeinanderfolgende Sets) | -0.5 | |
| Allgemeiner Inhalt | Fehlende Zone / fehlender Bereich | -0.5 |
| Künstlerische Übung | Fehlendes Thema | -0.5 |
| Fehlende Eröffnung / Einleitung | -0.5 | |
| Vorführung | Ausführung mit STURZ | -0.5 |
Rechenbeispiel
| Kriterium | Note |
|---|---|
| Musik | 1.9 |
| Step-Inhalt | 1.8 |
| Allgemeiner Inhalt | 1.7 |
| Künstlerische Übung | 1.7 |
| Vorführung | 1.8 |
| Summe Skala | 8.9 |
| Summe Abzüge | -0.5 |
| End-A-Note | 8.4 |
Aufgaben (siehe auch Teil 2)
Die A-Jury bewertet alle Komponenten der Choreografie, die perfekt mit Musik und Thema abgestimmt sind, um eine sportliche Übung in eine künstlerische Vorführung mit kreativen und einzigartigen Merkmalen zu verwandeln – unter Respektierung der Besonderheiten von Aerobic Gymnastics und Aerobic Step.
Komponenten der Übung
- Stepping-Sequenzen
- Step-Block
- Übergänge / Verbindungen
- Partnerarbeit / Zusammenarbeit
- Formation / Raum
Thema
Die Übung muss ein „THEMA“ haben, das der Choreografie eine Geschichte gibt. Das Thema muss mit den Bewegungen (Stepping) und der Musik ausgedrückt werden (unter Wahrung der sportlichen Art der Aerobic Gymnastics). Das Team muss die Choreografie als Einheit präsentieren. Bei einer Übung ohne „Thema“ wird ein Artistikabzug von -0.5 angewendet.
Stepping-Sequenz
Steppen mit Aerobic-Grundschritten (Step-up/Step-down, V-Step, Knee-Lift, Kick, Step Touch, Tap-up/Tap-down, Turn Step, Over the Top, Lunge usw.) während der gesamten Übung in Kombination mit Armbewegungen. Das bedeutet nicht, Wiederholungen desselben Steppings wie in einer Fitnessstunde zu zeigen.
Um als Stepping-Sequenz anerkannt zu werden, müssen alle Mitglieder die Stepping-Aktion (auf und ab) zur selben Zeit ausführen und dürfen die verwendete Plattform wechseln. Stepping-Aktionen können mit unterschiedlichen Orientierungen und Annäherungen an den Step erfolgen.
Die Übung muss mindestens 9 Stepping-Sets (inkl. Step-Block / 3 aufeinanderfolgende Sets) mit vielfältigem Stepping während der gesamten Übung enthalten.
Step-Block (3 aufeinanderfolgende Sequenz-Sets)
Die Übung muss 3 aufeinanderfolgende 8er-Sets (24 Counts) Stepping mit denselben Schritten enthalten, ausgeführt von allen Mitgliedern auf ihrem eigenen Step (Plattform), ohne während des gesamten Step-Blocks auf einen anderen Step (Plattform) zu wechseln.
Er wird nach demselben System bewertet wie der Block von AMP-Sets.
Formationen / Raum
Die Choreografiebewegungen müssen für den Step (Plattform) geeignet sein; es soll maximal gesteppt werden mit weniger Choreografie auf der Fläche.
Die Choreografie muss vielfältige Formationswechsel mit oder ohne Step (Plattform) zeigen – auch unterschiedliche Arten, den Step von einem Ort zum anderen zu tragen.
Partnerarbeit / Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der Gruppe und dem Step (Positionierung des Steps, Nutzung des Steps) soll gezeigt werden, jedoch maximal 3 Zusammenarbeiten in der Übung.
- 1. Musik (max. 2.0 Pkt.): Auswahl / Komposition / Schnittqualität / Musikalität
- 2. Step-Inhalt (max. 2.0 Pkt.): Quantität / Qualität / Vielfalt
- 3. Allgemeiner Inhalt (max. 2.0 Pkt.): Komplexität / Vielfalt / Raum
- 4. Künstlerische Übung (max. 2.0 Pkt.): Aufbau / Struktur / Thema
- 5. Vorführung (max. 2.0 Pkt.): technische / künstlerische Präsentation
Anhang 03 – Junior-Weltmeisterschaften
Junior-Division
Alle Regeln, die in Anhang 1 nicht erwähnt sind, richten sich nach dem CoP (Teile 1–4).
| Kriterium | Junior |
|---|---|
| Alter | 15–17 im Wettkampfjahr |
| Kategorien | IM, IW, MP, TR, GR, AD, AS (AD/AS: 8 Teilnehmer*innen) |
| Wettkampffläche | Alle Kategorien: 10 × 10 |
| Wettkampfprogramm | Qualifikation: IM, IW – 3 pro Verband; MP, TR – 2 pro Verband; GR, AD, AS – 1 pro Verband. Finale (alle Kategorien): die 8 besten Ergebnisse jeder Kategorie (maximal 2 pro Verband). |
| Musiklänge | 1 Minute 25 s (± 5 s) |
| Schwierigkeitselemente | Maximal 7 Elemente, mindestens 4 Familien (IM/IW: gleiche Regel wie Senior) |
| Akrobatische Elemente | Maximal 2 akrobatische Elemente A-1 bis A-5 (ohne Schraube) |
| Erlaubte Kombinationssets gesamt | 1 Kombinationsset mit maximal 2 Elementen erlaubt (D+D oder D+A oder A+D oder A+A) |
| Erlaubte Werte | 0.2 – 0.7 |
| Schwierigkeits-Divisor | Gesamte Schwierigkeitsnote aller Kategorien: geteilt durch 2 |
| Elemente mit Bodenlandung (Gruppe B) | Maximal 3 Elemente mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B (ausgenommen männliche Gymnasten aller Kategorien: keine Spagatlandung) |
| Zusammenarbeit | Mindestens 3 Zusammenarbeiten. Nicht erlaubte Akro-Elemente dürfen in der Zusammenarbeit enthalten sein, wenn bei der Landung AUSSCHLIESSLICH mit Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet wird. Ist die Landung NICHT unterstützt, erfolgt ein CJP-Abzug. |
| Bekleidung | FIG-Wertungsvorschriften |
| Kampfgericht | 4–6 A-Jury, 4–6 E-Jury, 2 D-Jury, 2 L-Jury, 1 T-Jury, 1 CJP – gemäß FIG Judges‘ Rules, FIG-Technischem Reglement und Aerobic-Gymnastics-Wertungsvorschriften |
Schwierigkeitsabzüge – Junior (-0.5 je Mal)
| Kategorie | Grund |
|---|---|
| Alle Kategorien | Elemente mit Wert 0.8 oder höher |
| Mehr als 7 Schwierigkeitselemente | |
| Weniger als 4 Familien | |
| Mehr als 2 Schwierigkeitselemente aus derselben Familie | |
| Wiederholung eines Schwierigkeitselements mit demselben Basisnamen | |
| Mehr als 2-mal in Wenson-Position (jede Phase eines Elements mit Wenson-Form zählt als Wenson-Position) | |
| Mehr als 3 Schwierigkeitselemente mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B | |
| Männliche Gymnasten zeigen Elemente mit Spagatlandung (Gruppe B) | |
| Mehr als 1 Kombinationsset (D+D, D+A, A+D, A+A) | |
| Mehr als 2 Elemente in einer Kombination | |
| IM | Fehlende Familie 4 (Gruppe B) |
| Element aus Familie 8 (Gruppe C) gezeigt | |
| IW | Fehlende Familie 7 (Gruppe C) |
| MP/TR/GR | Unterschiedliche Schwierigkeitselemente oder Kombination mit unterschiedlichen Elementen und/oder nicht zur selben Zeit |
CJP-Abzüge – Junior
| Code | Detail | Abzug |
|---|---|---|
| A | Präsentationsfehler | -0.3 |
| B | Falsche Bekleidung | -0.3 |
| C | Fehlendes nationales Emblem | -0.3 |
| D | Zeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr) | -0.5 |
| E | Verspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s) | -0.5 |
| F | Wiederholung akrobatischer Elemente | -0.5 (je Mal) |
| G | MP/TR/GR: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit | -0.5 (je Mal) |
| H | MP/TR/GR: gleiche akrobatische Elemente im Kanon (gilt nicht als Wiederholung) | -0.5 (je Mal) |
| I | Verbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe) | -0.5 (je Mal) |
| J | Verbotene Bewegungen (P-1 bis P-5) | -0.5 (je Mal) |
| K | Verbotene Landung: männliche Gymnasten – Variation akrobatischer Elemente mit Landung im Spagat · **akrobatische Elemente A-5 (mit oder ohne Schraube) in der Zusammenarbeit ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet | -0.5 (je Mal) |
| L | Unterbrechung der Vorführung für 2–10 s | -0.5 (je Mal) |
| M | Abbruch der Vorführung länger als 10 s | -5.0 |
| N | Themen gegen Olympische Charta und Ethikkodex | -5.0 |
| O | Undiszipliniertes Verhalten | -0.5 (je Mal) |
| T** | Mehr als 2 akrobatische Elemente | -0.5 (je Mal) |
| U** | A-5 (Salto 360°) mit Schraube (inkl. Variationen) | -0.5 (je Mal) |
| W-1 | Aufenthalt in verbotenem Bereich | Verwarnung |
| W-2 | Unangemessenes Verhalten/Benehmen | Verwarnung |
| W-3 | Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.) | Verwarnung |
| D-1 | Walk-over (Nichtantreten) | Disqualifikation |
| D-2 | Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoP | Disqualifikation |
| G | Männliche Gymnasten: akrobatische Elemente mit Landung im Spagat (inkl. Variationen) | -0.5 (je Mal) |
** Zusätzliche CJP-Abzüge für Junior
Anhang 04 – World Youth Competition
Youth-Division
Alle Regeln, die in Anhang 1 nicht erwähnt sind, richten sich nach dem CoP (Teile 1–4).
| Kriterium | Youth |
|---|---|
| Alter | 12–14 im Wettkampfjahr |
| Kategorien | IM, IW, MP, TR, GR, AD (AD: 8 Teilnehmer*innen) |
| Wettkampffläche | Alle Kategorien: 10 × 10 |
| Wettkampfprogramm | Qualifikation: IM, IW – 3 pro Verband; MP, TR – 2 pro Verband; GR, AD – 1 pro Verband. Finale (alle Kategorien): die 8 besten Ergebnisse jeder Kategorie (maximal 2 pro Verband). |
| Musiklänge | 1 Minute 15 s (± 5 s) |
| Schwierigkeitselemente | Maximal 7 Elemente, mindestens 4 Familien. IM: Familie 4 / IW: Familie 7 sind NICHT verpflichtend. Alle männlichen Gymnasten: gleiche Regel wie Senior. |
| Akrobatische Elemente | 2 Elemente aus A-1 bis A-4 (optional), KEINE Wiederholung |
| Erlaubte Kombinationssets gesamt | 1 Kombinationsset mit maximal 2 Elementen erlaubt (D+D oder D+A oder A+D oder A+A) |
| Erlaubte Werte | 0.2 – 0.6 |
| Schwierigkeits-Divisor | Gesamte Schwierigkeitsnote aller Kategorien: geteilt durch 2 |
| Elemente mit Bodenlandung (Gruppe B) | Maximal 2 Elemente mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B / akrobatische Elemente (ausgenommen männliche Gymnasten aller Kategorien: keine Spagatlandung) |
| Zusammenarbeit | Mindestens 2 Zusammenarbeiten (fehlende Zusammenarbeit = Abzug in Artistik). Nicht erlaubte Akro-Elemente dürfen in der Zusammenarbeit enthalten sein, wenn AUSSCHLIESSLICH mit Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet wird. Ist die Landung NICHT unterstützt, erfolgt ein CJP-Abzug. |
| Bekleidung | FIG-Wertungsvorschriften (LEICHTES Make-up für Mädchen) |
| Kampfgericht | 4–6 A-Jury, 4–6 E-Jury, 2 D-Jury, 2 L-Jury, 1 T-Jury, 1 CJP – gemäß FIG Judges‘ Rules, FIG-Technischem Reglement und Aerobic-Gymnastics-Wertungsvorschriften |
Schwierigkeitsabzüge – Youth (-0.5 je Mal)
| Kategorie | Grund |
|---|---|
| Alle Kategorien | Elemente mit Wert 0.7 oder höher |
| Mehr als 7 Schwierigkeitselemente | |
| Weniger als 4 Familien | |
| Mehr als 2 Schwierigkeitselemente aus derselben Familie | |
| Wiederholung eines Schwierigkeitselements mit demselben Basisnamen | |
| Mehr als 2-mal in Wenson-Position (jede Phase eines Elements mit Wenson-Form zählt als Wenson-Position) | |
| Mehr als 2 Schwierigkeitselemente mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B | |
| Männliche Gymnasten zeigen Elemente mit Spagatlandung (Gruppe B) | |
| Mehr als 1 Kombinationsset (D+D, D+A, A+D, A+A) | |
| Mehr als 2 Elemente in einer Kombination | |
| IM | Element aus Familie 8 (Gruppe C) gezeigt |
| MP/TR/GR | Unterschiedliche Schwierigkeitselemente oder Kombination mit unterschiedlichen Elementen und/oder nicht zur selben Zeit |
CJP-Abzüge – Youth
| Code | Detail | Abzug |
|---|---|---|
| A | Präsentationsfehler | -0.3 |
| B | Falsche Bekleidung | -0.3 |
| C | Fehlendes nationales Emblem | -0.3 |
| D | Zeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr) | -0.5 |
| E | Verspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s) | -0.5 |
| F | Wiederholung akrobatischer Elemente | -0.5 (je Mal) |
| G | MP/TR/GR: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit | -0.5 (je Mal) |
| H | MP/TR/GR: gleiche akrobatische Elemente im Kanon (gilt nicht als Wiederholung) | -0.5 (je Mal) |
| I | Verbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe) | -0.5 (je Mal) |
| J | Verbotene Bewegung (P-1 bis P-5) | -0.5 (je Mal) |
| K | Verbotene Landung: männliche Gymnasten – Variation akrobatischer Elemente mit Landung im Spagat · akrobatische Variationen mit Landung im Liegestütz · akrobatische Elemente A-5 (mit oder ohne Schraube) in der Zusammenarbeit ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet | -0.5 (je Mal) |
| L | Unterbrechung der Vorführung für 2–10 s | -0.5 (je Mal) |
| M | Abbruch der Vorführung länger als 10 s | -5.0 |
| N | Themen gegen Olympische Charta und Ethikkodex | -5.0 |
| O | Undiszipliniertes Verhalten | -0.5 (je Mal) |
| T** | Mehr als 2 akrobatische Elemente | -0.5 (je Mal) |
| U** | A-5 ohne Zusammenarbeit (inkl. Variationen) | -0.5 (je Mal) |
| W-1 | Aufenthalt in verbotenem Bereich | Verwarnung |
| W-2 | Unangemessenes Verhalten/Benehmen | Verwarnung |
| W-3 | Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.) | Verwarnung |
| D-1 | Walk-over (Nichtantreten) | Disqualifikation |
| D-2 | Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoP | Disqualifikation |
** Zusätzliche CJP-Abzüge für Youth
Anhang 05 – National Development
National Development (Empfehlung)
Alle Regeln, die in Anhang 1 nicht erwähnt sind, richten sich nach dem CoP (Teile 1–4).
| Kriterium | National Development |
|---|---|
| Alter | 9–11 im Wettkampfjahr |
| Kategorien | IM, IW, MP, TR, GR |
| Wettkampffläche | Alle Kategorien: 10 × 10 |
| Wettkampfprogramm | Entscheidung des LOC |
| Musiklänge | 1 Minute 15 s (± 5 s) |
| Schwierigkeitselemente | Maximal 7 Elemente. IM: Familie 4 / IW: Familie 7 sind NICHT verpflichtend. Alle männlichen Gymnasten: gleiche Regel wie Senior. |
| Pflichtelemente | F-1: Push-Up (A101) · F-2: Straddle Support (A212) · F-6: 1/1 Air Turn (B403) · F-7: 1/1 Turn (C702) |
| Akrobatische Elemente | 2 Elemente aus A-1 bis A-2 (optional), KEINE Wiederholung |
| Erlaubte Kombinationssets gesamt | 1 Kombinationsset mit maximal 2 Elementen erlaubt (D+D oder D+A oder A+D oder A+A). Pflichtelemente dürfen nicht kombiniert werden. |
| Erlaubte Werte | 0.1 – 0.4 |
| Schwierigkeits-Divisor | Gesamte Schwierigkeitsnote aller Kategorien: geteilt durch 2 |
| Elemente mit Bodenlandung (Gruppe B) | Maximal 1 Element mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B / akrobatische Elemente (ausgenommen männliche Gymnasten aller Kategorien: keine Spagatlandung) |
| Zusammenarbeit | Mindestens 2 Zusammenarbeiten (fehlende Zusammenarbeit = Abzug in Artistik). Nicht erlaubte Akro-Elemente dürfen in der Zusammenarbeit enthalten sein, wenn AUSSCHLIESSLICH mit Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet wird. Ist die Landung NICHT unterstützt, erfolgt ein CJP-Abzug. |
| Bekleidung | FIG-Wertungsvorschriften (kein Make-up). Optional Strumpfhose; enganliegende Body-Shorts erlaubt (Buben und Mädchen) |
| Kampfgericht | 2–4 A-Jury, 2–4 E-Jury, 1–2 D-Jury, 2 L-Jury, 1 T-Jury, 1 CJP – gemäß FIG Judges‘ Rules, FIG-Technischem Reglement und Aerobic-Gymnastics-Wertungsvorschriften |
Schwierigkeitsabzüge – National Development (-0.5 je Mal)
| Kategorie | Grund |
|---|---|
| Alle Kategorien | Elemente mit Wert 0.5 oder höher |
| Mehr als 7 Schwierigkeitselemente | |
| (Pflichtelemente) fehlend, in einer Kombination oder nicht zur selben Zeit | |
| Mehr als 2 Schwierigkeitselemente aus derselben Familie | |
| Wiederholung eines Schwierigkeitselements mit demselben Basisnamen | |
| Mehr als 2-mal in Wenson-Position (jede Phase eines Elements mit Wenson-Form zählt als Wenson-Position) | |
| Mehr als 1 Schwierigkeitselement mit Landung im Liegestütz und/oder Spagat in Gruppe B | |
| Männliche Gymnasten zeigen Elemente mit Spagatlandung (Gruppe B) | |
| Mehr als 1 Kombinationsset (D+D, D+A, A+D, A+A) | |
| Mehr als 2 Elemente in einer Kombination | |
| Kombination von Pflichtelementen | |
| IM | Element aus Familie 8 (Gruppe C) gezeigt |
| MP/TR/GR | Unterschiedliche Schwierigkeitselemente oder Kombination mit unterschiedlichen Elementen und/oder nicht zur selben Zeit |
CJP-Abzüge – National Development (Empfehlung)
| Code | Detail | Abzug |
|---|---|---|
| A | Präsentationsfehler | -0.3 |
| B | Falsche Bekleidung | -0.3 |
| C | Fehlendes nationales Emblem | -0.3 |
| D | Zeitfehler (± 5 s Toleranz oder mehr) | -0.5 |
| E | Verspätetes Erscheinen (nicht innerhalb von 20 s) | -0.5 |
| F | Wiederholung akrobatischer Elemente | -0.5 (je Mal) |
| G | MP/TR/GR: unterschiedliche akrobatische Elemente zur selben Zeit | -0.5 (je Mal) |
| H | MP/TR/GR: gleiche akrobatische Elemente im Kanon (gilt nicht als Wiederholung) | -0.5 (je Mal) |
| I | Verbotene Zusammenarbeit (Pyramidenhöhe) | -0.5 (je Mal) |
| J | Verbotene Bewegung (P-1 bis P-5) | -0.5 (je Mal) |
| K | Verbotene Landung: männliche Gymnasten – Variation akrobatischer Elemente mit Landung im Spagat · akrobatische Variationen mit Landung im Liegestütz · akrobatische Elemente A-3 bis A-5 (mit oder ohne Schraube) in der Zusammenarbeit ohne Unterstützung/Hilfe der Partner*innen gelandet | -0.5 (je Mal) |
| L | Unterbrechung der Vorführung für 2–10 s | -0.5 (je Mal) |
| M | Abbruch der Vorführung länger als 10 s | -5.0 |
| N | Themen gegen Olympische Charta und Ethikkodex | -5.0 |
| O | Undiszipliniertes Verhalten | -0.5 (je Mal) |
| T** | Mehr als 2 akrobatische Elemente | -0.5 (je Mal) |
| U** | Akrobatische Elemente A-3 bis A-5 (inkl. Variationen) | -0.5 (je Mal) |
| W-1 | Aufenthalt in verbotenem Bereich | Verwarnung |
| W-2 | Unangemessenes Verhalten/Benehmen | Verwarnung |
| W-3 | Nationaler Trainingsanzug nicht getragen (siehe gültiges T.R.) | Verwarnung |
| D-1 | Walk-over (Nichtantreten) | Disqualifikation |
| D-2 | Schwerer Verstoß gegen FIG-Statuten, T.R., CoP | Disqualifikation |
** Zusätzliche CJP-Abzüge für National Development
Anhang 06 – Kurzschriftsymbole
Prinzipien des Kurzschriftsystems
| Form | Ort des Körpers | Form und Aktionen |
|---|---|---|
| Gestreckt | In der Luft (Flug) | Wechsel (Switch) |
| Gegrätscht | Im Stütz | Gleichgewicht (Balance) |
| Gehechtet (Pike) | Landung aus der Flugphase | Freier Stütz |
| Gehockt (Tuck) | Sprung (Füße / Fuß) | 1 Arm / 1 Bein – Bein/Absprung: „1“ links; Arm/Landung: „1“ rechts |
| Cossack | ||
| Rotation (Drehung um die Längsachse am Boden – „Turn“) | Rotation (Schraube – „Twist“) | |
| 1/2 Drehung (180°) | 1/2 Schraube (180°) | |
| 1/1 Drehung (360°) | 1/1 Schraube (360°) | |
| 1 1/2 Drehungen (540°) | 1 1/2 Schrauben (540°) | |
| 2/1 Drehungen (720°) | 2/1 Schrauben (720°) | |
| 2 1/2 Drehungen (900°) | 2 1/2 Schrauben (900°) | |
| 3/1 Drehungen (1080°) | 3/1 Schrauben (1080°) |

Kurzschrift der Schwierigkeitselemente
Symbole der Basisnamen in Gruppe A (Bodenelemente), Gruppe B (Flugelemente) und Gruppe C (Standelemente). Die Elementnamen bleiben – wie international üblich – englisch.

Anhang 07 – Beschreibung der Grundschritte
Rebound-Technik: Eine federnde Technik mit vertikaler Bewegung des Körperschwerpunkts. Sie muss die Bodenreaktionskraft nutzen; Hüft-, Knie- und Sprunggelenke müssen sich gemeinsam und koordiniert bewegen.
| Name | Beschreibung (Zusammenspiel von Hüft-, Knie-, Fußgelenken) | Optimaler Schritt |
|---|---|---|
| March | Das Bein wird vor dem Körper gebeugt: Hüft- und Kniebeugung. Das Sprunggelenk zeigt eine klare Bewegung, Zehe–Ballen–Ferse. Die Gesamtbewegung geht nach oben, nicht nach unten. Oberkörper aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung. Oberkörper zeigt Rumpfkraft, keine Mitbewegung auf/ab oder vor/zurück. Amplitude: von Neutralposition bis volle Plantarflexion des Sprunggelenks, 30–40° Beugung in Hüfte und Knie. | ![]() |
| Jog | Der Unterschenkel wird maximal nach hinten zum Gesäß gehoben. Neutrale Hüfte oder leichte Hüftbeugung bzw. -streckung (±10°). Kniebeugung. Sprunggelenk zeigt in der oberen Position Plantarflexion. Füße zeigen kontrollierte Bewegung, Landung Zehe–Ballen–Ferse. Oberkörper aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung. Amplitude: von Neutralposition bis 0–10° Hüftstreckung, 110–130° Kniebeugung, volle Plantarflexion. | ![]() |
| Skip | Der Skip beginnt wie ein Jog mit Hüftstreckung, Kniebeugung und Ferse nach hinten zum Gesäß, um einen Low Kick mit 30–45° Hüftbeugung und voller Kniestreckung auf 0° vorzubereiten – ein Skip. Bewegung ist in Hüfte und Knie sichtbar. Muskelkontrolle während der gesamten Bewegung; der Unterschenkel wird durch den Quadrizeps gestoppt. Oberkörper bleibt aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung. Amplitude: von neutraler Hüfte bis 30–45° Beugung, von voller Kniebeugung bis vollständiger Streckung. | ![]() |
| Knee Lift | Das Spielbein zeigt starke Beugung in Hüfte und Knie, mindestens 90° in beiden Gelenken. Ist der Oberschenkel in der oberen Position, ist der Unterschenkel vertikal, mit Plantarflexion im Sprunggelenk. Das gehobene Sprunggelenk kann dorsal- oder plantarflektiert sein, Muskelkontrolle muss aber sichtbar sein. Standbein gestreckt, maximale Knie-/Hüftbeugung ca. 10°. Oberkörper bleibt aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung. Amplitude: von Neutralposition bis mindestens 90° Beugung in Hüfte und Knie des Spielbeins. | ![]() |
| Kick | Hoher Kick mit gestrecktem Bein, Mindestamplitude: Ferse auf Schulterhöhe, ca. 145°. Einzige Bewegung ist die Hüftbeugung. Das Bein ist gestreckt – das Kniegelenk zeigt keine Bewegung. Sprunggelenk während der gesamten Bewegung plantarflektiert. Standbein bleibt gestreckt, maximale Knie-/Hüftbeugung ca. 10°. Oberkörper bleibt aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung. Amplitude: von Neutralposition bis 150–180° Hüftbeugung im Spielbein. Das Knie zeigt während der gesamten Bewegung volle Streckung. | ![]() |
| Jumping Jack | Ein Hüpfer nach außen und innen mit gebeugten Beinen. Natürliche Außenrotation im Hüftgelenk. Landung mit Füßen weiter als schulterbreit auseinander, Knie und Füße zeigen nach außen. Kontrollierter, aber kraftvoller Absprung und Landung. Präzise und kontrollierte Bewegung von Sprunggelenk und Fuß – Zehe–Ballen–Ferse. Hüpfen nach innen: Füße/Fersen zusammen, Zehen zeigen nach vorne (bevorzugt) oder nach außen. Oberkörper aufrecht mit neutraler Wirbelsäule, natürliche Ausrichtung. Amplitude: von Neutralposition bis ca. Schulterbreite plus 2 Fußlängen auseinander mit 25–45° Beugung in Hüfte/Knien (mehr bei Super-Low oder Low mit Grand-Plié-Position). | ![]() |
| Lunge | Beine/Füße beginnen geschlossen oder schulterbreit, keine Außenrotation in der Hüfte. Ein Bein wird in der Sagittalebene nach hinten gestreckt (ohne das Knie zu überstrecken). Die Fersen werden kontrolliert abgesenkt. Die Füße bleiben in der Sagittalebene. Der ganze Körper bewegt sich (seitlich) als Einheit. Low Impact: Körper leicht nach vorne (vorderes Bein trägt das Gewicht), gerade Linie vom Nacken bis zur Ferse. High Impact: Die Beine hüpfen abwechselnd in der Sagittalebene wie beim Langlaufen. Amplitude: ca. 2–3 Fußlängen auseinander in der Sagittalebene (Lunge-Variationen = unterschiedliche Amplituden). | ![]() |
Anhang 08 – Beschreibung der Schwierigkeitselemente
Die Elementnamen bleiben – wie international üblich – englisch. Die Zeichnungen und Kurzschriftsymbole stammen aus dem Original.
Gruppe A – Bodenelemente
Familie 1 – Dynamische Kraft · Basisname: Push-Up




Familie 1 – Dynamische Kraft · Basisname: A-Frame








Familie 1 – Dynamische Kraft · Basisname: Straddle Cut





Familie 1 – Dynamische Kraft · Basisname: Explosive High-V






Familie 1 – Dynamische Kraft · Basisname: Explosive Capoeira



Familie 2 – Statische Kraft · Basisname: Support












Familie 2 – Statische Kraft · Basisname: V Support





Familie 2 – Statische Kraft · Basisname: Planche







Familie 3 – Beinkreisen · Basisname: Flair











Familie 3 – Beinkreisen · Basisname: Helicopter










Gruppe B – Flugelemente
Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Air Turn



Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Axel



Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Free Fall






Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Gainer



Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Scale


Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Butterfly





Familie 4 – Dynamische Sprünge · Basisname: Off Axis





Familie 5 – Formsprünge · Basisname: Tuck













Familie 5 – Formsprünge · Basisname: Cossack













Familie 5 – Formsprünge · Basisname: Pike













Familie 5 – Formsprünge · Basisname: Straddle / Frontal Split













Familie 6 – Spagatsprünge · Basisname: Switch Split





Familie 6 – Spagatsprünge · Basisname: Scissors Leap










Familie 6 – Spagatsprünge · Basisname: Sagittal Split

















Gruppe C – Standelemente
Familie 7 – Drehungen / Rotationen · Basisname: Passé Turn






Familie 7 – Drehungen / Rotationen · Basisname: Horizontal Turn



Familie 7 – Drehungen / Rotationen · Basisname: Illusion






Familie 8 – Beweglichkeit / Gleichgewicht · Basisname: Split


Familie 8 – Beweglichkeit / Gleichgewicht · Basisname: Vertical Split




Familie 8 – Beweglichkeit / Gleichgewicht · Basisname: Balance




Anhang 09 – Schwierigkeitstabelle
Die Tabelle ordnet jedem Element seinen Code und Wert zu: Spalten A–J entsprechen den Werten 0.1–1.0, die Zeilen (100, 110, …) den Elementnummern innerhalb der Familie. Die Kurzschriftsymbole stehen direkt beim Code.
Schwierigkeitstabelle Gruppe A (Familien 1–3)
- Familie 1 – Dynamische Kraft (Basisnamen: Push-Up, A-Frame, Straddle Cut, Explosive High-V, Explosive Capoeira)
- Familie 2 – Statische Kraft (Basisnamen: Support, V-Support, Planche)
- Familie 3 – Beinkreisen (Basisnamen: Flair, Helicopter)

Schwierigkeitstabelle Gruppe B (Familien 4–5)
- Familie 4 – Dynamische Sprünge (Basisnamen: Air Turn, Axel, Free Fall, Gainer, Scale, Butterfly, Off Axis) – Pflicht für IM
- Familie 5 – Formsprünge (Basisnamen: Tuck, Cossack, Pike, Straddle / Frontal Split)

Schwierigkeitstabelle Familie 6 und Gruppe C (Familien 7–8)
- Familie 6 – Spagatsprünge (Basisnamen: Switch Split, Scissors Leap, Sagittal Split)
- Familie 7 – Drehungen (Basisnamen: Passé Turn, Horizontal Turn, Illusion) – Pflicht für IW
- Familie 8 – Beweglichkeit (Basisnamen: Split, Vertical Split, Balance) – für IM nicht erlaubt

Anhang 10 – Glossar
Glossar für FIG Aerobic Gymnastics (Begriffe in der Originalsprache, Definitionen übersetzt).
| Begriff | Abk. | Definition / Beschreibung |
|---|---|---|
| Acrobatic Element (akrobatisches Element) | Allgemeiner Begriff für Bodenturnbewegungen wie in der Akrobatik-Gymnastik. Für Aerobic Gymnastics siehe Liste. Akrobatische Elemente haben 3 Phasen (Eingang – Haupt – Ausgang). | |
| Aerobic Competition (Aerobic-Wettkampf) | Dr. Kenneth H. Cooper (USA) war Pionier beim Nachweis des Nutzens von Ausdauertraining (Aerobic) zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit. Auf Grundlage seiner Trainingstheorie der „Aerobic Exercise“ entwickelte sich daraus Aerobic Exercise / Dance und schließlich eine neue Wettkampfsportart: Aerobic Gymnastics. | |
| Aerobic Movement Pattern (Aerobic-Bewegungsmuster) | AMP | Kombinationen aus Aerobic-Grundschritten und Armbewegungen, alle zur Musik ausgeführt, um dynamische, rhythmische und kontinuierliche Sequenzen aus High- und Low-Impact-Bewegungen zu erzeugen. |
| Aerobic Movement Pattern Sequence | AMP Sequence | Ein vollständiger 8er-Count von Bewegungen mit Aerobic-Bewegungsmustern unter Verwendung der 7 Grundschritte zusammen mit Armbewegungen. 8 Counts = 1 AMP-Sequenz / Set. |
| Airborne (Flugphase) | Körper in der Luft – wenn eine Person weder Boden- noch Partnerkontakt hat. | |
| Alignment (Ausrichtung) | Anordnung der Knochen, aus denen ein Gelenk besteht. Im Wettkampf: den Körper (jeden Teil) durch neutrale Platzierung in korrekter Position halten. Auch „Body Alignment“ (Körperausrichtung). | |
| Amplitude | Explosive Bewegungen mit Höhe. | |
| Axel Jump | Ein aus dem Eiskunstlauf stammender Sprung. Landung auf der Vorwärtsflugbahn mit Rotation/Drehung ab dem Absprung. | |
| Background Music (Hintergrundmusik) | BGM | Musik, die im Hintergrund der Szene läuft und nicht die Hauptrolle spielt, sondern die Inszenierung begleitet. |
| Beat Per Minute | BPM | Einheit für das Tempo der Musik: Anzahl der Schläge pro Minute. Je größer die Zahl, desto schneller das Tempo. |
| Beep / Cue sound (Startsignal) | Absichtlich am Anfang der Musik eingefügter Soundeffekt, um zu erkennen, wann die Musik beginnt. | |
| Canon (Kanon) | MP / TR / GR / AD / AS: Die Teilnehmer*innen führen eine Bewegung absichtlich zeitversetzt (nacheinander) aus. | |
| Capoeira | Capoeira ist eine afro-brasilianische Kampfkunst und ein Spiel mit Elementen aus Tanz, Akrobatik, Musik und Spiritualität. Die Körperaktion umfasst einen Kick (90°–180°), während der Körper auf einem Arm gestützt ist. | |
| Chassé | Aus der Ballettterminologie. Fortbewegung, bei der der nachfolgende Fuß den führenden Fuß „verfolgt“. | |
| Choreography (Choreografie) | Planung der Bewegungsabfolge des Körpers in Raum und Zeit sowie in Beziehung zu anderen Partner*innen. Außerdem die Ausbalancierung der Schwierigkeitselemente mit künstlerischen Komponenten, um einen kontinuierlichen Fluss und ein stimmiges Ganzes zu schaffen und die einzigartigen Fähigkeiten, die Persönlichkeit und den Stil der Gymnast*innen in der Vorführung zu zeigen. | |
| Circle (Kreis) | Rotation oder Drehung um 360° mit gekrümmter Bahn. | |
| Code of Points (Wertungsvorschriften) | COP / CoP | Internationale Regeln bzw. Bestimmungen der FIG. Zu Beginn jedes olympischen Zyklus aktualisiert. |
| Collaboration (Zusammenarbeit) | Prozess, bei dem zwei oder mehr Personen zusammenarbeiten, wobei mit Hilfe oder Kraft der Partner*innen jemand gestützt, gezogen oder vom Boden gehoben wird, um Bewegungen/Aktionen zu erzeugen. | |
| Composition (Komposition) | Das Bewegungsvokabular – inkl. Schwierigkeitselementen – und die Strukturierung von Aerobic-Übungen. | |
| Compulsory Elements (Pflichtelemente) | Pflicht-Schwierigkeitselemente, die als Empfehlung in der Division National Development in der Übung enthalten sein müssen. | |
| Cossack Jump | Körperform in der Luft in Hechtform mit geschlossenen, zum Boden parallelen Oberschenkeln, ein Bein gestreckt, ein Bein gebeugt. | |
| Difficulty Element (Schwierigkeitselement) | Elemente mit Wert, die körperliche Fähigkeiten nutzen. | |
| Dynamic Strength (dynamische Kraft) | Isotonische Muskelkraft – Kraft mit Bewegung. | |
| EC | Exekutivkomitee | |
| Element | Es gibt „Schwierigkeitselemente“ und „akrobatische Elemente“; Ursprung in Turnelementen. | |
| En dedans | Aus der Ballettterminologie. Drehung (Pirouette) in Richtung des Standbeins. Bei Stand auf dem rechten Bein Drehung nach rechts. | |
| En dehors | Aus der Ballettterminologie. Drehung (Pirouette) in die dem Standbein entgegengesetzte Richtung. Bei Stand auf dem rechten Bein Drehung nach links. | |
| Endurance (Ausdauer) | Die körperliche Fähigkeit, die Intensität während der gesamten Übung aufrechtzuerhalten. | |
| Fall (Sturz) | Schnelles Fallen oder Herunterkommen auf den Boden mit völligem Kontrollverlust. | |
| Family (Familie) | Block von Schwierigkeitselementen mit ähnlichen Techniken und Fertigkeiten. | |
| Flexibility (Beweglichkeit) | Bewegungsumfang bei dynamischen oder statischen Bewegungen. | |
| Floor Element (Bodenelement) | Elemente, die auf der niedrigsten Ebene (Boden) ausgeführt oder dorthin gelandet werden. | |
| Formation | Eine Form, die von mehreren Teilnehmer*innen durch Fortbewegung, Abstände und Positionierung gebildet wird. | |
| Frontal | Eine der Körperebenen; teilt den Körper in vorne und hinten. Beispiel: „Frontalspagat“ – Spagatposition mit nach rechts und links geöffneten Beinen. | |
| Frontal Split (Frontalspagat) | Beine voll gestreckt nach rechts und links im Frontalspagat (180°). | |
| FIG | FIG | Fédération Internationale de Gymnastique, auf Englisch „International Gymnastics Federation“. |
| Glissade (Glide) | Aus der Ballettterminologie. Sich mühelos und widerstandslos gleitend bewegen, wobei sich der Körperschwerpunkt horizontal bewegt. | |
| Group (Gruppe) | Schwierigkeitselemente sind nach körperlicher Fähigkeit in 3 Gruppen unterteilt. | |
| High Impact | HI | Bewegungen, bei denen beide Füße kurz vom Boden abheben, z. B. Jog, Skip, Jack usw. |
| Hop / Hopping (Hüpfen) | Fortbewegung durch kleine vertikale Sprünge oder kurze Distanzen mit Fuß/Füßen. | |
| Horizontal | Parallel zum Boden. | |
| Jury | Kampfrichter*innen. D-Jury = Schwierigkeit, E-Jury = Ausführung, A-Jury = Artistik. | |
| Jump (Sprung) | Sich mit der Bein- und Fußmuskulatur von einer Fläche in die Luft abstoßen. Strecksprung mit Absprung und Landung am selben Ort. | |
| Junior | JR | Junior-Division: 15–17 Jahre im Wettkampfjahr. |
| Lateral (seitlich) | Bewegungen von Seite zu Seite. | |
| Leap | Eine Sprungart: Absprung von einem Fuß und Sprung nach vorne (Vorwärtsflugbahn). | |
| Level (Ebene) | 3 Ebenen im Raum: Luft, Stand und Fläche/Boden. | |
| Link (Verbindung) | Verbindende Bewegungen ohne Ebenenwechsel. | |
| Low Impact | LI | Bewegungen, bei denen ein Fuß Bodenkontakt hat, z. B. March, Step Touch, V-Step, Box Step usw. |
| LOC | Lokales Organisationskomitee | |
| Panel (Kampfgericht) | Kampfgericht mit seiner Zusammensetzung an Kampfrichter*innen. | |
| Passé | Aus der Ballettterminologie. Das Spielbein ist gebeugt, der Fuß direkt über der Kniescheibe des Standbeins, sodass ein Dreieck entsteht. | |
| Partnership (Partnerarbeit) | Verbindung von zwei oder mehr Personen mit oder ohne Kontakt/körperliche Interaktion (Hände halten/schütteln, beiläufige Berührung, Umarmung, Blickkontakt usw.). | |
| Phrase | Eine Gruppe von Noten, die eine eigenständige Einheit in der Musik bildet. | |
| Physical Interaction (körperliche Interaktion) | Teil der „Partnerarbeit“: Kommunikation oder direkte Einbindung von Partner*innen, die durch Körperkontakt miteinander verbunden sind. | |
| Pike Jump (Hechtsprung) | Form in der Luft mit geschlossenen, gestreckten Beinen parallel zum Boden, während der Oberkörper nach vorne geklappt ist. | |
| Power (Schnellkraft) | Explosive Kraft über einen kurzen Zeitraum (plyometrische Elemente). | |
| Presentation (Präsentation) | Art und Stil, in der eine Übung mit Selbstausdruck und Ausstrahlung vorgeführt wird. | |
| Propelling | Wenn ein/e Partner*in eine Person wirft oder ein/e Partner*in als Absprunghilfe in eine Flugphase genutzt wird. | |
| Sagittal | Eine der Körperebenen; teilt den Körper in rechts und links. Beispiel: „Sagittalspagat“ – Spagatposition mit Beinen vor und hinter dem Körper. | |
| Senior | SR | Senior-Division: 18 Jahre im Wettkampfjahr. |
| Slide (Gleiten) | Bewegung entlang einer Fläche bei ständigem Kontakt mit der Fläche. | |
| Split (Sagittal) (Spagat) | Beine voll gestreckt vor und hinter dem Körper im Sagittalspagat (180°). | |
| Static Strength (statische Kraft) | Isometrische Muskelkraft/-kontraktion – Kraft ohne Bewegung wie in der Familie Support. | |
| Straddle (Grätsche) | Seitlich geöffnete Beine (mindestens 90°), parallel zum Boden, Körper in Hechtposition. | |
| Straddle Cut | In der Flugphase werden die Beine seitlich gegrätscht und nach vorne durchgeführt, um gestreckt im Stütz rücklings zu landen; die Füße sind während des Elements vom Boden abgehoben. | |
| Style (Stil) | Unverwechselbare oder charakteristische Handlungsweise bzw. Art der Vorführung. | |
| Support (Stütz) | Das ganze oder einen Teil des Gewichts tragen. Durch isometrische Muskelkontraktion das Körpergewicht mit dem Arm/den Armen am Boden halten. Bei Schwierigkeitselementen muss das Gewicht mindestens 2 Sekunden gehalten werden. | |
| Surface / Floor (Boden) | Niedrigste Ebene: Bewegungen, bei denen andere Körperteile als die Füße Bodenkontakt haben. | |
| Swing (Schwung) | Sich um eine Achse vor und zurück oder seitlich hin und her bewegen. | |
| Switch (Wechsel) | Bewegungsaktion des Beinwechsels. | |
| Synchronization (Synchronität) | Synchro | Die Fähigkeit, alle Bewegungen als Einheit mit identischem Bewegungsumfang auszuführen, gleichzeitig zu beginnen und zu enden und dieselbe Qualität zu zeigen. |
| TC | Technisches Komitee | |
| Technical Skill (technische Fähigkeit) | Skill | Die Fähigkeit, Bewegungen mit perfekter Technik unter Einsatz der maximalen körperlichen Kapazität (dynamische/statische Beweglichkeit, Muskelkraft, Amplitude, Schnellkraft, Kraftausdauer) präzise und mit korrekter Form, Haltung und Ausrichtung zu zeigen. |
| Technical Requirement (technische Anforderung) | Anforderungen an die Ausführung von Schwierigkeitselementen, damit sie als Element anerkannt werden. Werden sie nicht erfüllt, erhält das Element keinen Wert. | |
| Theme (Thema) | Verbindende oder dominierende Idee, Motiv usw. wie in einem Kunstwerk. | |
| Transition (Übergang) | Verbindende Bewegungen zu und von einer anderen Ebene im Raum (Boden, Stand, Luft). | |
| Tuck (Hocke) | Beide Beine werden mit gebeugten Knien nahe an die Brust gezogen. | |
| Turn (Drehung) | Jede Rotation, die entweder mit Bodenkontakt oder in der vertikalen Linie in der Luft ausgeführt wird. | |
| Twist (Schraube) | Jede Rotation außerhalb der vertikalen Linie. | |
| Vertical (vertikal) | Im rechten Winkel (90°) zu einer horizontalen Ebene. | |
| Youth | Youth-Division: 12–14 Jahre im Wettkampfjahr. | |
| ★ 7 Basic Steps (7 Grundschritte) | March, Jog, Skip, Knee Lift, Kick, Jack, Lunge. |








